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  1. #1
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Idee Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    ich eröffne einen Restaurations Thread, statt den alten Beitrag von floan weiterzuführen:

    seit floans la pavoni jetzt meine ist, hier ein Zwischenstand zur Restauration:

    zunächst habe ich alles dokumentiert, Fotos, Zeichnungen, damit das Ganze wieder korrekt zusammengebaut werden kann.

    Dann habe ich mir den Zustand angeschaut und die ersten Kupferrohre vom Kessel abgeschraubt, sowie den Kesseldeckel.

    Anschließend habe ich eine Liste der zu ersetzenden Dichtungen gemacht und bei EspressoXXL online bestellt:

    Kesseldichtung: 18,16 EUR
    Heizungsdichtung: 3,10 EUR
    diverse Silikon-, Dampfventil-, CU-Dichtungen

    Nach nur zwei Tagen waren die Teile da.

    Für den Kesselring habe ich Rostlöser und neue Schrauben und 3 Liter Cola zum Rost entfernen gekauft, sowie einen 21er, 26er, 28er Schlüssel, denn die sind nicht im Standardschlüsselsatz enthalten.

    Nach zwei abgebrochenen Schraubenköpfen und einem blutigen Finger war der Kesseldeckel ab. Die Kupferrohre und Fittings ab ins Zitronensäurebad.

    Hier ein paar Fotos:



    hier sind ein paar Fotos von flo zum Stand vor der Restaurierung: Tausche/Verkaufe La Pavoni 1-gruppig

    ich berichte, ob das Colabad geholfen hat, die alten Schrauben vom Stahlring zu lösen.

    Grüsse Stefan
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  2. #2
    gunnar0815 ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    Na schön das sie jetzt doch Restauriert wird. Wie viel L hat der Kessel eigentlich?
    Gunnar
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  3. #3
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    geschätzte 6,0 bis 6,5 Liter, incl. Zweitkreishülse. Ich werde es nachmessen, sobald der Tank aus dem Colabad ist.
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  4. #4
    achmed ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    Hallo Stefan,
    das sieht mir eher nach einem Aluflansch aus. Das Problem ist die Kontaktkorrosion und ich weiß nicht ob Cola da hilft. Es ist m.E. eher das Aluminium das blüht. Ein großes Ärgernis in dem Zusammenhang ist die Konstruktion. Du bekommst den Flansch nicht vom Kessel abgezogen, Cimbali hatte in den 60ern eine ähnlich dämliche Konstruktion. Ich würde wie folgt vorgehen: einen zweiten Mann dazu, eine Nuss auf die Muttern setzen und den Kessel dann so drehen, daß man die Nuss auf einer stabilen Kante abstützen kann. Mit einem Brenner (Baumarkt, 20.-€?) den Flansch erwärmen und versuchen mit kräftigen Schlägen die Bolzen rauszutreiben. Vorsicht, diese Flansche brechen gern, deshalb immer direkt um die Bohrung die Kraft aufnehmen, dann bleibt sie dort, wo sie hingehört.
    Eine Alternative wäre, an zwei gegenüber liegenden Bohrungen den Flansch zu teilen. Auch wenn dort die Schraubenreste sitzen und es dadurch aufwändiger ist, bei der Montage kannst du wieder vernünftigen Druck auf die Dichtung ausüben.
    Den Flansch so positionieren, daß du mit einer Bügelsäge und einem diagonalem Schnitt das Ding abbekommst. Dann kannst du wenigstens vernünftig weiterarbeiten
    Sollte deine Colamethode helfen oder Pavoni so ein Ersatzteil haben, mein Katalog übrigens nicht, so war es zumindest gut gemeint.
    Gruß
    Achmed

  5. #5
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Daumen hoch AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    @achmed

    danke für den Tipp, es hat geklappt, ohne den Aluring zu zerstören - wenn auch die Schrauben nicht auf Anhieb rausgingen.

    Ich habe immer wieder die Schrauben mit dem Brenner erhitzt und unter Wasser schockgekühlt. Anschließend wie Du gesagt hast, 17er Nuss drunter und wie ein Flegel auf immer wieder auf die Schraubenspitze geschlagen.

    Die Halteschrauben wo die Ringhälften aufeinderlagen gingen auf Anhieb runter.

    Grüsse, Stefan
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  6. #6
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    nun eine Frage zum Alurahmen:

    wenn ich mit einem spitzten Gegenstand über den Aluring kratze, erscheint das blanke Aluminium, jedoch ist der Ring so stark zerfurcht/ zerfressen, daß es schwierig wird, ihn ganz blank zu bekommen. Hat jemand eine Idee?

    Wie sieht es mit Kontaktkorrosion aus? verzinkte Stahlschrauben auf Alu und Kupfer?

    Original wurden 40 mm lange Gewinde verwendet und beidseits mit Muttern verschraubt. Spricht etwas dagegen 40 mm M10 verzinkte Stahlschrauben mit Kopf und Mutter zu verwenden?

    Expansionsventil und Anschlussfittings aus Messing waren mit Teflonband abgedichtet, soweit werde ich das wieder machen. Unter den Fittings sind teilweise Stahlscheiben, werden auch wieder eingebaut.

    Zwischen Boiler und einigen Fittings befinden sich Schnüre. Können die gegen etwas anderes ersetzt werden, bsp.weise Hanf?

    Spricht etwas dagegen, Klempnerfett für die Gewinde zu verwenden?

    Der Entkalkungsprozess zieht sich nun schon seit Tagen im Zitronensäurebad hin, lässt sich, dank Säurebad mehr oder weniger mechanisch entfernen. Ist das Säurebad irgend wann gesättigt und ich muss neu ansetzten?

    Das Entrosten - schon seit Tagen im Colabad macht nicht wirklich Fortschritte. Gibt es eine bessere Lösung?

    Die Hülse des Zweitkreises ist durch das Säurebad - auch nach Tagen nicht wirklich entkalkt worden, es glänzt noch auf der Innenseite in sattem Türkis. Das gleiche gilt für die Innenseiten der Fittings und tw. Kupferrohre. Was kann ich tun, damit sie blank werden?
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  7. #7
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    Hallo,

    Ist das Säurebad irgend wann gesättigt und ich muss neu ansetzten?
    Um die Reaktion zu beschleunigen, kann man per Tauchsieder ab und an Energie nachliefern. Soweit ich weiß ist die Säure verbraucht wenn es nicht mehr blubbert (weil bei der Reaktion solange sie läuft CO2 frei wird).

    Gruß
    Georg
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  8. #8
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    nun eine Frage zum Alurahmen:

    wenn ich mit einem spitzten Gegenstand über den Aluring kratze, erscheint das blanke Aluminium, jedoch ist der Ring so stark zerfurcht/ zerfressen, daß es schwierig wird, ihn ganz blank zu bekommen. Hat jemand eine Idee?
    mit einer Drahtbürste abschrubben sollte genügen - muß nicht blitzblank werden. Läuft eh' wieder an und wird grau...

    Wie sieht es mit Kontaktkorrosion aus? verzinkte Stahlschrauben auf Alu und Kupfer?

    Original wurden 40 mm lange Gewinde verwendet und beidseits mit Muttern verschraubt. Spricht etwas dagegen 40 mm M10 verzinkte Stahlschrauben mit Kopf und Mutter zu verwenden?
    nimm Edelstahlschrauben, -Muttern und -Scheiben: ksotet nicht die Welt, rostet nicht und verträgt sich mit Kupfer und Alu


    Expansionsventil und Anschlussfittings aus Messing waren mit Teflonband abgedichtet, soweit werde ich das wieder machen. Unter den Fittings sind teilweise Stahlscheiben, werden auch wieder eingebaut.
    Stahlscheiben? oder doch Dichtungen (aus Kupfer oder Alu?) zusätzlich zu Teflon-Band? hhmmmmh (ratlos) -> mach mal n'Bild...

    Zwischen Boiler und einigen Fittings befinden sich Schnüre. Können die gegen etwas anderes ersetzt werden, bsp.weise Hanf?
    Sowohl Hanf als auch Teflonbank kannst Du verwenden

    Spricht etwas dagegen, Klempnerfett für die Gewinde zu verwenden?
    was ist Klempnerfett? meinst Du Fermit? falls ja - auch verwendbar

    Der Entkalkungsprozess zieht sich nun schon seit Tagen im Zitronensäurebad hin, lässt sich, dank Säurebad mehr oder weniger mechanisch entfernen. Ist das Säurebad irgend wann gesättigt und ich muss neu ansetzten?
    ja - siehe auch Beitrag von Bohnenschorsch

    Das Entrosten - schon seit Tagen im Colabad macht nicht wirklich Fortschritte. Gibt es eine bessere Lösung?
    was willst Du entrosten - den Kessel? ich weiß nicht, aus wekchem Material er besteht: Edelstahl - oder Kupfer vernickelt/verchromt ?
    Am Kessel selbst dürfte dann nur Flug- bzw. Kontaktrost (von den Schrauben/Muttern) sein, da der Kessel selbst nicht rostet.
    Probier die mechanische Art: im Baumarkt gibt es Schlief-Vlies - ähnlich der Scheuerseite von Glitzis - das klappt ganz gut.

    Die Hülse des Zweitkreises ist durch das Säurebad - auch nach Tagen nicht wirklich entkalkt worden, es glänzt noch auf der Innenseite in sattem Türkis. Das gleiche gilt für die Innenseiten der Fittings und tw. Kupferrohre. Was kann ich tun, damit sie blank werden?
    Das Grüne ist Kupferoxid, auch als Grünspan bekannt: Schlief-Vlies oder Stahlwolle der Größe 000 (es gibt sie in Größe 0 ("grob"), 00 (feiner) und 000 (ganz fein)

    "Fritzz"

  9. #9
    fibo ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    Zum Entrosten von Eisen empfehle ich Phosphorsäure 17% aus der Apotheke. Cola ist eben etwas schwach konzentriert, schätze um die 2-3%.

    Die Säure muss mehmals angewendet werden. Zwischendurch die Salzprodukte mechanisch und durch abwaschen entfernen!

    Habe damit gerade das Gehäuse meiner Pavoni-Hebelmaschine erfolgreich saniert.

    Fibo

  10. #10
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Lächeln AW: Restaurierung, La Pavoni P/TRE

    nachdem der erste Entkalkungsversuch vor einigen Wochen nicht vollständig abgeschlossen werden konnte, habe ich Zitronensäure in kristalliner Form in der Apotheke gekauft

    Preis: 5,84 EUR für 1 KG wasserfreie Zitronensäure (acidum citrum anhydricum crist.).

    Diesmal war die Entkalkung fast vollständig, hier die Ergebnisse:



    Nachtrag: wie würdet Ihr die schwarzen Ablagerungen/ Verfärbungen beseitigen? Weiss jemand was das für Verfärbungen sind?

    Und vor allem: wie dichte ich die Fittings wieder ein? manche hatten so eine Art Schnur, andere Stahl- oder Papierunterlegscheiben, komplett alle Gewinde mit Kempnerfett einschmieren und Teflonband umwickeln und die Scheiben erneuern und wieder einsetzten?
    Geändert von ComKaff (21.12.2008 um 15:15 Uhr) Grund: Nachtrag
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