Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Bison ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Carimali Italiana

    Hallo ihr Lieben, wünsche frohe Weihnachten gehabt zu haben. Mir hat das Christkind etwas unter den Baum gelegt; eine Carimali Italiana, die fürderhin im Büro ihr Emulsionskönnen zeigen soll...
    Die Resultate hier waren nach kürzester zeit schon seeehr gut!
    Drei Fräglein hätte ich aber:
    1) wer weiß, wie ich die Mengenautomatik programmieren kann bzw. verändern kann. Espresso = derber Ristretto...
    2) kennt jemant die Thermostatregelung (so inder Art wie ich es beim Pressostaten kenne: Eine viertel dreheung nach licks = 0,1 bar, eine Faustregel für Leute ohne ST Thermometer...
    3) Woran erkenne ich ein stattgehabtes "Brühdrucktuning"?. Zu dem Thema gibt es ja einige Threads...
    Gruß
    Nicholas

  2. #2
    Dolomiti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana


  3. #3
    Bison ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Danke, das beantwortet einwandfrei Frage 1)...ist bereits in die Tat umgesetzt. Kann mir jeman noch mit Frage 2 und 3 weiterhelfen? Ich kann beim besten Willen keinen Potentiometer, der von außen durch das Gehäuse mit einem Schraubendreher zugänglich ist finden...IN der Maschine ist sehr wohl der Poti..Und die Frage ist auch, WIEVIEL ich drehen muß. in welchen Schritten würdet ihr vorgehen?
    Und zum Bühdrucktuning, worin unterscheided sich ein verstellbares von dem Serienexpansionsventil? Es geht doch um das Ding das rechts aus dem Boiler rauskommt und am Plastikschlauch hängt, oder??
    http://www.kaffeewiki.de/images/4/4e/DSC00040-2.JPG
    Gruß
    Nicholas

  4. #4
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Zitat Zitat von Bison Beitrag anzeigen
    Ich kann beim besten Willen keinen Potentiometer, der von außen durch das Gehäuse mit einem Schraubendreher zugänglich ist finden...
    Dann schau mal hier

    einmal draufklicken. Sorry, die schrift ist wohl zu klein, aber noch lesbar (Temperatureinstellung, Kesselablassschraube, Thermosicherung).

    Zu Art und Weise der Temperatureinstellung schreibe ich heute abend vielleicht noch mehr. hab grad keine Zeit...
    Geändert von ergojuer (28.12.2008 um 22:15 Uhr)
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
    "Gaggia-Powerentkalkung" und wie es funktioniert
    http://img172.imageshack.us/img172/8302/0634030on9.jpg

  5. #5
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Hier mal ein Foto meiner beiden Carimalis. Über die Feiertage habe ich die Italiana mal nach Hause geschleppt:


    Thema Brühdruckreduzierung:
    A Wenn du den Deckel deiner Maschine mal abschraubst und sie dann aussieht wie diese hier:
    dann ist da nichts am Brühdruck zu verstellen. Von der Pumpe führt ohne jedes weitere ventil oder T-Stück ein Schlauch direkt zum linken Kesselrand. Rechtsseitig am Kessel ist der Ausgang für Heisswasser. an dem mittels T-Stück noch ein Expansionsventil für den Kessel hängt. Ach, das hasz du ja selbst schon Geschrieben
    worin unterscheided sich ein verstellbares von dem Serienexpansionsventil? Es geht doch um das Ding das rechts aus dem Boiler rauskommt und am Plastikschlauch hängt, oder??
    B Vergiss die Brühdruckreduzierung bei der Italiana einfach!
    Warum?

    - Würdest du an dem Kessel-Ex-Ventil etwas verstellen, würdest du dir das heiße Kesselwasser in den Tank schicken. Sowas würde ich stets vermeiden.
    - Hänge ich ein Manometer an den Siebträger der Italiana, so baut die Pumpe am Ende heftige 14bar (!!) Druck auf. Theoretisch ist das zu viel. Noch weiter theoretisiert dürfte die Pumpe diesen Druck aber wohl kaum aufbauen, solange ein Wasserabfluß durch das Sieb sprich den Kaffeepuk besteht.

    - Das erste Foto habe ich eingestellt um den soeben erfolgten Versuch darzustellen.
    -Der gleiche Siebträger, ausgestattet mit einem Gaggia 1er Sieb wurde bei gleichem Mahlgrad jeweils mit 8,6g einmal für die Italiane, einmal für die Uno bestückt.
    - Bei Messung erreicht die Uno einen Druck von 9,5bar (Rotapumpe mit Bypass). Die Italiana kommt mittels Vibrapumpe auf gigantische 14bar. Beide Messungen gegen das geschlossenene ST-Manometer also ohne Wasserabfluß.
    - Getampt wurde mit einem Casadiotamper, der gleichbleibenden Tampdruck gewährleistet.
    Ergebnis:

    • Bei der Italiana fließen in 30 Sekunden 24g Espresso in die Tasse.
    • Bei der Uno fließen in 30 Sekunden 27g Espresso in die Tasse.
    • der Unterschied ist gemessen am vermeintlichen (!) Brühdruckunterschied marginal.
    • Auf jeden Fall bereitet mir die Italiana nun schon seit langer Zeit einen vorzüglichen Espresso ganz ohne Brühdruckreduzierung zu.

    - Letztlich ist das Thema unendlich und wird kontrovers bleiben. Schau nur mal hier: Brühdruckreduzierer = Schattenparker?
    Thema Temperaturverstellung:
    Auf diesem Foto habe ich den Poti zur Verstellung mal mit nem hellen Kreis hervorgehoben:

    Bei meiner Maschine habe ich auf den langen Potistift innen einen Drehgriff aufgesetzt. Leider ist der nicht fixiert, solange man aber nicht am Endpunkt des Potis ankommt, verrutscht er nicht auf der Achse.
    Zusätzlich habe ich noch einen K-Fühler (dünnes blaues Kabel) in den Kessel eben dort eingesetzt, wo auch der Fühler von Carimali steckt. Mittels digitalem Thermometer kann ich so also die Schalttemperaturen ablesen:
    An dem Poti lässt sich von Anschlag zu Anschlag ca eine 3/4 Umdrehung einstellen.
    - Auf niedrigster Position (=Poti-Anschlag gegen den Uhrzeigersinn, von oben betrachtet) wird die Heizung bei 91° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 99° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 85° wird die Heizung eingeschaltet.
    - Auf mittlerer Position wird die Heizung bei 96° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 102° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 92/93° wird die Heizung eingeschaltet. Mir schmeckt es bei dieser Temperatur am besten...
    - Auf höchster Position (=Poti-Anschlag im Uhrzeigersinn, von oben betrachtet) wird die Heizung bei 105° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 112° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 95° wird die Heizung eingeschaltet.
    Ja, diese Temperaturdifferenzen klingen gewaltig! Mess ich die Temperatur aber während des Bezugs, schwankt diese bei einem 1er Bezug (und hierfür dazu ist die Italiana geschaffen) nur wenig.
    Mein Rat an dich: Starte den Bezug unmittelbar nach dem Ausschalten der Heizung! Das Nachschwingen der Kesselheizung und die Temperaturabnahme durch das frisch einströmende Wasser halten sich dann in etwa die Waage.
    Um das Abschalten der Kesselheizung zu povozieren, machst du vor dem Kaffeebezug einen kurzen Leerbezug aus der offenen Dusche. Folge: Die Temperatur sinkt, die Heizung springt an. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung hängst du den Siebträger ein und startest den Bezug.

    Was ich mir nun (mal wieder....) vorgenommen habe ist Folgendes:
    In das Gehäuse der Italiana wird ein Löchlein gebohrt. Der Poti wird an seiner jetzigen Stelle abgeschraubt und mittels der an ihm schon vorhandenen Kontermutter (unter meinem Drehregler nicht zu erkennen) an die Gehäusewand geschraubt. Die lange, jetzt noch nach oben zeigende Potiachse zeigt dann nach außen, der Poti selbst bleibt im Gehäuse. Auf die Achse kommt dann ein fest montierter Drehregler.
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
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  6. #6
    bh_aragorn ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Zitat Zitat von ergojuer Beitrag anzeigen
    dann ist da nichts am Brühdruck zu verstellen. Von der Pumpe führt ohne jedes weitere ventil oder T-Stück ein Schlauch direkt zum linken Kesselrand. Rechtsseitig am Kessel ist der Ausgang für Heisswasser. an dem mittels T-Stück noch ein Expansionsventil für den Kessel hängt. Ach, das hasz du ja selbst schon Geschrieben B Vergiss die Brühdruckreduzierung bei der Italiana einfach!
    Wie wärs dann mit nem nachgerüsteten Pumpen-Bypass? Platz genug müsste doch sein, oder?

    - Hänge ich ein Manometer an den Siebträger der Italiana, so baut die Pumpe am Ende heftige 14bar (!!) Druck auf. Theoretisch ist das zu viel. Noch weiter theoretisiert dürfte die Pumpe diesen Druck aber wohl kaum aufbauen, solange ein Wasserabfluß durch das Sieb sprich den Kaffeepuk besteht.
    Der Vergleich hinkt aber doch, oder? Wenn du auch mit der anderen Maschine gegen das Blindsieb gemessen hast, dann sollte doch nach dieser Argumentation auch dort bei Wasserabfluss ein Druckabfall passieren, oder?
    Gaggia Carezza mit Ascaso i-mini
    Bodum French Press mit
    Zassenhaus Brasilia

    (Saeco Aroma Nero + ST Traditionell + DIY-Bottomless
    / Iberital Challenge in Deutschland)

  7. #7
    Bison ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Also, erst mal Danke für den super Post!
    Das Schraubenloch hatte ich gestern auch gefunden, nachdem ich den Deckel abgeschraubt hatte und das Poti nach draußen verfolgt hatte (nein, das Poti ist nicht abgehauen und wurde von mir in die Kälte gejagt...ich habe gescheut, wo die Schraube das Gehäuse verlässt
    Beim Bezug mache ich es eh, wie Du bescrheiben hast: Temperatursurfen heißt das wohl.
    Da direkt nach Ende des Heizzyklus der Kaffee etwas verbrannt ist möchte ich die Temp eh nichtm mehr hochregeln (am Ende des Zyklus ist er zu kalt). Deshalb warte ich jetzt bis zum Ende des Heizens und mache dann noch einen Leerbezug über das Heißwasserventil. Mit der Mengedosierung kann man da ja super spielen, bis es passt...
    Was sie Brühdruck geschichte angeht kann ich ergojuer nur beipflichten: Die Uno hat eine Rota, die Carimali eine Ulka. die Rota ist im ggs zur Vibrationspumpe VIEL weniger durchflussabhängig. D.h. bei einer Rota ist Brühdruck gemessen mit ST Manometer eher gleich dem tatsächlichen Brühdruck als bei der Ulka. bei einer Vibrationspumpe kann man somit nur das EV mit einem ST Manometer einstellen oder prüfen ob die Pumpe überhaupt Druck aufbaut. Vom AT manometer auf den Brühdruck zu schließen ist nicht nöglich.
    Wenn ergojuer aber den Pepsi test macht, so wie er es beschrieben hat, dann müssen die Verhältnisse während des Brühens schon ziemlich ähnlich sein , der kleine "Vorsprung" der Uno wäre durch den schnelleren Druckaufbau der Rotationspumpe zu erklären (Anmerkung: kennt jemand der hier anwesenden Profis den Einfluss der Temperatur auf die Druchflafgeschwindigkeit, um mal Spitzfindig zu sein, müsste noch mal hier:Some Aspects of Espresso Extraction nachlesen...)
    Alles in allem bin ich von der Italiana sehr angetan, der Espresso ist verdammt gut, da muss sich meine LSM schon richtig lang machen, um da mit zu halten...Fast zu schade, um sie an das Büro abzugeben.
    Vielen Dank noch mal an ergojouer für die Abhandlung!
    Gruß
    Nicholas

  8. #8
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Carimali Italiana

    Zitat Zitat von bh_aragorn Beitrag anzeigen
    Der Vergleich hinkt aber doch, oder? Wenn du auch mit der anderen Maschine gegen das Blindsieb gemessen hast, dann sollte doch nach dieser Argumentation auch dort bei Wasserabfluss ein Druckabfall passieren, oder?
    Nun, die Uno hat ja noch ein eingebautes Brühdruckmanometer. hier ist es also problemlos möglich, den Druck während des normalen Kaffeebezugs zu messen. Dieser Druck liegt ca 0,5bar unter dem Druck, der gegen ein Blindsieb oder ein geschlossenes ST-Manometer aufgebaut wird. Diesen minimalen Druckabfall führe ich auf die Förderquote der Rotapumpe zurück, während ich einer Vibrapumpe jetzt mal unterstelle, dass sie unter Wasserfluß eben ganz schnell in Sachen Druckaufbau schlapp macht.

    Letztlich hast du aber auch recht, denn irgendwo hinkt da bestimmt auch etwas. Das ganze ist ja kein wissenschaftlicher Laboratoriumsaufbau. Um das Ganze hieb und sticfest zu machen müsste man nun bei der Italiana ein Manometer zwischen Pumpe und Kessel einschleifen. Auf dem gleichen Wegstück ließe sich dann noch ein Bypass einbauen. Platz ist in der Maschine in der Tat in Hülle und Fülle.

    nicholas: Ich staune auch immer Bauklötze was für einen Superespresso ich aus der Italiana ziehen kann. Und das alles ohne Brühdruckreduzierung.
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
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