Hier mal ein Foto meiner beiden Carimalis. Über die Feiertage habe ich die Italiana mal nach Hause geschleppt:

Thema Brühdruckreduzierung:
A Wenn du den Deckel deiner Maschine mal abschraubst und sie dann aussieht wie diese hier: 
dann ist da nichts am Brühdruck zu verstellen. Von der Pumpe führt ohne jedes weitere ventil oder T-Stück ein Schlauch direkt zum linken Kesselrand. Rechtsseitig am Kessel ist der Ausgang für Heisswasser. an dem mittels T-Stück noch ein Expansionsventil für den Kessel hängt. Ach, das hasz du ja selbst schon Geschrieben
worin unterscheided sich ein verstellbares von dem Serienexpansionsventil? Es geht doch um das Ding das rechts aus dem Boiler rauskommt und am Plastikschlauch hängt, oder??
B Vergiss die Brühdruckreduzierung bei der Italiana einfach!
Warum?
- Würdest du an dem Kessel-Ex-Ventil etwas verstellen, würdest du dir das heiße Kesselwasser in den Tank schicken. Sowas würde ich stets vermeiden.
- Hänge ich ein Manometer an den Siebträger der Italiana, so baut die Pumpe am Ende heftige 14bar (!!) Druck auf. Theoretisch ist das zu viel. Noch weiter theoretisiert dürfte die Pumpe diesen Druck aber wohl kaum aufbauen, solange ein Wasserabfluß durch das Sieb sprich den Kaffeepuk besteht.
- Das erste Foto habe ich eingestellt um den soeben erfolgten Versuch darzustellen.-Der gleiche Siebträger, ausgestattet mit einem Gaggia 1er Sieb wurde bei gleichem Mahlgrad jeweils mit 8,6g einmal für die Italiane, einmal für die Uno bestückt.
- Bei Messung erreicht die Uno einen Druck von 9,5bar (Rotapumpe mit Bypass). Die Italiana kommt mittels Vibrapumpe auf gigantische 14bar. Beide Messungen gegen das geschlossenene ST-Manometer also ohne Wasserabfluß.
- Getampt wurde mit einem Casadiotamper, der gleichbleibenden Tampdruck gewährleistet.
Ergebnis: - Bei der Italiana fließen in 30 Sekunden 24g Espresso in die Tasse.
- Bei der Uno fließen in 30 Sekunden 27g Espresso in die Tasse.
- der Unterschied ist gemessen am vermeintlichen (!) Brühdruckunterschied marginal.
- Auf jeden Fall bereitet mir die Italiana nun schon seit langer Zeit einen vorzüglichen Espresso ganz ohne Brühdruckreduzierung zu.
- Letztlich ist das Thema unendlich und wird kontrovers bleiben. Schau nur mal hier:
Brühdruckreduzierer = Schattenparker? Thema Temperaturverstellung:
Auf diesem Foto habe ich den Poti zur Verstellung mal mit nem hellen Kreis hervorgehoben:

Bei meiner Maschine habe ich auf den langen Potistift innen einen Drehgriff aufgesetzt. Leider ist der nicht fixiert, solange man aber nicht am Endpunkt des Potis ankommt, verrutscht er nicht auf der Achse.
Zusätzlich habe ich noch einen K-Fühler (dünnes blaues Kabel) in den Kessel eben dort eingesetzt, wo auch der Fühler von Carimali steckt. Mittels digitalem Thermometer kann ich so also die Schalttemperaturen ablesen: An dem Poti lässt sich von Anschlag zu Anschlag ca eine 3/4 Umdrehung einstellen.
- Auf niedrigster Position (=Poti-Anschlag gegen den Uhrzeigersinn, von oben betrachtet) wird die Heizung bei 91° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 99° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 85° wird die Heizung eingeschaltet.
- Auf mittlerer Position wird die Heizung bei 96° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 102° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 92/93° wird die Heizung eingeschaltet. Mir schmeckt es bei dieser Temperatur am besten...
- Auf höchster Position (=Poti-Anschlag im Uhrzeigersinn, von oben betrachtet) wird die Heizung bei 105° abgeschaltet. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung ist ein Hochschwingen der Temperatur im Kessel bis auf 112° abzulesen. Erst bei Absinken bis auf 95° wird die Heizung eingeschaltet.
Ja, diese Temperaturdifferenzen klingen gewaltig! Mess ich die Temperatur aber während des Bezugs, schwankt diese bei einem 1er Bezug (und hierfür dazu ist die Italiana geschaffen) nur wenig.
Mein Rat an dich: Starte den Bezug unmittelbar nach dem Ausschalten der Heizung! Das Nachschwingen der Kesselheizung und die Temperaturabnahme durch das frisch einströmende Wasser halten sich dann in etwa die Waage.
Um das Abschalten der Kesselheizung zu povozieren, machst du vor dem Kaffeebezug einen kurzen Leerbezug aus der offenen Dusche. Folge: Die Temperatur sinkt, die Heizung springt an. Unmittelbar nach Abschalten der Heizung hängst du den Siebträger ein und startest den Bezug.
Was ich mir nun (mal wieder....) vorgenommen habe ist Folgendes:
In das Gehäuse der Italiana wird ein Löchlein gebohrt. Der Poti wird an seiner jetzigen Stelle abgeschraubt und mittels der an ihm schon vorhandenen Kontermutter (unter meinem Drehregler nicht zu erkennen) an die Gehäusewand geschraubt. Die lange, jetzt noch nach oben zeigende Potiachse zeigt dann nach außen, der Poti selbst bleibt im Gehäuse. Auf die Achse kommt dann ein fest montierter Drehregler.
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