Cimbali jr. (Festwasser + Enthärter) contra (Tank + Rota)
Liebe Espressofreunde, ich brauche eure Hilfe.
Meine Cimbali jr. begleitet mich nun seit fast einem Jahr. Es handelt sich dabei um die Festwasservariante mit Klospülung und Vibra-Pumpe, Baujahr 1900. Scherz.
Ist wohl schon älter, ich bin aber nicht der Erstbesitzer. Die äußeren Einflüsse hier in Hannover legen dem geneigten Festwasser-Espressionisten eigentlich nahe, eine Maßnahme gegen die "weiße Gefahr" zu ergreifen.
So, habe ich natürlich nicht gemacht, weil ich schon für die Junior investieren musste. Bei 14°dH scheint sich die Beeinträchtigung des Espresso-Bereitens nun doch schneller einzuschleichen, als ich dachte.
Kurzum, vor zwei Tagen entzückte der letzte "gute" Cappuccino unseren Gaumen. Nun darf die Saeco wieder zeigen, was sie kann. Der Rückschritt ist echt enorm. Ich fange morgens mit dem Fluchen wieder an...die alte Geschichte.
Da ich die Cimbali zum Entkalken vollständig zerlegen möchte, um auch dem Lost (Mischung aus Lack und Rost) am Rahmen zu Leibe rücken zu können, stellt sich mir die schwierige Frage der ebenfalls vor Wiederinbetriebnahme fälligen Vorkehrungen, damit ich nicht in einem Jahr am gleichen Punkt angelangt bin.
Bei meiner Überlegung stehen sich zwei Vorkehrungs-Maßnahmen gegenüber:
Modell I
Investition in Enthärter + Harz + Druckminderer + Anschlussmaterial + X
Regelmäßige Reaktivierung des Harzes bringt ja eine lange Haltbarkeit. Das Salz ist billig. Bleibt der Aufwand für die Reaktivierung.
Modell II
Investition in eine Rotapumpe + Motor + Anschlussmaterial + X
Irgendwie muss ja auch hier das Wasser, nämlich das für den Tank, enthärtet werden. Kommt ja nach wie vor aus der Leitung.
Ist ein Betrieb meiner Cimbali mit Rota überhaupt möglich? Der Kessel befüllt sich durch den Leitungsdruck (unter enormer MV Geräuschkulisse). Wenn ich das richtig verstehe, müsste der Frischwassertank für Modell II oberhalb der Rota aufgebaut werden. Die würde durch das Gefälle mit Wasser versorgt und würde dieses dann unter Druck in die Maschine schicken. Müsste ich wegen der Kesselbefüllung irgendwelche Umbaumaßnahmen durchführen? Die sonstigen Vorteile einer Rota sind mir bekannt.
Zu guter Letzt stellt sich die Frage der Investitionskosten. Wie immer.
Nur diesmal MUSS ich was machen. Ohne Entkalkung gehts nicht. Ich vermute, dass die Maschine bei jedem Auseinandernehmen einen gewissen Verschleiß erfährt und den möchte ich gering halten. Die Dinger sollen ja für die Ewigkeit gebaut sein. Da will ich nicht ihr Richter sein.
Letzter Gedankenanstoß: Was passiert, wenn man destilliertes Wasser mit Leitungswasser mischt? Kann ich so vielleicht günstig das Wasser für den Tank mixen (evtl. 50:50?) und so eventuell teurere Filterkartuschen für Brita o. ä. sparen?
Für umfassende Ratschläge, Tipps und Antworten wäre ich überaus dankbar.
Gruß Sebbe
Geändert von SebbeS (07.01.2009 um 18:04 Uhr)
Grund: Titel geändert.
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