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  1. #1
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Brühdruckabbau nach Bezug - funktioniert nicht - was tun?

    Hallo,

    ich muß mal ein Problem meiner GAGIA TD Restaurierung aus dem Restaurationsthreat hollen, da ich da immer noch nicht weitergekommen bin.


    Nach Bezugsende bleibt der Druck (10Bar) am Brühdruckmanometer anstehen. Erst beim nächsten Anlauf der Pumpe geht der Druck etwas zurück, bis der Brühdruck wieder ansteht.
    Mit aufgeheizter Maschine ist es etwas besser, das Manometer geht auf etwa 7Bar zurück, da das Magnetventil ja offen ist, und der Druck in den Brühkopf entweicht.
    Das ist mir bei keiner Maschine bisher aufgefallen, ausser meiner WEGA mit manueller E61 Gruppe, wo der Leitungsdruckreduzierer als Rückschlagventil arbeitet.

    Die Gaggia hat gleich nach der Pumpe das Rückschlagventil, speißt darüber die Flowmeter, die HXe und die Brühgruppen. In Serie mit den Flowmetern liegt das Brühdruckmanometer. Wegen dem Rückschlagventil könnte der Brühdruck wenn überhaupt nur über die Magnetventile abgebaut werden.
    Tuts bei der GAGGIA aber nicht.

    Da stellt sich mir die Frage wie der grundsätzliche Ablauf funktioniert wenn das Magnetventil arbeitet.
    Meinem Verständinis nach sollte es wie folgt sein:

    1. Magnetventil stromfrei, Pumpe stromfrei --> Kloben im Magnetventil drückt auf den Wasserzulauf und dichtet.
    2. Magnetventil bestromt, Pumpe bestromt --> Kloben wird zurückgezogen, gibt den Zulauf frei und dichtet den Ablauf ab. Der Bezug beginnt.
    3. Bezugsende: Pumpe aus, Magnetventil stromfrei --> Kloben geht nach vorne und dichtet Zulauf ab, der Ablauf wird freigegeben, das Wasser kann vom Puck in den Abfluss laufen.

    Wie kann die Druckanzeige überhaupt auf Leitungsdruck zurückgehen?
    Doch nur wenn

    1. Die Pumpe vor dem Magnetventil ausgeschalen wird.
    2. Der Kloben nicht zu schnell den Zulauf wieder abdichtet

    Kann das so sein?

    Kann bei der Gaggia der Fehler sein, dass der Motor zu spät, oder gleichzeitig mit dem MV ausgeschaltet wird?
    Wegen dem Rückschlagventil darf der Brühdruck ja auch nicht zur Pumpe zurücklaufen. Wo geht der Überdruck dann normalerweise hin? Kann doch nur über ein geeignet getimtes Magnetventil abhauen?

    Bin für Anregungen und Hilfestellungen dankbar.


    Andi
    Maschinen: Fiorenzato Fenice, WEGA Antares E61.
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  2. #2
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdruckabbau nach Bezug - funktioniert nicht - was tun?

    Noch eine Ergänzung hierzu,

    habe grad nochmal das Magnetventil abgebaut, dabei kam noch ein richtig scharfer Wasserstrahl für mind. 10s aus dem Ventilzulauf.

    Da sich wohl nichts dehnt an der Verrohrung (evtl. die beiden Panzerschläuche von der Pumpe weg? aber sicherlich nicht um das Volumen), muss sich wohl Luft in den HX befinden. Hab jetzt schon je einen Blindbezug gemacht und den jeweiligen Zulauf abmontiert, so dass jeweils der halbe Keller unter Wasser stand .
    Hat nichts gebracht!

    Maschine auf den Rücken gestellt, so dass die Luftblase am HX-Ablauf sein müsste, und jede Gruppe einigemale laufen lassen.
    Nichts gebracht, zumindest kaum was, geht jetzt 1bar zurück!

    Im übrigen steigt der Druck nach Bezug vermutlich über thermische Ausdehnung nochmal um 3bar an.
    Und ich trau meinen Augen nicht, nach einigen Minuten geht er wieder zurück, nach ca. 10min. auf 0bar (Tankbetrieb). Es tropft aber nichts!
    Werde mal das Rückschlagventil ausbauen und prüfen.

    Was kann man denn noch tun?

    Es schießt immer noch mindestens 50ml aus den Rohren, wenn ich aufmache.

    Hat jemand einen Tipp?

    Kann doch nicht sein, dass die Maschine so kompliziert mit Wasser zu füllen ist. Das würde doch jeden Wartungstechniker zum Wahnsinn bringen.

    Ideen hierzu??

    Grüße

    Andi
    Geändert von Ski_Andi (18.04.2009 um 11:23 Uhr)
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  3. #3
    Espresso-Tom ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdruckabbau nach Bezug - funktioniert nicht - was tun?

    Es gibt Kaffeemaschinen die Techniker in den Wahnsinn treiben,
    doch genau betrachtet liegt die Ursache für den Wahnsinn nie in der Maschine...
    An deiner hier schein mir kein Funktionsfehler vorzuliegen, eher ne unglückliche Plazierung von Manometer,Expansions und Rückschlagventil.

  4. #4
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdruckabbau nach Bezug - funktioniert nicht - was tun?

    Ja, mittlerweile bin ich auch der Meinung das ist nur sche...e Konstruiert.
    Andererseits, vieleicht war ja die Absicht der Konstrukteure, dass man am Manometerdruck das Öffnen des Überdruckventils erkennen kann. Und nur beim Bezug wird der eigentliche Brühdruck sichtbar

    Die HXe sind ja horizontal eingebaut und der Ablauf ist axial mittig im HX Rohr, dadurch bleibt beim normalen Wassereinpumpen bei der Inbetriebnahme immer Luft in den HX. Würdest Du die Maschine so betreiben, oder Versuchen die Luft weitestgehend rauszulassen?
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  5. #5
    Espresso-Tom ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdruckabbau nach Bezug - funktioniert nicht - was tun?

    Die wenigsten "Konstrucktöre" denken beim Arbeiten, sonst gebe es nicht so viel Müll auf dem Markt!

    Die Luft verschwindet durch den Bezug, im zweifelsfall einfach Wasser raus lassen...bei 100l/min hat Sie keine chancen drinne zu bleiben im HX

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