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  1. #11
    henrykaff ist offline Benutzer
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    Standard AW: reperatur: BRAD Automatica 0650 baugleich wie QuickMill Superquick, Poccino Mon

    Zitat Zitat von vst86st Beitrag anzeigen


    Ich würde gern, um den Brühkopf besser untersuchen zu können, diese Mutter lösen und die Wasserleitung und Brühkopf aus der Maschine nehmen. Weiss einer, ob das Lösen von der Verbindung sensibel ist? Ob ich das dann vielleicht nicht mehr richtig zusammen bekomme?

    ----> ich sehe grad..unter der Mutter ist ein Plastikgewinde...dann mach ich einfach mal..
    Hallo vst86st,
    Ich würde mal nichts weiter zerlegen, obwohl man an den Flecken sieht, daß da was undicht war. Plastikteile werden im Lauf der Jahre spröde und brechen, wenn man nicht ein 100% Werkzeug mit Gefühl verwendet.
    Die zwei Teile auf der Heizung sind die Thermostaten für Kaffee und Dampf. Vermutlich ist der linke für Dampf und der rechte für Kaffee. Die müssen im Ruhezustand beide Durchgang haben = in der Gegend von 0-1 Ohm.
    Die beiden Drahtenden - es sind doch zwei? , die unter der roten Spitze zu sehen sind müssten ebenfalls Verbindung haben. An der Leuchte kannst Du nichts messen, weil eine Glimmlampe mit eingebautem Widerstand
    hochohmig ist. Strom fließt da erst, wenn die Heizung einschaltet, was diese Lampe dann anzeigt. Die Drähte führen zum Heizanschluß des Thermoblocks, bei mir sind sie weiß.
    Bei neueren Maschinen hat man an die Thermo-Sicherung nur die Heizung angeschlossen, da läuft die Pumpe weiter. Die Philosophie bei Deinem Gerät war: Wenn die Sicherung durchbrennt, ist was grobes faul und die Maschine soll zum Service. Eigentlich muß nämlich bei ca. 120°-140° der Dampfthermostat die Heizung ausschalten. Die durchgebrannte Sicherung sagt: es waren mehr als ca. 160°. Da gehen schon Lötstellen auf und alles wird unsicher. Hast Du übrigens hoffentlich ein Kabel mit Schukostecker dran! Bei meiner war zwar im Gerät die Masse überall angeschlossen, aber der vergossene Stecker war ein Flachstecker ohne Masse. Da muß der GS bei der Zulassung gepennt haben, weil nämlich im Fehlerfall 230V am Wasser und den Edelstahlteilen incl. Brühgruppe anliegen können.
    Sei vorsichtig,
    Dein Henrykaff
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  2. #12
    Vicho ist offline Benutzer
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    Standard AW: reperatur: BRAD Automatica 0650 baugleich wie QuickMill Superquick, Poccino Mon

    salut

    so macht das "basteln" Spass. Danke für deine Hilfe, die Vergleiche mit deiner Maschine und die Fachbegriffe..

    Mit dem Plastik unter der Mutter hatte ich keine Probleme.
    Ich bin schön vorsichtig rangegangen und ausserdem saß die Mutter nicht arg fest.
    Ich konnte dann auch besser den Durchfluss messen.
    Thermostate: bei beiden Durchfluss, wie du sagtest..scheinbar alles richtig
    Die Kabel des Schmelzwiderstandes haben auch Durchfluss, also auch richtig.
    Die Lampe hab ich mir auch nochmal angeschaut. Deine Erklärung überzeugt mich. Es steht ausserdem 230V drauf..
    ja, beide Drähte führen zum Thermoblock, sind paralell geschaltet.



    Schuko Stecker hab ich auch..da hattest du aber ein gefährliches Gerät..

    Mit welchem Namen ist deines gelabelt? Welche Modellbezeichnung?
    hat deine auch den Drehschalter?

  3. #13
    henrykaff ist offline Benutzer
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    Standard AW: reperatur: BRAD Automatica 0650 baugleich wie QuickMill Superquick, Poccino Mon

    Hallo vst86st,
    meine ist eine Brad. Am Boden steht OMRE 900, das Ding hat ein Plastikgehäuse und einen Edelstahl-Blechträger, an dem die Mechanik befestigt ist. Sie ist sicher ein älteres Vehikel, so ca. 1990 gebaut und macht äußerlich nicht viel her. Der Vorbesitzer hatte keinen Dampf mehr in der Maschine gefunden. Ursache war ein verbogener Dampfthermostat auf dem Thermoblock, der beim Auseinanderfallen einen Kurzschluß gemacht hat, bei dem der Dampfschalter innerlich verbrannt ist. Dabei wurde vermutlich das falsche Kabel von einem Murkser angebaut und einige Schrauben am Plastikgehäuse zu fest angezogen, was das Gehäuse etwas übelgenommen hat. Manche Schrauber sollte man mit vielen Hämmern und Meißeln in eine Gummizelle bringen; da könnten sie sich austoben ohne was kaputt zu machen.
    Nachdem ich das 2er-Sieb mit dem Ausbeulhammer gerichtet habe, macht sie seit heute wieder brauchbaren Espresso. Aber ich muß mich schon noch spielen damit, weil meine LaPerla von SanRemo noch viel besser ist.
    Auf den Trick mit dem Dampfventil, das durch das Dampfrohr betätigt wird, wäre ich ohne das Forum hier nicht so schnell gekommen.









    Damit man weiß, wovon ich rede
    Die Schüssel war gut für einen Testbetrieb, weil die Pumpe ganz schön was bringt: Leistung gemessen 80VA. Die Messung ist aber wahrscheinlich falsch wegen des Phasenanschnittbetriebs, der gemeine Störimpulse erzeugt. Einem alten Radio kannst Du damit ein schönes Knarzen entlocken. Sowas wird schon lange nirgends mehr eingebaut, vermutlich viel zu teuer (sagen die Kaufleute).
    Dein henrykaff
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  4. #14
    henrykaff ist offline Benutzer
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    Standard AW: reperatur: BRAD Automatica 0650 baugleich wie QuickMill Superquick, Poccino Mon

    Neuigkeiten bei meiner Brad:
    sie geht, und zwar super!
    Nach kleinen Einstellungen (innen 2 Potis, eins für Minimaldruck, eins für Pumpenimpulse beim Dampfen) 5 min nach dem Einschalten einen Doppio gemacht. Hier die Bilder:













    mfG
    Henrykaff
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  5. #15
    Vicho ist offline Benutzer
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    Standard AW: reperatur: BRAD Automatica 0650 baugleich wie QuickMill Superquick, Poccino Mon

    interessante Reparatur. Die Innereien deiner Maschine sind wohl auch ins unserer neuen Quickmill drin, jedenfalls sieht das ähnlich aus.

    Du machst aber eine Wissenschaft auf dem ziehen eines Espresso.
    Warum benutzt du den Kragen, was ist denn die Weiss Methode?
    Bei mir reicht rumklopfen und Tampen, glaub ich jedenfalls.


    Habe übrigends nun die braune Quickmill bekommen. Sie ist lang gestanden, aber nachdem ich den Wasserkreislauf mit ner Spritze gefüllt habe, lief sie wieder gut an.
    Die Brühgruppe habe ich ordentlich gereinigt, war gut verdreckt. Pumpe und Heizung liefen wider erwarten wunderbar.
    Nach dem Reinigen hat sie auch ordentlich Dampf gemacht, dass ich dachte das Teil fliegt mir um die Ohren. Ohne den Dampfsiebträger sieht das abgefahren aus.
    Nur schien mir die Maschine immer ziemlich heiss zu sein, deshalb habe ich sie nicht lang angelassen. An einem Tag war ich total platt, hab mir einen Espresso gemacht und bin dennoch eingeratzt..und zwischen Espesso machen und einratzen habe ich wohl vergessen die Maschine auszumachen.
    Als ich nach 3h wieder aufgewacht bin, war in meinem Zimmer die Sicherung rausgeflogen..habs geprüft, es liegt an der Maschine. Das komische ist, dass die Sicherung rausfliegt sobald ich die Maschine einstecke. Auch wenn ich den Drehschalter auf AUS habe.
    Ist komisch, heisst aber auch, dass die Brühgruppe nicht kaputt ist, oder?
    Vielleicht der Kondensator? Das wär auch blöd..

    naja..jetzt hab ich 2 Quickmill, beide kaputt.(wird aber bestimmt noch)...ich glaub ich brauch ein Trostpflaster..
    Geändert von Vicho (14.06.2009 um 16:15 Uhr)

  6. #16
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    Zitat Zitat von vst86st Beitrag anzeigen
    Du machst aber eine Wissenschaft auf dem ziehen eines Espresso.
    Warum benutzt du den Kragen, was ist denn die Weiss Methode?
    Bei mir reicht rumklopfen und Tampen, glaub ich jedenfalls.
    Wenn Dir Dein Espresso so schmeckt, wie Du ihn machst, dann brauchst Du nicht über Verfeinerungen und kompliziertere Handhabung nachdenken.
    Aber für die, die's interessiert:
    Der Kragen hat zwei Aufgaben: 1. verhindert er das Kaffeemehlstreuen beim Direktmahlen. 2. ermöglicht er, daß ich mit einem Stäbchen die kleinen Klumpen zerteile und auch daß ich das Kaffeemehl gleichmäßiger verteilen kann. Seitdem ich das benutze hatte ich nie mehr "channeling" und das Ergebnis wird gleichmäßiger.
    Henrykaff
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  7. #17
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    Zitat Zitat von vst86st Beitrag anzeigen
    Habe übrigends nun die braune Quickmill bekommen. Sie ist lang gestanden, aber nachdem ich den Wasserkreislauf mit ner Spritze gefüllt habe, lief sie wieder gut an.
    Die Brühgruppe habe ich ordentlich gereinigt, war gut verdreckt. Pumpe und Heizung liefen wider erwarten wunderbar.
    Nach dem Reinigen hat sie auch ordentlich Dampf gemacht, dass ich dachte das Teil fliegt mir um die Ohren. Ohne den Dampfsiebträger sieht das abgefahren aus.
    Nur schien mir die Maschine immer ziemlich heiss zu sein, deshalb habe ich sie nicht lang angelassen.
    Da wäre es an der Zeit gewesen etwas zu tun. Bei Dir hat vermutlich der gleiche Dampfthermostat eine Macke und hat nicht abgeschaltet. Die Maschine wird dann so heiß, daß die Heizung durchbrennt, besonders, wenn Deine Maschine keine Thermosicherung hat. Daher die gute Dampfpower.

    Zitat Zitat von vst86st Beitrag anzeigen
    An einem Tag war ich total platt, hab mir einen Espresso gemacht und bin dennoch eingeratzt..und zwischen Espesso machen und einratzen habe ich wohl vergessen die Maschine auszumachen.
    Als ich nach 3h wieder aufgewacht bin, war in meinem Zimmer die Sicherung rausgeflogen..habs geprüft, es liegt an der Maschine. Das komische ist, dass die Sicherung rausfliegt sobald ich die Maschine einstecke. Auch wenn ich den Drehschalter auf AUS habe.
    Ist komisch, heisst aber auch, dass die Brühgruppe nicht kaputt ist, oder?
    Vielleicht der Kondensator? Das wär auch blöd..


    naja..jetzt hab ich 2 Quickmill, beide kaputt.(wird aber bestimmt noch)...ich glaub ich brauch ein Trostpflaster..
    Du mußt Dir ein Ohmmeter zulegen und den Fehler lokalisieren indem Du nacheinander Teile absteckst.
    Ist aber keine große Aktion, wenn man's kann.
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  8. #18
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    so, eine maschine geht jetzt wieder. Ich habe beide Maschinen auf dem Bastelteppich zusammengebracht und einwenig Innereien getestet uns ausgetauscht.
    Bei meiner 1., der Orangenen war tatsächlich der Drehschalter defekt. wie es sich später rausstellte waren ein paar Kontakte drin sehr verschmutzt..
    Habe also den aus der Braunen eingebaut. Dann ging alles, bis auf die Pumpe, die vermutlich seit mind. 5 Jahren nicht mehr in Betrieb war. Nachdem ich dann die aus der Braunen eingebaut habe, hat meine schöne Orangene optisch passablen Espresso gemacht.
    Der Kurzschluss der Braunen wurde meinen Durchlasstests nach durch den roten Kondensatorzylinder verursacht, der wohl durchgebrannt ist.

    Ich habe dann den defekten Drehschalter vorsichtig geöffnet, um dort den Fehler zu finden. Ich bin technisch und in Sachen Fingerfertigkeit nicht gerade unbegabt und dennoch sind mir ziemlich bald Teile des Drehschalters um die Ohren geflogen. Da sind auf den 3 Ebenen je 2 Federn verbaut, die je nach Schalterstellung zusammengedrückt sind, oder nicht. Steht alles unter Spannung, da springt dann gern mal was raus...

    Im Schalter ist alles aus Metall oder Plastik, deshalb auch mein Tipp an die, die zukünftig mit dem Schalter ähnliche Probleme wie ich haben:
    Den Schalter besser nicht öffnen, sondern von aussen reinigen/reparieren.
    eventuell mit Kontaktspray, ner Seifenlauge, Luftdruckspray.....

    ich erfreu mich jetzt an meiner schönen Orangenen Maschine und lass mir in den nächsten Wochen den Siebträger, den ich ja jetzt doppelt habe zum BottomlessST "umflexen".

    Weil ich die Braune ja auch irgenwann wieder fit machen will
    Hat jemand ne Idee, wie ich die Pumpe wiederbeleben kann? Aufschrauben geht nicht..
    Wo bekomm ich denn nen neuen Kondensator, wie der im roten Zylinder her?




    Weil auch ich mich darüber gefreut hätte und es mir auf jeden Fall geholfen hätte: Wenn in Zukunft jemand Probleme mit seiner 0650 hat bin ich gern bereit die Meinige zu öffnen, sodass man Dinge wie Durchfluss vergleichen kann und so den Fehler findet, ohne dass die Person sich ne 2. Maschine kaufen muss. Schade, dass mir da keiner von den 0650 Besitzern im Forum direkt hat helfen können.

  9. #19
    henrykaff ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von vst86st Beitrag anzeigen
    ,
    Weil ich die Braune ja auch irgenwann wieder fit machen will
    Hat jemand ne Idee, wie ich die Pumpe wiederbeleben kann? Aufschrauben geht nicht..
    Wo bekomm ich denn nen neuen Kondensator, wie der im roten Zylinder her?
    Das rote Teil ist ein Störschutzfilter. Da kannst Du so ziemlich jeden nehmen, der reinpasst und 6A verträgt. Die Maschine läuft übrigens auch ohne dem Teil, nur stört sie da den Rundfunkempfang.
    Die Pumpe braucht übrigens in einer der Zuleitungen irgendwo eine Diode. Wenn sich gar nichts mehr rührt, kann diese Diode defekt sein oder die Spulenwicklung in der Pumpe. Aber Vorsicht, wenn Du mit Netzspannung arbeitest! Wenn Du nicht genau weißt, was du tust: laß es sicherheitshalber. Tot ist man nur einmal, aber lang.
    Wenn die Diode in der Pumpe integriert ist, kannst Du an den Anschlüssen mit dem Ohmmeter nicht ohne weiteres feststellen, ob da noch Durchgang da ist.

    Henrykaff
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  10. #20
    Vicho ist offline Benutzer
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    hi henrykaff.
    aha. Danke für die Info, dass der Kondensator als Entstörfilter dient

    Ne Diode ist am Stromkabel zur Pumpe hin nirgens verbaut und die Pumpe hat zwischen der Kontakten Durchfluss.
    Wenn die Diode in der Pumpe integriert ist, kannst Du an den Anschlüssen mit dem Ohmmeter nicht ohne weiteres feststellen, ob da noch Durchgang da ist.
    Ne Diode hier, würde den Strom ja in eine Richtung durchlassen und in die andere Richtung blockieren, oder?
    Wieso meinst du, kann ich dann nicht richtig den Durchfluss messen?


    Als ich sie in der Maschine getestet habe, hat sie ein ganz klein wenig Geräusche gemacht, ich denke daher, dass der Motor sehr wohl noch anlaufen will, aber nicht kann weil die Achse festsitzt.

    (hat eigentlich jemand ein Schema, wie eine Rotationspumpe oder eine Vibrationspumpe funktioniert, ich finde mit google nichts und würde das gerne wissen, was für eine ist denn bei mir eingebaut?)
    Geändert von Vicho (28.06.2009 um 14:47 Uhr)

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