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  1. #1
    Belgarath ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Habe diese Woche diese Maschine erstanden:
    Verkaufe SCHÄRF CARIMALI HANDHEBEL MASCHINE

    Ist die erste Carimali Gastrohandhebel, wo ich (was ja nicht wirklich maßgeblich ist) einen kleinen in die Brühgruppe integrierten Brühkessel gesichtet habe. Was mir prinzipiell entgegenkommt (keine übermäßigen Wassermengen, die aufzuheizen sind, kein "ewig und 3 Tage" altes Wasser im riesigen Gastro-Kessel, da wir idR keine "Milchmixgetränke" schlürfen, ...).

    Zwei Besonderheiten sind mir beim ersten Auseinandernehmen aufgefallen: Heizstab und Thermoschalter sind österreichischen Ursprungs. Da stellt sich die Frage, ob Carimali tatsächlich diese Variante des Brühsystems selbst gebaut hat, oder "nur" für die Standarddinge (gesamte Mechanik sowie Duschsieb und Co) verantwortlich zeichnet. Ob also der Brühwasserkessel sowie die integrierte Laufbuchse nicht tatsächlich von Schärf und "lokalen" Lieferanten sind.

    Neben diesen "historisch" interessanten, aber technisch irrelevanten Überlegungen tun sich aber konstruktiv ein paar Fragen auf:

    a) der mechanisch ausgelöste Temperaturschalter (das Bakkelit/Metall Geschwür, das oben aus dem Brühkessel ragt) ist lediglich von oben "eingesteckt", was den Kessel ganz sicher NICHT abdichtet. Jetzt ist die Frage: ist das ein Fehler (fehlt mir also noch eine entsprechende, wie auch immer geartete Dichtung) oder gewollt (was aber mangels Füllstandskontrolle eine mehr als nur "russische" Konstruktion wäre)? Für zweiteres spräche der zweite (Wasser-) Hahn an der Front, der für den Brühteil zuständig ist ...

    b) ich kann beim Heizstab keine Möglichkeit der Extraktion erkennen - keine Verschraubung, kein gar nix. Bin da etwas ratlos. Fotos folgen ...

    c) unter der Annahme, dass das System doch dicht sein sollte und somit ein (z.B. auf 1-1,5 bar reduzierter) Leitungsdruck anliegen kann/soll: die Mechanik hat keinerlei Ventilsteuerung für das "Einschießen" in die Brühgruppe (wie sie mWn z.B. eine La San Marco hat). Des weiteren haben die toten Kolbendichtungen keinerlei Ausrichtung, sind also (anders als die Pavoni(?)-Dichtungen) nicht "V" förmig, sondern massiv. Kann das überhaupt ausreichend abdichten?

    d) An die Carimali Gastro-Handhebelbesitzer: ist auch bei Euch kein Zylinderboden vorhanden, also nur das aufgeklemmte Duschsieb die untere Begrenzung des Zylinders?

    e) die Laufbuchse ist silbrig/alufarben. In Kombination mit dem "gußartigen" Aussehen der Brüheinheit kommt der Verdacht auf, daß ich hier Aluminium vor mir habe. Dagegen spricht zwar das immense Gesamtgewicht der Einheit (nicht ganz 10kg), aber dennoch: sollte es Alu sein - womit kann ich entkalken? Ich habe die Befürchtung, daß Zitronensäure hier etwas zu aggressiv sein könnte, v.a. zur Laufbuchse ...


    Allgemeine Zusatzfrage, falls das System dicht (also für [leichten] Überdruck) konzipiert sein sollte:

    f) wo bekomme ich ein "Leitungsdruckreduktionsventil" (am besten einstellbar) - Baumarkt?

    Allgemeine Zusatzfrage:

    g) wo bekomme ich geeignetes "Fett" zum "Abschmieren" des Kolbens her? EspressoXXL (gemeinsam mit den Dichtungen und der Feder)? Bei Nuova Ricambi werde ich nur mit Dichtungen, Feder und Fett/Schmiermittel wohl kaum die kolportierte Mindestbestellmenge von 100 Euro "knacken" ...


    Beim Zerlegen habe ich derzeit noch ein weiteres Problem - die Anschlagschraube läßt sich nicht aus der Mechanik entfernen. Sitzt bombenfest, womit ich die Feder nicht entspannen und das ganze Ding nicht weiter zerlegen kann. Irgendein Tipp der Carimali-Handhebler-Fraktion? Ein Werkzeug zur Demontage des Kolbenbodens will auch noch gefertigt werden, ist aber wohl das kleinere Problem ...

    Fotos werde ich voraussichtlich heute abend machen. Das Positive vornweg - der Zustand scheint, von massivster Verkalkung abgesehen, deutlich besser zu sein als z.B. bei Fritzz, der ja Kolbenstange und Federteller nachmachen lassen mußte. Bei meiner findet sich nur leichter Flugrost ... Ich weiß nur noch nicht, wie ich den Kolben von der Kolbenstange runterbekommen soll - einfach mit "Gewalt" ziehen? Trau' mich da noch nicht so wirklich drüber ... oder kann man den Teil ohnedies erst dann demontieren, wenn man das Gesamtsystem entspannt hat?

    lg,
    Klaus

  2. #2
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Zitat Zitat von Belgarath Beitrag anzeigen
    g) wo bekomme ich geeignetes "Fett" zum "Abschmieren" des Kolbens her?
    • Baumarkt => Hahnfett
    • Alternativ => wenn es etwas "besser" (ha ha - wohl eher "teurer") sein soll: OKS 1110
    • Ebay => einfach mal nach "Silikonfett" suchen - da findest Du jede Menge und auch genausoviele Preisunterschiede
    • ...
    Manchmal gehen mir meine Meinungen auf die Nerven. Aber ich habe keine anderen. (Werner Schneyder)

  3. #3
    Belgarath ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    So, mal ein paar Bilder:












    Das System ist offenbar geschlossen angelegt, da das Thermo-Element in einer dichten Hülse untergebracht ist - ein nahezu idealer Ansatz, um eine PID Steuerung unterzubringen ...

    Sorge macht mir der Heizungsblock - wie man sieht, gibt's dort Grünspan und Co. Sieht also nicht mehr 100% dicht aus. Ich vermute mal, daß man die gesamte runde Platte samt Heizelement mit den 4 Nuten rausschrauben kann - aber ein geeignetes Werkzeug habe ich beim besten Willen nicht. Tips?


    Nochmal der Hinweis auf die Hersteller der Komponenten:


    Beim Heizelement ist eingeschlagen zu finden: HOLLY - WIEN , 1200W 220V , 82/10

    Stammt also offenbar aus dem Oktober 1982 - und dürfte auch seit der Zeit nicht entkalkt oder auch nur gründlich gereinigt worden sein *grusel*


    Beim Thermoschalter steht DIPL.ING. SCHIEBEL , 1050 WIEN , 10A 380V~


    Stellt sich noch die Frage, ob es problematisch ist, das Heizelement mit der mittlerweile üblichen Netzspannung (230V) statt der damals üblichen zu betreiben? Und eben die Frage, wie ich diesen Deckel runterbekomme ...

    lg,
    Klaus

  4. #4
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Hi

    die Hebelei scheint die gleiche wie die meiner Carimali zu sein: CARIMALI (Elle ?) Ersatzteile gesucht

    Feder und Dichtungen hab ich beim EMT noch bekommen.

    Das richtige Werkzeug um die Platte mit der Heizung abzuschrauben, wäre wohl ein Hakenschlüssel im umfangreichsten Baulexikon und Heimwerker-Lexikon im Netz

    Vorher viel und lange WD40 o.ä. einwirken lassen...

    "Fritzz"

  5. #5
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Sehr interessanter Thread.
    Hakenschlüssel gibt es u.a. im Motorrad-Zubehör (Polo, Louis, Hein Gericke, soweit in Österreich vertreten), werden zum Verstellen von Federbeinen verwendet. Alternativ kann man auch die Gruppe einspannen und mit einem nicht allzu spitzen Gegenstand und dosierten Hammerschlägen auftreiben. Zum Schließen dann den Schlüssel verwenden.
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  6. #6
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Moin

    bin nun ausgeschlafen und will dir noch ein paar Fragen beantworten:

    ZITAT:
    die Mechanik hat keinerlei Ventilsteuerung für das "Einschießen" in die Brühgruppe (wie sie mWn z.B. eine La San Marco hat). Des weiteren haben die toten Kolbendichtungen keinerlei Ausrichtung, sind also (anders als die Pavoni(?)-Dichtungen) nicht "V" förmig, sondern massiv. Kann das überhaupt ausreichend abdichten?

    Richtig / ja
    Es gibt keinerlei Ventil - das ganze funktioniert wie bei der kleinen Pavoni: Hebel nach unten drücken: Kolben geht hoch -> aus dem Kessel wird durch die nun frei gewordene Zuflußöffnung (auf dem Bild unten das kleine Loch) Wasser in die Brühgruppe (genauer: in den Raum zwischen Kolbenboden und Kaffeepuck) gedrückt. Läßt Du den Hebel los, wird das ganze verdichtet und es gibt einen Espresso.
    Es sind 4 O-Ringe als Dichtung eingebaut: das hält dicht!
    (Mußt dir die "richtigen" beim Händler holen - Experimente mit anderen Ringen brachten nix: halten nicht lange. Ich war bei einem Händler, der alle möglichen Materialien hatte und hatte mir die "besten/teuersten" rausgesucht: nach 1/2 Jahr verschlissen. Die vom Händler halten dagegen viel länger - und die Maschine war tagsüber immer beheizt.)

    ZITAT:
    An die Carimali Gastro-Handhebelbesitzer: ist auch bei Euch kein Zylinderboden vorhanden, also nur das aufgeklemmte Duschsieb die untere Begrenzung des Zylinders?

    genau so muß es sein: unten klemmt nur die Dusche

    ZITAT:
    die Laufbuchse ist silbrig/alufarben. In Kombination mit dem "gußartigen" Aussehen der Brüheinheit kommt der Verdacht auf, daß ich hier Aluminium vor mir habe. Dagegen spricht zwar das immense Gesamtgewicht der Einheit (nicht ganz 10kg), aber dennoch: sollte es Alu sein - womit kann ich entkalken? Ich habe die Befürchtung, daß Zitronensäure hier etwas zu aggressiv sein könnte, v.a. zur Laufbuchse ...

    Die "Laufbuchse" meiner Maschine besteht aus Kupfer und ist ver...?? (mit einer silberfarbigen Schicht überzogen -außen-; innen ist sie mittlerweile fast blank. Meine Vermutung: verzinnt)


    Der "Kopf" mit der Exzenter-Welle besteht aus Aluminium: Vorsicht beim Entkalken (ich habe meinen vernickeln lassen: ~40.- Eunuchen + Märchensteuer)
    Natürlich meine ich den Kopf der Maschine - für die Haarspalter





    ZITAT:
    Beim Zerlegen habe ich derzeit noch ein weiteres Problem - die Anschlagschraube läßt sich nicht aus der Mechanik entfernen. Sitzt bombenfest, womit ich die Feder nicht entspannen und das ganze Ding nicht weiter zerlegen kann. Irgendein Tipp der Carimali-Handhebler-Fraktion?

    Du meinst die richtig dicke Schraube oben auf dem Exzenter? Im Bild die, die nach unten zeigt? Lass' WD40 über Nacht seine Arbeit tun - nimm ein ganz großes Schraubendreher-Bit und eine Ratsche als Hebel.


    ZITAT:
    Ein Werkzeug zur Demontage des Kolbenbodens will auch noch gefertigt werden, ist aber wohl das kleinere Problem ...

    Ist hier zu sehen: Ein Stück Metall, 2 Löcher gebohrt, Gewinde M6 hineingeschnitten und 2 Schrauben reingedreht. Abstand = Abstand der Löcher im Kolbenboden.
    Kolben mit Zwischenlage (Holz) in Schraubstock einspannen und rausdrehen.
    Ich musste den Kolbenboden allerdings erst mit einem Durchschlag lösen: gibt eine kleine Macke, die kannst Du aber wegschleifen.


    Wenn Du dann den Kolbenboden abgenommen hast, sitzt (von unten) im Kolben die "Schraube" mit dem 6kant: wenn Du die dann (vorsichtig! Feder ist vorgespannt) löst, kannst Du alles auseinandernehmen. Anders geht das gar nicht.

    "Fritzz"

  7. #7
    Belgarath ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Vielen Dank für die Antworten und Tips!


    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Es sind 4 O-Ringe als Dichtung eingebaut: das hält dicht!
    Gut - ich hatte nur Bedenken, weil ja in meinem Falle da (reduzierter) Leitungsdruck anliegen wird (anders als bei einer kombinierten Kessellösung, wo "nur" der Überdruck des Kessels andrückt). Werde wohl ein Magnetventil mit dem Schalter parallel schalten, das sollte dann genug Sicherheit sein, was Überschwemmungen angeht

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    genau so muß es sein: unten klemmt nur die Dusche
    Wunderbar, also keine Extra-Spar-Variante mit fraglichen Ergebnissen zu befürchten. Glück gehabt!

    Beim Material von Kessel/Laufbuchsenteil bin ich mittlerweile nicht nur wegen des Gewichtes überzeugt, daß es sich nicht um Alu handelt - ich gehe von Messingguss und -Einsatz aus ...

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Der "Kopf" mit der Exzenter-Welle besteht aus Aluminium: Vorsicht beim Entkalken (ich habe meinen vernickeln lassen: ~40.- Eunuchen + Märchensteuer)
    Sieht geil aus, ich habe aber das Gefühl, daß "meiner" auch aus Messing/Bronze sein wird. Erstens ist die Mechanikeinheit (inkl. Kopf) auch für sich sauschwer, zweitens fehlt die Verbindung zwischen dem "Steher" für den mechanischen Anschlag und den beiden Seitenteilen, wo die Lager aufgenommen werden. Würde ich mal tippen wollen, daß das mit Alu etwas zu weich wäre ...

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Du meinst die richtig dicke Schraube oben auf dem Exzenter? Im Bild die, die nach unten zeigt? Lass' WD40 über Nacht seine Arbeit tun - nimm ein ganz großes Schraubendreher-Bit und eine Ratsche als Hebel.
    Genau die meine ich. Mit WD-40 eingesifft ist sie schon seit 2 Tagen, lösen kann ich sie immer noch nicht - trotz leichter Hammerschläge von oben und verschiedenen Seiten ... im schlimmsten Falle muß ich da wohl russich vorgehen: 4-5mm Loch durchbohren und entsprechenden Stahlstift als Hebel durchstecken. Zum Schluß dann Stift einkleben, die Sache bündig abschleifen und die Schraube zum Verchromen bringen

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Ist hier zu sehen: Ein Stück Metall, 2 Löcher gebohrt, Gewinde M6 hineingeschnitten und 2 Schrauben reingedreht. Abstand = Abstand der Löcher im Kolbenboden.
    Jep, das hab' ich schon gesehen - ich werd's entweder etwas russischer machen, mangels Gewindeschneider oder wegen entsprechendem Werkzeug schauen (weiß nicht, wie der Fachausdruck dafür heißt, hab's aber schon mal gesehen - ich glaube beim Motorrad-Zangeln ...)

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Wenn Du dann den Kolbenboden abgenommen hast, sitzt (von unten) im Kolben die "Schraube" mit dem 6kant: wenn Du die dann (vorsichtig! Feder ist vorgespannt) löst, kannst Du alles auseinandernehmen. Anders geht das gar nicht.

    "Fritzz"
    Na ja, wenn ich die Anschlagschraube rausgebracht habe, sollte sich (theoretisch) die Mechanik so weit bewegen lassen, daß die Feder entspannt ist - die Vorspannung wird ja erst durch diesen Anschlag aufrecht erhalten.

    Deswegen will ich das ja auch unbedingt lösen - also großes Bit besorgen (nein, nicht das Bier), und am besten zu zweit rangehen. Wenn's aber gar nicht anders geht, werde ich das wohl versuchen müssen, mit aufgestelltem "Prallblech" (eigentlich Holz) ...

    lg,
    Klaus

  8. #8
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Hi

    ZITAT:
    ...hab's aber schon mal gesehen - ich glaube beim Motorrad-Zangeln ...

    gibts so ähnlich bei/für:
    - Lösen der Haltemutter beim Winkelschleifer ("Flex")
    - in der Moppedwerkstatt, um das Polrad von Zündung / Lichtmaschine festzuhalten

    Was die Vorspannung der Feder angeht: täusch' dich nicht: auch wenn die Exzenterwelle von der dicken Anschlagschraube befreit ist, ist die Feder immer noch stark vorgespannt: ich musste mir für den Zusammenbau eine Hilfskonstruktion basteln, um die Schraube (unten im Kolben) gegen den Druck der Feder wieder auf die "Pleuelstange" aufschrauben zu können.
    Und diese Schraube hat bereits ein ziemlich langes Gewinde!

    Die "Demontage" der Feder entfiel ja bei mir, da alles so verrostet war, daß sich da erst mal gar nix mehr löste. Wie ich beschrieben habe, hatte ich die Feder ja zerflext - daher war ich zuerst auch einmal erstaunt, wie stark die Feder doch vorgespannt ist.

    Daher: wenn Du die Schraube im Kolben löst: paß auf, daß Dir die Brocken nicht um die Ohren fliegen (analog zum Federbein beim Auto - aber da ist die Vorspannung noch wesentlich größer)

    Wenn "dein Kopf" (in dem die Exzenterwelle montiert ist) aus Messing oder Bronze ist: umso besser!

    Berichte!
    und mach doch bitte noch mal ein paar Bilder: man kann gar nicht gut sehen, wie die Brühgruppe und der Kessel miteinander "verbunden" sind (Leitungsführung, etc.)

    "Fritzz" (der Dir die Daumen drückt)

  9. #9
    Belgarath ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    So, noch mal kurz ein paar Bilder zur Erklärung:

    Hier die gesamte Gruppe in voller Pracht und Schönheit. Die eigentliche Brühgruppe ist Teil des Brühkessels (oder umgekehrt - jedenfalls keine beeinflußbare Leitungsführung dazwischen vorhanden):



    Der Mechanikkopf nochmals näher - wie angesprochen fehlen hier die "Verbindungsstege":



    Das Gewinde für die Thermofühlerhülse - schaut fast so aus, als würde das Material nach innen dunkler werden (Kupfer?).



    Noch eine Rückansicht - die gesamte Gruppe wird an 6 Schrauben aufgehängt. eine massive Trägerwand ist Pflicht bei der Dauerlast und den Winkelkräften:



    Die Laufbuchse (und rechts unten nochmals das Gewinde für die Thermofühlerhülse) - diese ist noch in sehr schönem Zustand, bis auf die Verkalkungen/Ablagerungen unten und auf der Höhe der Düse. Da hoffe ich aber auf die Wirkung der Zitronensäure




    lg,
    Klaus

  10. #10
    Belgarath ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: "Schärfimali" - Gastrohandhebel (Schärf/Carimali). Versuch einer Wiedererweckung

    Ach ja, das andere Werkzeug heißt Stirnlochschlüssel, und das gibt's sogar verstellbar. Muß ich am Montag wohl mal zum Werkzeugfachbetrieb gondeln ... ein Hakenschlüssel, ein Stirnlochschlüssel. Eine sinnvolle Anschaffung, weil das Baby ja auch dauerhaft gewartet werden will

    lg,
    Klaus

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