Liebes Forum, speziell Mazzer-Auskenner und Elektrik-/Motoren-Freaks!
Nun habe ich hier eine alte Mazzer stehen und alles sieht ja ganz gut aus. Habe mich hübsch hier im Forum belesen und auch schon diverse andere Seiten zum Thema Steinmetzschaltung, Drehstrommotoren, Betriebs- und Anlaufkondensatoren gelesen. Es bleiben trotzdem Frage offen.
Hier mal ein Bild der Mühle:
laut der Mazzer-Seite eine frühe Jolly (ohne Super?) der 70er.
Die Dosiereinheit ist wunderbar intakt, läuft wie am ersten Tag.
Hier mal das Logo auf der Rückseite:
Nachdem ich diese Mühle gereinigt habe, mit einem neuen Netzstecker ausgerüstet habe, kam der spannende Moment: - Mühle lief, alles paletti.
Aber dann, wie schon so oft hier im Forum beschrieben: unter zu großer Last, geht sie in die Knie und bleibt stehen und brummt.
Also Forum zu Rate gezogen, - Aha, der Kondensator ist im Eimer:
sieht ja auch schon ein bisschen angesifft aus, das alte Teil (bedeutet eigentlich die 11/68, dass die Mühle im November 41 Jahre alt wird?).
Schild ist hier:
und das ist die Drehrichtung, die allerdings auch immer eingehalten wird und nie, wie manchmal von anderen beschrieben (bei defekten Kondensatoren) mal so rum und mal anders rum...
Nun gut, Kondensator raus, neuer rein, genau mit gleicher Kapazität, wie der andere (6 mikroF). Den Wert zunächst mal nicht hinterfragt. Dann wieder Spannung: Mühle läuft, aber genau das gleiche Problem: die Mühle schafft zwar ein paar Bohnen, wenn man aber zu viele reingibt, bleibt sie stehen.
Ebenso, wenn man die Mahlscheiben im Betrieb vorsichtig Aneinanderschleifen lässt, bleibt sie bei zu viel "schleifen" einfach stehen und brummt.
Also wieder an den Rechner und weiter geforscht. Erste Zweifel:
Ist das überhaupt die berühmt-berüchtigte Steinmetzschaltung? Ist die Wicklung hinüber?
Erste Vermutungen:
Kondensator zu klein? (eigentlich 60 bis 80 mikroF pro 1 KW, ergo bei angenommenen 200 bis 350 W eigentlich 20 bis 30 mikroF, oder?)
Leider hat der Motor nur drei gleich-farbene Anschlüsse. Kann eine Verwechslung der Motoranschlüsse (vom Vorbesitzer eventuell) zu einer Leistungsminderung führen, oder würde der Motor bei falscher Verschaltung überhaupt laufen?
Richtig herum läuft sie ja.
hier mal Bilder der Verschaltung:
Übersicht Foto:
der Schalter:
Motor-Anschlüsse: (alle gleich, wie schade...)
und hier mal eine Skizze der Verschaltung, wie ich sie vorgefunden habe:
Beim Messen der Widerstände ergeben sich jeweils immer ca 68 Ohm zwischen allen 3 Motoranschlüssen. Ist das ein normaler Wert für so einen Motor? Die Angaben hier im Forum sind ja meist niedriger. Oder kann man dann sagen, dass die Wicklung hinüber ist?
Erziele ich eigentlich mit einem größeren Kondensator wirklich deutlich mehr Drehmoment? Dass er größer wird ist klar, aber so deutlich, dass ich auch mal einen normal gefüllten Bohnenbehälter einfach so Mahlen kann?
Fragen über Fragen.
Hoffentlich erbarmt sich jemand, diesen mühsam-langen Text zu lesen und ein paar Fragen zu beantworten!
Vielen Dank
fidusa


LinkBack URL
About LinkBacks








Zitieren


Lesezeichen