Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    koma ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.06.2004
    Ort
    M
    Beiträge
    190

    Frage ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Hallo zusammen zu später Stunde,

    habe hier ein "etwas" mitgenommenes Exemplar der Casa Prima rumstehen, das nach der ersten Grobreinigung nun auf die Entkalkung wartet.

    Mein Problem:
    Ich bekomme den Kessel nicht auf.
    Und auf muss er, Standard-Entkalken fällt aus, da ist irgendeine grünliche Brühe rausgekommen (Kupfersulfat??? Im schlechtesten Fall Grünspan, wenn irgendein Künstler da mit Essigessenz rangegangen ist).
    In einem früheren Thread wurde mal geschrieben, nach Öffnen der zentralen Mutter könne man den Kessel von der Brühgruppe nach oben abheben.
    Entweder ist das hier völlig zugekalkt, oder es gibt da nen Tick?
    Hat das von Euch schon mal jemand zerlegt? Die Mutter ist auf, aber runter bekomme ich den Kessel nicht...
    Hat jemand evtl. irgendwo ne Explosionszeichnung rumliegen?
    Es finden sich nur ziemlich magere Infos im Netz, und die SuFu gibt auch (fast) nix her.

    btw: Wer hat sich eigentlich dieses Gehäuse ausgedacht? da kommt man ja an nichts richtig ran, ohne die ganzen winzigen Schräubchen unter Fingerquetschen rauszumachen...
    und das, obwohl da ja eigentlich gar nicht viel drin ist.
    Das kenn ich von meinen Gastrokisten aber ganz anders. Selbst eine Gaggia Baby ist sinnvoller konstruiert.

    Gruß
    Markus
    la san marco 85-16-M1
    fiorenzato mühle

  2. #2
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    02.07.2007
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.438

    Standard AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  3. #3
    Mark_Twain ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    27.07.2005
    Ort
    Württemberg
    Beiträge
    925

    Standard AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Vor der gleichen Frage stand ich letzte Woche auch, habe es dann einfach ausprobiert Der Kessel wird tatsächlich nur von der zentralen Mutter zusammengehalten. Durch Drehen solltest Du das Kesseloberteil heraus bekommen. Meine war aber auch zum Glück so gut wie gar nicht verkalkt.

    Bei dem Gehäuse stimme ich Dir zu Vor allem die "Kopflastigkeit" lässt die Maschine (zumindest meine) fast unter dem Gewicht ihres Kessels zusammenbrechen...

  4. #4
    koma ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.06.2004
    Ort
    M
    Beiträge
    190

    Standard AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Danke Euch beiden!

    @bohnenschorsch:
    *Brett vorm Kopf*
    da hätte ich ja auch selbst drauf kommen können - die hieß ja nur in D "Casa"...
    Danke für die Erleuchtung!

    @Mark Twain:
    Das werde ich nachher gleich mal mal ausprobieren.
    Ich wollte nur nicht gleich mit Hammer und Brecheisen vorgehen, wenn ich vielleicht was übersehen haben könnte...

    Deine war nicht verkalkt? Glück gehabt!
    Ich hatte die Maschine vor einiger Zeit einem Freund empfohlen, der sie dann auch gekauft hat -
    und dann total verschmoddern ließ und sich über den "seltsamen" Geschmack des Caffes wunderte.
    So schlecht war die Kiste aus der Bucht nämlich nicht in Schuss - der Verkäufer hatte sie offensichtlich brauchbar gepflegt.
    So kam sie dann wieder auf meine Werkbank.
    Ein Blick unters Duschsieb brachte dann auch gleich ca. 3 mm dicke Kaffeefett- (oder besser: Teer-) ablagerungen zum Vorschein.
    Beim Blick ins Expansionsventil schwant mir für den Kessel Übles, mein Kumpel hat seiner Hauswasserenthärtung vertraut.
    Das ist aber wohl nicht so ganz ausreichend, und ich vermute schwer, das der Kessel beinahe "dicht" sein wird.
    Dann werde ich wohl auf zwei Mal entkalken müssen - einmal geschlossen und anschließend dann offen.
    Aber erst probiere ich Deinen Tipp, vielleicht kann ich sie ja eingespannt mit Zange und Verlängerung dazu bringen, sich zu offenbaren.

    Vielen Dank & Grüße
    Markus
    la san marco 85-16-M1
    fiorenzato mühle

  5. #5
    koma ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.06.2004
    Ort
    M
    Beiträge
    190

    Standard AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    So, der Kessel ist auf... Danke nochmal an Mark Twain
    Ging eigentlich ganz leicht, nachdem ich jede Seite mal leicht mit dem Hammer "angeklopft" hatte. Wahnsinnig viel Kalk war zwar nicht drin, aber schon ein "Bart" von ca. 5mm Dicke.
    Eine Handvoll hat sich beim Abklopfen wohl gelöst und ist runtergefallen...

    Was ich noch nicht so ganz begreife:
    Beim Entkalken fing der ziemlich graue Kalk an, nach Öl zu riechen - so richtig wie beim Schlosser, nach altem abgestandenen Schmieröl? Die Brühe wird auch ziemlich dunkel, um nicht zu sagen schwarz... Irgendwie komisch. Ich hoffe, ich kriege das alles wieder sauber.
    Hat jemand ne Idee, was das sein könnte?

    Gruß
    Markus
    la san marco 85-16-M1
    fiorenzato mühle

  6. #6
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    nähe Wiesbaden
    Beiträge
    2.724

    Standard AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Zitat Zitat von koma Beitrag anzeigen
    Was ich noch nicht so ganz begreife:
    Beim Entkalken fing der ziemlich graue Kalk an, nach Öl zu riechen - so richtig wie beim Schlosser, nach altem abgestandenen Schmieröl? Die Brühe wird auch ziemlich dunkel, um nicht zu sagen schwarz... Irgendwie komisch. Ich hoffe, ich kriege das alles wieder sauber.
    Hat jemand ne Idee, was das sein könnte?
    Das "schwarze" ist Kupferoxid: Kupfer(II)-oxid ? Wikipedia

    "Fritzz"

  7. #7
    koma ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    10.06.2004
    Ort
    M
    Beiträge
    190

    Cool AW: ECM Casa Prima - Kessel wie öffnen?

    Hallo Fritzz,

    Kupfer(II)-Oxid wäre mir klar gewesen - ich meinte nicht auf der Kesselinnenseite als Schicht, sondern im Kalk - der war deutlich dunkler als normal, fast schwarz ...
    Es hat sich dann beim Ausbauen der Heizstäbe herausgestellt, dass die beiden O-Ringe, die die Kesselbohrungen abdichten, total verschmort und zerbröselt waren.
    Anscheinend hat sich das "verbrannte" Gummi dann in Pulver- oder flüssiger Form im Kalk abgelagert, was beim Entkalken den seltsamen Geruch und die schwarzen Blubberblasen ergab.

    Ich habe also den Kessel und Die Heizstäbe (am Draht) in Kaffeefettlöser eingeweicht.
    Damit war der Schmodder raus.

    Habe jetzt alles wieder zusammen und überall neue Dichtungen verbaut.
    Nachdem die trockengelaufene Ulka-Pumpe mittels Druckbefüllung
    (per Blasenkatheterspritze, die anderen Kanülen sind zu klein für den Silikonschlauch)
    wieder zur Arbeit bewegt werden konnte, habe ich noch den Brühdruck auf ca. 9,5 Bar nachjustiert.
    Jetzt steht sie wieder da wie neu, mit Ausnahme von ein paar Lackabplatzern am Sockel.
    Macht aber nix, die Bleche sind eh Edelstahl, nur die Schraubmuffen sind verzinkt und rosten ein wenig.
    Der Probelauf offenbarte keinerlei Undichtigkeiten und der Espresso ist so, wie er sein sollte - ich hätte vielleicht noch einen Tick feiner mahlen können, aber da kann die Maschine nix für.
    Jedenfalls bekommt mein Kumpel eine Einweisung in Pflege und Reinigung bevor ich sie wieder hergebe.

    Also: Operation gelungen, Patient lebt & Caffè macht sie auch...

    Viele Grüße
    Markus
    la san marco 85-16-M1
    fiorenzato mühle

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Google Suche
Reklame

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36