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  1. #1
    staubi ist offline Benutzer
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    Standard Restauration meiner LSM Practical 95E

    Hallo,

    da ich jetzt fast fertig bin mit der Restauration meiner LSM Practical 95E aus dem Jahre 1997 bin möchte ich den Ablauf der Restauration darstellen und Fehler die ich gemacht habe erwähnen, damit evtl. der ein oder andere diese nicht auch machen muss.

    Alles begann damit, dass ich hier im Forum die Suchanfrage nach einer eingruppigen Gastromaschine gestartet habe.
    Anfang April stand dann die LSM bei mir.



    Dann ging es an den auseinanderbau:



    Wie man sehen kann war die Kiste ganz schön versifft und der Boden des Gestells
    war auch schon ziemlich angerostet.



    Und ab mit den ganzen Kupferleitungen ins Zitronensäurebad,
    danach sah das ganze schon viel besser aus:



    Dabei ist mir auch gleich der erste Fehler passiert,
    man sollte soweit es geht die Kupersachen getrennt von den anderen Materialen entkalken sonst ist am Ende aller Kupferfarbend



    Ist zwar nicht schlimm aber ich fand den Kessel vorher schöner



    Nach dem die Entkalkung aller Teile abgeschlossen war ging es an die anderen Teile die vom Kaffeefett befreit werde mussten



    Im laufe der Restauration habe ich den Tipp von Superleggera bekommen
    (der die gleiche Maschine Restauriert hat) Bref Power Fettlöser zu verweden.
    Ich muss sagen das Zeug ist wesentlich besser als diese extra Zeug für Kaffeemaschinen.
    Im Keller :
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  2. #2
    staubi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Weiter ging es dann mit dem Rahmen:



    So hat der Rahmen ausgeschaut und der Boden noch viel schlimmer.
    Also habe ich mit der Flex daran gemacht das ganze zu entrosten.

    Anschließend habe ich das ganze dann mit Epoxidharz-Rostversiegelung
    lackiert und dann grundiert.

    Da ich die Kosten gering halten wollte habe ich mich als hitze beständigen Lack
    für Heizungslack entschieden, dabei aber den großen Fehler begangen
    Heizungslack auf Wasserbasis zu verwenden, der sich überhaupt nicht mit der Grundierung vertragen hat.



    Hier sah das ganze ja noch ganz gut aus aber beim Zusammenbau bätterte der Lack sofort wieder ab

    War also nichts zu machen also wieder die Flex in die Hand und alles wieder runter geschliffen.
    Und die ganze Prozedur von vorne.



    Nachdem hier schon wieder die Rostversiegelung drauf war, wurde das ganze wieder Grundiert und dann aber Hitzeschutzlack drauf.
    Da kann ich den Tipp geben diesen nicht um Baumarkt zu kaufen,
    dort sollte der pro Dose 15€ kosten im Internet habe ich dann pro Dose 5€ Bezahlt. (Ja als Student muss man ein bisschen aufs Geld achten )

    Das Ergebnis ist denke ich ganz gut geworden.



    Somit ging es dann wieder an den Zusammebau:



    Hierbei sehr hilfreich wenn man viele Bilder vom auseinanderbau hat,
    deswegen steht auch der Laptop daneben damit man immer gucken kann



    Hier war der Zusammebau soweit fertig, dass der erste Testlauf anstand:



    Dabei gab es dann gleich den ersten Schock,
    als ich den Bezug gestartet habe stieg der Druck im Kessel stark an
    und das Sicherheitsventil des Kessels machte auf.

    Die erste Vermutung hier im Forum war, dass der HX einen Riss hat +
    und somit Wasser in den Kessel gedrückt wurde.
    Das hat sich gott sei dank nicht bestätigt sondern das Magnetventil der Kesselfüllung hat einfach nicht mehr richtig geschlossen,
    sodass immer mehr Wasser in den Kessel beim Bezug gedrückt wurde.

    Nachdem ich das Problem provisorisch gelöste habe, in dem ich einfach den Kugelahn zwischen Kessel und Magnetventil zugemacht habe,
    trat schon das nächste Problem auf.
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  3. #3
    staubi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Die Maschine heizte immer weiter auf ohne aufzuhören.
    Die Vermutung war, dass das Pressostat hinüber ist.



    Nachdem ich es aber auseinander genommen hatte und dem Grünspan im Flansch
    mit Zitronensäure bekämpft habe läuft es nun doch.
    Zwar lässt es sich nicht unter 1,25 bar regeln aber ich werde erstmal schauen,
    ob das passt oder ob es doch noch ersetzt werden muss.

    Nachdem jetzt alle Verkleidungsteile wieder verbaut sind schaut sie nun so aus:



    Der Vorbesitzer hat das untere Verkleidungsteil schon schwarz lackiert,
    ich denke ich werde alle Verkleidungsteile noch schwarz lackieren.

    Jetzt heißt es druchspülen und auf Tamper und Magnetventil warten



    Grüße

    Jakob

    Edit: Alle Bilder gibt's hier
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  4. #4
    polipietro-koblenz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    tolle Maschine und tolle Arbeit!
    An der Maschine wirst du viel Spaß haben, die macht einen TOP-Espresso!
    Viele Grüße wünscht:





  5. #5
    Superleggera ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Hallo Jakob,

    ich hoffe du kannst bald deine ersten Caffès genießen. Den Druck habe ich bei meiner Maschine zwischen 0.9 - 1.2 eingestellt und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

    Viele Grüße
    SL

  6. #6
    JörgM ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Hallo Staubi,

    schön! - prima die LSM - die WMF von mir passt auch super dazu!
    Und ich finde deine Rutsche + "pragmatischer Pinsellösung" im Dosierbehälter
    echt "gelungen".

    Ich hoffe Du hast viel Spass damit!

    Gruss!
    Jörg

  7. #7
    staubi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Ja mit dem Druck muss ich nochmal schauen,
    aber ich habe auch 0,7bar in kalten Zustand ist das bei Dir auch so?


    Die Mühle ist super
    Ein sehr gleichmäßiges Mahlergebnis auch bei geringem Füllstand im Bohnenbehälter.
    Und erst die Einstellbarkeit mal eben fix Filterkaffee gemahlen und dann
    einfach wieder auf den vorigen Mahlgrad für den Espresso.
    Daran war mit der Ibeterial einfach nicht zu denken.
    Bin sehr zufrieden.

    Die Mühle ist aber noch nicht ganz fertig,
    nachdem ich die Dosierautomatik rausgeschmissen habe und durch eine
    "Kaffeerutsche" aus einem Alublech ersetzt habe bekommt sie jetzt noch einen Timer.
    Der liegt hier schon fertig gelötet ich bin mir aber noch nicht sicher, wo ich ihn einbaue.
    (Bausatz von Conrad)


    Und damit es nicht langweilig wird ist das hier das nächste Projekt.


    Das große ovale soll die WMF-Mühle darstellen.
    Das ganze soll als Tamperstation mit "Sudschublade" dienen und sie Mühle kommt oben drauf, da ich leider neben der Spüle nicht mehr viel platz habe.

    Grüße

    Jakob
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  8. #8
    Superleggera ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Zitat Zitat von staubi Beitrag anzeigen
    Ja mit dem Druck muss ich nochmal schauen,
    aber ich habe auch 0,7bar in kalten Zustand ist das bei Dir auch so?
    Hi Jacob,

    wie meinst du im kalten Zustand?
    Wenn die Maschine ausgeschaltet und im kalten Zustand ist = 0 bar
    Ansonsten springt der Druckwächter im Betrieb bei 0,9 bar an und schaltet bei 1,2 bar wieder ab.
    LSM empfiehlt zwischen 0,9 - 1,1 bar. Jedoch bleibe ich bei meinen Einstellungen.

  9. #9
    staubi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Nee ich habe wirklichem im kalten (seit über einem Tag ausgeschaltet) Zustand 0,7bar.
    Da passt dann wohl was nicht, aber der Druck sinkt auch nicht wenn ich jetzt den Dampfhahn aufmache.

    Die Maschine heizt bis 1,3bar auf und sobald der Druck unter ca. 1,2 bar fällt fängt sie wieder an zu heizen.
    Den Pressostaten habe ich auf Minimalstellung.

    Gruß

    Jakob
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  10. #10
    Superleggera ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration meiner LSM Practical 95E

    Hallo Jakob,

    evtl. stimmt auch etwas mit dem Manometer nicht. Die Anzeige für den Kesseldruck hing neulich bei meiner Maschine bei etwa 5 bar fest und ging nach einem Bezug nicht weiter runter. Erst nachdem ich es auseinandergebaut, saubergemacht und wieder zusammengebaut habe war das Problem behoben...

    Was zusätzlich noch hinzu kam: den Kesseldruck konnte ich bisher laut Manometer bis max 9,5 bar einstellen, weiter ging es nicht. Da konnte ich an der Einstellungsschraube drehen wie ich wollte. Inzwischen ist der Fehler auch beseitigt...

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