Hallo liebe Kaffeenetzer,
wir haben wieder eine schöne E-61 auf dem Tisch, die es in sicht hat. Der Auftraggeber für dieses schöne Objekt ist Cafe Olivier, der auch hier im Forum aktiv ist.
Nachdem die Maschine bei uns angekommen sind haben wir sie erst einmal ordentlich begutachtet. Das Alter und die daraus resultierenden Spuren sind deutlich und sollen uns so einige kleine Probleme bereiten.
Anfangen möchten wir mit dem wichtigsten Teil - dem Kessel. Die Jahre haben die Dichtungen mit dem Metall verbacken. Kalkrückstände sind derart versteinert und hart, das Rohre und Deckel sich nicht mehr mal eben lösen lassen.
Mit gezielter Erhitzung und leichtem Klopfen erreichen wir das Lösen der Teile:
Jeder Schritt ist Millimeterarbeit und erfordert viel Gefühl. Wenn zu stark geschlagen wird, kann der Kessel beschädigt (verbeult) werden und die Dichtungen werden nicht mehr perfekt sitzen. Man kann zwar alles wieder gerade dengeln, so wie vorher wirds aber nie. Also von Anfang an mit großer Vorsicht arbeiten und lieber etwas mehr Zeit investieren. Dies zahlt sich aus.
Die erste Seite hat verloren und ist bereitwillig abgefallen. Immer wieder ein schöner Moment
Der zweiten Seite geht's auf die gleiche Art und Weise ans Leder. Die Zusammenarbeit aus Erhitzung und Hammerschlägen ist wichtig. Daruma arbeitet man am besten nicht allein.
Auch diese Seite hat sich gelöst.
Nun muss noch ein festsitzendes Rohr überredet werden sich vom Kessel zu trennen. Es ist fest umschlossen von steinhartem Kalk. Mit einem kleinen Körner und leichtem handfesten Hebeln löst es sicht endlich.
So sieht der Kessel nach der ersten groben Reinigung aus und wartet auch sein Säurebad.
Die weiteren Arbeitsschritte folgen
Ciao
PP


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