2. Teil: Meine Versuchsanordnung:
Licht und Schatten.
Zunächst zum positiven:
ich hatte als Kind keine Dampfmaschine:
Und das Ergebnis:
Der erste Doppio seit Jahrzehnten läuft:
Kesseldruck 1 Bar, Brühdruck 9,5 Bar, müsste passen. Die einstellung gegen Blindsieb war erfolgreich!:
WOW: Das Ergebnis ist in jedem Fall mehr als nur trinkbar, nein richtig gut:
Dampf ohne Ende/kein LatteArt, aber cremiger Schaum aus dem Handgelenk:
Teil 3: Fragen und Probleme
Licht und Schatten
Jetzt also zum Negativen
Nachdem ich alles soweit zusammengebaut hatte, und Stück für Stück die Undichtigkeiten "abgearbeitet" hatte, blieben am Ende noch Brühgruppe, Pressostat und Kessel übrig.
Die Brühgruppe habe ich auf später verschoben und zunächst die Gruppe der ECM Giotto montiert um erstmal weiter zu kommen.
Der Pressostat hat leider am Balg ein kleines Loch - und das, nachdem ich mir damit so eine Mühe gegeben hatte und alles in Einzelteile zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder zusammengebaut hatte.
Ich habe dann den Presso aus meiner ECM Giotto eingebaut und auf 0,9 Bar Einschaltpunkt und 1,1 Bar Ausschaltpunkt eingestellt.
ich denke der geht erstmal als Provisorium? Oder ist der zu klein (- die Heizung hat ja "haushaltübliche" 1500 Watt?) Andererseits habe ich gehört das der Kesseldruck an dem schönen Quecksilberschalter nicht einstellbar sein soll - das wäre natürlich (neben dem Ärgernis, dass er bzw. die offene Maschine wie ein rohes Ei behandelt werden muss) ein Grund für einen normalen Presso, da Brühtemperatur, HX-Überhitzung, unterschiedlich hoher Wasserstand evtl. besser angepasst werden können.
Ich habe die Heizung zunächst nur mit Silikondichtung eingebaut, da die Flüssigdichtung hier noch nicht eingetroffen ist (warum kann man sowas eigentlich nicht in einem Geschäft kaufen?).
Zuerst habe ich es gar nicht wahrgenommen, da mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Erst als ich den Kessel mit einem Zahnarztspiegel und Taschenlampe auf Dampfaustritt abgesucht habe, musste ich feststellen, dass oberhalb der Heizungsdichtung ganz minimal Dampf entweicht.
Ich hoffe, dass lässt sich mit Flüssigdichtung nacharbeiten!!
Brühdruck (9,5 bar bei Kaffeebezug) und Kesseldruck (1 bar im Mittel)konnte ich sehr schön anhand der noch einwandfrei funktionierenden Manometer einstellen. Wasserstand auf "minimal". Der Kesseldruck fällt immer 0,1-0,2 bar bei Bezug (kann man auf dem Bild mit den Manometern gut sehen).
Ergebnis:
Dampf ohne Ende, kein Überhitzen, Espresso soweit einwandfrei (3 Bezüge getestet). Was will an mehr?
Ich habe die Kesselfüllung zunächst mit Leitungsdruck vorgenommen und dann alles weitere, also auch die Pumpeneinstellung aus einem provisorischen Tank vorgenommen (der blaue Eimer mit Pumpe unter dem Tisch).
Dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Beim Starten des Bezuges kommt zuerst etwas Dampf und dann zeitverzögert heißes Wasser, wie gesagt nicht überhitzt, ohne zu "sprotzeln". Beim darauf folgenden Bezug kommt sofort heißes Wasser.
Ich denke es funktioniert so: Da der HX ja anders als die Kesselfüllung eine offene Verbindung zur Pumpe hat (bei der Kesselfüllung ist das Füllventil zwischengeschaltet), läuft der HX nach dem Bezug praktisch immer leer gegen die Pumpe. Für den Espressobezug ist das wahrscheinlich gar nicht so schlecht, da es kein überhitzen von länger stehendem Brühwassers im HX gibt.
Kann das zurückgelaufene heiße Wasser aus dem HX für die Pumpe problematisch werden? Sollte hier ein Rückschlagventil vorgeschaltet werden?
Änderung: Nach einigem Nachdenken bin ich darauf gekommen, dass es so ein Ventil in der Maschine geben muss ..und habe es direkt hinter dem Pumpenanschluss gefunden.
Es hat bloß nicht richtig funktioniert. Ich versuche es jetzt noch mal intensiver zu entkalken. Leider bekomme ich es nicht auseinander ohne es zu zerstören. Sonst muss ich ein neues kaufen oder außen ein zweites davor setzen.
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