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19.03.2010, 20:05
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Erfahrener Benutzer
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AW: La Dorio - Restauration
Hi
die Lötnaht um das Gewinde herum ist normal: der Kessel besteht aus Kupferblech, das "Gewinde" ist ein vorgefertigtes Formteil, welches dann an- / eingelötet wird.
In Weichlot wird/wurde Blei verwendet - aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde am Kessel kein Weichlot verwendet (hab ich zumindest noch nie gesehen).
Test: mit einem Schraubendreher solltest Du in Weichlot einen Kratzer hinterlassen können - kein Kratzer möglich bedeutet Hartlot.
Dellen (Beulen gehen nach außen) im Kessel rühren meist von "mechanischer Entkalkung": ist die Kalkschicht recht dick, kann man mit Schlägen auf den Kessel einiges lösen - es ist dann nicht mehr so viel Zitronensäure erforderlich.
Kessel eingefroren?
Du hast in Physik nicht aufgepasst: in diesem Falle wäre der Kessel geplatzt / aufgerissen...
"Fritzz"
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19.03.2010, 22:29
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Registriert seit: 06.11.2008
Ort: Heckengäu
Beiträge: 35
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AW: La Dorio - Restauration
Zitat:
Zitat von Fritzz
Kessel eingefroren?
Du hast in Physik nicht aufgepasst:
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das ein oder andere Mal...
Zitat:
Zitat von Fritzz
in diesem Falle wäre der Kessel geplatzt / aufgerissen...
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Hatte glaub den Bericht im Kopf: Espresso restoration Marzocco GS1
Der Kessel sieht halt irgendwie verformt aus; ich glaub ja auch weniger daran, dass er Frostbeulen hat, als dass er ein wenig lieblos zurechtgehauen wurde, so dass sie ihn gescheit zusammenschweisen konnten. Danach Päpp drauf und gut war.
[Aber was, wenn's dumm läuft: wird der Kessel sich erstmal verziehen bevor er aufreißt und hat er dann evtl. eine Schwachstelle? Metall ist ja schließlich plastisch verformbar (weiß ich noch aus meinem Physikstudium...  )]
Ich werd das Ding eines Tages einfach füllen, aufheizen und mal gucken, was passiert. Wird mir hoffentlich nicht gleich um die Ohren fliegen...
Chris
p.s: "paper is strongest at the perforation."
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Maschine - La Dorio Olimpica
Mühle - Faema FP
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03.04.2010, 18:48
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Nachträge
Zitat:
Zitat von Ski_Andi
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Für die Nachwelt (weil nach einer gewissen Weile tun's die eBay-links ja nicht mehr): der Zuschlag erfolgte bei 1004 EUR; soviel hat meine zum Glück nicht gekostet, auch mit den Erstzteilen nicht  ).
Der Kondensator hat 20µF, also ziemlich fett für das, was so gerade ins Gehäuse passte und bei Conrad zu haben ist. Bei der Leistung muss ich passen, aktuelle Modelle haben meine ich einige hundert Watt, daran hatte ich mich orientiert.
Wie gesagt kam die Mühle überraschenderweise 4-polig, die entsprechende Steckdose habe ich mal per Zufall in der Pasticceria al Vela in Rorschach am Bodensee gesehen (sorry für die Bildqualität, aber mein Handy gibt mehr nicht her...):
Der Kaffee bei denen sagte mir gar nicht zu, aber deren Backwerk ist verdammt gut, allem voran die Sfogliatelle...
Bisweilen schöne Ostern, die Tage poste ich ein paar Bilder vom Schaltwerk, das ist gerade in der Reinigung...
Chris
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06.04.2010, 21:20
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Ort: Leverkusen
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AW: La Dorio - Restauration
Hallo Chris,
zöllige Schrauben, Federn und exotische Werkzeuge gibt es hier Aug. Hlden GmbH & Co. KG.
Ein Paradies für jeden Schrauber.
Ein schönes Projekt hast du da.
LG
Micha
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06.04.2010, 21:30
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AW: Nachträge
Zitat:
Zitat von sektorblech
Wie gesagt kam die Mühle überraschenderweise 4-polig, die entsprechende Steckdose habe ich mal per Zufall in der Pasticceria al Vela in Rorschach am Bodensee gesehen (sorry für die Bildqualität, aber mein Handy gibt mehr nicht her...):

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"Just for the records": Die abgebildete Steckdose ist eine gewöhnliche Schweizer Dreifachsteckdose 230V / 10A, 1-phasig:
nK
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• Izzo Alex Duetto #0028 · Baby Gaggia 1986
• Rancilio Rocky D · 3 x Gaggia MDF
• Gene CBR-101 · Hearthware Precision
• 70er Jahre: Turmix TX10 & Turmix 808
• 80er/90er Jahre: Baby Gaggia / diverse Classic / diverse MDF
• 2007 Gaggia Titanium, ECM Technika-III
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06.04.2010, 21:41
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AW: La Dorio - Restauration
doch keine ominöse 9-polige Supersteckdose?
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06.04.2010, 23:28
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ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil...
okaaay.
Hätte schwören können, das des zusammengehört.
Ich dachte, entweder dreimal 220V oder einmal 380V, aber hätte man sich bei Lichte auch besser denken können, denn dann fehlt bei 220V die Erde und das geht ja gar nicht...
Aber ähnlich ist's schon...
Chris
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12.04.2010, 01:35
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zwei ramponierte Fingernägel später
...auseinander geht einfacher als wieder zusammen, vor allem, wenn man nur zwei Hände hat. Egal, ich versprach Bilder vom Schaltwerk - hier sind sie:
So sah es im Original aus, ein bissel Rost, ein bissel dreckig und ein bissel fest das Ganze, aber solide:
Fast auseinander...
Komplett zerlegt. Möchte wissen, wie man seinerzeit auf diese Konstruktion gekommen ist...
Wieder sauber und halbwegs zusammen.
Und nun glänzt es wieder, das kleine Triebwerk; finde es schon ulkig...
So, nun habe ich so lange geschraubt und fotografiert, damit Ihr noch was zu sehen habt, aber wahrscheinlich sind jetzt die meisten eh schon im Bett, deshalb fasse ich mich auch kurz...
Chris
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12.04.2010, 01:40
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 08.08.2008
Ort: Essen-Rüttenscheid
Beiträge: 1.733
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AW: zwei ramponierte Fingernägel später
Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn alte Technik wieder aufpoliert wird.
Sieht gut aus.
Ist der erste Kaffee jetzt schon absehbar?
__________________
Beste Grüße,
Andros
LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...
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13.04.2010, 20:54
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Registriert seit: 06.11.2008
Ort: Heckengäu
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Nachtrag
so,
dann will ich Euch nicht vorenthalten, mit welchem Zeugs ich den Schalter sauber gemacht habe:
Zunächst bin ich mit der vielzitierten Zitronensäure ran, wirkt ja insbesondere bei Kupfer und Messing immer wieder Wunder. Der Materialmix mit Eisen bzw. Stahl (und natürlich dann auch Chrom) ist kritisch, weil man letztlich das eine auf dem anderen wiederfindet und weiterputzen darf. So hatte ich vom Schalter auch zunächst Schrauben und Kontaktbügel zusammen in der Suppe. Daraufhin waren die Kontake schwarz und die Schrauben messingfarben... Habe die Kupferkontakte und die Messingbuchsen kaum sauber bekommen und nochmal separat behandeln müssen. Wurden schließlich wieder rein, wobei den letzten Rest getränkte Polierwatte aus dem Musikalienhandel besorgte (Metarex, gibt aber bestimmt auch was gleichwertiges); geniales Zeugs, obwohl die Finger hinterher ewig stinken (wenn man ohne Handschuhe schafft).
Die Schrauben sind wie erwähnt aus Stahl und waren ein bissel verrostet. Diese habe ich einzeln mit feinstem SiC-Schleifpapier (2400er Körnung) bzw. 15µm Schleifleinen abgeschliffen. Hätte natürlich auch einfach neue reintun können, aber ich fand die Form irgendwie besonders (sind halt keine schnöden von der Stange) und von wegen der Authentizität... Das Schleifzeugs stammt aus dem Metallografiebedarf, obwohl die meist nur gewerbliche Mengen verkaufen, die dann arg auf den Portemonnaie lasten.
Den Knüller fand ich aber Backofenspray - das Gehäuse und insbesondere die Keramikteile waren jedenfalls hellauf begeistert.
Ach ja, aromatenfreie Verdünnung um das alte Fett runterzukriegen ist ja kaum erwähnenswert...
Das mit dem baldigen Kaffee ist natürlich auch mein Wunsch, wird aber wohl noch bis in den Sommer dauern. Momentan ist das Innenleben des Kessels nämlich ganz schön hartnäckig und dabei schwer zugänglich. Ebenfalls nicht mal eben kriege ich wahrscheinlich die Zollschrauben (die sind nämlich alle ziemlich vermackt und als Halbrundschraube scheinbar irgendwie aus der Mode) sowie die Dichtungen (Kolben, Siebträger und Wasserstandsglas sind allesamt keine gängigen Maße mehr - seufz!).
Naja, da wird sich schon irgendwie was finden...
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