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28.02.2010, 14:38
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Benutzer
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Registriert seit: 06.11.2008
Ort: Heckengäu
Beiträge: 35
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La Dorio - Restauration
Hallo miteinander,
ich habe vor einiger Zeit eine alte Faema Mühle aus den 50ern sowie eine Dorio erworben (Liebe auf den ersten Blick). Die Mühle ist gerichtet (war gar nicht so viel dran zu tun, da es bei espressoXXL eigentlich alle Ersatzteile gibt). Nun bin ich endlich beim Zerlegen der Maschine dran; da es für mich das Restaurierungs-Debut darstellt und einiges zu tun ist, wird's bestimmt ein Abenteuer. Dies ist sie:
Erste Frage ans Board ist: was ist eigentlich die herrschende Meinung, wie weit man restaurieren soll? Z.B. das Chrom: das obere Gehäuseblech ist noch ganz passabel, die Tassenablage schon nicht mehr, die Brühgruppe trennt sich auch in gut und böse usw. Also manche Teile haben's nötig - nur wie sieht das in Nachbarschaft zu Elementen aus, die Zeichen des Alters tragen (die ich nicht unbedingt kaschieren will). Sieht das nicht schließlich wie Flickwerk aus? Dann wr ich mal mit den Ventilen in der Werkstatt. Bislang sind sie aus Messing, verkupfert, verchromt und werden mit dickem Hanf gedichtet. Meinung des Chefs: "machen Sie das aus VA mit einem Silikonschlauch als Dichtung und Sie haben Ruhe". Ist vielleicht die einfache Lösung - aber ich will doch auch keinen Laptop in einem alten Schreibmaschinengehäuse oder? Beim Lack geht's weiter: versuchen, den originalen soweit wie's geht zu erhalten und ausbessern oder doch sandstrahlen und pulverbeschichten - fertig?
Sind vielleicht eher philosophische Fragen zu Beginn - die technischen Details kommen bald.
Und überhaupt: wer hat denn noch eine Dorio? Habe nur eine Kapitän mal gesehen, die dann letztes Jahr durch die Bucht ging.
Viele Grüße in die Runde,
Chris
__________________
Maschine - La Dorio Olimpica
Mühle - Faema FP
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28.02.2010, 15:17
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 11.02.2005
Beiträge: 1.196
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AW: La Dorio - Restauration
Hallo
Das, was du für Hanf hältst, ist wahrsch. Asbestschnur, die gerne bis in die 70er als Dichtungsmaterial eingesetzt wurde. Für alle Einsatzorte gibt es unbedenklichen Ersatz. Auch für die Stopfbuchse (Spindeldichtung).
Dorios sind hierzulande wohl deshalb selten, weil es ein eher kleines Unternehmen war. Bj. um 1960, Olympische Spiele in Rom. Für 1956, Cortina, das falsche Design. Sag ich mal.
Für mich hat diese Maschine eine sehr erträgliche Patina, ich würde ihr keinen neuen Lack und so verpassen, aber, v.a. wenn du Teile herstellen kannst, einen Schutz für das Glasröhrchen.
Die Haube finde ich richtig klasse, viel Spaß mit der Maschine.
Ach so, Wahrsch. heißt deine Faema FP
Gruß
Achmed
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28.02.2010, 16:59
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 08.04.2009
Ort: wien
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AW: La Dorio - Restauration
hallo und willkommen chris,
glückwunsch zur tollen maschine. bin schon auf deinen restaurationsbericht gespannt!
wie du schon sagst der grad oder auch die art einer restaurierung, ist gewissermaßen eine philosophische frage.
wird ja auch immer wieder in bezug auf bildende kunst und architektur diskutiert.
ich finde, dass in anbetracht des ganz guten zustands deiner maschine eine leichte aufarbeitung reichen würde
(die sichtbaren teile meine ich). also eher im originalzustand belassen. bleche einfach aufpolieren.
wenn der lack nicht zu sehr blättert würd´ ich´s so lassen. ausbesserungen am originallack sind eher heikel.
sieht meiner meinung nach schnell komisch aus. unsichtbar schafft man das realistischer weise nicht.
innen gehört bestimmt einiges gemacht. die asbest-schnürchen willst du bestimmt auch loswerden.
wobei ich den rat zu silikonschläuchen gar nicht nachvollziehen kann.
viel erfolg beim aufarbeiten
gruß, nubicola
__________________
in verwendung: gaggia cc / pavoni pro // zassenhaus 156 / gesto || in bearbeitung: saeco chic / rega 2000 (astoria hh) // rancilio md 50 / anfim / mazzer major
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28.02.2010, 19:06
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Registriert seit: 15.11.2009
Ort: Dresden
Beiträge: 307
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AW: La Dorio - Restauration
Zitat:
Zitat von sektorblech
habe vor einiger Zeit ...eine Dorio erworben (Liebe auf den ersten Blick)
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Hallo sektorblech, das kann ich gut nachfühlen. Mannomann, das ist ja ein fetziges Teil. Ich krieg' mich gar nicht mehr ein.
Kann fachmännisch nix zu Deinen Fragen beitragen, würde es aber schade finden, wenn die tolle Farbwahl nicht erhalten bliebe. Das ist doch mal was für die Mitte eines Raumes - wie eine gelungene Skulptur, die von allen Seiten zu bewundern ist. Nixda Kaffee-Ecke! Innen würde ich alles so machen und ggf. auch ändern, dass Du später auch gern einen Espresso ziehst. Museale Aspekte würde ich hier nicht in den Vordergrund stellen, ausschließlich praktische.
Ich wünsche Dir gutes Gelingen und noch ganz viel Unterstützung durchs Kaffee-Netz. Verfolge ebenso gespannt Deine Fortschritte - keine Eile, schön behutsam, ja.
PS: Wozu ist denn eigentlich der große metallerne "Kopfhörer" gut?
Liebe Grüße Lattenroesti
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28.02.2010, 20:07
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 10.04.2006
Ort: Zwischen München und Karwendel
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AW: La Dorio - Restauration
Ich würde ebenfalls behutsam restaurieren. Das ist übrigens auch werterhaltender. Erst wenn das Chrom richtig mit Grünspan befallen ist, ziehe ich eine Neu-Verchromung in Betracht. Eine überrestaurierte Maschine ist bei Sammlern nicht so begehrt. Bei anderen Personen kann eine Maschine, die besser aussieht als im Neuzustand, hingegen eher punkten.
Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht!
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28.02.2010, 20:32
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Registriert seit: 06.11.2008
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AW: La Dorio - Restauration
Zitat:
Zitat von lattenroesti
PS: Wozu ist denn eigentlich der große metallerne "Kopfhörer" gut?
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Ich denke, die Blechkappen sind primär Designelemente, obwohl es auch einige Vorteile mitbringt: da die blauen Seitenteile ausgespart sind, wird das Gehäuse etwas leichter. Wenn man die Bleche wegnimmt, kommt man auf der einen Seite an die Elektrik bzw. das Heizelement ran, auf der anderen ist es vielleicht auch zum Anzünden benutzt worden, da die Maschine auch mit Gas betrieben wurde.
Von unten sieht sie so aus:
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Maschine - La Dorio Olimpica
Mühle - Faema FP
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03.03.2010, 22:14
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Registriert seit: 06.11.2008
Ort: Heckengäu
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AW: La Dorio - Restauration
kleines Bilderupdate:
Zwei Bilder von der Schaltung, vom Heizelement und vom Kessel.
Keine Ahnung, ob die Heizung funktioniert. Ich habe auch bislang das Element nicht losbekommen. Das ganze ist geschraubt und ich muss erstmal einen entsprechenden Schlüssel machen lassen bzw. besorgen. Wie ihr seht, hat der Kessel dieselbe Farbe wie das Gehäuse - ich will nicht wirklich wissen, was es ist, aber es gibt ja genügend Möglichkeiten, das wieder hübsch zu machen. Zur Zeit liegt der Kessel in Quarantäne, ist was für's Wochenende und Regen. Dann mache ich das Ding erstmal außen sauber, dass man den unbedenklich anfassen kann. Und dann kommt das Heizelement dran.
Noch ein Bild vom Innenleben, hier eine Ecke des Rahmens. Hier tät mich schon interessieren, was die da verschweisst haben, denn das kleine Bruchstück ist nicht magnetisch und sehr leicht, der Rest magnetisch und rostliebend...
Ach noch eine Frage zum Zerlegen: hat jemand eine gute Idee, wie man den Schalter für die Heizung heile vom verrosteten Vierkant runterkriegt? Na, vielleicht tu ich nachher nochmal die WD40 - Dose drauf...
Soviel für heut,
Chris
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Maschine - La Dorio Olimpica
Mühle - Faema FP
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03.03.2010, 22:29
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 22.12.2009
Beiträge: 255
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AW: La Dorio - Restauration
Ja, das gute alte WD40. Am besten aber einen Lappen einsprühen (Zewa Tuch etc) und dann auf die betroffene Stelle legen.
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Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
Mühle: Gaggia MD 64 Auto
---> FRED
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03.03.2010, 22:50
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Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 6
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AW: La Dorio - Restauration
Schöne Maschine, herzlichen Glückwunsch! habe selbst eine allerdings etwas jüngere Dorio Lilit Hebelmaschine restauriert und danach mehr als 10 Jahre täglich benutzt. Wie die meisten alten Gastro-Hebelmaschinen ist sie gut alltagstauglich. Viel Erfolg beim restaurieren, helfe gerne -wenn ich kann -weiter .
__________________
la Dorio Lili (Hebelmaschine)
Heinkel Crema Queen (Hebelmaschine)
Schärf xpress Piston (Hydraulikmaschine)
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04.03.2010, 09:09
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 29.09.2005
Ort: Wien
Beiträge: 715
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AW: La Dorio - Restauration
Zitat:
Zitat von sektorblech
Ich habe auch bislang das Element nicht losbekommen. Das ganze ist geschraubt und ich muss erstmal einen entsprechenden Schlüssel machen lassen bzw. besorgen.
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Wunderschöne Maschine, bitte nach Möglichkeit nicht "neuer als neu" restaurieren, sondern (speziell bei der Optik) nur vorsichtig überarbeiten. Die Patina macht auch einen Gutteil des Charmes aus.
Zum Zitat: Du brauchst einen Hakenschlüssel und den gibt es im Autozubehörhandel (Forstinger oder wie auch immer das Pendant in Deutschland heißt - für die Selbstschrauber), oder im Werkzeughandel (Zgonc oder eben ein entsprechender in de).
lg,
Klaus
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Zitat:
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Zitat von phileh
Wenn ein Wort seltsam aussieht, ist es manchmal einfach die korrekte deutsche Schreibweise. Die sieht man im Internet so selten, dass sie schon wieder irritierend wirkt. 
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