
Zitat von
Andros1
Interessantes Projekt!
Ich habe gerade ganz erfolgreich eine alte Faema 61 mit Armaflex isoliert (Kessel, Rohrleitungen, Gehäuse vorne und oben seitlich, nicht aber HX).
Ein einkreisiger Gastro-Handhebel funktioniert allerdings anders als z.B. ein E61 Zweikreiser:
Wassertemperatur, Dampftemperatur und Brühgruppentemperartur werden hier ausschliesslich über den Kessel gesteuert. Er ist viel einfacher konstruiert, passive Faktoren wie die Auslegung und Masse des Systems sind bestimmende Faktoren und weniger zusätzlich beeinflussbare aktive Phänomene, wie eine elektrische oder über einen HX wassergeführte Brühgruppenbeheizung.
Ich habe mich aus diesem und anderen Gründen ganz bewußt für eine original E 61 und nicht für einen 50ger oder 60er Jahre Handhebel z.B. eine Faema President entschieden - auch wenn die mich sehr gereizt haben.
Bei einer Handhebelmaschine hat die Brühgruppe wesentlich mehr Masse als bei einer E 61 oder erst recht einer anderen Brühgruppe. Wenn sie, wie meistens, kein Thermosiphosystem hat, wird die Aufheizzeit durch eine Kesseldämmung vermutlich nicht verkürzt werden, da der gedämmte Kessel zwar schneller warm wird, aber weniger Abwärme nach vorne zur Brühgruppe abstrahlt.
Auch bei einem Zweikreiser erfolgt vermutlich durch eine Kessel- und Gehäusedämmung eine gewisse Beeinflussung des gesamten thermischen Systems.
Beim Einkreiser-Handhebel dürften die Einflüsse aber größer sein, da es sich hier um ein passives, genau ausbalanciertes System handelt, welches du thermisch veränderst und nicht ein gemischt aktives und passives wie bei einem Zweikreiser, bei dem du durch Kesseldämmung (nicht HX-Dämmung) wesentlich nur in die passiven Komponenten eingreifst.
(hier noch nicht ganz fertig)
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