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  1. #1
    skid ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Externe Pumpe bei zweigruppiger Faema Gastromaschine? Gibts das?

    Hallo!

    Als langjähriger Mitleser in diesem Forum bitte ich nun um eure Hilfe: Ich beschäftige mich aktuell mit dieser Espressomaschine: [ebay] 110509938532

    Erkennt jemand diese Maschine (Bj. Kessel 1975)? Weiß jemand die Bezeichnung?

    Grundwissen über die Technik von Espressomaschinen und grundsätzliches handwerkliches Geschick sind vorhanden.
    Bei dem Versuch, den Aufbau zu verstehen und nachzuvollziehen, habe ich aber weder Pumpe noch Handhebel gefunden. Wie wird denn dann der Brühdruck aufgebaut?

    Aber ich fand ein vom Pumpenschalter (Bezeichnug lt. Schaltplan) aus dem Gerät führendes Kabel (dreiadrig). Meiner Theorie nach ist dies der geschaltete Ausgang für eine externe Pumpe.

    Ich habe aber noch nie von einer Espressomaschine mit externer, d.h. zusätzlich aufzustellender Pumpe gehört. Ich kann mit da auch keinen Reim drauf machen, da eine solche doch in der Wasser- Vorlaufleitung sitzen und somit auch auf den Kessel wirken müsste?! Wie soll das funktionieren, wenn wie bei dieser Maschine der Kessel nur bis 1,6 bar (lt. Typenschild) zugelassen ist?

    Ich habe eine Pumpe zwischen Kessel und Brühgruppen gesucht, doch die Verrohrung geht vom Kessel direkt in die Brühgruppen.

    Die Maschine hat einen festen Wasserzu- und Ablauf, einen totgelegten Gasanschluss, einen als Drehstrom bezeichnenten Anschluss (seltsamerweise vieradrig?!) und das obengenannte dreiadrige Wechelstromkabel.
    Weitere Anschlüsse oder offene Rohrverbindungen gibt es nicht.

    Hat man sowas schon gesehen? Oder muss die Pumpe doch irgendwo im Gerät sein?

    Danke euch, Gruß,
    Skid

  2. #2
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Externe Pumpe bei zweigruppiger Faema Gastromaschine? Gibts das?

    Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Faema Prestige P/4. Bauzeit ab ca. 1974.

    Es ist eine Zweikreismaschine mit Wärmetauscher mit E64 Brühgruppe. Letztere ist eine Weiterentwicklung der bekannten E61 Brühgruppe mit automatischer Preinfusion und nicht die schlechteste.
    Der Bezug wird hier manuell über den querliegenden Hebel über der Brühgruppe gestartet und darüber auch beendet. Der Hebel öffnet einerseits die Ventile für den Wasserzulauf in der Brühgruppe und startet andererseits die elektrische Pumpe, die dann Wasser über den Wärmetauscher im Kessel zur Brühgruppe pumpt.

    Die gesamte Maschine ist im inneren Aufbau eigentlich identisch mit der seit 1964 gebauten ersten automatischen Espressomaschine Diplomatic E64/E66, hat allerdings kein Metallgehäuse, sondern ein modular aufgebautes Kunststoffgehäuse aus Makrolon, das es auch in sehr schrägen Farben gab, z.B. in Pink.
    Die hier hat aber auch eine heiße Farbe - halt etwas für Fans der original 70 Jahre. Ich hab`s da ja mehr mit den Sechzigern .

    Hier handelt sich allerdings hier um das einfachere halbautomatische Modell P/4 (und nicht dien P/6 mit zusätzlichen Bezugstasten für den automatischen, also zeitgesteuert beendeten Bezug), zweigruppig, ohne Tassenvorwärmung über Dampf, mit 10,53 Liter Kessel, 2600 W Heizung.

    Von den von dir beschriebenen Kabeln ist eines wohl der Drehstromanschluss der Maschine (dreiadrig mit Nullleiter), der die Maschine mit Spannung versorgt.
    Das andere 220 V Kabel ist für den Anschluss der Pumpe gedacht, die selbstverständlich im Tresen unter der Maschine und nicht im Gerät (war damals noch nicht üblich) und schon gar nicht zwischen Kessel und Brühgruppe installiert ist. An letzterer Stelle ist sie übrigens bei keiner mir bekannten Espressomaschine verbaut.

    Du hast an der Maschine deshalb auch noch zwei Wasseranschlüsse gefunden.
    Einer ist der Ausgang des Abwassers (führt in der Maschine zur Ablaufschale), der Andere der Wassereingang (führt in der Maschine zum Wärmetauscher und zum Kessel), an den eben die Pumpe angeschlossen wird, die selber wiederum an den Entkalker und darüber an das Wassernetz angeschlossen ist. Pumpe und Entkalker musst du also unter der Maschine in einem Schrank installieren und mit Flexschläuchen an Maschine und Wassernetz anschließen.
    Die Wasserbefüllung des Kessels ist manuell über Leitungswasserdruck und wird über den Hebel unter der Tassenablage gesteuert. Zur Kontrolle dient die Wasserstandsanzeige links neben dem Manometer.

    Es gab hier kürzlich im Kaffeenetz mal jemanden, der dieses Modell in Pink restauriert hat. Such einfach mal!

    Was ich nicht verstanden habe:
    Der Ebay Link von dir führt zu einer beendeten Auktion. Hast du die Maschine denn bereits erworben?
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  3. #3
    sektorblech ist offline Benutzer
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    35

    Standard AW: Externe Pumpe bei zweigruppiger Faema Gastromaschine? Gibts das?

    D.h. "Barbie" hat jetzt eine Schwester...

    FAEMA Prestige ("Barbie") - Wiederbelebung
    Maschine - La Dorio Olimpica
    Mühle - Faema FP

  4. #4
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Externe Pumpe bei zweigruppiger Faema Gastromaschine? Gibts das?

    Genau! Die meinte ich. Dort auch schöne Fotos vom Innenleben.
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  5. #5
    maggi*tm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Externe Pumpe bei zweigruppiger Faema Gastromaschine? Gibts das?

    D.h. "Barbie" hat jetzt eine Schwester...
    Beim Lesen des ersten Beitrags wollte ich auch gleich auf die Barbie verweisen - zum Glück habe ich mir erst noch die Folgebeiträge durchgelesen und einen Doppelbeitrag vermieden. Naja, viel informativer sind meine jetztigen Zeilen zugegebener Weise auch nicht

    Gruß, Patrick

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