hier ein kurzer Abriss über das Wiederaufleben einer Gaggia Cubica.
Vor vier Monaten habe ich eine Gaggia Cubica bei ebay ersteigert. Zu Hause angekommen hat sich gezeigt, dass kein Espresso damit zu machen war, egal mit welchen Abstimmungen an Mahlgrad etc. Er war in jedem Fall ungeniessbar.
Ich entschloss mich sie zu reinigen. Das half nichts. Ich entschloss mich einige Dichtungen auszutauschen. Das hat zur Folge, dass die Maschine zerlegt werden muss. Das tat ich also und weil ich schon dabei war, habe ich auch den Boiler auseinander geschraubt. Darin zu finden war eine weissliche, zähe Masse die sämtliche Öffnungen verstopfte. So wie es aussah, hatte der Vorbesitzer es viel zu gut gemeint mit irgend welchen Reinigungsmitteln. Nach deren Entfernung war ein dunkler festsitzender Belag zu sehen, der nicht mit Zitronensäure zu entfernen war und auch nicht mit einem BIO Spülmaschinentab, den ich aufgelöst hatte und den Boiler darin gebadet. Der Boiler ist leider aus Alu. Der nächste Schritt war mit Schleifpapier Körnung 240 alles auszuschleifen und anschliessend von Hand und mit dem Dremel zu polieren. Nach dem Schleifen waren die Schäden an der Oberfläche klar ersichtlich. Stellenweise waren Krater von mehreren Millimter Tiefe zu sehen. An anderen Stellen war es nicht so tief, dafür sah die Oberfläche aus wie ein filigranes Netz, also Loch an Loch. Was ging wurde weggeschliffen und dann auf Hochglanz poliert. Polieren eines so kleinen Boiler mit unzähligen Ausbuchtungen ist keine so angenehme und vor allem fuselige Angelegenheit. Danach habe ich alles wieder zusammengebaut, neue Dichtungen verwendet und mit 2 Ltr. Wasser durchgespült. Die Funktion ist jetzt einwandfrei. Der Geschmack des Kaffees ist sehr gut (Isny Schümli 90/10) Einzig die Crema lässt sich nicht blicken, auch nach über zwanzig Bezügen mit allen erdenklichen Kombinationen.
Das Ganze hat Spass gemacht und ich bin nahe daran zufrieden zu sein. Einzig eben die Crema...


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