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FAEMA E-61 SCHWÄCHELT, BITTE UM REVISIONSTIPPS
...nun ist es wohl soweit und ich muss hand an meine maschine legen. daher wäre ich sehr dankbar für eure hinweise bei der fehlersuche und den anschliessend nötigen revisionsarbeiten.
es dreht sich um eine originalbelassene eingruppige e-61 (bj.´63), welche mir seit nunmehr 6 jahren unzählige köstliche espressi beschehrt und bis dato keinen anlass zum dranherumschrauben gegeben hat.
anno 2003 wurde die maschine bei fischer + trezza in stuttgart restauriert, seither hab ich wie gesagt nichts gemacht, ausser kaffee bereitet und ab und zu rückgespült.
mittlerweile fällt auf, das der brühdruck und die brühtemperatur nicht mehr hinhauen. es kommt zu wenig wasser aus der dusche und wahrscheinlich ist dieses auch zu kühl. ausserdem leckt das magnetventil (auslauf unter der brühgruppe) ab einem bestimmten druck (s.u.).
-> problem brühdruck:
das eingebaute manometer der maschine liefert leider keine verlässliche anzeige mehr. ich verwende zur druckmessung ein siebträgermanometer (tse-shop), wobei ich einen geringen durchfluss mittels eines kugelventils simulieren kann.
nachdem ich den testbezug starte, steigt der druck langsam an. sobald knapp 6 bar erreicht sind, beginnt etwas wasser aus dem magnetventilauslauf der brühgruppe zu rinnen. der druck bleibt dann konstant bei unter 6 bar, bis ich den bezug beende, wobei es unten kurz heftig rausspritzt.
NICHTMAL 6 BAR, DAS IST JA WOHL VIEL ZU DÜNN!
im wasserzulauf ist eine rotationspumpe mit bypass, die auf jeden fall genügend druck erzeugt. das die pumpe unschuldig an der o.g. misere ist, sieht man schon daran, dass eine erhöhung des pumpenausgangsdrucks an der bypass-schraube während des testbezugs zwar mehr geräusch, jedoch keine erhöhung der druckanzeige am siebträgermanometer bewirkt.
ich habe heute die durchflussmenge festgehalten:
1. nur wasserdurchlauf durch leeren siebträger: 25ml wasser in 28 sec.
2. normaler espressobezug mit eher grob gemahlenem 90ar/10ro espresso und fest getampertem 7g-sieb (bodenloser st):
10ml espresso in 28 sec. (lecker) oder 25ml espresso in 44 sec. (untrikbar).
-> problem brühtemperatur:
ich kann die temperatur an der dusche z.zt noch nicht richtig messen, dazu fehlt mir noch ein typ-k messfühler. auf jeden fall überhitzt die brühgruppe nicht im stillstand, wie man es von der e-61 kennt. ein folienthermometer (orphan), welches am aussenumfang der brühgruppe montiert ist, zeigt den ganzen tag über 86 - 90° an. bei unter 90° kann ich die brühgruppe durch leerbezug manchmal sogar aufwärmen, jedoch nur bis max 90°. der kaffee tendiert auch eher zu leicht saurem geschmack (allerdings ist er immernoch passabel trinkbar, wobei ich mich vielleicht auch langsam runtergewöhnt habe).
... ich habe prinzipiell grossen respekt besonders vor der brühgruppe und bevor ich jetzt irgendwas aufschraube, wäre ich sehr dankbar für alle hinweise, woran die o.g. probleme wohl liegen könnten bzw. wo man wohl am besten zuerst nachschaut etc. etc.
D A N K E !
und grüsse aus hamburg, claus
ein hinweis noch:
das wasser bereite ich mit brita einweg-filterkertzen (aquaquell 06-bc) auf. möglicherweise war das wasser daher die ganze zeit zu sauer (und könnte schlimmstenfalls die kupferleitungen geschädigt haben, wie ich gerade in einem anderen beitrag herauszubekommen versuche)
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AW: FAEMA E-61 SCHWÄCHELT, BITTE UM REVISIONSTIPPS
Hallo Claus,
schau mal hier, im unteren teil der Dokumentation wurde eine Brühgruppe einer ECM, die aber weitgehend baugleich ist, zerlegt und gereinigt.
http://www.ralf.byteforce.org/espres..._einer_ECM.pdf
Obwohl Du schreibst daß Du einen Brittafilter verwendest, hört sich deine Beschreibung nach einer verkalkten und möglicherweise auch mit Kaffeefett zugesetzten Brühgruppe an.
Aus der Gruppe sollten nicht nur 25ml in 28 Sec. sondern ca. 300ml in der gleichen Zeit herauskommen. Das sie nicht warm wird, hängt auch damit zusammen, daß sie vermutlich zu sitzt.
Ich würde zunächst mal den Bereich unter dem Hebel abbauen und das dort befindliche Auslaßventil ansehen (ist kein Magnetventil, erfüllt aber die gleiche Funktion), dann sieht man schon mal mehr.
Wenn das Ventil nicht schließt, passiert das was Du beschreibst: Es läuft bei Bezug unten heraus.
Vermutlich wird es nötig sein, die ganze Brühgruppe auseinander zu bauen und zu entfetten und zu entkalken.
Zuerst entfetten mit Kaffeefettlöser (Rückspülen, Dusche ausbauen, reinigen), dann entkalken.
Entkalken bitte sortenrein und das lose Chrom, wenn vorhanden, von der Trompete abbürsten.
Auch die Ventile und deren Führung müssen geprüft werden.
Sinnvoll ist wahrscheinlich auch die Dichtungen der Ventile zu ersetzen, sie kosten nicht viel und beim Zusammenbauen ersparst Du Dir das prüfen, erneute Zerlegen bei Undichtigkeit und wieder neue zusammenbauen.
Die Ventile bestehen aus mehreren Teilen, die auseinander geschraubt werden können - aber Vorsicht: Nichts abbrechen.
Entkalken kannst Du auch mit eingebauter Brühgruppe, in dem Du die oberste Verschraubung abnimmst und die Gruppe mit Zitronensäurelösung füllst.
Falls Du größere Verkalkungen findest, sollte allerdings auch mal der gesamte HX entkalkt werden. Dazu Zitronensäurelösung in einen Tank füllen und durch die installierte Brühgruppe pumpen.
Am besten schraubst Du zuerst mal den Bereich unter dem Hebel ab und schaust Dir Ventil und Innenleben an. Kannst auch ein Foto machen und hier einstellen.
Beste Grüße,
Andros
LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...
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AW: FAEMA E-61 SCHWÄCHELT, BITTE UM REVISIONSTIPPS
hallo andros1,
danke für die tipps,
ich werde sobald ich zeit finde mit der brühgruppe loslegen und die bilder zur diskussion stellen. problem: frau und kinder wollen am wochenende nicht nur schraubenschlüssel reichen, sondern verlangen mein mitwirken bei div. anderen aktivitäten (trotzdem heisst es dann beim frühstück: wieso schmeckt der kaffee nicht richtig?...).
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