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  1. #1
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Bisher habe ich ja nur einige Gastros mit Rota und einige Mühlen überholt.
    Im Sommer habe ich mir aber eine erste Handhebelmaschine zum spielen und lernen geholt.

    Nachdem ich nun endlich die NS Personal 1 am WE fertig gemacht habe, nachdem sie seit Mai/Juni unberührt war kanns endlich losgehen:



    So sieht die Jupiter aus, (siehe auch Kennt jemand Jupiter Handhebelmaschine?)


    Auf den ersten Blick fehlt schonmal ein kleines Abtropfblech. Karosserieteile sind leider am schwersten zu besorgen, werd ich wohl ein neues machen müssen. Aber falls jemand ein ähnliches übrig hat, oder eine gute Adresse kennt, her damit.

    An einer Seitenverkleidung ist eine Einrastfeder abgebrochen. Aber nachdem die Maschine neu lackiert wird, kann man da auch löten.

    Von der Brühgruppe her betrachtet, scheint es eine von Astoria bzw. CMA zu sein. Erkennt man an dem kleinen recheckigen Absatz am oberen Ring.






    Die Maschine ist noch richtig stabil gebaut, das Seitenblech ist richtig dick und schwer. Sieht nach LKW-Bau aus






    Es ist enttäuschend wenig in der Maschine
    Abdeckung vom Presso fehlt, aber da habe ich noch einen alten.

    Die einzige Herausforderung scheint der Boilerflansch zu sein. Wenn mich nicht alles täuscht, hat der Flansch einen Riss. Kann mir ansonsten nicht erklären, wo der Kalk rauswächst.






    Mit was lötet man das lebensmittelecht? Geht normales Messinglot, oder muss man da Silber hernehmen. Wie siehts mit dem Flussmittel aus?
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  2. #2
    Micha293 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Hi,

    coole Maschine!

    Der Flansch ist leider ne typische Schwachstelle der Astorias, da das komplette Kesselgewicht da dran hängt (mit Ausnahme der Stabilisation durch die paar "Röhrchen"). Bei der, die ich zuletzt restauriert hab, ist an der Stelle auch scheinbar schonmal gelötet worden. Da war richtig ordentlich viel Lot drauf. Nach der Reinigung hat dieses silbrig geblitzt. Keine Ahnung, ob man daran Silberlot erkennt. Was ich so in Erfahrung bringen konnte, ist, dass unsere Kupferschmiede hier in Pattensen für sowas grundsätzlich Silberlot verwendet. Ich würds glaub ich auch mangels Erfahrung nicht unbedingt selber löten. Die Stelle muss zuerst manuell gereinigt werden und dann abgebeizt werden, weil das Lot auf dem Restschmodder nicht richtig hält. Die Stelle, wo der Dampf austritt, muss auch innen nicht unbedingt an der selben Stelle liegen. Es kann durchaus sein, dass die gesamte Naht lose ist. Ich könnts nicht beurteilen, und weil man die Astoriakessel mit der großen Seitenplatte auch gut von innen einsehen kann, hab ich mich entschieden, den lieber wegzubringen.
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  3. #3
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Messinglot sollte nicht halten. Denke auch das du das mit Silberlot löten musst oder besser machen lässt.
    Gunnar
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  4. #4
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Wenn die Wasser und Dampfventile abgenommen sind, kann man das große Blendenblech aus Edelstahl abnehmen.
    Es erscheint die Verschraubung des Kessels.




    Dummerweise wurden zwei riesige Senkschrauben mit Schlitz !! genommen.
    Alles angerostet. Die Kesselschrauben haben über Nacht schon odrentlich in Caramba gebadet, aber ich denke das geht nie wieder auf.
    Werde wohl die Schraube anbohren müssen und mit Ausdrehbohrer die Schraube herausdrehen müssen, oder ganz ausbohren und dann das Gewinde nachschneiden.
    Hilft noch ein Tag in Caramba evtl?


    Der Kessel hat am Flansch oben einen Querriss. Ich denke beim Neuaufbau werde ich den Kessel unterstützen. Ist da auf was zu achten? Ich denke ich werde ihn nur flach Unterstützen, dann kann sich das Ganze beim Erwärmen horizontal noch ausdehnen.




    Interessanterweise ist das ein HX Kessel !!



    Ich dachte die Handhebler wären überwiegend Einkreiser.
    Andererseits ist der HX horizontal eingebaut. Daher dürfte er überwiegend im 120°C Kesselwasser liegen, da man den Wasserstand manuell bestimmt nicht exakt einstellen kann.
    Oder ist der HX eh wirkungslos ob der großen Masse des Brühkopfes.

    Die Kesseldichtung scheint Asbest zu sein. Da ist Mundschutz angesagt.
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  5. #5
    najusi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Das sieht alles wirklich sehr nach Astoria aus.

    Glaube dass es relativ egal ist wie tief der HX im Wasser liegt. Die Temperatur dürfte überall gleich hoch sein...
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  6. #6
    emil ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Der HX hat ja in dem Fall nicht die Aufgabe, Wasser mit Brühtemperatur zur Verfügung zu stellen, sondern soll Frischwasser durch den Kessel leiten - die Brühgruppe verlangt hohe Temperaturen (deswegen unbedingt die Zulaufleitung zur Gruppe wieder isolieren, sonst ist der Kaffee zu kalt). Wahrscheinlich wirst Du trotzdem immer zwei Leerbezüge brauchen, da das Wasser in der Leitung trotzdem schnell abkühlt.

    Ansonsten: Cooles Teil - sieht richtig zierlich aus ... hast Du eine Ahnung, was für ein Baujahr die Maschine hat?

    Gruss Emil
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    ... it is nearly magical to observe the precision that exists in the simple systems. (Doug Garrott, www.orphanespresso.com)

  7. #7
    Micha293 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Guck mal, wie der BG-Flansch bei meiner Maschine gelötet ist. Ich glaub, wenn du das bei dir auch so machen lässt, brauchste da nix mehr separat abstützen.

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  8. #8
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Da es an der Maschine kein Typenschild gibt, konnte ich das BJ bisher nicht feststellen.

    Nach drei Tagen Karamba auf den Befestigungsschrauben habe ich diese nun ausgebohrt und das Gewinde neu in den Kesselflansch geschnitten.

    Aktuell ist der Kessel mit Salzsäure gefüllt. Zitronensäure hat bei dem schwarzen Kesselstein kaum Wirkung. Etwas Salzsäure ins Wasser und es fängt an zu blubbern

    Erfreulicherweise haben die Heizwendeln noch 65 Ohm und gehen wohl.


    Die Maschine wurde aber schon mal überarbeitet. Um jeden Lötnippel ist um den Dichtkonus Tefflonband gewickelt. Habe ich noch nie gesehen. Hat Da jemand Erfahrung?
    Geändert von Ski_Andi (12.12.2010 um 14:10 Uhr)
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  9. #9
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    So,
    war am WE aktiv. Teile sind entkalkt und gebürstet. Den Rahmen habe ich gestern zum Sandstrahlen gegeben und der Kessel ist auch beim Schmied.
    Es war zwar von innen nicht zu erkennen, ob ein Haarriß vorhanden ist, sah aber von aussen zumindest so aus. Abwarten.

    Die Kesseldichtung ist beim öffnen wie üblich zerstört worden. Nach mühsamen abstemmen und ausbürsten ist nun alles sauber.
    Ich habe noch eine Kesseldichtung einer Simonelli, die ich mal falsch bestellt hatte. Die passt vom Lochbild, deckt aber den ganzen Kesselflansch ab, im Gegensatz zur schmalen alten.
    Kann das dicht werden? Die Flächenpressung ist vermutlich nicht allzu hoch.





    Noch ein Problem:

    Die Ventile für Dampf und Wasser haben eine ungewöhnliche Wellendichtung:




    Die Welle des Ventils hat keinen Dicht O-Ring, es ist eine Art getränkte Baumwollschnur eingepresst. Ist wohl eine Art Dichtzylinder.
    Einen habe ich halb herausgekratzt, da ich erst dachte das ist Teflonband.

    Kann man sowas noch besorgen, oder wie kann das alte Material ersetzt werden? In den Schautafeln der Ersatzteilhändler für alte FAEMAs sind überall schon O-Ringe abgebildet.
    Geändert von Ski_Andi (04.01.2011 um 23:18 Uhr)
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  10. #10
    najusi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Jupiter Handhebelmaschine

    Sieht für mich nach einer Asbestdichtung aus.

    Ich würde denken dass man die durch neue Gummidichtungen tauschen kann.

    Der Bereich sieht übrigens auch aus wie Astoria. Schau mal ob das passen kann....
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