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  1. #1
    Scheusal ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Eine Frage der Bequemlichkeit

    Ok, nicht ganz der Bequemlichkeit, sondern eher der Hygiene.

    Wenn ich mir die komplizierten Vollautomaten so anschaue, kommt mir immer der Gedanke, das der Aufwand, diese Maschinen hygienisch sauber zu halten sehr viel größer ist als der Aufwand den man betreiben muß, wenn man ein Getränk mit einem "primitiven" Siebträger zubereitet.

    Oder liege ich diesbezüglich falsch, das Vollautomaten in der Summe gesehen einen geringeren Arbeits und Aufmerksamkeitsaufwand benötigen als der gemeine Siebträger?
    Expobar - Brewtus III (Vollisoliert, Rota u. Festwasser); Eureka Mignon Istantaneo MCI/MT

  2. #2
    espresso-prego ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Scheusal Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die komplizierten Vollautomaten so anschaue, kommt mir immer der Gedanke, das der Aufwand, diese Maschinen hygienisch sauber zu halten sehr viel größer ist als der Aufwand den man betreiben muß, wenn man ein Getränk mit einem "primitiven" Siebträger zubereitet.
    Tendenziell stimmt das aber sicher auch nicht ganz durchgängig. Es gab mal ein Bericht im Fernsehen darüber der das schön dargestellt hat.
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  3. #3
    Schnüffelstück ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Scheusal Beitrag anzeigen
    Ok, nicht ganz der Bequemlichkeit, sondern eher der Hygiene.

    Wenn ich mir die komplizierten Vollautomaten so anschaue, kommt mir immer der Gedanke, das der Aufwand, diese Maschinen hygienisch sauber zu halten sehr viel größer ist als der Aufwand den man betreiben muß, wenn man ein Getränk mit einem "primitiven" Siebträger zubereitet.

    Oder liege ich diesbezüglich falsch, das Vollautomaten in der Summe gesehen einen geringeren Arbeits und Aufmerksamkeitsaufwand benötigen als der gemeine Siebträger?
    Ich war auf Arbeit einige Zeit für den Espresso-VA zuständig. Der musste täglich gereinigt werden, insbesondere der Milchschaumteil. Dabei habe ich oft genug (sprich: täglich) die Maschine auseinander- und wieder zusammengebaut und mich an der Verschlungenheit der Milchleitungen erfreut.
    In so einem VA steckt einfach ne aberwitzige Menge Technik drin. Diese Technik muss erstmal konstruiert werden, dann gebaut und gezahlt. Deshalb wird die Mühle in einem EUR-800-VA einfach nie so gut sein wie die in einer EUR-800-ST-Mühle-Kombi.
    Und die Technik muss saubergehalten werden, zumindest wenn man halbwegs hygienische Ansprüche hat - oder wenn man dazu verpflichtet ist. Dann gibts deutliche Unterschiede in der Einfachheit der Reinigung, da wissen die VA-Profis sicher mehr.
    Aber beim ST ist einfach alles offen: Die Mühle, die Brühgruppe, die Dampflanze. Man sieht den Dreck (was unangenehm ist, beim VA ist der Schmodder immer so schön versteckt) aber man kann ihn auch sehr bequem beseitigen. Habe ich die Dampflanze sauber gewischt, ist sie sauber. Will ich den Milchschaumteil eines VA sauber bekommen, habe ich ne lustige Menge an Schläuchen und Ventilen die ich schön in Chemoplörre einlegen muss und am nächsten Tag abspülen darf. Klar geht das, aber a) es ist Aufwand und b) machen das nur die wenigsten Leute wirklich zuverlässig
    Rancilio Silvia 1.0 mit Auber-PID - BNZ MD74, Gaggia Baby - Anfim Best, Gaggia Espresso Color - ohne Mühle, Langen Sulawesi @ 95°, rosa Lappen, gblau-weißes Trockentuch mit Humiditätsabsorptionstuning

    --------------------------------------------------------------------------
    Die Aufheizdauer als Kaufkriterium einer Siebträgermaschine ist genauso sinnvoll wie die Schuhgröße des Maklers als Entscheidungskriterium beim Hauskauf.

  4. #4
    Scheusal ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Schnüffelstück Beitrag anzeigen
    Aber beim ST ist einfach alles offen: Die Mühle, die Brühgruppe, die Dampflanze. Man sieht den Dreck (was unangenehm ist, beim VA ist der Schmodder immer so schön versteckt) aber man kann ihn auch sehr bequem beseitigen. Habe ich die Dampflanze sauber gewischt, ist sie sauber. Will ich den Milchschaumteil eines VA sauber bekommen, habe ich ne lustige Menge an Schläuchen und Ventilen die ich schön in Chemoplörre einlegen muss und am nächsten Tag abspülen darf. Klar geht das, aber a) es ist Aufwand und b) machen das nur die wenigsten Leute wirklich zuverlässig
    Um diesen Unterschied ging es mir. Mir will der Bezug zur "Arbeitsersparnis" eines Vollautomaten nicht einleuchten, wenn man zumindes ansatzweise glauben möchte ein Genießer zu sein und einen Espresso (zumindest aus hygienischer Sicht) genießen zu können.

    Hier im Forum fragen ja Espressoliebhaber aus Bequemlichkeit nach einem Vollautomaten, aber wenn ich die hygienischen Randbedingungen betrachte, und die sind ja für den Genuß ebenso entscheidend wie eine gute Bohne (auch gute Bohnen schmechken halt ohne Schmodder besser als mit Schmodder), dann kommen mir bei den Vollautomaten die besagten Zweifel am Genuß und Komfort.

    Warum wird dieser (für mich persönlich auch entscheidende) Punkt bei den Diskussionen um die Vollautomaten vs. Siebträger unterschlagen?

    Um "Peinlichkeiten" zu vermeiden?
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  5. #5
    Cafeliebhaber ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Hallo,
    ich habe Zuhause sowohl einen VA als auch eine Siebträger/Mühlenkombi.
    Der VA ist von einem großen deutschen Hersteller und steckt voller Elektronik. Er sagt dir unteranderem auch, wann eine Reinigung, eine Entkalkung und das leeren der Auffangschale für Wasser und die Pressreste nötig ist. Problem:
    Trinkst du jeden Tag ein oder zwei Espressi, dauert es etwa 7 - 10 Tage, bis diese Meldung kommt. Ergebnis: Die Kaffeereste schimmeln.
    Ziemlich unappetitlich!!
    Leerst du den Behälter aber früher, kommt die Maschine durcheinander und entweder der Restwasserbehälter läuft über oder der Kaffeerestebehälter wird überfüllt.
    Ergo musst du nach jedem Tag einmal den VA öffnen, beide Behälter leeren und vom Restkaffee befreien. Dazu mommt, dass du mindestens einmal wöchentlich die Brühgruppe unter fließend heißem Wasser abspülen solltest.
    Ich empfinde diesen Aufwand wesentlich höher, als dass Nebenbeireinigen des Siebträgers nebst Mühle.
    Und dann kann der Siebträger etwas, was kein VA für den Haushalt kann: Espresso

    Meine Guilia hat übrigens gar nicht lange gefackelt und den VA zum Schweigen gebracht

    Michael
    BZ Giulia und Compak 3

    Der perfekte Espresso war seine Passion. Er verfolgte ihn.
    Frei nach Stanislaw Jerzy Lec

  6. #6
    Scheusal ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Cafeliebhaber Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich habe Zuhause sowohl einen VA als auch eine Siebträger/Mühlenkombi.
    Der VA ist von einem großen deutschen Hersteller und steckt voller Elektronik. Er sagt dir unteranderem auch, wann eine Reinigung, eine Entkalkung und das leeren der Auffangschale für Wasser und die Pressreste nötig ist. Problem:
    Trinkst du jeden Tag ein oder zwei Espressi, dauert es etwa 7 - 10 Tage, bis diese Meldung kommt. Ergebnis: Die Kaffeereste schimmeln.
    Ziemlich unappetitlich!!
    Leerst du den Behälter aber früher, kommt die Maschine durcheinander und entweder der Restwasserbehälter läuft über oder der Kaffeerestebehälter wird überfüllt.
    Demnach eignen sich Vollautomaten nicht für größeren Mengen (Feiern aller Art). Denn nach einer gewissen Anzahl von Bezügen muß das Gerät entleert werden. (Siebträger werden ja immer sofort geleert.)

    Der einzige Vorteil wäre demnach, der Gast kann sich selbst sein Getränk ziehen und es bedarf nicht die/der Kunst einer/eines Barista/s.
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  7. #7
    Tuoni ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Guten Tag !

    Ich sehe die Arbeitsersparnis in der Produktion des Kaffees , Beim VA drücke ich einen Knopf und ein paar Sekunden Später habe ich einen Kaffee ohne mich über das Mahlen , ohne das Ablesen eines Manometers und ( sofern es ein VA mit Milchsystem ist ) ohne selber schäumen zu müssen. Der Reinigungsaufwand wird dann auf einmal am Tag reduziert ( habe aber auch schon von Discounterkunden gehört die überrascht waren das man so ein Gerät nach 1 Woche auch mal sauber machen muss :P ).
    Alles in allem glaube ich das der Gesamtzeitaufwand ähnlich ist, aber wie bereits erwähnt ist der VA bequemer bei der Kaffeezubereitung, was wohl für die meisten ( zu denen ich auch gehöre ) Kaufargument Nr.1 ist. Und der Aufwand der Reinigung eines VAs ist ja auch stark von der Konstruktion und Ausstattung abhängig.

  8. #8
    Cafeliebhaber ist offline Benutzer
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    Reden AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Scheusal Beitrag anzeigen
    Demnach eignen sich Vollautomaten nicht für größeren Mengen (Feiern aller Art). Denn nach einer gewissen Anzahl von Bezügen muß das Gerät entleert werden. (Siebträger werden ja immer sofort geleert.)

    Der einzige Vorteil wäre demnach, der Gast kann sich selbst sein Getränk ziehen und es bedarf nicht die/der Kunst einer/eines Barista/s.
    Also ich habe aus meinem VA so in etwa 6 -8 Warmgetränke(Espressi) ziehen können.
    Bei Cappus wird es nach zweien schon kompliziert, weil der Dampf nicht reichte.
    Und dann kommt auch schon die Meldung Restebehälter leeren.
    Das Können eines Barista ist bei einem VA vertane Liebesmüh.


    Michael
    BZ Giulia und Compak 3

    Der perfekte Espresso war seine Passion. Er verfolgte ihn.
    Frei nach Stanislaw Jerzy Lec

  9. #9
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    Zitat Zitat von Scheusal Beitrag anzeigen
    Warum wird dieser (für mich persönlich auch entscheidende) Punkt bei den Diskussionen um die Vollautomaten vs. Siebträger unterschlagen?
    Wird er doch gar nicht - zumindest nicht hier im Forum. Da wird immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Mindestmass Pflegeaufwand sowohl beim Siebträger als auch beim Vollautomaten notwendig ist.
    Manchmal gehen mir meine Meinungen auf die Nerven. Aber ich habe keine anderen. (Werner Schneyder)

  10. #10
    Tara ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eine Frage der Bequemlichkeit

    meine Erfahrungswerte beziehen sich auf einen VA im Büro und die eigenen ST MAschinen.
    WEnn man jeden Abend die BG rausnimmt, unter heissem Wasser abschruppelt,
    (manche stecken sie auch einfach in die Spülmaschine.. )
    und den Automaten bis zum nächsten Tag offen stehen läßt, damit er innen auch mal trocknet,
    dazu noch den Auffangbehälter regelmäßig reinigt (genauso oft wie beim ST)
    dann dürfte der Aufwand sogar geringer sein.
    Zumindest empfinde ich es so beim ST den ich im Büro stehen habe und dem VA um den ich mich da ne WEile gekümmert habe.

    Am nächsten Morgen wird alles in 3 Minuten wieder zusammengesteckt und los gehts.

    Dabei hab ich allerding nun alles was mit Milchzubereitung zu tun hat, weggelassen,
    damit machen wir im Büro nichts.
    Aber allein für Kaffee und kurze kleine Schwarze ist der VA einmal am Tag in 10 Minuten recht flott wieder bereit.

    Ab und zu würde ich halt auch mal genauer nachschauen, obs nicht doch noch Ritzen gibt wo sich was festgesetzt haben könnte und da nochmal nachgehen...
    das ist für mich vglbar mit Brühgruppe auseinander bauen.

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