Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Weicher Druckaufbau für externe Rota am Tank

    Ich habe an den Ausgang meiner Rotationspumpe über ein T-Stück sowohl den Panzerschlauch zur Maschine als auch einen senkrecht stehenden, geschlossenen Messingzylinder (von ca. 50ml Volumen ) angebaut.

    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:





    Bei Bezugsbeginn läuft der Zylinder voll und es baut sich gleichzeitig verzögert Brühdruck auf, nach dem Schema: Ist der Zylinder zur Hälfte voll, liegt 1 Bar Brühdruck an, ist er zu 90% voll, liegen 9 Bar an. Der Druckanstieg wird dadurch (zusätzlich zu dem, wie´s vorher war) um ca. 2 Sekunden verlängert, also so eine Art Pseudo-Preinfusion. Mir war das wichtig, da meine Spaziale mit 53er Sieben doch recht hammerhart zur Sache geht - jetzt ist, ersten Versuchen zufolge, der Auslauf des Espresso deutlich ruhiger und der Geschmack etwas weicher.

    Langzeitbericht folgt, falls sich meldenswerte Nachteile ergeben. Kosten ca. 30 Euro, keine Verschleißteile, keine mechanischen oder elektrischen Komponenten. Diese Variante funktioniert nicht bei:

    - Vibrationspumpen
    - Rotas die am Festwasser hängen

    weil der Metallzylinder sich nach Bezugsende rückwärts in den Tank entleeren muss. Falls Fragen oder Nachbauwunsch aufkommen, einfach hier posten. Ich habe 1x 30 Öcken in den Sand gesetzt, weil ich von "diesem Klempnerkram" keine Ahnung habe.

    Gruß
    Schorsch
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  2. #2
    ALWA ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Weicher Druckaufbau für externe Rota am Tank

    Nette Idee, die mich ein kein wenig an die Präinfusionskammer der San Marcos erinnert. Diese liegt jedoch hinter dem Brühgruppen-Magnetventil und ist somit getrennt von der Pumpe.
    Was ich jedoch bei Deiner Lösung nicht verstehe ist, wie vermieden wird, dass Luft in den HX gedrückt wird. Die Luft aus dem abfließenden Zylinder wird ja anschließend beim Druckaufbau ins System gedrückt, da sie ja sonst nicht entweichen kann. Oder sehe ich da etwas falsch? Und wohin fließt das Wasser aus dem Zylinder, nachdem der Druck wieder abfällt? Irgendwie kapier ich das nicht.
    Faema Family mit Family Mühle, La San Marco Practical 95E, ECM Michelangelo, WMF 1000 Wandmaschine, Rossi RR45, Mazzer SJ, Poccinos usw...Renovierung La San Marco Practical, Renovierung ECM Michelangelo (Verkauft), 2te. Renovierung ECM Michelangelo

  3. #3
    nacktKULTUR ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Weicher Druckaufbau für externe Rota am Tank

    Zitat Zitat von ALWA Beitrag anzeigen
    Die Luft aus dem abfließenden Zylinder wird ja anschließend beim Druckaufbau ins System gedrückt, da sie ja sonst nicht entweichen kann. Oder sehe ich da etwas falsch? Und wohin fließt das Wasser aus dem Zylinder, nachdem der Druck wieder abfällt? Irgendwie kapier ich das nicht.
    Vermutlich wird der Druck wieder abgebaut, wenn das Wasser sich seinen Weg durch den Puck gesucht hat. Dann fließt die dieselbe Menge Wasser, die zuvor gestaut worden ist (= das Luftpolster komprimiert hat), wieder ab. Die Wassermenge bleibt dieselbe wie ohne das Konstrukt.

    Irgendwie erinnert mich das Ganze an eine französische Klosettspülung (Modell "Griffon") aus den frühen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Mittels Wasserdruck wurde ein Luftpolster (in einem Zylinder von etwa 10 Liter) komprimiert. Bei Freigabe (Drücken des Spülhebels) entlud sich das Wasser in einem heftigen Schwall durch die Klosettschüssel.

    nK
    Izzo Alex Duetto #0028 · Baby Gaggia 1986
    Rancilio Rocky D · 3 x Gaggia MDF
    Gene CBR-101 · Hearthware Precision

    • 70er Jahre: Turmix TX10 & Turmix 808
    • 80er/90er Jahre: Baby
    Gaggia / diverse Classic / diverse MDF
    • 2007 Gaggia Titanium, ECM Technika-III

  4. #4
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Weicher Druckaufbau für externe Rota am Tank

    Nacktkultur hat es richtig erklärt - die Luft staut sich im Zylinder (dieser ist oben verschlossen) und wird dort komprimiert, etwa wie in einer Taucherglocke. Nach dem Bezug fließt das gestaute Wasser in der Tank zurück, die Luft entspannt sich nur bis zum T-Stück, dann ist sie vollständig drucklos.

    Nette Idee, die mich ein kein wenig an die Präinfusionskammer der San Marcos erinnert. Diese liegt jedoch hinter dem Brühgruppen-Magnetventil und ist somit getrennt von der Pumpe.
    Vor allem verschwenden solche Lösungen m.E. (wie auch die PI-Kammer der Spaziale Vivaldi) Heißwasser (und damit Energie), mindern die Temperaturstabilität, beschleunigen die Verkalkung und sind teilw. auch störanfälliger bzw. wartungsaufwändiger. Italienisch eben .
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

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