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  1. #1
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Standard Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Hallo,

    ich bin an die auf den nachfolgenden Bildern gezeigte Kaffeemühle aus Italien, Triest, gekommen.
    Es handelt sich um ein ziemlich massives Gerät.

    - Motor läuft und dreht
    - 220 V
    - Bohnenbehälter aus Echtglas
    - kleiner Ein-/Ausschalter am Sockel des Geräts
    - Dosiermenge läßt sich am Kaffeemehlbehälter von unten einstellen
    - Hersteller: C.M.C. Milano
    - Rost
    - große Ähnlichkeit mit der FAEMA FP
    - angebauter Tamper auf dem Versandweg leider gebrochen

    Nachdem ich bereits einige Espressomaschinen und eine Mühle instand gesetzt (restauriert) habe, ist mir nun diese, wie ich finde, wunderschöne Mühle zugelaufen.

    Ich würde das Teil gerne originalgetrau restaurieren und herrichten.
    Was ich super finde, ist der noch augenscheinlich originale und unbeschädigte Glasbohnenbehälter.

    Fragen an Kenner und Spezialisten:
    1. Wer kennt die Marke, Firma? Hat jemand Bilder? Maltoni?
    1a. Handelt es sich eventuell um den Vorgänger von FAEMA
    2. Wie gehe ich am besten bei der Restauration vor?
    3. Auf was sollte ich im Hinblick auf Originalität und Patina achten?
    4. Wo bekomme ich Mahlscheiben, den gebrochenen Tamper, Standfüße, Siebträgerhalter (fehlt) her?
    5. Wie bekomme ich schonend den Flugrost/Rost von den Außenteilen?
    6. Falls Neuverchromung notwendig sein sollte; kann mir jemand eine Firma empfehlen (München/Erding)?

    Hier die Bilder:









    __________________________

    nuova simonelli mac
    lsm 90
    aristarco sn

  2. #2
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    So, es geht weiter!

    Konnte nicht die Finger von der Mühle lassen und hab schon mal mit dem vorsichtigen Zerlegen angefangen:

    1. Dosierbehälter abgeschraubt. War innen mit drei Sechskant-Gewindeschrauben befestigt. Erst mal ein bißchen Öl einwirken lassen und dann mit Gefühl herausgeschraubt. Hat funktioniert. Der Doser ließ sich ohne Probleme abnehmen und gab den Blick auf den Auswurfschlund frei



    2. Bohnentrichter abgezogen und oberen Mahlscheibenträger aus dem Gewinde des Mühlenkörpers entfernt. Ging alles äußerst leichtgängig. Das Bild gibt den Blick auf den unteren Mahlscheibenträger mit mittig angebrachter Bohnenförerschraube frei. Hier die Frage, wie ich den unteren Mahlscheibenträger ohne Beschädigung abkriege?



    3. Noch ein Blick von unten auf die Elektronik. Ziemlich simpel aufgebaut:
    Ein für heute Verhältnisse groß aufgebauter Ein-/Ausschalter und der silberne verdreckte Kondensator (ein riesiges Teil) Laut Aufschrift 8mF.




    Möglicherweise kann mir ja ein Kenner der Faema FP Tipps für das weitere Vorgehen geben.

    Grüße aus Bayern
    __________________________

    nuova simonelli mac
    lsm 90
    aristarco sn

  3. #3
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    So, ich grüße Euch!

    für alle Interessierten!

    Ich hab mir nochmal Gedanken über die Herkunft der Mühle gemacht!
    Was mich anfangs wunderte, war, dass auf dem Typenschild (siehe Bild) auf dem linken Feld unten unter "N." die beiden Großbuchstaben "PR" eingestanzt sind. Dazu hab ich mir jetzt nochmal Gedanken gemacht. Für mein Verständnis sollte dort doch die Seriennummer vermerkt sein. Da hier keine Seriennummer vergeben wurde, wurde die Mühle wohl außerhalb der Serie produziert. Mir fiel zu den beiden Buchstaben "PR" lediglich das Wort "Prototyp" ein.

    Sollte es sich bei der Mühle möglicherweise um einen Prototyp handeln?

    Mein Gedankengang ist schon ein bißchen gewagt, allerdings könnte es sich tatsächlich um einen Prototyp handeln. Die Mühle weist meines Erachtens viele Anleihen der Faema FP auf. Handelt es sich bei der Mühle möglicherweise um ein Vorserienmodell der Faema. Meines Wissens wurde Faema anfangs in Mailand produziert. Wurde Faema anfangs möglicherweise unter dem Firmenlabel C.M.C. produziert?

    Ich habe schon überlegt bei der Fa. Faema in Italien anzufragen. Ich bin allerdings der italienischen Sprache nicht mächtig.

    Mal sehn was dieses Gerät noch für Überraschungen bereithält.

    Wenn Interesse besteht, werde ich die weiteren Schritte hier veröffentlichen.

    Ich habe bereits den Sockel abgebaut und bin schon fleißig am polieren!

    Die Korrosion hat leider über die Jahre schon ganze Arbeit geleistet.
    Bilder gibts noch!

    Für Tipps wäre ich Euch dankbar.

    Entspannten Abend!
    __________________________

    nuova simonelli mac
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    aristarco sn

  4. #4
    achmed ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Hör mal, Chris,
    du glaubst ja gar nicht, wie viele Hinze und Kunze in Sachen Kaffeequipment tätig waren. Vor allem in und um Mailand.
    Faema hieß nie C.M.C., es gibt zwar eine Ähnlichtkeit zur FP, aber was heißt das schon? Die Möglichkeit, dass dies ein Prototyp von Faema sein könnte, halte ich für nicht vorhanden.
    Ansonsten solltest du zusehen, dass der Motor rund läuft und die Scheiben parallel. Also mechanisch fit. Wenn du das Gehäuse neu verchromen lassen möchtest, solltest du das Schleifen und Polieren einem Profi überlassen, sollten dir die dementsprechenden Möglichkeiten fehlen. Chrom kaschiert leider nichts.
    Dieses Modell taucht übrigens sporadisch in IT auf. Die "Schlichtheit" spricht für einen der vielen kleinen Hersteller, deren Etats es nicht hergaben, etwas Aufwändiges zu fertigen
    Gruß
    Achmed

  5. #5
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Hallo Achmed,

    danke für Deine Antwort!

    Kannst Du mir erklären, wie ich am besten den unteren Mahlscheibenträger abbekomme ohne etwas zu zerstören.

    Was das Polieren betrifft, habe ich heute versucht, ob ich einen akzeptablen optischen Zustand hinbekommen kann, ohne die Teile neu verchromen lassen zu müssen. Das Aussehen des Sockels hat sich schon um etwa 30 % verbessert. Ich werde nochmal einige Zeit in eine Polieraktion investieren. Dann werde ich mich wegen einer Verchromung entscheiden.
    Dazu muss ich aber den Motor von den Außenteilen entfernen. Das gelingt mir denke ich nur, wenn ich den Mahlscheibenträger entferne.

    Wie ist die Entfernung des u. Mahlscheibenträgers bei der Faema FP gelöst?

    Danke
    __________________________

    nuova simonelli mac
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  6. #6
    s1lencer ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Ich als Maschinenbauer würde sagen, da angetriebene Welle auf der die Scheibe angeschraubt ist, hat immer ein gewinde das mit der Drehrichtung sich festzieht.
    Also wenn sich die Welle im Uhrzeigersinn dreht, Linksgewinde wenn gegen den Urhzeigersinn, Rechtsgewinde.

    Fersuchs mal.
    Mit freundlichen Grüßen
    Kai

    Licht ist schneller als die Schallgeschwindigkeit, desshalb hält man manche Leute für helle, bis man sie reden hört.

    Frauen Komplimente zu machen, ist wie Topfschlagen im Minenfeld
    : Zwischen tot und lebendig liegen nur wenige Millimeter!


    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

  7. #7
    helges ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Ich wuerde die Muehle niemals verchromen lassen, das nimmt ihr ihre ganze Geschichte.
    Die Patina musste sie sich hart erarbeiten und jetzt kommt jemand und will eine neue Muehle drausmachen, obwohl sie gerade jetzt erst wirklich schoen ist.

  8. #8
    XPert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Zitat Zitat von helges Beitrag anzeigen
    Ich wuerde die Muehle niemals verchromen lassen, das nimmt ihr ihre ganze Geschichte.
    Die Patina musste sie sich hart erarbeiten und jetzt kommt jemand und will eine neue Muehle drausmachen, obwohl sie gerade jetzt erst wirklich schoen ist.
    Sehe ich auch so. Mag zwar selbst lieber neue Sachen, aber die Maschine ist nicht neu und wird es nie wieder sein, daher soll sie doch zu ihrem Alter stehen dürfen. Und eine perfekt funktionierende Maschine, der man ihr Alter ansieht hat doch was.

    Gruß XPert
    Rancilio Rocky Dosatore • Gaggia Classic • Bialetti Brikka •

  9. #9
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von s1lencer Beitrag anzeigen
    Ich als Maschinenbauer würde sagen, da angetriebene Welle auf der die Scheibe angeschraubt ist, hat immer ein gewinde das mit der Drehrichtung sich festzieht.
    Also wenn sich die Welle im Uhrzeigersinn dreht, Linksgewinde wenn gegen den Urhzeigersinn, Rechtsgewinde.

    Fersuchs mal.
    Hallo s1lencer,
    danke für den Hinweis. Ich werd mir die Drehrichtung des Motors bei nächster Gelegenheit ansehen und dann versuchen, den Träger gemäß Deinen Empfehlungen abzunehmen.
    __________________________

    nuova simonelli mac
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    aristarco sn

  10. #10
    ilgusto ist offline Benutzer
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    Standard AW: Identifizierung/Restauration Mailänder Espressomühle (Faema?)

    Zitat Zitat von helges Beitrag anzeigen
    Ich wuerde die Muehle niemals verchromen lassen, das nimmt ihr ihre ganze Geschichte.
    Die Patina musste sie sich hart erarbeiten und jetzt kommt jemand und will eine neue Muehle drausmachen, obwohl sie gerade jetzt erst wirklich schoen ist.
    Zitat Zitat von XPert Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch so. Mag zwar selbst lieber neue Sachen, aber die Maschine ist nicht neu und wird es nie wieder sein, daher soll sie doch zu ihrem Alter stehen dürfen. Und eine perfekt funktionierende Maschine, der man ihr Alter ansieht hat doch was.

    Gruß XPert
    Hallo helges, Hallo XPert,

    momentan tendiere ich auch mehr dazu nur die groben Korrosionsschäden wegzumachen, das Gerät zu zerlegen und zu reinigen und anschließend mit neuen Füßen und Mahlscheiben zu versehen. Sie läuft ja noch. Mal sehn wie sie nach einer Reinigungsaktion aussieht.

    Zur Reinigung muß ich aber noch den Mahlscheibenträger entfernen und den Dosierbehälter zerlegen. Das Sektorblech im Dosierbehälter befindet sich auch nicht an der ursprünglichen Stelle.

    Wenn wirklich notwendig kann eine spätere Verchromung immer noch erfolgen. Aber wie bereits angemerkt. Im aktuellen Stadium finde ich die Patinaversion auch wesentlich reizvoller.

    Grüße
    __________________________

    nuova simonelli mac
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    aristarco sn

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