Hallo,
ich bin endlich (!) fertig - meine Nerven auch. Die LSM 85 E Practical läuft wieder.
Meine Erfahrungen:
-zu Allererst: Immer erst Stecker ziehen! Hauptschalter ist nicht unbedingt das, was man sich drunter vorstellt
-zum Zweiten: Immer kontern, was zu kontern ist und das niemals vergessen
-man benötigt sämtliche Schlüsselweiten von 8-32 teilweise doppelt (32er doppelt hätt ich mir echt gewünscht, v.a. 20er doppelt). Insbesondere Schlüsselweite 16 und 20 sind unerlässlich.
-der spezial Knippex Zangenschlüssel ist oftmals hilfreich. Manchmal aber einfach zu breit
-Ratschenschlüssel, Weiten 14, 13, 12, 10 sind von Vorteil
-Ratschensatz ist unerlässlich, bis Weite 17.
-Hammer brauchts manchmal auch
-zudem Kreuz- und Schlitzschraubenzieher, Phasenprüfer, Teppichmesser, Schere, Isolierband/Schrumpfschlauch, Ersatzkabelschuhe, Ersatzstromkabel, Ersatzkabelösen, Imbusschlüssel, Abisolierer,
-Außerdem einen langen Strohalm, um undichte Stellen leichter lokalisieren zu können (Vorsicht!)
-Teflonband, evtl. Schraubenkleber (brauchte ich nicht, Teflonband nur an verschraubten Stellen ohne Kupferkonus)
-ein Werkstattwagen zum Draufstellen, drehen und sortieren der Werkzeuge ist eine tolle Sache (Aldi, 150€)
-man sollte nicht zu lange entkalken: Rein in den Topf Entkalker dazu und warten (ca. 1Std.) bis nichts mehr passiert. Sonst kanns blau werden.
-Tauchsieder wäre toll gewesen, war aber nicht zu besorgen (70-80 °C solltens schon sein).
-Unbedingt mehr Entkalker kaufen als gedacht: ca. 1/3.
-Spezielle bei den Rohren gilt: Nach fest kommt definitiv ab.
-Niemals den Sicherheitsthermostat aufschrauben, sondern nur abschrauben(Aaargh!)
-Das (?) Kapilar von der Heizung lässt sich entweder mit einer Zange oder am Draht rausziehen.
-Niemals die Keramik Isolierer der Heizung anfassen, brechen leicht!(Aaargh!) An dieser Stelle 100.000 Dank an Modaro.
-Unbedingt gleich die Heizungsdichtung und die Kesseldichtung austauschen, sowie die Brühkopfdichtung, dann hat man wieder Ruhe
-eine Komplettrevision ist v.a. beim ersten mal ein sehr großer Aufwand und darauf sollte man ehrlicherweise hinweisen. Auf manche Gemeinheiten kommt man auch erst nach dem kompletten Zusammenbau und darf dann wieder zerlegen (z.B. bei der LSM 85 E ist der Kessel nur auf eine Haltestange gelegt - die Varianzen sind massiv!)
-ist es für jeden machbar? Nun, rudimentäres Verständnis für Physik und Technik und Geduld sind nötig, ansonsten, klares Ja.
-beim ersten Einschalten unbedingt im Sicherungskasten schauen, ob ein FI-Schalter vorhanden ist, wenn nicht, einen zwischen Steckdosen und Stecker setzen! Irgendwas ist immer undicht.
-unbedingt viele, viele Fotos machen. Die Stelle, die hinterher knifflig wird, hat man garantiert nicht geschossen!
-Hilfreich um "übriggebliebene" Muttern etc. zu verbauen sind die original Explosionszeichnungen (evtl. auch auf Englisch im Internet suchen)
-gerade, bei Gebrauchten nicht wundern, wenn da zwar drei Pole sind, aber nur zwei verschaltet werden
-und wer hat, der ist oftmals um eine dritte oder vierte Hand froh
Fazit: Ich denke, man sollte an die Sache mit einer gewissen Vorstellung oder besser Lebenshaltung herangehen. Die Maschinen kommen aus Italien und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einiges althergebracht ist ("haben wir immer schon so gemacht") und anderes einfach der Maxime "passt schon" folgt und dem muss man sich halt einfach anpassen.
Denn anders kann ich mir z.B. eine schwimmende Kesselfixierung nicht vorstellen - vier Schrauben auf 1/10mm genau fixiert kost aber auch das Vierfache...
-Unbezahlbar: Händlersupport der einen nicht im Stich lässt und natürlich alle Helfer aus dem Kaffee Netz!!!![]()


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