Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Wolko ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Liebe Gemeinde,

    meine inzwischen 11 Jahre alte Bezzera BZ99 zeigt seit gestern folgendes Symptom:

    In aufgeheiztem Zustand springt etwa alle zwei Minuten die Pumpe für einen nur etwa 1/3 Sekunde langen Pumpstoß an. Abgesehen davon funktioniert die Maschine tadellos.

    Dass die Maschine gelegentlich mal nachtankt (durch minimal undichte Kesselventile o.ä.) kenne ich durchaus – üblich war dabei aber ein Intervall von ein paar Stunden, dann aber mit einer Pumpdauer von ca. zwei Sekunden.

    Kennt jemand das beschriebene Symptom und hat 'nen Tipp, woran es liegen könnte?

    Ich habe die Maschine noch nicht aufgedeckelt, um auf Undichtigkeiten am Kessel zu prüfen, aber der akustische Check von außen lässt diesbezüglich kein Problem vermuten. Auch denke ich, dass aufgrund der deutlich veränderten Dauer der Nachpumpvorgänge ein anderes Problem zu Grunde liegt. Elektronik? Verkalkte Sondenstäbe?


    Herzliche Grüße,
    Wolfgang

  2. #2
    kiw1408 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Vielleicht der Füllstandssensor im Tank bzw. im Kessel?
    Habe zwar auch eine BZ99 aber diese ist neu und derartige Probleme habe ich zum Glück nicht. Würde mich aber trotzdem interessieren.

    Grus Klaus
    Gruß Klaus


    Erst Saeco Aroma Nero, dann Vibiemme Domobar, Bezzera BZ99 & nu Bezzera Mitica,
    Wanderschublade
    Mazzer Mini Elektronic B, Mazzer Super Jolly Man
    Tamper ECM konvex 58mm, Concept-Art - Plan 58mm
    Bordtamper 58/41 & Bordtrichter 58 & 41

  3. #3
    Iskanda ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Zitat Zitat von Wolko Beitrag anzeigen

    Ich habe die Maschine noch nicht aufgedeckelt, um auf Undichtigkeiten am Kessel zu prüfen, aber der akustische Check von außen lässt diesbezüglich kein Problem vermuten. Auch denke ich, dass aufgrund der deutlich veränderten Dauer der Nachpumpvorgänge ein anderes Problem zu Grunde liegt. Elektronik? Verkalkte Sondenstäbe?

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang
    Ich würde die Maschine schon erst einmal aufmachen und schauen ob da nicht schon mehr Undichtigkeit entstanden ist, bevor ich über kompliziertere Ursachen nachdenke.
    Ich weiss nicht ob es immer zischen muss oder ob es auch so sein kann, dass Wasser 'still' austritt.
    Dabei kannst du ja auch die Sonde entkalken. Hier in Berlin ist das Wasser ja sehr kalkhaltig.
    BZ07, K3adv

  4. #4
    Wolko ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Zitat Zitat von Iskanda Beitrag anzeigen
    Ich würde die Maschine schon erst einmal aufmachen und schauen ob da nicht schon mehr Undichtigkeit entstanden ist, bevor ich über kompliziertere Ursachen nachdenke.
    Ich weiss nicht ob es immer zischen muss oder ob es auch so sein kann, dass Wasser 'still' austritt.
    Dabei kannst du ja auch die Sonde entkalken. Hier in Berlin ist das Wasser ja sehr kalkhaltig.
    Du hast natürlich Recht: Nachschauen ist immer eine gute Idee ...

    Soeben geschehen – leider ohne offensichtliches Ergebnis. Mir sind keine Undichtigkeiten aufgefallen und die Sonde war zwar etwas verkalkt, aber die Reinigung hat nix am Problem geändert.

    Wolfgang

  5. #5
    Iskanda ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Was ich noch versuchen würde: Alle Kontakte abziehen & 'blank' machen.
    BZ07, K3adv

  6. #6
    Wolko ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Das mit den Kontakten hatte ich schon erledigt – sahen aber alle gut aus.

    Dennoch schreitet meine Diagnose voran:

    - Durch Spielen mit dem Sondenkontakt habe ich überprüft, dass die Sonde und die Pumpensteuerung des Kessels offenbar tadellos reagiert.

    - Durch Abziehen des Sondenkontakts für etwa 10 Sekunden habe ich den Kessel über Soll befüllt. Ergebnis: Die Maschine gab für einige Zeit Ruhe, dann setzte das Elend wieder ein. Daraus habe ich den Schluss gezogen, dass es kein Elektronikfehler ist, sondern tatsächlich eine Undichtigkeit vorliegt, die den Wasserspiegel im Kessel recht schnell sinken lässt.

    - Um ein etwaiges Leck direkt am Kessel besser diagnostizieren zu können, habe ich die Maschine abkühlen lassen und stattdessen per Fahrradpumpe Druck auf den Kessel gebracht (einfach das Pumpengummi aufs Expansionsventil gedrückt). Nun würde austretendes Wasser nicht sofort verdampfen. Aber: Nichts. Erfreulich, ich hatte mich schon auf einen Riss im Kessel o.ä. "gefreut".

    - Wenn das Wasser den Kessel nicht direkt verlässt und auch nicht in den Wärmetauscher drückt (die Abtropfschale füllte sich nicht), kann es ja eigentlich nur zurück in den Tank fließen. Und das tut es, wie ich mit einer einfachen Pegelüberprüfung feststellen konnte (bei Druck im Kessel steigt der Pegel im Tank langsam an).

    - Genaueres Hinschauen zeigt: Sowohl aus den Rückflussschläuchen, die von oben im Tank hängen, also auch aus dem Hauptweg am Boden des Tankes tröpfelt es ...

    Vorläufige Diagnose daher: Magnetventil Kesselfüllung verkalkt/schmutzig/defekt. Ist an etwas blöder Position eingebaut – unter der Edelstahlbrücke, auf der der Tank steht. Und die ist eingenietet. Ich werde berichten, wenn ich drankgekommen bin – notfalls per Bohrmaschine.

    Wolfgang

  7. #7
    Wolko ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Bezzera BZ 99 tankt ständig nach

    Zitat Zitat von Wolko Beitrag anzeigen
    Vorläufige Diagnose daher: Magnetventil Kesselfüllung verkalkt/schmutzig/defekt. Ist an etwas blöder Position eingebaut – unter der Edelstahlbrücke, auf der der Tank steht. Und die ist eingenietet. Ich werde berichten, wenn ich drankgekommen bin – notfalls per Bohrmaschine.
    So, ich bin weiter gekommen: Der Ausbau der Edelstahlbrücke gestaltete sich ganz simpel, denn die vermeintlichen Nieten waren auf den zweiten Blick Gewindehülsen, so dass lediglich am Geräteboden zwei Inbusschrauben zu lösen waren, um die Brücke abzuklappen und freien Zugang zum Magnetventil zu bekommen.

    Also das Ventil zerlegt (ein Seegerring, vier Schräubchen) – sah eigentlich gar nicht so übel aus, aber der Ventilmund hatte über die Jahre doch einen deutlichen Abdruck in der Dichtung hinterlassen und wahrscheinlich an Elastizität eingebüßt.

    Zwei Versuche, das Dichtungsplättchen oder den Ankerstößel als Ersatzteile zu bekommen, schlugen fehl (Espresso-XXL und Giuseppetti Berlin). Da das komplette Ersatzventil rund 40 Euro kostet, habe ich den Versuch unternommen, ein Ersatz-Dichtungsplättchen selbst zu schnitzen. Recht fuddelige Angelegenheit: Die Dichtung sitzt im Ankerstößel mit einem kleinen Sprengring fixiert, der leider nicht die üblichen Löcher für eine entsprechende Zange besitzt. Also mit kleinem Schraubendreher rausgewürgt. Darunter: Die eigentliche Dichtung (6,5mm Durchmesser, 3mm dick), ein Edelstahlplättchen gleichen Durchmessers und eine kleine Druckfeder.

    Für die neue Dichtung hatte ich ein Stück Dichtungsgummi in 3mm zur Hand. Problem: Die Dichtung weist am äußeren Rand eine umlaufende Kehlung auf, die dem Sprengring Platz bietet. Vermittels zweier Locheisen (7 und 5mm) und eines sehr scharfen Cutters hat der Nachbau aber überraschend gut geklappt. Also den Stößel wieder zusammengebaut (der Sprengring zeigte sich erneut widerspenstig) und das Ventil zusammmengebaut.

    Probelauf der Maschine: Sie tankt nicht mehr so häufig nach, aber immer noch gelegentlich (etwa alls 15 Minuten). Es drückt aber kein Wasser mehr in den Tank zurück, meine Dichtung scheint also zu funktionieren. Nunja, Teilerfolg.

    Weitere Diagnosebemühungen (die Fahrradpumpe war wieder sehr hilfreich!) haben ergeben, dass auch das Sicherheitsventil undicht war. Vermutlich ein Sekundärschaden, da ich während der vorherigen Dichtigkeitsprüfungen auch am Stift des Sicherheitsventils gewackelt habe und dessen Dichtung wohl aus der seit 11 Jahren konstanten und somit gut "eingesessenen" Position verschoben habe.

    Therapie: Sicherheitsventil zerlegt, Dichtungsring umgedreht (die Rückseite war noch schön glatt). Wieder eingebaut und – erneut unter Verwendung der Luftpumpe – so kalibriert, dass es bei ausschaltendem Pressostat gerade noch nicht öffnet.

    Ergebnis: Das Sicherheitsventil ist leider nicht 100% dicht, aber doch sehr wesentlich besser als zuvor.

    Und: Schon seit über zwei Stunden kein Nachtanken!

    Ich bin zwar durchaus bei beiden Reparaturen (Magnetventildichtung und Sicherheitsventildichtung) skeptisch, ob sie jahrelang durchhalten, aber erstmal läuft die Maschine wieder – und gekostet hat das Manöver auch nix. Beim nächsten Auftreten der Symptome werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und für ca. 60 Euro Magnetventil und Sicherheitsventil nachkaufen. Aber das wäre ja auch kein Beinbruch ...

    Danke für Eure Ideen!

    Wolfgang

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