Zum Verständnis:
Wenn der Kessel gefüllt werden soll, dann muss die Steuerung die Pumpe anwerfen und gleichzeitg das Kesselfüllventil öffnen. Ansonsten bleibt das Wasser über der Pumpe "stehen". Für den Espressobezug muss daher auch das Brühkopf-Magnetventil geöffnet werden.
Wenn Ihr also die Pumpe über extra Leitung anschließt, muss auch das Kesselfüllventil in diesen Kreis eingebunden werden.
Die Steuerung selbst funktioniert so:Der Kessel besitzt eine Füllstandssonde. Das ist einfach eine drahtähnlich aussehende dünne Lanze, die in den Kessel eintaucht. Über diese Lanze wird ein kleiner
Prüfstrom eingespeißt, daher hat sie ein angeschlossenes Kabel, üblicherweise einfach mit Kabelschuh draufgesteckt.
Der Kessel ist geerdet.
So: befindet sich genug Wasser im Kessel, dann kann taucht die Sonde gerade so ins Wasser. --> der
Prüfstrom kann über die Sonde durch das Wasser auf den geerdeten Kessel fließen.
--> die Steuerung macht erstmal nichts.
Ist der Wasserstand zu gering, und da reicht schon 1mm oder schwappendes Wasser im Kessel, dann fließt kein
Prüfstrom und daher schaltet die Steuerelektronik ein Relais, dass die Pumpe anwirft und das Kesselfüllventil öffnet.
Ist die Sonde verkalkt, dann kann kein
Prüfstrom durch den Kalk fließen und die Maschine fängt an zu pumpen bis Wasser wieder an einen blanken Teil der Sonde kommt. Dann bleibt der Kesselstand, bis sich auch dort wieder Kalk bildet und der Wasserspiegel wieder etwas angehoben wird. So verkalkt die Sonde langsam von unten nach oben.
Bis der Kessel dann voll ist, dürfte dann schon einige Zeit ins Land gehen.
Nun füllt eure Maschine den Kessel nicht nach. Die Pumpe springt dazu nicht an, und vermutlich bleibt das Kesselfüllventil auch zu, sonst habt Ihr nicht genügend Brühdruck für Kaffeebezug, bzw. der Wasserstand würde beim Kaffeemachen erhöht.
Dafür kann es eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben:
Die Elektronik hat einen Fehler:Am wahrscheinlichsten ist nur das Relais defekt, kostet keine 5€
Oder der Treibertransistor für die Relaisspule ist durchgebrannt.
Oder eher unwahrscheinlich:Kabelbruch, bzw. oxidierte Verbindungen z.B. an Kabelschuhen.
Ich hatte schon mal eine Maschine, da war Kesselfüllventil und Motor in Reihe geschaltet. Ist auf der Verbindung zum Kesselfüllventil ein Kabelschuh kontaktlos, dann hättet Ihr auch den Defekt.
Kurzum, für beides braucht man schon ein wenig elektrotechnisches Geschick, bzw. auch das Werkzeug dazu.
!! Und nicht vergessen den Netzstecker abziehen bevor man die Elektrik anfasst !!
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