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  1. #1
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard Anfänger bastelt an einer Paros..

    Nachdem mich dieses Forum in den Kaffeewahn mitgezogen hat, habe ich vor ein paar Tagen endlich eine günstige, gebrauchte Gaggia Paros gefunden.
    Habe die Maschine heute also erstmal aufgeschraubt und ein wenig gesäubert, soweit ich konnte nach all den schönen Anleitungen hier im Forum (an der Duschträgerplatte waren sicher 2-3mm Dreck, mehr passt auch nicht..). Nach erster "Inspektion" habe ich ein paar Fragen:

    1. ich kriege weder die Schrauben, die die Brühgruppe mit dem Kessel verbinden, aufgeschraubt, noch die, die Duschträgerplatte halten. Das einzige, was ich kenne, um festsitzende Schrauben zu "therapieren", ist WD 40, aber das scheint mir doch eher ungut für Lebensmittel. Eine gute Alternative?

    2. Von den 4 Schaltern (1/0, Kaffee, Heißwasser, Dampf) rasten nur 2 und 4 ein. Der 1/0-Schalter ist vorm Reinigen noch eingerastet, aber jetzt will er nicht mehr. Wenn ich ihn festhalte funktionieren allerdings sowohl Mühle als auch Bezug von Wasser, warm wird's auch.
    Eventuell relevant: Nach dem ersten wieder Zusammenbauen hat mir die Paros gleich die Sicherung der Küchensteckdose rausgehauen - nachdem ich die Maschine wieder vom Strom genommen, und aufgeschraubt habe, ist mir aufgefallen, dass eines der Kabel nah am Kessel eine kaputte Isolierung hatte. Hab also Isolierband drumgeklebt, das ganze wieder zusammengebaut, wieder angeschlossen und jetzt gibt's kein Problem mit der Sicherung mehr, aber wie gesagt, der Schalter rastet nicht mehr ein.
    Außerdem hat irgendwas, als ich die Maschine auf die Seite gelegt hatte, und zum Schrauben kurz etwas gekippt hatte, kurz geknackt, ich fürchte da lag das Gewicht auf der Reihe mit den Schaltern.. - könnte ich da schlicht was kaputtgemacht haben?


    Danke schonmal!

  2. #2
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Hallo Rainer,

    vielen Dank für die Hilfestellung. Eine Ratsche habe ich (noch?) nicht, muss mal schauen, ob ich demnächst eine auftreiben kann. Aber ja, das wäre vermutlich hilfreich.

    Den Tipp mit der längeren Schraube hatte ich schon im Wiki gelesen, sobald ich dazu gekommen bin, die Schrauben des Duschkopfs zu lösen, werde ich das dann mal versuchen (vorausgesetzt, ich treibe eine passende Schraube auf.. )

    Der Taster rastet immernoch nicht ein, aber wenn ich einfach ein Stückchen gefaltetes Papier o.ä. zwischen den Deckel und den Schalter schiebe, bleibt er brav unten. Funktioniert zumindest erstmal, schaltbare Steckdose hängt dran.

    Ansonsten fließt der halbe Espresso manchmal (bei recht fein gemahlenem Mehl, ist mein Eindruck, hab aber noch nicht ausreichend Versuche dazu gemacht..) an dem Siebträger vorbei, ich nehme also mal an, dass ich eine neue Siebträgerdichtung besorgen sollte?


    Habe gerade nicht so viel Zeit, aber Fotos sind schonmal gemacht, ich stelle sie beim nächsten Post mit ein.

  3. #3
    mccokie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Zitat Zitat von dsip Beitrag anzeigen
    1. ich kriege weder die Schrauben, die die Brühgruppe mit dem Kessel verbinden, aufgeschraubt, noch die, die Duschträgerplatte halten. Das einzige, was ich kenne, um festsitzende Schrauben zu "therapieren", ist WD 40, aber das scheint mir doch eher ungut für Lebensmittel. Eine gute Alternative?
    Kannst es mal mit Ballistol versuchen, das ist Lebenmittelverträglich und hat auch recht gute Kriecheingeschaften, hat bei meinen leicht festsitzenden Verschraubungen geholfen.
    Miss Silvia 2010 - verkauft -Rancilio L6
    Rossi RR45 mit 80er Mahlkranz


  4. #4
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Update:

    • Ratsche besorgt.
    • Siebträgergriff ausgetauscht, da der alte angebrochen war. Leider ist mir die Schraube im Siebträger abgebrochen, aber mit ein wenig Isolierband innen hält das auch ohne Schraube gut - und ich übe ja eh keine Zugkraft auf den Griff aus, die die beiden Teile wieder auseinandernähme..


    • Isolierband ausgetauscht, jetzt ist welches von Tesa, das schwer brennbar und für bis zu 6kV geeignet ist, drin.
    • Siebträger-Dichtung ausgetauscht. Die Dichtung, die noch drin war, war kaum rauszukriegen, sie war so trocken, dass die Schraube einfach immer wieder an der Stelle rausgebrochen ist und ich das ganze dann vier- oder fünfmal versuchen musste. Auch das festgewachsene Zeug abzukriegen war gar nicht so einfach.. - ich nehme mal an, dass das eine äußerst stabile Mischung aus Kalk und Kaffeefett war.. mit diesem mal hell mal schon ins schwarze gehenden Braun..
    • Alles wieder zusammengebaut: Die Weinsäure ist noch nicht angekommen, also wollte ich den Kessel erstmal in Ruhe lassen und das bei Gelegenheit dann nochmal in Angriff nehmen. Leider lief dann beim ersten Versuch Wasser am Siebträger vorbei: Kesseldichtung undicht. Also Kessel aufgeschraubt: Sehr viel Kalk drin. Aber die Bilder kannte ich ja schon, tauchen hier ja ab und an auf.. hab die Dichtung eingesetzt und das ganze schnell wieder zugeschraubt.
    • Mühle sauber gemacht und nach deiner Rainers Anleitung ( Gaggia Paros Engpässe Ersatz-Ersatzteile ) eingestellt: Auf feinstem Mahlgrad kommt jetzt gar kein Kaffee aus den Siebträger und nach 40s ist der Bodenteil des Mehls im Sieb immernoch trocken. Also erstmal wieder eine ganze Runde verstellt.. jetzt komme ich auf knapp 20s. Kann also immernoch ein bisschen gröber werden..



    Sind irgendwelche speziellen Bilder gewünscht, außer der Draufsicht? Hab ca. 30 Stück gemacht, beim Basteln..


    Direkt nach dem ersten Abnehmen des Deckels - ja, es waren überall in der Maschine Kaffeebohnen..:






    Tote Ecken in der Mühle





    Und so hübsch & sauber sah's unterm Duschsieb aus, bevor ich daran herumgekratzt habe...:






    Die gute scheint jetzt prima zu laufen. Ich versuche also morgen erstmal, einen Espresso zu produzieren, der mir schmeckt..
    Noch irgendwelche Ratschläge, was ich (außer dem Kessel) wichtiges übersehen habe? Danke für die Hilfestellung auf jeden Fall. Um den Brühdruck müsste ich mir ggf. mal Gedanken machen, aber da gab's ja auch wieder irgendwo eine Anleitung dazu, wie man das grob nach dem Tröpfeln/Fließen des Rückflusses in den Wassertank bestimmen könnte.. mal sehen. Vielleicht finde ich ja mittelfristig auch zufällig jemanden mit einem an die Paros passenden Manometer, der in Leipzig wohnt..

  5. #5
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Das Isolierband, das ich ausgetauscht habe, ist das an dem Kabel, das vorher den Kurzschluss verursacht hatte.



    14.12.1995


    Gesehen habe ich die Brühdruck-Schraube schon (der Gummiaufsatz ist noch schön flexibel), aber da ich keine Mittel habe, den Druck zu messen, hab ich nur mal angefangen deine Ratschläge (wo auch immer die noch gleich waren..) zu befolgen, die sich auf den Rückfluss bezogen.

  6. #6
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Der dritte Versuch:




  7. #7
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Nein, nur eine etwas zu weit rechts stehende Tasse.. - aber ja, die kleinen Punkte haben mich ein bisschen irritiert.

  8. #8
    S.Bresseau ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Zitat Zitat von dsip Beitrag anzeigen

    Tote Ecken in der Mühle






    Wie passiert denn sowas? Hat der Hopper so viel Spiel?

  9. #9
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    So.. die Weinsäure ist angekommen. Hab die Gute also wieder auseinander genommen und den Kessel kopfüber aufgehängt und fürs Entkalken gefüllt.. - irgendwelche Ratschläge, wie lange ich die Weinsäure drin lassen sollte? Muss ich sie nach einer Weile wechseln, o.ä?


    Kalkfrei ist jedenfalls anders..:



    Was mich irritiert hat: Die Unterseite des Kessels/die Oberseite der Brühgruppe (wenn ich das richtig verstanden habe?):
    Warum ist das so braun-rötlich belegt?






    Und eine ganz andere Frage: Ich habe das Gefühl, dass die Mühle sehr früh (d.h. bei ziemlich grobem Mahlgrad) anfängt, zu schleifen (es gibt jedenfalls ein neues Geräusch, wenn man ab einem bestimmten Punkt feiner wird). Der Kegel hat auch einen guten Millimeter Spiel, wenn ich an ihm wackel? Die kleine Unterlegscheibe unter dem großen Zahnrad habe ich jedenfalls nicht vergessen wieder einzubauen, das zumindest kann ich als Fehlerquelle ausschließen.. - irgendwelche Ratschläge?


    Zu den harten Gummis: Laut kommt vielleicht später. Und mein Nachbar hört jeden verdammten Tag Nick Caves "Where the Wild Roses Grow" und nichts anderes.. wenn der sich über Lärm beklagt, kriegt er was zu hören. Ich hab's bisher aber nicht als schlimm empfunden.


    Das Schalterproblem: Ich habe Isolierband längs halbiert und um den Schalter gewickelt, bevor ich den "Deckel" wieder aufgesetzt habe. Durch die 1, 2 extra mm drückt der Deckel den Schalter quasi selbst nach unten. Dann eine Steckdose mit Schalter dahinter und das Problem ist erstmal gelöst..

  10. #10
    dsip ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfänger bastelt an einer Paros..

    Schön dass Du online bist, hab ja quasi nur darauf gewartet..

    Zitat Zitat von arbeitslicht Beitrag anzeigen
    So eine Brühgruppe ist auch nur ein Individuum !!!
    Spannendes Bild, danke!

    1mm Spiel bei der Mühle finde ich viel. Und bei einem konischen Mahlwerk ist der Schleifpunkt eine halbe bis ganze Umdrehung im feinen, bis 'zu feinen' Mahlgrad. Also würde ich mal neues Mahlwerk probieren (z.B. das für die Iberital vom eDoc)
    Ich weiß nicht, ob ich das klar ausgedrückt habe: Der Mahlkegel lässt sich gut einen mm in der Ebene (also von oben draufschauend nach rechts, links etc) bewegen. Wenn es also in der Achse, auf der der Mahlkegel sitzt, irgendwo wackelt (den Teil habe ich nicht auseinander genommen.. - für den Fall der Fälle: Die Mutter oben auf dem Mahlkegel hat ein Linksgewinde, wenn ich mich recht erinnere?), dann kann ja der Mahlkegel selbst nicht das primäre Problem sein, oder?
    Ich kann den Kegel auch ein kleines Stückchen nach oben ziehen und habe den Eindruck, dass ich dann eigentlich kein Spiel mehr in der Ebene habe. Aber die kleine Unterlegscheibe ist wirklich drin, ich habe den Motor gerade nochmal abgeschraubt, um nachzuschauen.

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