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  1. #1
    Damaskus ist offline Benutzer
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    Standard Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Liebe Forenmitglieder,

    habe heute meine nach langer Wartezeit auf einen neuen Kessel (HX war tatsächlich gerissen) endlich meine erst in diesem Jahr gebraucht erstandene Fiorenzato Bricoletta mit Procon Rota-Pumpe ans Festwasser angeschlossen. Brühdruck wurde am Pumpenbybass mit Hilfe eines schon oft erfolgreich benutzen selbsgebastelten Siebträgermanometers auf um die 9-9,5 Bar justiert. Schönes Auslaufen, Espresso sah auch sehr gut aus, schmeckte aber etwas unrund und auch irgendwie säuerlich.
    Maschine war definitiv nicht zu kalt, Langen-Bohnen nicht zu alt, E61-Brühgruppe ist defintiv nicht verkalkt und zu kühl. Hmmh...
    Nach einigem Hin und Her habe ich das Manometer provisorisch direkt hinter die Pumpe in den Kaltwasserzulauf montiert. Gegen Blindsieb gemessen, siehe da, nur um die 8 Bar! Also etwas höher gestellt. Bei Espressobezug oder auch bei Bezug gegen Blindsieb lagen nun immer um die 9,5 bar an. Der Geschmack der Espressi war nun wunderbar mild, Aussehen nach wie vor schön. Alles zufrieden wieder zusammengebaut und schlußendlich nur aus purem Spaß an der Freude noch mal das Manometer an den Siebträger montiert und siehe da: es liegen hier um die 11 Bar an! Hätte ich vorher nie so eingestellt gelassen! Frage mich auch immernoch, wie das "Vorne" und "Hinten" so unterschiedlich sein kann? Wonach haltet ihr euch beim Einjustieren? Klar, erst mal nach dem guten Geschmack, aber...
    Fiorenzato Bricoletta mit Festwasseranschluss, Eureka MCI,
    als Ersatzmaschine: uralte Quick Mill 0825 umgebaut von Drehschalter auf Kippschalter und massivem Siebträger

  2. #2
    berlusconi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Verstehe ich Dich richtig...am ST ein höherer Druck als direkt nach der Pumpe? Gegen Blindsieb?
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    Ich bin kein Fan von Silvio. Das ist nur ein Pseudonym.

  3. #3
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Wo liegt nun das Problem? Der Kaffee ist ok - also hast Du alles richtig gemacht.

    Die Druckdifferenz rührt daher, dass Du zwischen Pumpenausgang und Siebträger Druckverluste hast (sonst würdest Du sie nicht messen). Ob die in dieser Dimension (1,5 bar) normal sind kann ich Dir nicht sagen. Die Rohrleitungen machen es nicht, aber Du hast Engstellen, wie Flowmeter und Düse, die da einiges wegfressen. Wenn dort noch etwas Kalk drinhängt kann das einiges reduzieren.

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

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  4. #4
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Hi,

    eine mögliche Erklärung ist (bei niedriger Flussrate), dass das kalte Wasser im HX erwärmt wird und sich ausdehnt. Aufgrund des Rückschlagventiles in Richtung Rota kann es nicht zurück, d.h. es wird sich der durch das Exp.ventil begrenzte Druck einstellen.

    LG blu
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  5. #5
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Zitat Zitat von blu Beitrag anzeigen
    Hi,

    eine mögliche Erklärung ist (bei niedriger Flussrate), dass das kalte Wasser im HX erwärmt wird und sich ausdehnt. Aufgrund des Rückschlagventiles in Richtung Rota kann es nicht zurück, d.h. es wird sich der durch das Exp.ventil begrenzte Druck einstellen.

    LG blu
    Jaja - erst denken, dann handeln.... Es entsteht ja ein Druckzuwachs...

    Da keine weitere Pumpe im System ist, kann er nur durch Erwärmung entstehen

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

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  6. #6
    berlusconi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Es kann doch auch so sein: nach der Pumpe ist mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Rückschlagventil. Angenommen, die Pumpe generiert kleine Druckspitzen bis 11 bar. Die sehe ich am Manometer nach der Pumpe nicht unbedingt, da sie durch den Bypass schnell abgebaut werden.
    Hinter dem Rückschlagventil, also zur BG hin bauen sich jedoch 11 bar auf.
    Allerdings gefällt mir die Idee mit der Erwärmung genausogut wenn nicht besser. Wofür hätte die Macchina sonst ein Expansionsventil...
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    Ich bin kein Fan von Silvio. Das ist nur ein Pseudonym.

  7. #7
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Hi,
    das mit den Druckspitzen halte ich für sehr unwahrscheinlich - zumindest wenn man die Funktionsweise von Rotapumpen ansieht (bei der Vibra wäre das nat. was anderes ...) - nicht zuletzt hat sie einen internen Bypass!
    lg blu
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  8. #8
    Damaskus ist offline Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Danke Jungs!

    Beide Erklärungen klingen sehr einleuchtend. Vor allen Dingen habe ich nie die Rückschlagventile bedacht.
    Bei meiner alten Bricoletta mit Vibrationspumpe diente das Expansionsventil nicht nur als HX-Schutz, sondern regulierte ja auch wirklich den Brühdruck. Dieser war auch per Siebträgermanometer justiert worden, aber da trat da dieses Phänomen natürlich nicht so auf.
    Bei der Festwassermaschine ist das Expansionsventil ja erstrangig als HX Schutz verbaut und um die 11-12 Bar justiert.
    Glücklicherweise bin ich mit der Zeit etwas weg von der bedingungslosen 9 Bar-Linientreue und höre ab und an auch auf meinen Geschmack. Ansonsten hätte ich mich immer im Stillen gewundert, warum meine schöne leise Festwassermaschine so herrlich unterextrahierten Kaffee macht...!

    Also Danke noch mal für Aufklärung!
    Fiorenzato Bricoletta mit Festwasseranschluss, Eureka MCI,
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  9. #9
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Die Expansionstheorie klingt verlockend ( Druckspitzen bei einer Rota sind hingegen Unsinn ), dagegen spricht aber, dass ursprünglich der Druck mit ST Manometer auf 9-9,5 Bar eingestellt war und nun ohne Veränderung der Einstellung des Expansionsventils auf einmal 11 Bar anliegen, quasi die Differenz zwischen Bypass und ST Blinddruck gleich geblieben ist. Es scheint also ersteinmal ein Mysterium zu sein.
    Vielleicht würde eine Messung mit einem ST Manometer mit simulierter Flussrate helfen die Ursache zu finden. Die Messung an der Pumpe war allerdings auch Blind, die Flussrate alleine scheint es also auch nicht zu erklären.
    Gruss Roger

  10. #10
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühdrück bei Rota Zweikreiser

    Hi,
    guter Einwand. War bei der ersten Brühdruckmessung die Maschine eventuell kalt? Dann wäre der Maximaldruck der Pumpendruck.
    lg blu
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