Hallo KN,
für alle die sich auch mit der Instandsetzung und der Technik einer Maxi beschäftigen möchte ich einige Infos bereitstellen. Mir persönlich helfen Bilder von anderen Instandsetzungen oft am besten weiter.
Wie die Maxi mal ausgesehen haben muss, kann ich leider nicht dokumentieren, da ich nicht in diesen Genuss kam. Wie sie aussehen soll weiß ich genau: vollständig in Weiß und abgesehen vom Elektra Logo keinerlei Aufdruck.
Der erste Schritt war nun die Überprüfung ob alle Einzelteile vorhanden sind. Das ging mit Hilfe von Explosionszeichnungen von den üblichen verdächtigen (NR, xxl, ...). an der einen oder anderen Stelle tauchten dann Teile auf, die sich in Kessel und Rohre verlaufen haben.
Nachdem das erledigt war, wurde der Wasserboiler (Hausinstallation) auf Maximaltemperatur aufgeheizt und kräftig weißes Pulver angesetzt.
An dieser Stelle möchte ich noch meine Erfahrungen bzw. Tips loswerden, da ich noch keine klare Aussage dazu irgendwo gefunden habe - Ich übernehme aber keinerlei Verantwortung dafür
Entkalken von Kupferteilen:
Kleinteile mit 10L Tupper-Imitat durchsichtig - Achtung, wird weich mit heißem Wasser und sollte daher eben stehen.
Boiler in Wäschekorb
Frischwasserzuleitungen in "Bettkastenbehälter". Die Dinger gibt es im Baumarkt. Damit kann man lange Teile mit relativ wenig Flüssigkeit entkalken.
Zum auspumpen verwende ich eine kleine Zimmerbrunnenpumpe. Das ist ganz praktisch, wenn man die Mund-Schlauch-Ansaugtechnik nicht 100% perfekt beherrscht und jeder hat sicherlich schon mal zum Geburtstag einen Zimmerbrunnen bekommen.
Notwendig sind die Absaugen aber nur, wenn man viel Wasser verwendet und die Behälter nicht direkt abkippen kann.
Entkalker:
Als Entkalker verwende ich Discounter Zitronensäure in Pulverform. Ich rechne immer eine halbe Packung pro Füllung.
Die Mischung bleibt dann mit Inhalt stehen bis der Kalk weg ist oder die Mischung kalt ist.
Entkalken von beschichteten Messingteilen:
Reine Messingteile entkalke ich nach Möglichkeit ohne große Kupferteile, da sich sonst zuviel Kupfer an der Oberfläche ablagert. Da sich das aber nicht vermeiden lässt, weil entweder der Vorbesitzer schon alles in einen Topf geschmissen hat oder sonstige chemische Prozesse ablaufen von denen ich nichts weiß, bearbeite ich die Teile mit einem Schleifvließ nach. Solch einen Vließ verwendet man normal, um Kupferrohre von der Oxidschicht zu befreien. Das sollte man vorher aber an einem Teil im inneren Bereich etwas üben bevor man es im Frontbereich macht.
Entkalken/Reinigen kaffeeführender Teile:
Im Gruppenbereich verwende ich einen kommerziellen Reiniger, vermutlich eine Lauge. Der ist zwar weniger günstig (500gr Dose 10,-), wirkt aber Wunder.
Heißes Wasser, gestrichene Espressotasse mit Reinigerpulver und auflösen lassen. Danach alles rein und warten bis das Wasser kalt ist.
Reicht das beim erstem Mal nicht, einfach solange bis alles sauber ist. Und es wird auch alles damit sauber. Dieses Pulver macht aus rabenschwarzen Teilen quasi Neuteile.
Während die Chemie arbeitet, bleibt dann Zeit um die Fehlenden Metallteile herzustellen, genauer gesagt die Zeichnungen für Blechbearbeitung.


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