Hallo zusammen,
ich tummle mich erst seit kurzem hier im Forum, da ich erst dieses Jahr durch einen netten Arbeitskollegen auf den Geschmack gebracht wurde.
Bisher war Kaffee für mich eine fürchterliche Brühe, die ich nach Möglichkeit mied, ganz besonders natürlich den widerlichen Espresso.
Inzwischen bin ich Besitzer einer ECM Technica II, habe mich durch viele Bohnensorten probiert und auch einen HG-One grinder vorbestellt
Von Anfang an hat mich aber eine Handhebelmaschine gereizt, die ich mir aber zum Glück für den Einstieg verkniffen habe.
Wahrscheinlich wäre ich kläglich gescheitert und dem Kaffee weiter ferngeblieben, der Lernprozess war schon mit der E61 schwierig genug...
Nun will ich aber mehr und als Fan alter Technik musste es natürlich auch eine klassische Maschine sein.
Leider gefallen mir die alten Italienerinnen mit ihrem barocken look nicht besonders aber kürzlich bin ich hier im Verkaufsforum über das Angebot einer französischen in Marseille gefertigten Maschine der Marke AROM gestolpert, deren Art-Deco Design mir extrem gut gefällt.
Heute morgen fand das Treffen mit dem Verkäufer und die Übergabe der Maschine statt und hier sind die ersten Bilder nach einer groben Reinigung und ganz leichten Politur in meiner Küche, genau da, wo sie nach der Restauration mal stehen soll.
Maschinen dieses Herstellers sind wohl recht selten, im Netz findet man kaum etwas darüber nur in französischsprachigen Foren gibt es hin und wieder eine Erwähnung.
In Frankreich gibt es auch einen Sammler, der einige dieser Maschinen besitzt und von dem auch meine Maschine ursprünglich stammt.
Hier mal noch ein Bild einer zweigruppigen Maschine:
Vermutlich hat dieser Sammler meine Maschine geräubert und insbesondere die roten Handräder behalten.
Die schwarzen Räder an meiner Maschine passen nämlich nicht auf die Ventile und bisher habe ich nur AROM Maschinen mit roten Rädern gesehen.
Hier werde ich wohl nicht um eine Nachfertigung mit eingefärbtem Giessharz (oder hat jemand eine bessere Idee?) herumkommen.
Zum Glück ist die Technik der Maschine sehr überschaubar - je älter die Maschine, desto einfacher die Technik
Der Strom geht über den Schalter und ein Teil, das ich noch nicht identifiziert habe (Überdruckschalter?) direkt zur Heizung.
Auch die Verrohrung ist überschaubar, Wasserzufuhr, Kesselfüllung, Heisswasser- und Dampfentnahme.
Hier mal ein paar Bilder der teilzerlegten Maschine:
Das oben erwähnte nicht identifizierte Teil ist auf den beiden letzten Bildern jeweils in der Mitte einmal von Hinten und einmal von Vorne zu sehen.
Es scheint den Strom zu schalten und da auch eine Druckleitung hineingeht wohl in Abhängigkeit des Druckes und vorne kann man auch daran drehen, wohl um etwas einzustellen...
Da dies meine erste Restauration einer Espressomaschine ist benötige ich etwas Hilfe.
Schön wären Adressen von Lieferanten, bei denen ich Teile wie eben diesen Schalter aber vielleicht auch eine Heizung, so diese defekt sein sollte beziehen kann.
Und da sind wir dann auch gleich mittendrinn.
Welchen Widerstand sollte denn solch eine Heizung haben, vielleicht kann ich mir ja so einen ersten Eindruck über deren Zustand verschaffen.
Was mir aus meinem Verständnis irgendwie fehlt ist ein Temperaturschalter.
Die Heizung sollte doch wohl auch mit dem Heizen aufhören, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist, oder geht das nur über diesen (möglicherweise) Druckschalter?
Vielleicht gibt es ja auch Vorschläge zur Verbesserung / Modernisierung der Maschine, ich will das Teil später nutzen und dazu brauche ich eine funktionale und nicht unbedingt eine originalgetreue Restauration.
Der Kolben scheint auch fest zu sein.
Hier werde ich mal sehen wie weit man den zerlegen kann um dann alles in Kriechöl einzuweichen.
Vielleicht helfen auch Temperaturschocks dabei den Kolben wieder gangbar zu machen?
So, das wars erst mal von meiner Seite, ich freue mich schon auf euer Feedback und eure virtuelle Hilfe !
Jochen


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