@Alfred:
Zitat:
Zitat von Alfred
... auch wenn Du Dich ein wenig mit den Epochen vertan hast - das Kaffeehaussterben begann mit und vor allem nach dem 2.ten Weltkrieg und weniger in der Zwischenkriegszeit - schon gar nicht in Form der Bedrohung von Espresso, Autohaus und Bankfiliale. Der Tiefpunkt war übrigens aus meiner Sicht das wunderschöne Kaffeehaus in der Mariahilfer Str. 22 - war dann die 2.te oder 3.te Filiale von diesem Doppelohrladen.
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Ich habe folgendes geschrieben:
Zitat:
Zitat von Caruso
Es gab vor dem 1. Weltkrieg eine große Anzahl sehr großer und sehr schöner, aufwändig ausgestatteter Kaffeehäuser im Zentrum von Wien, und auch eine große Anzahl einfacherer Kaffeehäuser in der Peripherie. In der Zwischenkriegszeit entstanden dann bereits die ersten "Espressos", wobei die Qualität des Kaffees in den Espressos wichtiger war als in den Kaffeehäusern, von denen einige in diesem Stil modernisiert wurden.
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Ein besonders schönes, frühes Exemplar eines Espresso wurde auf der Werkbundausstellung 1930 gezeigt (Espresso-Café „Tagesbar“, Werkbund-Ausstellung im Museum für Kunst und Industrie, Architekt Karl Hofmann).
Zu Beginn der 1930er Jahre wurde die Gestaltung des Café Museum durch Adolf Loos von Josef Zotti erheblich verändert, in einem Stil, den man schon als Espresso-Stil bezeichnen könnte. Mit der sogenannten Rekonstruktion von 2003 hat man versucht, die Gestaltung von Adolf Loos wiederherzustellen.
Zitat:
Zitat von Caruso
Seit dem 2. Weltkrieg wurden zahlreiche Kaffeehäuser geschlossen und in Autohäuser, die es in der Zwischenzeit auch nicht mehr gibt, in Bankfilialen oder in Textilgechäfte, die es auch wieder nicht mehr gibt, umgewandelt. Einige Kaffeehäuser sind jetzt eher Restaurants, in denen man auch - wenns schnell geht - auch einen Kaffee trinken darf.
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Um das Cafè Siller in der Mariahilfer Straße ist es wirklich sehr schade.
@Wasu:
Glaub nix, was da über die Wiener Kaffeehäuser steht. Wenn du in einem dieser Lokale die "Symbolfotos" in den Getränkekarten für die Touristen mit der traurigen Realität vergleichst, dann wirst du deine Erfahrungen in Graz in Wien wiederholen können. Es gab früher keine Getränkekarten im Kaffeehaus, den jeder bestellte seine Lieblingsvariante, was der Ober dann brachte hing aber sehr von dessen Wohlwollen ab ("1 x Schale Gold, aber nur mit heisser Milch, 1 x Melange, mit eiin bisschen Schlagobers, 1 x Großer Brauner, nur mit Obers. Sehr wohl, die Herrschaften!" - "Schani, drei Kaffee auf Tisch 17!").