gaggia coffee / fiorenzato t80 / vitalgrill röster
ex: pavoni epl / bezzera b3000al / dallacorte mini / bezzera minibar / rancilio silvia / quickmill omre / demoka 203 / mazzer super jolly
Kleines und leider dem Threadtitel entsprechendes Update meiner Aussage hier: Verfall der österreichischen Kaffeekultur
Ich habe nun kürzlich wieder das Lex in Stainz besucht und wurde herb enttäuscht. Der Kaffee wässrig, der Milchschaum grossporig und lieblos mit ein paar groben Schokosplittern bestreut. Bereitet von der selben Dame wie das erste mal, ich verstehe so einen Qualitätsabstieg einfach nicht. Und auch geschätzte 10-15 Fliegen im Gastraum ohne entsprechende Gegenmassnahmen machen das Ambiente nicht gerade heimeliger
Leider, fünf minus, setzen !
Havelka ist wieder besser geworden. Nicht toll aber ok. Wer wirklich leiden möchte muss mal im Prückl vorbei schauen. Da trinke selbst ich nur Tee...![]()
Ich war letztens oben am Kahlenberg in Wien und habe dort einen Cappucchino bestellt... 4.90€Das Gebotene stand in reziproker Relation zum Preis - dabei hatte ich mir schon um den Preis etwas erwartet - Handhebelmaschine udgl. Aber nachdem ich gesehen habe, dass der Kellner die Milch unter die Dampfdüse gibt und dann irgendwo hingeht... habe ich schon alles gewusst.
Der Preis und Geschmack erinnerten eher an Star*ucks. War also dreimal dort. Das erste Mal, das letzte Mal und nie wieder.
Mir kommt irgendwie vor, dass es in Österreich generell einfach nirgends einen guten Kaffee gibt - ich habe so irgendwie das Gefühl egal wo man probiert man wird immer wieder aufs Neue enttäuscht. Das trifft auch auf so auf die Mehrheit der ital. Restaurants zu. Schade eigentlich.
Bezzera Galatea Domus | Bezzera BB005
Wenn man sich dann noch vorstellt, dass es Duetschland (wahrscheinlich auch in Österreich) Menschen gibt die einen Stundenlohn in der Höhe des Cappuccinopreises haben, könnte man k..... (Das ist aber wieder ein anders Thema)
Gruß aus der Falz, Largomops
BFC Lira 2-gr, BZ99, CC-PID, Mazzer Mini-E, K3, Demoka M-203, Moccamaster, Gene, HPR
Noch besser! Wenn ich das richtig im Kopf habe ist Eigentümer dieses Lokals die Staat Österreich. (nicht der Betreiber aber immerhin) Hat doch das Wifi übernommen? Wifi wiederum ein Ableger WKO und die WKO ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts....
Noch nicht getestet aber sicher einen Versuch wert. arom.at auf der Margaretenstrasse. Zitat vom Eigentümer "meine Cafemaschiene dreh´ich doch über Nacht nicht ab!"
Kurz gab es auf der Josefstätterstrasse einen tollen Laden. (Gegenüber vom Verde 1080 das auch eine Empfehlung wert ist allerdings bezüglich Mittagsmenue)
Ich war früher öfter in Wien, jetzt vor einer Woche mal wieder. Ich musste leider feststellen, dass sich vieles in Punkto Kaffee verändert hat. Etwa 50% der Kaffees, die ich getrunken habe, waren nicht optimal (immerhin, wird mancher sagen). Dabei war ich nicht in den Hawelkas & Co., in denen die vielen Touristen zu finden sind, sondern, wie früher auch, mehr in den "normalen" kaffees. Es ist mir auch aufgefallen, dass die Zahl der VA wohl zugenommen hat (gefühlsmäßig, ich kann es nicht belegen).
Mein Gefühl ist das keiner einer eine Idee hat wie er selbst seine Maschine einstellt. Bei der Ausstattung die in den Cafes steht müsste es doch "einfach" sein einen zumindest guten Cafe zustande zu bringen. Trinke zuhause selbst eher günstigen Cafe und frisch gemahlen mit ganz gut eingestellter Maschine (etwas zu viel Druck mein Bypassventil hat leider ein Eigenleben) ist er besser als in 95% der Cafes. Eigentlich sollte man einfach mit Blindsieb mit Drückanzeige ausgestatte und einem kleinen Werkzeugkoffer in die diversen Lokale gehen. Wenn sich´s bei den Kaffesiedern erst mal rumsprechen würde.... Würden schon jemanden finden der gelegentlich mal die Einstellungen prüft!![]()
Weniger Kaffee- als Kaffeehaustradition geht heute unter:
Man sollte zur Verteidigung von Österreich, besser gesagt Wien jedoch sagen das Espresso (der hier im Forum ja das "Maß aller Dinge" ist) und Cappuccino mit der Wiener Kaffeehaustradition nichts und ich wiederhole aber auch gar nichts zu tun hat... Basis der früher gereichten Kaffees war früher eigentlich meist die Zubereitung mittels Karlsbader Kanne - Espresso kam erst in den 50er Jahren des 20 Jh. hier auf - in Wien wurde normalerweise, wenn schwarz, Mokka getrunken.
Jedoch muss ich vielen hier rechtgeben - die Qualität ist in vielen Belangen sehr gesunken und hat sich dem Mainstream des schnellen "braunen Gebräus" a la Starbucks & Co leider angepaßt.
Schlimm ist für mich als geborener Wiener, die Unwissenheit des Personals, selbst einiger namhafter Kaffeehäuser, über die Zubereitungsvielfalt von traditionellen Wiener "Kaffeekreationen". Wenn man einmal die Kaffeekarte eines Kaffeehauses hier ansieht, stehen da nicht mehr die weit über 25 Möglichkeiten verschiedener Kaffeekreationen, sonder maximal 5-8.
Alleine die Frage in einem dieser Traditionskaffees nach einem Obermayer wurde nur mit einem unwissenden Blick (würde fast in wienerische sagen "blöden Gfries) quittiert - nun ja die Zeit ändern sich. Schade allemal, da ja genau für soetwas Wien um 1900 berühmt war. Das hier nicht einmal die Tourismusbranche mit dem drohenden Zeigefinger winkt, fördert leider weiter den Untergang der Wiener Kaffeehaustradition...
Hier sollten sich besonders die Cafetiers, die sich als traditionell betrachten einmal an der Nase nehmen und nicht unter dem Motto, "Ist der Ruf einmal runiert, lebt es sich ganz ungeniert und wenn man dafür das doppelte kassiert ist man auch nicht pikiert", leben.
lieben Gruß
Kyselak
PS: Jedoch die schlimmsten Kaffeeerfahrungen habe ich bei unseren Nachbarn im Bayern erlebt, als ich dem Zuckerwürfel beim Sinken und Aufkommen am Grunde des "Kaffeehäferls" zusehen konnte (und bevor jemand fragt warum ich Zucker in meinen Kaffee versenke - es war ein Feldversuch - den durchschnittlichen deutschen Kaffee betreffend)![]()
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