Da wäre ich auch gerne dabei! Ich hoffe, ich bin dann zu dieser Zeit auch in Wien!
Da wäre ich auch gerne dabei! Ich hoffe, ich bin dann zu dieser Zeit auch in Wien!
Dieser Satz enthält ein Paradoxon, denn Espresso wird per Definition aus einer Mischung hergestellt. Einen reinsortigen Espresso gibt es ebensowenig wie einen schwarzen Schimmel. Ich hoffe, dass da bloß falsch recherchiert wurde.Drei reinsortige Espresso-Kaffees und eine Mischung sind angepeilt.
Wurde vom Nationalen Institut für italienischen Espresso so definiert. Man kann das beispielsweise in diesem Dokument nachlesen: http://espressoitaliano.org/doc/EIC%...g%20-%20LQ.pdf.
Dort findet sich zum Beispiel folgende Aussage:
Espresso Italiano is obtained, by definition and by tradition, through an expert blend of coffees of different origin. This is the only way to obtain the pleasant and rich aroma and the important and velvet body.
Das ist also nichts, was ich mir bloß ausgedacht habe.
In dem Artikel ist aber die Rede von Espresso Italiano, also Italienischem Espresso.
Das Wort Espresso als solches bezieht sich aber ja nur auf eine Zubereitungsmethode.
Ich würde in diesem Zusammenhang Espresso Italiano als Art "Geographisch geschützte Angabe" sehen, ähnlich dem Tiroler Speck oder dem Frankfurter Würstchen. Die Frankfurter darf z.B. nur Schweinefleich enthalten, dennoch gibt es viele andere Würstchen, die auch Rind enthalten (dürfen).
Ich gebe dir aber insofern recht, als dass (in meinen Augen zumindest) Blends, am besten mit einem Teil Robusta, deutlich besser schmecken als Single Origins. Die haben in Enzelfällen auch ihren Reiz, aber für den Alltag muss es eine gute, italienische Barschlampe sein.
Grüße,
Sabine
ich sehe das auch etwas anders...
Als "Paradoxon" würde ich es bezeichnen, wenn ein Institut - nämlich das INEI - welches 1998 gegründet wurde, ein Getränk "definieren" wollte, das zu diesem Zeitpunkt nicht nur ein paar Jahrzehnte natürlicher Evolution in seinem Ursprungsland hinter sich hatte, sondern auch international von einer - in mehrfacher Hinsicht - als "revolutionär" zu bezeichnenden Weiterentwicklung geprägt war...
Ich sehe die Bestrebungen von INEI bzw. IIAC eher als einen Versuch die in Italien niedrige - und lange Zeit stetig sinkende Espressoqualität - wieder ein wenig anzuheben. Leider ist es um beide Institutionen in den letzten Jahren wieder ziemlich ruhig geworden und es bleibt abzuwarten, ob Luigi Odello nach seiner Wiederwahl heuer noch einmal frischen Wind hineinbringen kann.
Ich habe allerdings eher den Eindruck, daß sich die modernen italienischen Top-Baristi auch eher an den Entwicklungen jenseits des großen Teiches orientieren, als an den Traditionen des Mutterlandes. Single-Origin oder Single-Estate Espressi sind daher auch in Bella Italia schon lange kein Tabu mehr, die gibt's sogar im "Caffè del Doge" in Venedig...
fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....
seit wann sind single-COEs als espresso laut INEI nicht erlaubt ?
auch schwarzer schimmel ist kein paradoxon,
leider "dank" afghanistankrieg kaum mehr erhältlich
nfc, strega
Das ist eine interessante Sichtweise, die Unterscheidung zwischen dem Getränk und der Zubereitungsmethode. Habe ich so noch nie betrachtet. Ich dachte, es würde hier ein Common Sense vorherrschen, immer dem definierten Espresso Italiano (als Getränk) möglichst nahe zu kommen.
Wie auch immer, mir persönlich wäre es lieber, wenn die Kaffeefabrik einen reinsortigen Espresso und drei Mischungen anpeilen würde, anstatt umgekehrt.![]()
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