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Arbeit in einem Münchener Café?

Dieses Thema im Forum "Bayern" wurde erstellt von Banane11, 2. Mai 2007.

  1. Banane11 Mitglied

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    Hallo!
    Ich eröffne mal hier jetzt eine Thema der etwas anderen Art; da ich mich seit einiger Zeit immer mehr fürs Espresso bzw Cappuccino zubereiten und trinken begeistere und mich gerne auf diesem Gebiet weiterbilden, als auch mein Budget gern als Schüler aufbessern würde, hatte ich die Idee, mal hier im Forum zu fragen, ob nicht jemand hier in einem Café arbeitet, oder irgendwelche anderen Verbindungen zu einem Café hat, das noch eine Aushilfe sucht.
    Ein bisschen zu mir: ich bin 18 Jahre alt, bin in der 12. Klasse und wohne in München. Wäre auch gerne bereit einfach mal so vorbeizukommen und mich mal vorzustellen.

    Danke
  2. quattroporte Mitglied

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    Augusta Vindelicorum
    Hallo,
    ich kann Dir zwar keinen Job anbieten oder vermitteln, aber ich habe selbst von Dezember bis April als Barista in einer italienischen Bar/Restaurant/Cafe gearbeitet. Ich kann Dich einerseits nur zu so einem Job ermuntern, gleichzeitig raube ich Dir aber sämtliche Illusionen die Du möglicherweise davon hast.
    Ich habe mich als espressoverrückter wirklich sehr lange auf diesen Job gefreut, aber im April habe ich frustriert aufgegeben.
    Warum? Nunja, der erwartete Lerneffekt blieb völlig aus. Ich habe von meinem Küchenequipment zu Hause wirklich mehr Wissen und Können bezogen als von der Arbeit als 'Barista'. Ich wurde von Kollegen belächelt wenn ich mir Mühe gab die Mühle einzustellen (O-Ton: "Vor kurzem war der Techniker da und hat den Mahlgrad eingestellt, der passt schon so" oder "Warum putzt Du die Dampflanze ab, die wird doch gleich wieder dreckig?"). Zudem sind wirklich 99% der Kunden 'Bauschaumkonditioniert' und erwarten dies als Krönung jeden Cappuccinos. Nur ein paar Mal haben sich Gäste lobend über meinen Cappu geäussert, was mich dann natürlich den ganzen Arbeitstag über gefreut hat. Zwar war mein Ex-Chef auch immer ein bekennender Bauschaum-Gegner, aber die letzten Male wo ich als Gast drin war musste ich sehen dass er sogar selbst mittlerweile auch Bauschaum fabriziert.
    Naja, wenn ich dringend Geld bräuchte hätte ich vermutlich nicht aufgehört, aber das war nur zweitrangig. Ich hatte einfach keinen Bock mehr, schlechten bis mittelmässigen Caffe zuzubereiten.

    Soweit meine Erfahrungen. In anderen Läden kann es natürlich wieder ganz anders aussehen, daher schau es Dir an und bilde Dir Deine eigene Meinung.
  3. Banane11 Mitglied

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    27
    ich habe auch keine Illusionen, aber ich möchte irgendwas arbeiten und ich könnte mir vorstellen, dass es in einem Café einigermaßen Spaß macht. Deswegen würd mich so eine Arbeit durchaus interessieren :)
  4. quattroporte Mitglied

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    Augusta Vindelicorum
    Wie gesagt wollte ich Dir so einen Job nicht im geringsten madig machen, das oben gesagte gibt nur meine Erfahrungen wieder. Aber nachdem Du geschrieben hast dass Du Dich für Caffe begeisterst und Dich auf diesem Gebiet weiterbilden möchtes, dachte ich dass eine gewisse Erwartungshaltung Deinerseits vorhanden ist.

    Aber wenn es nur um einen Nebenjob zwecks vorrangigen geldverdienens geht, dann wirst Du bestimmt Spass haben. Wobei in der Gastronomie nicht gerade die höchsten Löhne gezahlt werden, und wenn Du nur hinter der Bar stehst wirst Du auch eher wenig Trinkgeld bekommen. Da meine ich gibt es bedeutend lukrativere Schüler-/Studentenjobs.

    Grüsse + viel Glück bei der Suche
  5. nobbi-4711 Mitglied

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    Würzburg/Magdeburg
    Frag doch einfach mal bei Leeb. Ab und an braucht er jemanden, und mehr als nein sagen kann er auch nicht ;)

    Greetings \\//

    Marcus
  6. :)

    Ein freundliches "Hallo" erstmal.

    Lieber Banane11, ich muss mich quattroporte komplett anschließen.
    Der Lerneffekt würde wirklich ausbleiben. Es gibt kaum ein Café oder eine Gelateria die wirklich einen sehr, sehr guten Espresso macht. Viele panschen liebslosen Espresso hin. Ausnahmen gibt es natürlich.
    Ich wüßte von der Ferne nur einen auf die Schnelle der wirklich seit Generationen (Familie) in der Branche ist und je her einen wirklich sehr, sehr guten Ruf hat. Ist in Deisenhofen bei München, sollte es noch aktuell sein, einfach nochmal schreiben. Ich kann dann gerne anfragen für dich.

    A presto Didi
  7. Banane11 Mitglied

    Beiträge:
    27
    Danke für eure Antworten!
    @Italia-Lifestyle: das ist sehr nett von dir, aber Deisenhofen ist für mich zu weit weg um da mehrere Male pro Woche hin- und her zu fahren. Trotzdem danke für dein Angebot!

    @Marcus: wer ist Leeb? :oops:
  8. Bubikopf Mitglied

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    Hamm/ Westf.
    Gib mal bei Google Leeb Espresso ein, dann wird dir geholfen.
    Gruss Roger
  9. cu2 Mitglied

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    Bamberg
    Die andere Seite...

    ...dieser Medalie ist ganz einfach: Ich brauch UMSATZ. Den bekomm ich durch "Bauschaum", denn der normale Caffè Trinker kennt die ganzen vorlieben der Hobby Barista nicht. Ich will damit keinem seine Leidenschaft absprechen. Ich hab mir meine seit 1,5 Jahren realisiert, arbeite auch mit sehr motivierten Aushilfen denen man nicht alles beibringen kann, was man in der WM der Barista "kocht". Mach einfach DEINE Erfahrung, ich wäre über Mitarbeiter froh, die ihre Ideen und Meinungen kundtun. Probiers aus, du bist Schüler und wenn du dein Hobby mit "Bauschaum" finanzierst, und?

    Wenn du mal in Bamberg bist komm vorbei, bist eingeladen.
    cu
  10. quattroporte Mitglied

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    Augusta Vindelicorum
    Jetzt muss ich nochmal meinen Senf dazugeben, denn ich glaube ich habe mich etwas zweideutig ausgedrückt. Ich wollte keineswegs jeden Gastronomen abstempeln, weil er "Bauschaum" ausschenkt. Wenn das Gros der Kunden dies so wünscht würde ich es wahrscheinlich genauso machen, denn schließlich will man ja Umsatz und Geld verdienen.
    Aber dies kann die allgemeine Lieblosigkeit bei der Caffezubereitung wohl nicht rechtfertigen (besonders wenn man sich dann auch noch "Espressobar" nennt). Das Grundprodukt Espresso sollte halt schon stimmen, und zumindest einmal am Tag sollte man halt dem Mahlgrad ein Mindestmaß an Beachtung schenken und ggf. nachstellen. Schließlich sollte man den Aha-Effekt bei den Kunden auch nicht vernachlässigen, wenn der Zucker einige Sekunden oben liegen bleibt. In einer Bar in welcher so gearbeitet wird und Durchlaufzeit kein Fremdwort ist wird man als Aushilfsbarista bestimmt etwas lernen. Aber wenn man nur aufs Knöpfchen drücken muss/darf und ne Tasse unter den Auslauf stellt wird wohl der Lerneffekt völlig ausbleiben.
    Mal ganz arrogant gesagt: Bei mir hätte mein Ex-Chef eher etwas von mir lernen können, aber meine Hingabe zum Caffe wurde halt eher belächelt. Gut für mich, dass ich mehrere besser dotierte Jobangebote hatte...

    Aber ansonsten wie schon mein Vorredner geschrieben hat:
    Wünsch Dir dass Du eine nette und gute Bar zum arbeiten findest
  11. Banane11 Mitglied

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    danke für eure Antworten, sehr nett alles! Ich bin eigentlich garnicht so sehr auf das Arbeiten in einer Bar fixiert, das war nur eine Idee von mir, da ich mir das als recht angenehme Arbeit vorstelle; dass es auch weniger angenehm sein kann, halte ich aber auch für durchaus möglich :D
    Naja, wie dem auch sei, ich halte die Augen offen :lol:
  12. meister eder Mitglied

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    du kannst mal auf der website der dbm nachsehen, welche kaffeebars ihre leute zur meisterschaft schicken. vll ist eine aus münchen dabei. in solchen bars wird dich keiner belächeln....
    gruß, max
    (auch 18, 12.klasse und auf der suche nach einem barista-job, bisher ohne erfolg :wink: )
  13. MichaelV Mitglied

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    In Berlin hat neulich eine Balzac-Filiale einen Barista gesucht. Anfangsstundenlohn, wenn ich mich recht erinnere: um die 8 Euro. So viel zur Wertschätzung des Berufs.

    Michael
  14. Banane11 Mitglied

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    8 Euro ist zwar nicht allzuviel, aber das is der normale Schülerlohn für irgendwelche Aushilfsjobs :eek:
  15. MichaelV Mitglied

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    Berlin
    Bei Balzac entlohnt man so den quasi für den Filialbetrieb Verantwortlichen.
    Aber anders kann so ein "me too"-Unternehmen wohl keinen Profit machen.

    Übrigens kommt die Balzac-Gründerin in der eben ausgestrahlten (und von einigen Forumianern aufgenommenen) Spiegel-Doku ausgiebig zu Wort.

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