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Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

Dieses Thema im Forum "Vom Rohkaffee zum Selbströster" wurde erstellt von martinspin, 6. April 2010.

  1. martinspin Mitglied

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    Behmor 1600 - Röstmenge, Profile P1-P5, Programme A-D und +/-

    Nachdem ich nun doch schon einige Röstungen mit dem Teil hinter mir habe, war mir bis anhin noch immer nicht ganz klar, wie die Programmierung wirklich funzt. Dieser Thread bei Coffeegeek hat mir dann Klarheit verschafft. Gerade als Anfänger kann man die Möglichkeiten des Rösters nicht wirklich realistisch einschätzen. An dieser Stelle möchte darum allen Neugierigen kurz die Funktionsweise der Programmierung vorstellen.

    Röstgewichte (1/4, 1/2, 1 lbs)
    Vorgesehen sind 1/4, 1/2 und 1lbs, wobei 1lbs ~454 Gramm entsprechen. Im Gegensatz zu vielen andern Heimröstern, welche maximal 125g bis 300g Chargen pro Röstung verabeiten können, schafft der Behmor locker 450 Gramm. Mit 1/4 und 1/2 lbs ist es tendenziell so, dass die Hitze insgesamt zu hoch ist, der Kaffee zu schnell röstet und dabei die Säuren zu wenig abgebaut werden. Das Rösten mit kleineren Chargen fördert auch die Entstehung von ausgeprägten Bitterstoffen. 1 lbs ist für diesen Röster imho die ideale Menge. Mit dem Verändern des Röstgewichts kann das Röstprofil wunderbar feintgetunt werden. Verläuft die Röstung ab erstem Crack zu heftig, kann dabei die Röstmenge erhöht werden und umgekehrt. Für dunkle Röstungen hat sich gezeigt, dass 1lbs bei manchen Profilen von der Zeit her oft zu knapp bemessen ist. Weil die Gefahr der Überhitzung und deren Folgen besteht, hat der Röster vorgegebene Zeitgrenzen inne. Um trotzdem dunklere Röstung zu erhalten, wird der Röster mit oder ohne Bohnen (ca. 1 bis 2 Minuten) vorgeheizt (Pre-Heat), was eigentlich alle professionellen Röster tun.

    Profile (P1-P5)
    Grundsätzlich gibt es fünf Profile P1-P5, die alle einen etwas andern Temperaturverlauf während des Röstens aufweisen.

    [​IMG]

    Das einzige Profil, das von Anfang bis Ende auf 100% Power röstet, ist P1 und soll laut Joe Behmor, für harte Hochlandbohnen (Hard Bean) geeignet sein. Die restlichen vier Profile teilen sich in jeweils drei Sektoren auf, dem 1st, 2nd und 3rd Leg. Der Übergang zwischen den Legs geschieht nach xy Prozent der Gesamtröstdauer. Ist P2 z.B. mit einer Gesamtzeit von 8:30 eingestellt, tritt der 2nd Leg nach 60% der Gesamtzeit, also nach 5:06 ein. P2 ist ebenfalls für harte Bohnen (Hard bean) geeignet und hat diesen speziellen Temperaturabfall nach 60% der Zeit. P3 ist für weiche Tieflandbohnen (Soft bean / Low grown) wie z.B. gewisse Brasilianischen Bohnen geeignet. P4 ist für weiche Bohnen oder Espressoröstungen geeignet und P5 sollen laut Joe Behmor für Inselkaffees (Hawaii, Jamaica, etc.) bis Röstgrad City Plus geeignet sein.

    Programme (A-D)
    Drückt man erst die Röstmenge und dann das Profil, ist automatisch das kürzeste Programm A gewählt, was man jedoch nicht ablesen kann. Wählt man jetzt statt A das Programm B, verlängert sich die Röstzeit um einen gewissen Wert. Die ganzen Zeit hängen u.a. auch von der voreingestellten Spannung (220V, 230V, 240V) ab. Bei 220V sind die Zeiten leicht länger als 'normal'.
    Als Standard ist für P1 das Programm A, für P2 das Programm B, für P3 das Programm C und für P4 bzw. P5 das Programm D vorgesehen. Wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen ist, dass sich die Legs mit der Verlängerung durch die Programme ebenfalls verlängern. Wenn z.b. bei 1/4 P2 A (8:30) bei 5:06 der 2nd Leg (70% Power) startet so geschieht das z.b. bei 1/4 P2 C (10:00) bei 6:00.
    Die Programme haben insofern einen praktischen Nutzen, als dass die wichtigen Crack-Phasen auf die Rösthitze abgestimmt werden kann. Kommt z.b. bei P2 der 2nd Flag (70%) in einer Phase, wo die Bohnen noch zu wenig Hitze aufgenommen haben, wird die Temperatur zu stark fallen, was nicht passieren sollte. Mit der Verlängerung durch die Programme kann das verhindert werden.

    Zeitzuwachs (+/-)
    Hier bestehen ziemlich grosse Missverständnisse über die Bedeutung der Tasten. Offenbar hat Joe Bemor sich ursprünglich was ausgedacht, was von den Ingenieuren nicht oder anderst umgesetzt wurde. Es gab im Handbuch Part V das Kapitel 8, wo Joe Behmor auf einen Unterschied bezüglich des Verwendungszeitpunkts der +/- Tasten hinwies. Vor dem Drücken der Starttaste sollten der Zeitzuwachs die Programme modifizieren, also mit direktem Einfluss auf die Längen der einzelnen Legs. Erfolgt der Zeitzuwachs erst nach dem Start des Röstens sollt das lediglich der 3rd Leg betreffen, der so verlängert oder verkürzt werden kann.
    Ich glaube, viele nehmen an, dass sich beim Zeitzuwachs auch die Proportionen aller drei Legs ändern, was jedoch nicht der Fall ist. Egal, ob vor dem Start oder nach dem Start, der Zeitzuwachs ändert bloss das 3rd Leg. Immrhin kann damit die 3. Phase komplett ausgeschaltet oder maximal verlängert werden, indem die Zeit verringert bzw. erhöht wird.

    Hier kommst du zum entprechenden Behmor-Thread im Kaffeewiki.
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2010
  2. -MM- Mitglied

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  3. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Vielen Dank! - Hab mir auch schon gedacht, dass das was für KW wäre.

    Hast du persönlich gewusst, dass mit dem Zeitzuwachs (+/-) in jedem Fall nur die letzte Phase (3rd Leg) beeinflusst werden kann?

    Hatte heute schon ein kleines Erfolgserlebnis. Mit P2B wurden die meisten meiner Roasts etwas zu intensiv. Entweder war da zuviel Säure oder zuviel Bitterkeit oder beides. Hab heute Morgen zweimal geröstet (P2B und P2A) und geschmacklich direkt vergleichen können. Das Diagramm unten ist mit P2 A geröstet. P2 A schmeckt deutlich milder und die Geschmäcker treten deutlicher hervor.

    [​IMG]

    Die Kurve ist bis jetzt ziemlich optimal für P2 und mit dem Programm A röstet es ca. 10-15° tiefer, was der geschmacklichen Empfaltung nur gut tut. Auch gibt es diesen extremen Drop bei 60% Röstdauer nicht mehr. Wegen den tieferen Temperaturen, muss der 3rd Leg deutlich verlängert werden. Wenn man das erst gegen den Schluss macht und übertreibt, stellt die Heizung ab und es dauert eine Zeit, bis sie wieder losgeht. Die Sicherheitsmassnahmen sind wirklich beeindruckend ;)

    Ich bin froh, dass ich die Theorie soweit verstanden habe. Ob das alles auch in der Praxis so ist, wird sich anhand von weiteren Tests zeigen. Bei P2 C blieb die Heizung nach dem Drop bei 60% Röstdauer für fast eine Minute im Off *ratlos*. Bei P2 A hat es haargenau gestimmt mit den Intervallen (ca. 8'' off und 18'' on), was dann einer mathematischen Hitzereduktion auf 2/3 entspricht.

    Es gibt noch viel zu tun, packen wir's an :cool:
  4. Barista Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Röstmenge, Profile P1-P5, Programme A-D und +/-

    Gibt es schon Infos zu diesem Gerät? Von einem Behmor 2000 habe ich bislang noch nichts gelesen.
    Basiert er auf dem 1600 oder wird das ein ganz anderes Gerät werden?
  5. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Röstmenge, Profile P1-P5, Programme A-D und +/-

    Bei CoffeeGeek hab ich sowas läuten gehört. Nix Konkretes ist bis jetzt bekannt. Steve von HasBean hat auch was von einem neuen Modell angedeutet.

    Cheers, Martin
  6. -MM- Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Nein das ist mir auch neu, mir ists nicht aufgefallen da ich sowieso immer erst am ende mit +/- gearbeitet habe.

    Was den 2000er anlangt, da wirds siher erst kurz vor release infos geben um den Verkauf des 1600er nicht zu gefährden. Sicher nicht so wie beim 1600 wo "jahre" vorher die werbetrommel gerührt wurde.
  7. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Nachdem ich heute 448g mit P2A++++++ geröstet habe, wird mir immer mehr bewusst, dass der Behmor eher für grössere Mengen geschaffen wurde. Oft wird im Netz den Leuten empfohlen, mit kleinen Mengen zu beginnen. Für kleine Mengen werden die Bohnen einfach zu schnell heiss und das Röstgut hat zuwenig Zeit, Säuren abzubauen. Die schnelle Röstung mit kleineren Mengen fördert auch das Auftreten der Bitterstoffe. Ich werde in Zukunft nur noch 1 lbs rösten und darauf achten, einen möglichst sanften Temperaturanstieg zu schaffen, um den Röstprozess fast maximal zu verlängern.

    Wenn ich in der Schlussphase +/- verwende, stellt die Heizung immer wieder mal ab. Ich finde das im Nachhinein super, da so verhindert wird, dass die Temperatur extrem ansteigt.

    Cheers, Martin
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2010
  8. -MM- Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Der Empfehlung kann ich mich nur Anschließen, ich habe auch den Eindruck, dass der Kaffee bei 1lb besser wird.
    Ich bin aber mehr ein Fan von P4, habe aber P2 1lb noch nicht probiert....
  9. martinspin Mitglied

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    S

    Hoi zäme

    Heute hab ich 450 g Sulawesi mit 1 P2 B geröstet und dabei genau verfolgt, wann die Heizung "off" und "on" geht. Im Behmor sind Temperatursensoren drin, die je nach erreichtem "Leg", die Heizung für eine längere Zeit abschalten können. Beim heutigen Roast scheint der Sensor im 2nd Leg zu reagieren, wenn ca. 120 bis 118° erreicht werden. Bei ca. 120° schaltet die Heizung für über eine Minute ab, bei ca. 119° sind es dann ca. 50 Sekunden und bei 118° noch ca. 40 Sekunden. Bei tieferen Temperaturen schaltet die Heizung in einem gewissen Rhythmus aus (8'') und an (18''), was ca. einer gesamten Heizleistung von 70% entspricht.

    [​IMG]

    So lange Joe Behmor nicht wirklich Auskunft über die Funktionsweise des Rösters gibt, tappen wir mehr oder weniger im Dunklen. Für mich heisst das nach wie vor, tiefere Programme zu verwenden, damit gar nicht erst diese grenzwertigen Temperaturen erreicht werden. Bei z.B. 450 g Sulawesi werde ich das nächste Mal mit 1 P2 A rösten und die Zeit verlängern. Wenn das nicht wirklich hilft kommen noch zusätzlich ca. 50 g Rohkaffeebohnen hinzu, die wegen der endothermen Reaktion den Röstprozess eigentlich auch etwas tiefer halten sollten.

    Cheers, Martin
  10. -MM- Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Schreib dem Joe Behm mal eine mail, wenn du ihm schilderst welchen Aufwand du betreibst wird er dir vielleicht infos geben, von techniker zu techniker sozusagen ;-)
  11. Bohnenkönig Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Also ich werde den Verdacht nicht los, dass hier gar nicht Temperatur gemessen wird sondern der Microprozessor einfach per Phasenan- oder abschnitt einfach nach Programmfortschritt prozentmäsissig regelt.
    erstens ist wahrscheinlich die Temperaturregelung erstens zu träge (beim Quarzstrahler) zweitens die Messung viel zu problematisch.
    Das dürfte auch der Grund sein warum der Röster so auf Spannungsschwankungen reagiert, bzw. auch die Einstellung in 10Volt Schritten hat.
    Dabei wird ja nicht die Heizleistung beeinflusst sondern die Zeit!

    Mich wundert dass das Gerät nicht die Spannung von selbst elektronisch stabilisiert.
    vielleicht sollte man so etwas noch einbauen bzw. vorschalten

    Hat den einmal wer aufgeschraubt und nachgesehen was wie so geregelet wird?
    BK
  12. -MM- Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Dann wärs aber riskant zu schreiben "Thermostatically Controlled" (Das steht in der Featureliste des Behmor)....
  13. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Hey Bohnenkönig

    Schau doch mal bei Post #3 oben im Diagramm. Dort wurde P2 A geröstet und die Kurve schaut um einiges besser aus. Temperatur ist insgesamt etwas tiefer und die riesigen Schwankungen von P2 B trete nicht mehr auf. Ein paar Leute bei CoffeeGeek (US-Board) haben die Zyklen ohne Trommel und Chaff Try mit offener Türe gemessen. Dabei hat sich gezeigt, dass da ganz regelmässige Zyklen vorherrschen, also z.B. bei P2 ab 2. Leg 18'' on und 8'' off. Der Einfluss des Sensors, der wohl ein Sicherheitsfeature ist, dürfte ziemlich gross sein.

    Interessante Aussage über die Spannung in 10 V Schritten. Wenn ich also das Ganze etwas verkürzen möchte, muss ich also statt 220 V die Spannung auf 240 V einstellen. Es sollte dann schneller rösten und dabei weniger hohe Temperaturen generieren. Muss ich mal testen :cool:

    Ich nehme den Röster in ein paar Wochen zu einem Kumpel, der mir einen Dimmer mit Poti einbaut. Dabei wird er mir sicher sagen können, wie der Röster funzt.

    @-MM-
    Joe hat sich bei CoffeeGeek ein klein wenig zur Technik des Behmor 1600 geäussert. Er lässt sich jedoch kaum in die Karten schauen. Schliesslich möchte er die Röster ja noch verticken, bevor dann das Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Bei CoffeeGeek gab es eine ziemlich krassen Auseinandersetzung zwichen Joe und Ira von BehmorThing (Gratis-Software zur Verwaltung der Roasts). Ira wollte für die Abbildung der Profile präzisere Daten und Joe hat sich da irgenwie herumgedrückt und das Problem auf die Ingenieure abgeschoben. Joe meint, dass die Verständigung mit den Asiaten alles andere als einfach ist, da die offenbar kein English sprechen. Wie auch immer, der Behmor 1600 hat seine Tücken und doch liefert das Teil ein einmaliges Preis-/Leistungsverhältnis.

    Cheers, Martin
  14. Bohnenkönig Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Hi,

    Interessante Aussage über die Spannung in 10 V Schritten. Wenn ich also das Ganze etwas verkürzen möchte, muss ich also statt 220 V die Spannung auf 240 V einstellen. Es sollte dann schneller rösten und dabei weniger hohe Temperaturen generieren. Muss ich mal testen :cool:

    Also ich hab das eher andersherum verstanden, da er bei 240 Volt mehr Hitze entwickelt als bei 220 oder 230 wird das mit der Zeit Kompensiert.

    wäre er echt Thermisch gesteuert bräuchte man die relativ geringen Netzspannungsunterschiede ja nicht zu programmieren.


    Dimmer einbauen ?... da bin ich skeptisch.

    Thermostatische Kontrolle heisst erstmal noch nicht allzuviel, das ist im schlimmsten Falle ein Überhitzungsschutz im besten FAll was grobes, wenn du dir die Schwankungen in den Diagrammen ansiehst.
    BK
  15. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Stelle ich den Röster auf 220 V ein, hab ich bei 1 P2 B eine Gesamtröstzeit von 21:00 voreingestellt. Stelle ich nun auf 230 V ein, habe ich bei gleicher Programmierung eine Gesamtröstzeit von 20:00 voreingestellt. Insgesamt heisst das, dass ich weniger hohe Temperaturen erhalte und ich am Schluss ev. noch Zeit dazugeben muss, um den 2nd Crack zu erreichen.

    Cheers, Martin
  16. Bohnenkönig Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Genau so ist es, bei 230 heizt er stärker da bei Ω schen Verbraucher auch mehr Strom fliest bei höherer Spannung sind also nicht nur 5% sondern rund 10 % mehr Heizleistung, je nach elektronischer Beschaltung sogar noch mehr da im schlimmsten Fall der Phasenab(an)schnitt zusätzlich stärker wird. deshalb wird bei 230 Volt die Zeit im gegensatz zu 220Volt verkürzt um die Bohnen nicht zu verbrennen.

    würde er komplett mit Themperaturkontrolle regeln wäre die Zeitkompensation bei höherer Spannung überflüssig.
    Leistung auch für 220 Volt hat er ja mehr als genug.
    Am besten wäre natürlich eine interne Spannungsstabilisierung

    BK
  17. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Schon klar. Ich hab sowieso nur 220 V und mit der Einstellung auf 230 V kann ich imho mit etwas tieferer Temperaturen rösten. Der Behmor steuert alles über die Zeit. Kürzere Röstzeit = tiefere Temperaturen (bei gleicher Spannung und Programmierung)
  18. martinspin Mitglied

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    Behmor 1600 und P2

    Hoi zäme

    Ich glaub, ich hab P2 langsam im Griff. Um den grossen Temperaturabfall bei P2 B zu verhindern, ist das Programm A am optimalsten. Je länger das Programm ist (A < B < C < D), umso höher fällt der Temperaturabfall bei 60% des Röstvorgangs (2nd Leg) aus und die Röstzeit wird wegen der höheren Temperaturen erst noch kürzer. Bei 454g Sulawesi hat's nun 17:30 Minuten bis zum Beginn des 1st cracks gedauert. Bis zum 2nd crack sind es dann ca. 21 Minuten. Am Geschmack der ersten Verkostung merkt man, dass die längere Zeit dem Kaffee einfach nur gut tut.

    [​IMG]

    Ich hab den Sensor versetzt. Jetzt liegt er ganz links so ca. auf Höhe der Rösttrommelmitte. Die gemessenen Temperaturen sind insgesamt tiefer wie früher, wo der Fühler näher an der Heizung lag.Um die Kurve etwas weicher darstellen zu können, hab ich die Messintervalle auf 20'' gestellt. Damit sind dann die kurzen Drops mit einer Länge von 8'' ab 2nd leg nicht mehr zu sehen. Ich kann nach vielen Tests mit P2 jedem empfehlen P2 A zu testen und die Gesamtröstzeit jeweils erst gegen Ende jeweils innerhalb der letzten Minute mit + zu verlängern. Die 220 V haben soviel Power, dass ich bei der nächsten Röstung sogar mehr wie 454 g versuchen werden. Mal schauen, wo das Ende der Fahnenstange liegt.

    Cheers, Martin
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2010
  19. martinspin Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Hoi zäme

    Das ist wohl meine vorerst letzte Messung mit P2. Ich war wirklich gespannt ob der Behmor die 500 g schafft und wie sich das auf die Temparturkurve niederschlägt. Zuhause hab ich heute 238 V in der Küche gemessen. Ich stelle den Röster trotzdem auf 220 V ein, weil die Zeit verlängert wird und weil der Sensor gegen Ende des Prozesses sehr gut reagiert und die Heizung jeweils abschaltet, bevor es zu heiss wird.

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    Wie man an der Zeichnung sehen kann, tritt beim Eintritt in den 2nd Leg kaum ein Temperaturabfall ein. Endlich hab ich den konstanten Temperaturanstieg mit P2 geschafft. Offenbar ist die exotherme Energie ab 2nd Leg genug hoch, damit die Temperatur trotz der Reduktion auf 70% Heizleistung weiter ansteigt. Die 46 g mehr wie das Pfund (1lbs) unterstützen die exotherme Reaktion also sehr gut. Die Kurve schaut einfach nur gut aus und der Kaffee schmeckt optimal.

    Cheers, Martin
  20. -MM- Mitglied

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    AW: Behmor 1600 - Profile P1-P5, A-D und +/-

    Tja das sieht wirklich gut aus... Dann werde ich mich doch noch mal an P2 heranwagen... Obwohl ich eigentlich dachte, dass es nur während der cracks exotherme Reaktionen gibt...

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