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Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

Dieses Thema im Forum "Was ich unbedingt noch sagen wollte..." wurde erstellt von cafesolo, 7. Juni 2012.

  1. cafesolo Mitglied

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    Hat das gestern jemand gesehen ? Ich war doch erstaunt was beim Bier alles geht u. wie das Deutsche Reinheitsgebot etwas ausgehebelt wird. Ähnlichkeiten zum Kaffee sind hier auch gegeben. Masse statt Klasse...

    Hier kann man sich den Film nochmal anschauen:

    Sendung Verpasst? - ZDF Mediathek!


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    22:45 Hopfen und Malz verloren!
    "Wie gut ist Deutschlands Bier wirklich?"
    Mi. 06.06. 30 Min., bis 23:15 Uhr.

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    Auf die Fussball-EM freuen sich nicht nur Fans, sondern vor allem auch Deutschlands Bierbrauer. Wenn sich im Juni die Menschen in den Biergärten zum Public Viewing versammeln, steigt der Bierdurst traditionell auf Rekordniveau. Während die Leistungen der Nationalmannschaft in der Vergangenheit schwankten, sind sich die Deutschen beim Thema Bier einig: Deutsches Bier ist das Beste der Welt! Doch bei allem Selbstbewusstsein, irgendetwas stimmt nicht mit unserem geliebten Gerstensaft: Nimmt man die Gasthausbrauereien aus, hat sich seit der Wiedervereinigung die Zahl der Braustätten um fast ein Drittel verringert. Pro Jahr trinken die Deutschen nur noch zirka 100 Liter Bier, vor 20 Jahren waren es noch 35 Liter mehr. Schmeckt den Deutschen ihr Bier plötzlich nicht mehr so richtig? "Die Wahrheit ist, dass sich vor allem die jungen Leute in Deutschland gelangweilt vom Bier abwenden", erzählt der US-amerikanische Bierbuch-Autor Christian DiBenedetti. Im Glauben, das eigene Bier sei ohnehin unfehlbar, arbeite man in Deutschland hauptsächlich daran, Arbeitsschritte weiter zu automatisieren, statt neues Bier zu kreieren, das den Leuten wieder schmeckt. "Bei aller Tradition: Das deutsche Bier braucht eine Frischzellenkur." Beim World Beer Cup, dem wohl wichtigsten Bierwettbewerb, verloren die Deutschen sogar bei den Sorten, von denen man dachte, sie würden woanders gar nicht gebraut: beim Märzen, beim Schwarzbier, bei Bock und Doppel-Bock, sogar bei Weizen, Kölsch, Alt und Pils. Zur Fussball-EM findet nun auch die Neuauflage der Bier-WM statt. Können die deutschen Brauereien die Schmach von 2010 ausmerzen, oder stimmt mit unserem Bier etwas grundsätzlich nicht? ZDF-Reporter Jo Schück hat Braumeister und Braumanager, Biertrinker und Bierprüfer getroffen um herauszufinden, wie es wirklich um ein Kulturgut bestellt ist, das für die deutsche Identität mindestens so wichtig ist wie ihre Fussball-Nationalmannschaft.
  2. xenos Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Nun, obwohl die Österreicher meist einen anderen "Biergeschmack" haben: Das Jever schmeckt mir. Schön hopfig, nicht so süss wie viele andere.
    Wenn ich was wirklich Naturbelassenes möchte, hole ich was von einem Privatbrauer aus der Region.
  3. DerAktionenKerl Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Gut; Prinzipiell kann man sagen, daß Bier (egal welches) immer nahe an der Quelle getrunken werden sollte. Das gilt besonders für Hausbrauereien und für wenige mittelständische und noch weniger Industriebrauereien. Tatsächlich ist es so, daß der deutsche Durst auf Bier nachlässt. Ich selbst bin Braumeister und kann dem obigen Artikel bejahen. Die Biersorten sind eingefahren und große Marken mussten Umsätze einbüßen weil die Kunden und klassischen Biertrinker (nicht nur die Jugend, wie behauptet) den Massen- und Industriegeschmack einfach Leid sind. Die wenigen Großen haben die meisten kleineren Brauereien geschluckt-deshalb die Einfalt. Paradebeispiel dafür ist die DortmunderActienBrauerei. Der Trend geht aber eindeutig wieder zu den kleineren Hausbrauereien wieder über, da diese auf haltlbarkeitsverlängernde Maßnahmen wie die Filtration (Entfernung von Eiweißen, Hefen, Gerbstoffen u.a.) und Pasteurisation (kurzzeitiges Erhitzen bei 60°) verzichten. Diese Biere haben ein deutliches Plus an Geschmack und würden die meisten Kunden, welche nur die Standardkost gewöhnt sind, schwer verblüffen.

    In Deutschland gilt aber auch die eiserne Regel: "was der Bauer nit kennt, frißt er nit". Deshalb auch sind Brauereien zimperlich, wenn es darum geht andere Wege zu gehen.
  4. S.Bresseau Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????


    Danke! Anhand der Beschreibung habe ich Foigendes gefunden

    http://www.worldbeercup.org/wp-content/uploads/2012/05/WBC12-Winners-List1.pdf


    Einfach mal nach "Germany" suchen :)
  5. silverhour Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Dem möchte ich vehement widersprechen! Z.B. schmeckt ein Binding Lager in Sachsenhausen getrunken genauso läbbrig-wässrig-widerlich wie in der Ferne gerunken...

    Aber das Problem der Nur-nicht-irgendjemandem-nicht-schmecken-Einheitslarifarigeschmacks ist nichts neues, das haben BitSteiner und Co schon im letzten Jahrtausend zum Erfolgskonzept gemacht. Ganz ohne Kapitalakkumulationsaktivitäten á la AB Inbev, Holsten und Co. Auch den Gegentrend mit lokalen Brauereien mit eigenem Charakter und "Nieschenbiersorten" ist schon fast so alt. Aber es bleibt in der Niesche, die breite Masse trinkt nach wie vor Oettinger.

    Letztendlich ist es aber eine Frage der Genußkultur und Nachfrage. Wer würde in Deutschland in einer Kneipe 3,70€ für ein 0,3er Glas Bier bezahlen? In Belgien z.B. ist das nichts ungewöhnliches, nur daß das Bier dann auch 3,70€ wert ist und wie Wein getrunken wird....
    (zum Fußballgucken gibt es aber auch Einheitsplörre für 1,60/Glas ... )

    Prost!
  6. cafesolo Mitglied

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  7. cafesolo Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Das Binding Lager ist ohne Frage eine Zumutung, aber das Schöfferhofer aus dem gleichen Haus ist auch nicht besser.

    3,70€ für 0,3l finde ich in Ordnung, wenn es denn wirklich sehr gutes Bier ist. Auf dem Oktoberfest schütten sich die Leute ein Maß für fast 10€ in den Kopf. Da wird es gerne ausgegeben. Und ob man da von tollem Bier sprechen kann....?
  8. gummipferd Mitglied

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    Ich glaube, es wird sich wirklich zu sehr ausgeruht auf den traditionellen Rezepten. Wenn was neues ausprobiert wird, scheint es sich meist um das Mischen von Bier mit irgendwelchen Geschmäckern oder Softdrinks zu handeln.

    Weiter oben wurde schon Belgien erwähnt, da wird gezeigt, dass Bier auch aufregend sein kann.

    Ich möchte jetzt noch ein deutsches Tabu brechen und britisches Bier in den Raum werfen. Uh ja, ich weiß, lauwarme Cervisia. ;)
    Aber ein Durchprobieren durch die Biersorten eines englischen Pubs kann so spannend sein, wie ein Wein- oder Whiskytasting.
    Ob es nun Innis & Gunn (mein Lieblingsbier und daher eigentlich außer Konkurrenz :D), ist, das in Whisky- oder Rumfässeren gelagert wird, um seinen einzigartigen Geschmack zu erhalten, oder die Kreationen der, ich sag mal Bierpunks von BrewDog - es wird neues ausprobiert.
    Und selbst ein vergleichsweise konservatives Bier wie zB Fullers London Porter hat einen so komplexen Geschmack (Kaffee, dunkle Schokolade, Malz, Röstaromen...), dass es nichts zum nebenher süppeln ist, sondern ich jeden Schluck genieße.

    Das fehlt mir in der deutschen Bierlandschaft einfach (oderich habs noch nicht entdeckt). Wenn es auch das ein oder andere sehr leckere Bier gibt, es bleibt ein etwas fader Gesamteindruck.
  9. datec Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Moin an alle,

    das ist ja alles geschmackssache. Meine Vermieterin bringt ab und an mal belgisches Bier mit, aber geschmeckt hat mir davon noch keins.
    Sicherlich sehen die interessant aus, mit Sektverschluss, in großen 0,7l Flaschen bis zu 7% Alkohol...
    Aber die waren mir alle viel zu süß.

    Dann doch lieber bayrische Biere aus eine kleinen Privatbrauerei, am libsten unter dem Öko-Siegel, bzw. Biosiegel gebraut. Oder als anderes Beispiel das britische
    Old Peculier, dafür nimmt der Wirt hier in MS in der Kneipe aber auch 5,60 € für die 0,5l Flasche.
    Dann danach einen Ardbeg Uigeadail und der Abend kann beginnen. :lol:

    gruß aus MS,
    datec
  10. kugelmoped Mitglied

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    Versenden die auch :beer:?
  11. silverhour Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    "bis zu 7%"? Ab 7%! Die leichten Abteibiere fangen bei ~6,5% an, die Triple- und Quad-Mönchsbiere überschreiten schnell die 10%-Hürde.
    Oder so Sachen wie Kasteelbier - Nenntwert 11%, gefühlt ca 15%, mit jedem Glas verringert sich das Sehvermögen um 0,1 Dioptrin.
    Und wem da zu süß ist, der kann ja mal eine saures Gueuze Bier oder ein Rodenbach probieren, das schmeckt als wäre ein Schuß Balsamicoessig drin. Brrr...

    Aber das Phänomen von Einheitsgeschmackbier von Großbrauereien auf der einen Seite und Spezialitätenbieren von kleinen lokalen Brauerein auf der anderen Seite ist nicht auf D-Land beschränkt.
    Wie gummipferd schrieb, bei den Briten gibt es da einiges zu entdecken. Allein in Schottland gibt es mittlerweile dutzende Kleinbrauerein, die hochinteressante und sehr wohlschmeckenden Biere produzieren. Ein Durchprobieren ist es allemal wert. Die Black Isle Brewery nahe Inverness ist so ein Beispiel, oder die Hebridean Brewery auf der Isle of Lewis am AdW.
    Holländische Biergenießer waschen mit Heineken ihr Auto, denn zum Trinken gibt es auch da viel besseres, was nur in D-Land wenig bekannt ist. La Trappe im Süden z.B. oder die Texelse Bierbrouwerij in Friesland.

    Grüße, Olli
  12. imprezza.de Händler

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  13. xenos Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    sind nicht alle diese "Geschmacksvergleichscompetitions" irgendwie zu subjektiv?
    Auch beim Bier gibt es so viele völlig unterschiedliche Geschmacksrichtungen - wie bei Wein, Schokolade, .....
  14. nobbi-4711 Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Auf die Unterschiede geht man durch die vielen verschiedenen Kathegorien ja schon ein. Dennoch: Ich halte nicht unbedingt wirklich viel von diesen ganzen Blindtastings. Um etwas mit allen Sinnen zu erleben, reicht nicht ein Mundvoll mit Ausspucken. Ich zitiere mal sinngemäß Edward Hamilton (Autor von "Das Rum Buch"): "Um einen Rum wirklich kennenzulernen, müssen Sie eine Nacht mit ihm verbringen."

    Ich weiss 2 Std nach dem Biertrinken, ob ein Bier gut war, nämlich dann, wenn ich von Völlegefühl und Aufstossen verschont bleibe (jetzt bitte keine Renni-Witze). Das war die letzten Jahre bei genau einem Bier der Fall. Aus der ehemalig größten Brauerei der DDR, mittlerweile praktisch eine Hausbrauerei mit kleinsten Ausstoßmengen: Diamant aus Magdeburg (und praktischerweise bei mir auf dem Gelände). Das Luxator ist für mich der Hammer, einfach die Literflasche leerschlotzen und ohne irgendwelche Beschwerden einfach nur das Gefühl haben, etwas wirklich gutes genossen zu haben (ähnlich gehts mir mit dem Essen bei einem bestimmten Asiaten in Hannover). Auf solche körperlichen Anzeichen achte ich mittlerweile mehr als früher, Problem ähnlich Kaffee ist es, ausser Haus was gescheites zu bekommen...

    Becks haben wir beim Grillen als Studies immer gern als flüssige Beilage getrunken, aber mittlerweile...naja, das Becks Gold ist ansatzweise, was Becks früher mal war. Aber wirklich lecker ist das nicht mehr. Wen wunderts, dass es bei Bier so ist wie überall?

    Greetings \\//

    Marcus
  15. Short62 Mitglied

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  16. Holger Schmitz Moderator

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Das schreit ja förmlich nach Boardtreff-Mitbringsel :cool:
  17. nobbi-4711 Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Hmm, ich weiss nicht, ob das Essen von dem Asiaten so lange warm bleibt :mrgreen: Ich sollte aber fairerweise dazusagen, dass das Bier aufgrund der Kleinstauflagen nicht billig ist, 5€ der Liter sind schon Sonderpreis für benachbarte Kaffeeröster...aber ich schau mal, was sich machen lässt. Ist halt unfiltriert, dh es muss kühl (6-7Grad) gelagert und innerhalb von 3 bis 4 Wochen getrunken werden, nix mit 2 Jahre auf der Fensterbank.

    Greetings \\//

    Marcus
  18. Felix-- Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Es gibt in Franken zwar noch extrem viele wirklich gute Biere, die ich auch gerne trinke, aber experimentierfreudige Brauer kenne ich bis jetzt eher nicht.

    Dafür muss ich mir inzwischen nicht mehr zwingend Bier nach München exportieren. Mitten in der Stadt gibt es mit dem Crew Ale einen Vertreter der "neuen" Kleinbrauer. In der Nähe vom Chiemsee gibts die Camba, auch die brauen neben den normalen Biersorten ein paar hopfenlastigere Ales, die sehr lecker sind.
  19. xenos Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Da bin ich zu 100% bei Dir!

    In der Nähe gibt es einen kleinen Privatbrauer, Bier ist unfiltriert und nicht Pasteurisiert, hält max. 4 Wochen, schmeckt phantastisch und ist sehr verträglich. (letztens 18l auf einer 5-Personen-Party ohne "Folgeschäden)
    Zwei Tage später ein Bier einer öst. Großbrauerei (Werbeslogan: warum erfrischt mich das.......bloss so?): man glaubt nicht, wie mies ein Standardbier heute ist. :mad:
  20. S.Bresseau Mitglied

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    AW: Deutschlands Bier......wie gut ist es wirklich ??????

    Du weißt schon, dass die Wies'n-Zelte sich selbst nicht als Goumettempel vestehen? ;-) Es geht hauptsächlich um was anderes als Bier-Geschmack. Die Getränkepreise in Discos sind auch höher als in einer normalen Kneipe. Abgesehen davon finde ich das Wies'n-Bier meist sehr lecker. Frisch und süffig. An einem sonnigen Sonntag Nachmittag einen Wies'nBummel, dann eine frische Maß, eine Brezn und ein Hendl, und ich bin wunschlos gücklich, für den Rest des Tages :)

    Das Spaten Märzen hat mir früher auch aus der Flasche geschmeckt, ich habe es aber schon lange nicht mehr probiert.

    Das vielgescholtene Oettinger hatte ich zu Studentenzeiten wunderbar vertragen, kein Kopfweh oder Probleme mit Magen/Darm.

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