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Entwicklung einer Community (Open Source) Espressomaschine

Dieses Thema im Forum "Vorschläge" wurde erstellt von Bennet, 15. November 2006.

?

Würdest Du Dich mit Deinem Know-how an der Entwicklung einer Open Source Espressomaschine aus der Co

  1. Ja

    100,0%
  2. Ich will mehr darüber wissen

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  3. Nein

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  1. Bennet Gast

    In diesem Forum findet sich eine Unmenge an Expertenwissen rund um das Thema Kaffee.

    Open Source Entwicklungen wie Wikipedia oder auch Linux zeigen, zu welchen Ergebnissen Communities fähig sind, wenn die richtigen Strukturen und Werkzeuge für ein gemeinsames Ziel vorgegeben werden.

    Die Vision - eine Open Source Espressomaschine, die komplett im Internet entwickelt wird und die am Ende jeder produzieren darf - ohne Lizenzgebühren, mit freiem Zugriff auf die Konstruktionsdaten.

    Wir haben die Möglichkeit über ein Forschungsprojekt die notwendige Arbeitskraft und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, ob in Abstimmung mit den Betreibern des Kaffee-Netzes ein Unterforum zu schaffen, in dem die gemeinsame Entwicklung strukturiert vorangetrieben wird. Erfolg und Nachfrage vorausgesetzt hätten wir sogar die Möglichkeit, das daraus entstehende Produkt herzustellen.

    Die Voraussetzung dafür ist aber natürlich die Bereitschaft und das Interesse einer funktionierenden Community, wie die des Kaffee-Netzes.

    Interessant???
    Oscar steht für Open Source Car und übernimmt den aus dem Softwarebereich bekannten Gedanken offener Programmcodes (www.theoscarproject.org). So wie jeder Mensch beim Betriebssystem Linux mitmischen darf, so sollen die Pläne für Oscar von der Allgemeinheit genutzt und verbessert werden.

    Ein Beispiel: www.theoscarproject.org
  2. Goglo Mitglied

    Hallo Bennet,

    Deine Idee ist ja durchaus reizvoll, viele Menschen haben diesen Thread bereits aufgerufen, aber keíner hat bislang geantwortet. Nun werde ich mal in die Tasten greifen und dem Ganzen ein wenig Leben einhauchen.

    Schöne Idee, das. Aber im Gegensatz zu anderen OpenSource-Projekten wird dieses daran scheiten, dass monetäres Engegement notwendig ist um Prototypen zu bauen. Ganz anders ist das bei wikipedia und Konsorten. Da ist das Engagement lediglich persönliche (Frei)zeit. Ich sehe es schon als ein bisschen schwierig an, Geldgeber für Testmaschinen zu finden. Leute, die das das ausprobieren wird man hier genug finden. Die simple Tatsache, dass eine Espressomaschine real existieren muss, um sie nachzubauen zu können, wird Deinem ehrgeizigen Projekt den Todesstoss versetzen - und das schon bevor auch nur Pläne ausgearbeitet sind.

    Idealismus ist schön und gut, aber sobald es an das Portemonaie geht, sind Grenzen greif- und fühlbar.

    Nix für ungut,

    Goglo
  3. Holger Schmitz Moderator

    Ich finde die Idee auch gut, aber mit dem Namen Oscar denke ich kann es Streitereien mit N.Simonelli geben der ja eine gleichlautende Maschine im Sortiment hat.

    Gruß
    Holger
  4. Stefan Moderator

    Ich halte diese Idee für weitgehend sinnfrei.
    Sämtliche auf dem Markt befindlichen Espressomaschinen werden zum grössten Teil aus standardisierten Teilen zusammengesetzt. Das Knowhow der Hersteller besteht hauptsächlich im gestalterischen Bereich, sprich im Gehäusedesign, im Verhältnis sehr gering sind die Unterschiede in der Kerntechnik Brühgruppe+Kessel. Welchen Sinn sollte es machen, richtig viel Geld in die Hand zu nehmen um eine Maschine neu zu entwickeln für eine handverlesene Klientel, die damit keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt? Andersherum - täte sie es doch - oder der Initiator - dann ist dieses Board ganz sicher nicht die richtige Plattform für so etwas.
    Ausserdem dürfte es gerade bei Espressomaschinen mit der überschaubaren Technik wenig erfolgversprechend sein, das Rad neu erfinden zu wollen. Das versucht die Industrie schon eine ganze Weile länger vergeblich...
    Natürlich kann man es trotzdem tun - es ist ja überhaupt kein Problem, an die notwendigen Teile heranzukommen. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass eine solche Kleinstserien-Frankenstein-Maschine aufgrund der einzeln zu beschaffenden Teile ein Vielfaches einer industriell gefertigten Maschine kosten wird - und letztlich nichts besser oder schlechter macht als diese. Ich weiss nicht, ob es hier jemanden gibt der für diese Lektion das nötige Lehrgeld bezahlen will oder kann - ich werde es jedenfalls nicht sein und ich halte es auch nicht für klug, wenn das Board bzw. dessen Initiatoren eine solche irrwitzige Idee unterstützen.


    Gruss
    Stefan
  5. schnick.schnack Mitglied

    soweit ich das beurteilen kann, geht es erst mal gar nicht um die fertigung von hardware, sondern vielmehr um eine virtuelle konstruktion. sowas ist ja heutzutage durchaus möglich ;). mit den notwendigen kenntnissen von simulations-, konstruktions-, .... - tools kann man ein solches projekt sicher sehr weit bringen ohne ein einziges teil überhaupt angefertigt zu haben. unter dieser prämisse:

    nur weil sich in den letzten 40 jahren nicht allzuviel neues entwickelt hat, davon auszugehen dass sich ein stbiler "perfektionsgrad" eigestellt hat, halte ich für eine recht falsche betrachtung der entwicklung. es kann an vielem liegen: sättigung, zufriedenheit, falsche leute, missachtung von entwicklungen auf anderen gebieten, falschverstandenes traditionalistentum, ... warum in aller welt sollte man da schon am enden sein? und warum sollte man brachliegendes wissen nicht nutzen?
    Wiso glaubtst du, dass bei den entsprechenden herstellern fähige leute arbeiten? oder leute mit neuen ideen? es gibt soviele neue materialien, fertigungstechnologien, wissen, ... dass wenn man es inspiriert anwendet zu neuartigen ergebnissen kommen kann. wieso in aller welt sollte ein hochbegabter luftfahrtingenieur bei laCimbali o.ä. anheuern? wenn er aber entscheidendes wissen besitzt, dass eben diesen firmen fehlt (ohne dass sie es wissen), könnte seine sporadische Mitarbeit in einem solchen Projekt durchaus fruchtbar sein. und nichts von neuen ergebnissen aus anderen disziplinen zu kennen ist normal, v.a. in einer hochspezialisierten wirtschaft.

    wenn man die im umlauf befindlichen bauteile zusammensetzt, bekommt man natürlich wieder nur maximal eine interpretation einer schon bestehenden maschine. es geht darum die bauteile neu zu überdenken. muss die brühgruppe tatsächlich so aussehen? usw. es gibt ja immer mal wieder kleine revolutionen und neuentwicklungen: handhebel, pumpe, E61, HX, dualboiler, VA, ... und wenn ich nur dran denke was hier schon für diskusionen stattfanden (mühlenredesign, chemische reaktionen, wärmeleitfähigkeit von lacken, ....), es liegt immer viel potenzial brach.

    ich selbst habe kein wissen, dass ich einem solchen projekt beitragen könnte, jedoch finde diese art von ideen erstmal schön. und ich bin sicher kein OS evangelist! man muss sich halt über lizenzen, rechte und kommerzielle interessen vorher im klaren und reinen sein.
    aber interessierte, begeisterte, visionäre und könner auszubremsen ist so ziemlich das letzte, dass man tun sollte! punkt.

    lg,
    schnick
  6. Stefan Moderator

    Es ist ja schön und wunderbar, ein Visionär zu sein - aber offensichtlich macht sich hier niemand wirklich Gedanken, ob diese Idee überhaupt ansatzweise bzw. mit angemessenem Aufwand realisierbar ist.
    Ich habe jetzt 'nur' aus meiner beruflichen Erfahrung angemerkt, dass sie es gemessen an dem, was wir hier sind, NICHT ist. Hast Du die Zeit und das Geld, so ein Projekt zu finanzieren - bzw. Leute, die es mit dem dazu nötigen Wissen, mit den dazu nötigen Mitteln durchführen? Niemand aus der Industrie wird bereit sein, so etwas für Peanuts in die Hand zu nehmen, und ich bezweifle dass sich hier noch ein ernsthafter Interessent findet, sobald die Kosten dafür halbwegs präzise dargestellt sind.
    Zu der Idee mit der Simulation - klar geht das, aber auch das kostet Geld. Du gehst ja nicht zu einem Rechner und legst einfach los, weil für jede mögliche Applikation eine Simulation existiert - auch die muss erst mal fallspezifisch entwickelt werden. Ob das dann billiger ist als der herkömmliche Weg 'zu Fuss' wage ich anhand der im Verhältnis zum Aufwand simplen Technik in einer Espressomaschine zu bezweifeln.
    Genau wegen der recht überschaubaren teschnischen Zusammenhänge finden Entwicklungen in dem Bereich ja nur noch in kleinen Schritten statt - meist im Bereich von Steuer- und Regelelektronik. Das sind dann aber zumeist nur Entwicklungen im Bereich Bedienungskomfort, Geschichten wie PID-Regler wiederum sind aus anderen Standardapplikationen entliehen. Es gibt ja schon die irrwitzigsten Dinge wie z. B. Brühgruppen, die einen eingehängen und befüllten Siebträger (auch nach Grösse) erkennen und selbsttätig den bezug starten. Was bleibt noch übrig - sollen wir der Maschine das Sprechen beibringen, eine automatische Kaffeesortenerkennung?
    In einem Punkt sei Dir sicher - wenn die Industrie Dir ein neues Feature für Geld verkaufen kann, dann wird es auch entwickelt und gebaut.
    Fakt ist doch, dass wir hier realistisch betrachtet nicht wirklich etwas neuentwickeln können, sondern nur ein paar kleine Details verbessern können. Dazu muss man aber nicht eine komplette Maschine selbst konstruieren, diesen Weg kann man mit weitaus weniger Aufwand gehen indem man eine vorhandene Maschine modifiziert. Du konstruierst ja auch kein neues Auto, nur weil Dir das Gaspedal 2cm zu weiit in den Fussraum hängt. :wink:


    Gruss
    Stefan
  7. Barista Mitglied

    Ich finde den Vorschlag des Threaderstellers gar nicht schlecht. Wie weit diese Sache sich dann entwickelt, bleibt abzuwarten.
    Aufgrund der überschaubaren Technik und der weitgehenden Verwendung von Standartbauteilen wäre es zumindest mal interessant, ein Lastenheft für eine Maschine zu erstellen (je nach Anwendungsbereich). Computer werden ja auch zuhause zusammengebastelt.
    Ich bin auch der Meinung, dass es durchaus noch Entwicklungsbedarf bei den Maschinen gibt. Zum Beispiel wird hier oft nach Maschinen mit kurzer Aufheizzeit gefragt. So etwas ließe sich z.B. auch durch entsprechende Isolierungen, sinnvolle Boilergrößen etc. optimieren.
    Im Forum sind mittlerweile soviele am basteln und renovieren alter Maschinen (incl. PID-Umbauten), dass ich durchaus auch Möglichkeiten sehe, eine hier geborene Idee in der Praxis zu erproben.
    Man kann mittlerweile Bausätze für Fluzeuge und Hubschrauber kaufen und die Dinger dann in der Garage zusammenbasteln. Wieso sollte es da nicht möglich sein, mit der relativ einfachen Technik einer Espressomaschine zu experimentieren.
  8. Holger Schmitz Moderator

    Hallo,

    an dieser Stelle stoppe ich das Vorhaben temporär um diesen Punkt :

    ...
    Wir haben die Möglichkeit über ein Forschungsprojekt die notwendige Arbeitskraft und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, ob in Abstimmung mit den Betreibern des Kaffee-Netzes ein Unterforum zu schaffen...

    vor allem mit dem Boardinhaber zu klären, es gibt sicherlich Punkte pro und Contra.

    Später werde ich es ggf. wieder öffnen.

    Gruß
    Holger
  9. Holger Schmitz Moderator

    Hallo alle zusammen,

    nach ausführlicher Beratung sind wir Moderatoren zu dem Entschluß gekommen daß das Kaffee-Netz Forum nicht als Plattform für dieses Projekt zur Verfügung steht.

    Bennet ist jedoch gerne eingeladen im Rahmen der normalen Forumsdiskussion technische Details etc. zu erfragen.

    Viele Grüße
    Holger
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