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Erfahrungsbericht zur Macap M2D

Dieses Thema im Forum "Mühlen" wurde erstellt von eistee, 4. November 2012.

  1. eistee Mitglied

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    210
    Hallo zusammen,

    ich war auf der Suche nach einem Upgrade für meine Graef CM80, die hier zwar einen guten Job gemacht hat, jedoch hat mich die vergleichsweise grobe Mahlgradeinstellung, das schrille Mahlgeräusch und die statische Aufladung des Kaffeemehls gestört. Außerdem hat die Optik einfach nicht zu meiner BZ10 gepasst ;)

    So habe ich mich nach Mühlen im Preissegment bis ca. 400,- umgeschaut...

    Zur Auswahl standen schlussendlich


    • Bezzera BB005
    • Eureka M.C.I.
    • Compak K3
    • Macap M2D

    Bei der Entscheidung haben mir viele hier geholfen, weshalb ich mich jetzt mit einem Erfahrungsbericht bedanken möchte. Dem ein oder anderen, der vor einer ähnlichen Entscheidung steht, hilft dies evtl. :)
    Da ich die Mühle erst seit gestern besitze, kann ich natürlich nur einen groben Überblick und meiner ersten Eindrücke schildern, werde diesen Bericht jedoch nach und nach ergänzen.

    Also, hier ist das gute Stück :)

    [​IMG]

    Verarbeitung

    Die Maschine macht einen sehr kompakten und massiven Eindruck. Die Verarbeitung ist hervorragend, soweit ich das bisher beurteilen kann. Lediglich der Schieber am Hopper ist ein wenig "wackelig", wobei mir hier auch Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Im Gegensatz zum Bajonettverschluss der CM80 schließt er zumindest 100%ig dicht.


    Timer

    Links neben dem Rüssel ist ein Kontrollleuchte zu sehen. Wenn der Mahlvorgang vor Ablauf des Timers unterbrochen wird, blinkt die Leuchte für drei Sekunden und speichert für diese Zeit die Restzeit des Timers. Wird der Mahlvorgang in diesen drei Sekunden fortgesetzt, wird die Restmenge in das Sieb gemahlen. Wird der Mahlvorgang erst nach Ablauf der drei Sekunden fortgesetzt, erlischt die Leuchte und der Timer startet wieder bei 0.
    Der Mahlvorgang ist außerdem nur aktiv solange der ST den roten Auslöser betätigt.

    Der Timer lässt sich leider nur über einen Poti auf der Unterseite der Mühle einstellen. Da die M2D recht schwer ist, kann man diese nicht mal eben mit einer Hand hochheben und den Timer verstellen. Diese Lösung finde ich äusserst unglücklich. Ich versehe nicht, warum man den Poti nicht z.B. auf der Rückseite angebracht hat. Aber mit diesem Problem steht die Macap ja nicht alleine dar...
    Der Timer lässt sich außerdem nur auf eine oder zwei Portionen einstellen. Dieser Umstand stört mich jedoch nicht weiter. Bei mir ist der Timer ca. auf eine Portion im LM1er eingestellt. Will ich einen doppelten Shot beziehen, starte ich den Timer eben zweimal und mahle ggf. noch etwas nach.
    Überhaupt ist Nachmahlfunktion hervorragend gelöst, wie ich finde. So nutze ich den Timer quasi nur als "groben Richtwert", die Kontrolle erfolgt nach Augenmaß und ggf. mahle ich nach.
    Das halte ich im Übrigen auch für die einzig praktikable Lösung mit Timer-Mühlen, wenn man nicht ständig nachjustieren möchte...

    So sieht also eine Portion im LM1er mit Board-Trichter aus:

    [​IMG]

    Das Mahlgut klumpt ganz leicht (die CM80 hat aufgrund des Kegelmahlwerks quasi gar nicht geklumpt), ist aber sehr homogen und die Klümpchen lösen sich sehr leicht auf. Ich nutze keinen Zahnstocher zum "Atomisieren" sondern tampere lediglich. Probleme mit Channelling habe ich bislang keine.

    Vor dem tampern schüttele ich den ST leicht um das Mahlgut gleichmäßig zu verteilen:

    [​IMG]


    Und hier nun nach dem tampern und polieren. Der Puk sieht gefühlt glatter und homogener aus als zuvor mit der CM80.

    [​IMG]


    Hier nun der Bezug mit der BZ10:

    [​IMG]

    Der schwarze Strich markiert in etwa die 25ml. Diese sind im Testlauf in 26,3 Sekunden ab Start des Bezugs durchgelaufen (siehe letztes Bild).

    [​IMG]

    Die Crema ist zwar etwas blass, ich habe aber heute schon sehr viel schönere Shots gezogen. Geschmacklich habe ich absolut gar nichts auszusetzen. Einfach toll! :cool:

    Als Bohnen kamen übrigens der hervorragende Oh Harvey von Quijote zum Einsatz. Mein absoluter Liebling in der Tasse :)
    Schönes intensives Schokoladen-Aroma.

    [​IMG]

    Hier noch ein Foto des relativ nassen Puks. Das ist beim LM1er aber normal. Hier kann ich keinen Unterschied zur CM80 feststelen.

    Und hier noch die Durchlaufzeit:

    [​IMG]

    Untern Strich bin ich mit der Mühle aktuell sehr zufrieden und scheine meine (vorläufige) "Traummühle" gefunden zu haben :)

    To be continued...
  2. eistee Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Was ich natürlich nicht unerwähnt lassen möchte, worauf mich jedoch erst domimü aufmerksam machen musste (Danke heir ;) ) ist die Tatsache, dass sich die Siebträgerauflage in der Höhe variieren lässt. Die Gabel ist zwar aus Kunststoff, dieser macht jedoch einen wertigen Eindruck. Metall wäre mir hier dennoch lieber gewesen. Die Funktion jedenfalls ist klasse und so passt mein ST auch mit Boardtrichter darunter.

    [​IMG]

    Gut zu sehen ist hier auch der große Rüssel der Mühle :)


    Im Vergleich zur CM80 ist mir auch sehr positiv der kaum vorhandene Totraum der Mühle aufgefallen.

    Wenn man nach dem Mahlen auf die CM80 geklopft hat, fiel i.d.R. noch mindestens eine weitere Portion aus dem Auswurf. Bei der M2D sind es höchstens ein paar mg.
    Dies hat sicher aber auch mit dem Umstieg von Kegelmahlwerk auf Scheiben zu tun und sollte nicht überbewertet werden. Mich freut's trotzdem :)
  3. eistee Mitglied

    Beiträge:
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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Eine Frage, bei der mir vielleicht jemand hier helfen kann:

    Passt auf die M2D wohl auch der 500g hopper der M5?
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  4. Heinerich Mitglied

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    Ort:
    Bochum
    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Danke für den Bericht und die Fotos.
    Da könnte ja irgendwann solch eine Mühle neben meiner Pavoni stehen.

    Könntest Du das mit dem sehr geringen Totraum ggf. in ein paar Tagen nochmals bestätigen (hoffentlich) oder aber korrigieren?
  5. H - P Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Ich ergänze mal, meine Kombi BZ10 und M2M.

    - Der Puck ist ähnlich nass.
    - Leichte Klümpchen ohne channelling kann ich bestätigen
    - Den Siebträgerhalter kann man ganz einfach entfernen, so dass auch ein großer Boardtrichter passt.
    Es fällt im Inneren der Mühle eine Schraube runter, die sich nach Öffnen des Bodendeckels leicht entfernen lässt.
    - Totraum gering
    - sehr wertige Verarbeitung
    - leicht zu reinigen
    - leise
    - der "Schieber" ist recht wackelig, aber funktional.

    Im Übrigen standen bei mir ebenfalls diese
    Bezzera BB005
    Eureka M.C.I.
    Compak K3
    zur Auswahl. ;-)

    Espresso zurzeit Langen Kuba.
  6. breilecker Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Also der meiner M4 passt nicht auf meine M2...
  7. eistee Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Damit dürfte der der M5 auch nicht passen. Schade aber kein Beinbruch.

    Als du den Bodendeckel entfernt hattest, hast du dir da auch evtl. mal den Poti für den Timer genauer angeschaut? Ließe sich dessen Position ggf. verlegen? Z.B. an die Rückseite der Mühle...
    Einen ähnlichen Mod gab es hier ja mal für die K3.

    Im Übrigen freut es mich, dass sich deine Erfahrungen mit deinen decken. Das spricht für die Mühle :)


    Den Totraum werde ich definitiv im Blick behalten. Auch im Hinblick auf Mahlgradveränderungen bzw. wie schnell sich diese auswirken.
  8. Theotequila Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Hallo Eistee,

    danek dir für den klasse Bericht zur neuen Mühle! Das hilft definitv bei der Mühlenauswahl.
  9. H - P Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Ich habe die M2M, da gibt es keinen Timer ;-)
  10. eistee Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Oh, sorry. Überlesen ;)

    Sah das Innenleben denn einfach oder eher kompliziert aufgebaut aus?
  11. H - P Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Mache sie auf, sind nur ein paar kleine Schrauben. Kaputt machen kannst du da nichts.
  12. eistee Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Ich will hier mir ergänzen, dass ich nach 2 Wochen M2D-Nutzung sehr konstanten Ergebnisse erziele. Habe eigentlich keine groben Ausreisser dabei. Insofoern erfüllen die Mühle und der Timer vollends meine Erwartungen! :)
  13. Tautropfen Mitglied

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    Espoo
    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Auch bei mir hat die M2D Einzug erhalten und so langsam aber sicher gewöhne ich mich an die Lady, ein bisschen zickig am Anfang, aber jetzt bin ich sehr glücklich mit ihr. Ich schliesse mich dem Klumpen und dem nassen Puck an, ansonsten mahlt die Mühle sehr gleichmässig und der Totraum ist im Gegensatz zu meiner Ascaso geradezu lächerlich klein. Und sie schnurrt wie meine Katze, wenn ich sie unterm Bauch kraule.
    Eine Frage hätte ich da noch?! Wie kommt ihr mit der Einstellung des Mahlgrades klar? Bei meiner 85/15 Mischung hab ich da gerade leichte Probleme. Wieviel Gramm benutzt ihr für einen Doppelten? Ähnliche Schwierigkeiten?!
  14. Tom-KA Mitglied

    Beiträge:
    61
    AW: Erfahrungsbericht zur Macap M2D

    Tach zusammen !

    Mensch, ich war fast 2 jahre nicht mehr hier ! hab aber auch gleichmäßig guten Espress zuHause ...

    Jetzt hab ich grad entdeckt, dass es die M2.. gibt. Die könnte mich schon zu einem Update bewegen ...
    ganz wichtig für mich aber (wegen entsprechender Dauerkommentare der besseren Hälfte ..) : Wie ist denn die lautstärke der M2 ?
    Im werbetext steht ja was von "leise" ...
    Habe jetzt die Iberital, der ich nach wie vor ein super Preis-Leistungs-verhältnis zuschreibe. Wie ist Euer Vergleich mit der Gräf und der Ascaso ?

    Danke !

    Gruß
    Thomas

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