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Forchheim: 2 teilweise enttäuschende Ergebnisse

Dieses Thema im Forum "Bayern" wurde erstellt von danielp, 26. August 2006.

  1. danielp Mitglied

    Beiträge:
    2.400
    Ort:
    Berlin
    Moin,
    auf unserer Frankenradtour kamen "jens-berlin" und ich auch in Forchheim durch und versuchten in einer Regenpause einen trinkbaren Espresso zu bekommen. Als erstes schauten wir auf dem Marktplatz in eine Bar und ein Café von außen rein und zählten die Sekunden der Durchläufe. Ne, da war nix dabei. Wegen des stärker werdenden Regens besuchten wir dann aber einen Italiener am Markt und fragten, ob wir einen guten italienischen Espresso bekommen könnten.

    Klar könnten wir das... na mal schauen ;-). Mit gezückter Stoppuhr schauten wir der Maschine zu, nach 17 Sekunden war aber leider Schluss. Geruch und Geschmack des Espresso waren gerade noch so ok, der Cappu hatte wie häufig zu viel Milch und zu viel Bauschaum. Leider hatte der Barista-Kellner-Chef in Personalunion nicht viel Zeit, so konnten wir ihm nur oberflächlich erklären was man (schmeichelhaft) "noch besser" machen könnte...

    Nebenbei hatten wir per Handy-Internet die Testa Rossa Caffè Bar in der Eisenbahnstraße bei der Sparkasse ausfindig gemacht. Also kurz durch den Regen hingeradelt. Auf den ersten Blick eine sehr nette Bar mit Stil. Sie ist offenbar als Kantine, Bar und Treffpunkt für Angestellte und Kunden gedacht. Maschine und Mühle machten einen guten Eindruck, also los.

    Leider war aber der Traum vom guten Espresso nach exakt 5 (in Worten "fünf") Sekunden ausgeträumt, bei mir kam dann noch Autocappu-Milchschaum dazugequollen. Leute, wie kann man eine Siebträger-Maschine derart einstellen?! Wir konfrontierten das trotz alledem sehr nette Personal mit dem Ergebnis und fragten sie, wie die Maschinen eingestellt werden. Antwort: Da kommt extra in kurzen Abständen ein Italiener und stellt die Maschinen ein! Und der wäre sogar vor kurzem dagewesen! Und vor allem (Zitat) "muss das so schnell laufen". Wir beteten die Parameter 7g-20kg-25s-... herunter und meinten, dass ein guter Espresso wirklich länger laufen müsste. Aber das konnten die sich beim besten Willen nicht vorstellen. Zitat: "Dann müssten wir ja jedes Mal so lange warten, wir müssen ja auch den Kaffee für die Besprechungen machen..."

    Vermutung: Die Maschinen werden dort einfach nur "deutsch eingestellt", damit man in endlicher Zeit einen großen Kaffee oder gar ein Kännchen füllen kann. Wer Espresso bestellt hat Pech. :)

    Trotzdem war der (durch den Regen ausgedehnte) Besuch dort recht nett, nicht nur wegen der lustigen Angestellten. Es gab nämlich auch durchaus leckere, frisch zubereitete italienische Snacks! Alles in allem eine nette Bar, wenn auch mit (noch) falsch eingestellter Maschine. Da kann aber echt was draus werden...

    Koffeinhaltige Grüße
    Danielp
  2. AW: Forchheim: 2 teilweise enttäuschende Ergebnisse

    Den besten Espresso der Stadt Forchheim gibt es zweifelsohne in der Apothekenstrasse. Das Kleinod heißt "La Enoteca" und ist auf Kaffee/Espresso, Wein und andere ital. Spez. spezialisiert. Der Besitzer ist ein Kaffee-Fetischist. Würde mich nicht wundern, wenn er auch im Forum ist.
    In einem kleinen Cafe genau gegenüber bekommt man übrigens auch guten Espresso.
  3. Agi Mitglied

    Beiträge:
    31
    Ort:
    Windischeschenbach
    AW: Forchheim: 2 teilweise enttäuschende Ergebnisse

    Ja, das kann ich nur bestätigen. Ich war letztes Jahr eine Nacht in Forchheim und auf der Suche nach einem netten Café habe ich das La Enoteca zufällig entdeckt. Mir hat der Espresso und Cappuccino so gut geschmeckt, dass ich gleich dreimal dort war. Der Inhaber hat sich auch sehr gefreut, als im mich für den guten Kaffee bei ihm bedankte. Ich finde, wenn es so ist sollte man das auch immer sagen. Ich freue mich darüber auch immer.
    Agi
  4. luggi Mitglied

    Beiträge:
    134
    Ort:
    berlin.
    AW: Forchheim: 2 teilweise enttäuschende Ergebnisse

    waren neulich in der fränkischen auf kaffeesuche. haben bogatz in forchheim in der hornschuchallee gefunden. gibts wohl erst seit einem jahr.

    wurden gleich freundlich beraten. und uns wurde "Äthiopien Yirgacheffe" ans herz gelegt. war im endeffekt nicht ganz unser geschmack, aber trotzdem ein guter kaffee.

    hat auch eine schöne cafe-einrichtung, aber probiert haben wir dort nichts.
    das nächste mal mehr...

    edit: hab grad noch die internetseite auf der packung gesehen: kaffeeroesterei-bogatz.de
  5. walf Mitglied

    Beiträge:
    58
    AW: Forchheim: 2 teilweise enttäuschende Ergebnisse

    Dann will ich, als in der näheren Umgebung ansässiger, auch mal meinen Senf dazu geben.
    Ganz klar in Ordnung die genannte La Enoteca. Auch ok, ist der Karnbaum, schenkt einen netten Espresso aus, hat außerdem super leckere Feinkost.
    Den besten Espresso allerdings habe ich an absolut unerwarteter Stelle bekommen: Ich war an einem faden Samstag gegen 22.00 Uhr zusammen mit meinen Kindern bei einem kleinen, lang am Ort ansässigen Italiener um eine äußerst durchschnittliche Pizza zu verspeisen - Mille Lire - Stadtauswärts gelegen, und konnte nach dem eher durchschnittlichen Mahl nicht widerstehen, zu später Stunde noch einen Espresso zu trinken. Eigentlich hatten wir bereits bezahlt und waren am gehen, dann ist mir das professionelle Equipment aufgefallen und ich habe einen bestellt.
    Und dann kam der Hammer! Einer der besten Espressi meines Lebens wurde mir spendiert! Wirklich ein Hammer Stoff.

    Zur bereits erwähnten kleinen Rösterei und Kaffeebar bogatz kann ich nur sagen: Finger weg! Habe mehrere Sorten daheim versucht, alle innerhalb der letzten zwei Wochen geröstet, und war durchweg enttäuscht. Flach oder bitter, dazwischen war bislang nix!
  6. walf Mitglied

    Beiträge:
    58
    Die Rösterei bogatz ist umgezogen in neue Räume. Alles sehr schick, die Röstanlage ist hinter Glas, sehr hochpreisiges Equipment vorhanden. Dann muss man natürlich nach längerer Zeit auch mal wieder ausprobieren. Zuerst die Beratung der Damen, die hinter dem Tresen stehen.
    Man fragt nach einer guten Espressobohne: Ja, da könne man eigentlich alle Kaffees nehmen, die wären alle gut für Espresso. Man verwende fast ausschließlich Arabica, daraus könne man bekanntlich den besten Espresso zubereiten. Ein Hinweis darauf, dass man in italienischen Barmischungen gerne einen hohen Robustaanteil hat erzeugt Ratlosigkeit. Eine Differenzierung nach verschiedenen Zubereitungsarten kennt man hier nicht. Alles für alles lautet die Devise.
    Also versucht man "den Brasilianer" der grad in der Mühle lauert. Man hätte gerne einen Doppelten:
    Die leicht überforderte Dame nimmt den Siebträger mit Doppelauslauf und die hohe schmale Espressotasse zur Hand - und ist ratlos! In der Nachbargruppe hängt der Einzelauslauf und harrt der Dinge die da kommen mögen. Schließlich wird die Kollegin gefragt, die - Pragmatismus ist alles - dazu rät, den einen Auslauf über die Tasse zu stellen, für den anderen benutzt man flugs ein gerade ungebrauchtes Milchkännchen. Dann wird das Erzeugte zusammengekippt - und fertig ist die lauwarme Brühe. :confused:
    Auf vorsichtige Nachfrage reagiert Dame 1 mit noch größerer Verunsicherung, Dame zwei bekommt einen leichten Aggressionsschub. Das wäre halt der Siebträger für größere Mengen. Mit dem mache man doppelten. Man könnte vielleicht eine andere Tasse verwenden? Nein, das sind die Espressotassen, da muss der rein!
    Man fragt nach, was denn mit dem Einzelauslauf ist? Den könne man nicht nehmen, da gehe nicht genug Kaffeepulver rein. Das wird dann gezeigt. Warum man nicht das Sieb wechsele? Man hätte kein anderes. Aha! Und das aus dem Doppelauslauf (übrigens ein 21gr Sieb für den Doppelten)? Das gehöre ja in den anderen Siebträger.
    Man trinkt die Plörre und fragt sich, warum einer Kohle ohne Ende ausgibt um eine schicke Rösterei hinzustellen, dann aber Personal hinter den Tresen stellt, das augenscheinlich nicht den Hauch einer Ahnung hat!
    Ich denke, das war`s dann wieder für die nächsten Jahre ...
    Zuletzt bearbeitet: 8. August 2014

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