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Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Mühlen" wurde erstellt von Mirsei87, 17. Oktober 2012.

  1. Mirsei87 Mitglied

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    München
    Da seit kurzem einige Internetshops die oben genannte Mühle für ca. 90 Euro anbieten,
    würde mich interessieren ob hier im Board schon jemand Erfahrungen mit der Mühle hinsichtlich der Tauglichkeit für Siebträgermaschinen gemacht hat?

    Wäre ja eine nette Option für Einsteiger, falls das Ergebnis der CM 80 ähnelt....
  2. BeMaXX Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Der Motor und das Mahlwerk entsprechen wohl dem der CM 80 / 90. Auch das Zubehör ist das Gleiche.

    Hier ist Gehäuseseitig ein wenig mehr Plastik im Spiel, die Maschine ist rd. 20% leichter als die CM 80. Die Mahlgradvestellung und auch der Kranz scheinen ebenfalls aus Plastik zu sein. Das muss man mögen, und man sollte nicht zu oft die Bohnen wechseln.

    Ich nutze die CM 80 noch als Zweitmühle und bin eigentlich zufrieden. Die CM 70 könnte auch eine interessante Alternative sein, für 99,- Euro sicherlich gut genug für Einsteiger, solange die Mahlgrade passen.
  3. südkaffee Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Servus,
    auf den ersten Blick (Datenblatt und Bedienungsanleitung) schaut die Mühle sehr ähnlich aus wie die CM80,
    nur ein paar Unterschiede:
    - Kunststoffgehäuse statt Alu-Druckguß, leichter, andere Maße
    - Kein Ein/Aus/Auto-Schalter an der Seite der Maschine, sondern nur der Taster am Siebträgerhalter
    Wenn es beim Mahlwerk Unterschiede gäbe, könnte man sie vielleicht im Ersatzteilshop von Graef feststellen.
    Da ist derzeit als Zubehör/Ersatzteil für die CM70 aber nur das Bürstchen aufgelistet ;-)
    gruß,
    Stefan
  4. HHarlekin Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hallo und guten Abend,

    ich kann die Vorredner bestätigen. Meine Gattin hat die CM70 heute für 89,-- € abgeholt (bei einem großen Computer-Anbieter in Hamburg, irre). Der Plastikanteil ist deutlich höher als bei der CM80, naja, irgendwo müssen die rund 30,-- € weniger ja zu Buche schlagen.
    Z. B. hat sie keinen großen Druckguss-Fuß, auf dem die Gummi-Matte liegt, sondern stattdessen einen dünnen, wenn auch festen Plastikteller, der unter den Mahlgutbehälter geschoben wird.
    Getestet haben wir sie noch nicht, machen es am Wochenende, Dann wird sich zeigen, ob sie der CM80 entspricht (was ich vermute). Wenn dem so ist, wird sie unsere neue Zweitmühle.

    Freundliche Grüße

    PS: Bislang war ich nur stiller Mitleser, habe aber schon eine Menge an hilfreichen Tips und Anregungen aus diesem faszinierenden Forum mitnehmen können, dafür von hier aus einfach mal vielen herzlichen Dank. ;-)
  5. Meero Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hallo HHarlekin,

    habt ihr jetzt schon Erfahrungen mit der CM 70 gesammelt? Sie interessiert mich auch sehr, vor allem die Frage, ob es im Mahlergebnis Nachteile gegenüber der CM 80 gibt.

    Grüße
    Jörg
  6. HHarlekin Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hi "Meero",

    Ja, haben wir.

    Nein, gibt es nicht, die CM70 ist genauso espressofähig wie die CM80, hat ebenso 24 Mahlgrade, es ist auch der gleiche Motor und das gleiche Mahlwerk, ich habe es gerade nachkalibriert, sie mahlt jetzt auf Stufe 9 - 13 espressofein (je nach Bohne und Sieb).

    Ich bin gerade am Überlegen, evtl. einen Kurzbericht über die ersten 3 Monate abzufassen, über Vor- und Nachteile, aber ganz kurz ein paar Anmerkungen, die ich z. T. auch schon in einem anderen Thread drin hatte:

    Die Graef CM70 ist die am wenigsten komfortable der CM-Reihe, Espresso mahlt sie genausogut wie andere Graef-Mühlen. Es gibt ein paar Unterschiede zur CM80, die für mich entscheidend wären, wenn sie, wie bei uns, nicht "nur" Zweitmühle wäre:
    Durch den Plastikkorpus ist sie deutlich leichter (ca. 1,8 Kg), was sich beim Mahlvorgang auswirken kann: Die CM80 hat neben dem Kontaktschalter noch einen 2. Schalter, den man auf Ein/Aus/Auto stellen kann, die CM70 hat dies nicht, sondern nur den Kontaktschalter, der durch Andrücken des Siebträgers oder des Mahlgutbehälters betätigt wird, wodurch diese leichte Mühle gerne ins "Wackeln" kommt. Das halte ich für gewöhnungsbedürftig. Am besten steht sie erstmal vor der Wand, bis man den richtigen Druck mit dem Siebträger "drauf" hat.
    Ein weiterer Punkt ist, daß der Bohnenbehälter im Gegensatz zur CM80 nicht schließt, wenn man ihn abnehmen möchte, er sollte also unbedingt leer sein. Der um rund 30 € niedrigere Preis schlägt sich halt irgendwo nieder.
    Wer damit gut klar kommt, hat mit der CM70 sicher eine geeignete Einstiegsmühle.
    Was oft (nicht immer) bei Graef-Mühlen gemacht werden muß, ist eine "Nachkalibrierung", wenn der Mahlgrad nicht stimmt. Das ist aber nichts schlimmes, eine Anleitung liegt bei, und die Metallscheiben werden idR mitgeliefert.

    Mit z. Zt. um 80,-- € ist sie sicher das preisgünstigste Angebot einer espressofähigen Elektromühle, und insofern absolut verlockend für Einsteiger mit kleinem Budget.
    Die Mühle ist ein wenig leiser als die CM80, was dem Plastikkorpus geschuldet sein dürfte, vermute ich mal.
    Sie ist, wie gesagt, sehr leicht, darüberhinaus ist der Ring des oberen Mahlwerks nicht, wie bei der CM80, gesondert herausnehmbar, sondern mit dem Mahlgutbehälter fest verbunden.

    Mein Fazit: Für uns als Zweitmühle okay, für eine "Haupt-"mühle würde ich mit heutigem Wissen etwas mehr Geld ausgeben. Andererseits erinnere ich mich aber auch noch gut an meine Siebträger-Anfänge: Hätte es damals so eine Mühle gegeben, hätte ich sicher glücklich zugeschlagen, und die o. a. Nachteile in Kauf genommen. So gesellte sich damals eine "Zassenhaus" zur Krups. ;-)

    Über langfristige Haltbarkeit kann ich natürlich nach 3 Monaten noch nichts sagen, hoffe aber, daß sie es unserer CM80 (gut 2 1/2 Jahre nunmehr anstandslos in Betrieb) gleichtut. Aus der täglichen Benutzung kann ich auch sagen, daß (bislang) das Preis-Leistungs-Verhältnis tatsächlich großartig ist. Trotz hoher Plastiklastigkeit macht sie auf mich keinen "windigen" Eindruck.
    Empfehlenswert für Einsteiger? Im Prinzip ja, aber mit obigen Einschränkungen.

    Grüße
    Zuletzt bearbeitet: 18. April 2013
  7. S.Bresseau Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Irgendwo muss gespart werden, aber imho an der falschen Stelle. Denn genau der dreistufige Schalter ist doch eine der cleversten Ideen (keine Ahnung, an welchen anderen Mühlen der noch verbaut ist). So kann man die Mühle problemlos mit einem externen Fototimer betreiben. Bei meiner Challenge musste ich den Druckschalter für den ST kurzschließen.

    Eine Mühle aus Plastik ist schon OK, aber allzu wackelig sollte sie nicht sein, vor alllem wenn man keinen externen Timer hat. Ich jedenfalls würde den Aufpreis von vielleicht drei Pfund Bohnen zu einer CM80 oder CM81 bezahlen.
  8. HHarlekin Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Ja, das ist auch mein stärkster Kritikpunkt, mit allem anderen kann ich mich problemlos arrangieren. Würde sie 10,-- € mehr kosten, und hätte den Schalter noch, wäre sie in der Preislage mE eine geradezu geniale Mühle.

    Grüße
  9. Meero Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hallo HHarlekin,
    danke für die ausführliche Antwort. Der Schalter ist auch für mich ein Argument, ebenso der Bohnenbehälter.
    Bleiben eigentlich Bohnen im Mahlwerk, wenn man den Behälter der CM 80 abnimmt?
    Mich interessiert die Möglichkeit, schnell zwischen zwei Kaffeesorten hin und her zu wechseln. Wenn noch Bohnen im Mahlwerk sind, müsste ich die Maschine wohl zum Rest-Entleeren auf den Kopf stellen?
    Gruß
    Jörg
  10. Tigr Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hallo Meero,

    auf dem Weg zwischen Kegelmahlwerk und dem Auslass für das Pulver befindet sich immer noch restliches Pulver. Hierbei wird auch gern von Totraum gesprochen. Also ein Raum in der Mühle, in dem sich noch "altes" Pulver versteckt, dass erst beim nächsten Mahlen abtransportiert wird.
    Fazit: wenn du die Bohnen wechseln möchtest, kommst du um das ausklopfen wohl nicht herum.

    VG
    Tigr
  11. HHarlekin Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hi,

    das ist mit dem Lamellenverschluß nie absolut 100%ig sicher.
    Ich hatte es gerade, daß die letzten Male beim Abnehmen keine Bohne zurückblieb, ich hatte es aber auch schon häufiger, daß ein paar Bohnen noch durchgerutscht waren. Was immer in der Mühle bleibt ist das Mehl im "Totraum". Zum Glück ist der "Totraum" der CM80 relativ klein.
    "Auf-den-Kopf-stellen" ist eine Methode, Reste von Bohnen und Mehl aus der Mühle zu bekommen, ich verwende aber - jedenfalls für die Mehlreste - einen kleinen Küchensauger.
    Natürlich bietet so ein Lamellenverschluß den Bohnenwechsel durch Behälterwechsel an, ich ziehe die Methode der kleinen Bohnenmenge im Hopper vor, aber das muß jeder selbst entscheiden. ;-)

    Grüße
  12. Meero Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hallo Tigr,
    danke, aber ich meinte vor dem Mahlwerk, ob da noch ungemahlene Bohnen festsitzen, wenn man den Behälter abnimmt und einen anderen Behälter mit anderen Bohnen aufsetzt.
    Gruß
    Jörg
  13. Tigr Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    got it.
    Wie es mit Bohnen vor dem Mahlwerk aussieht hat eben HHarlekin beschrieben. Dem kann ich mich nur anschließen. Habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
  14. toco Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Also, für die CM80 gesprochen: JA. Der Lamellenverschluss schneidet etwas oberhalb des Mahlkegels ab, zwischen Kegel und Wand und über dem Kegel liegen dann noch Bohnen, die füllen ziemlich genau ein Einersieb. Also einfach hin- und herwechseln geht nicht.
  15. Meero Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Danke, wenn dann ohnehin die CM 80 interessanter für mich ist, werde ich mal auf erste Berichte zur CM 800 warten.
  16. derPetto Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    So ich möchte hier auch mal noch einen Erfahrungsbericht schreiben. Ich habe die Mühle nun ca. 4 Wochen und als Zweitmühle benutzt. Zu der Mühle lässt sich folgendes sagen:

    1. Solide Verarbeitung trotz hohem Kunststoffanteil.
    2. Schöne Optik (subjektiv)
    3. angenehmes, nicht zu lautes Mahlgeräusch (wie bei der CM80).
    4. gutes und vor allem Espressotaugliches Mahlgut
    5. Mahlgradverstellung mehr als ausreichend (Stellungen zwischen den "Rastern" können ebenfalls genutzt werden)
    6. Einfache Reinigung
    7. relativ wenig Totraum (bei mir im Durchschnitt 1,8 - 2,2 g) -> können durch einfaches "schütteln" der Mühle leicht aus dieser entfernt werden.

    Mehr fällt mir gerade nicht ein. Als Zweitmühle oder als Einsteigermühle ist die CM70 meiner Meinung nach ideal, vor allem wegen dem extrem niedrigen Preis.

    Von mir gibts daher eine klare Kaufempfehlung.
  17. Neaston Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Moin,

    wir haben eine Grafe CM 70 in Kombination mit einer Bazzar A2 im Einsatz. Und die Graef CM70 ist nicht ganz so nervig wie unser Wasserkocher, der mich morgens meist weckt. Es geht sicher besser aber für gerade einmal 75€ bin ich echt zufrieden.

    Mahlgrad empfinde ich zwischen 15 und 14, mit einer leichten Tendenz zur 14, als gut. Der Espresso läuft in der fast richtigen Zeit durch, mal etwas zu schnell, mal etwas zu langsam (liegt im +/- 3s Bereich). Was aber vermutlich an meiner nicht perfekten Technik beim tampen liegt. Ich habe aktuell Fausto Napoli vom 14.5. drin, geschmacklich echt gut, die Crema ist farblich gut, nur leider etwas dünn. Nach etwa 20s ist in der Mitte keine mehr. Hat dafür vllt. noch jemand einen Tipp oder ist der Kaffee etwas zu frisch? Ein verstellen des Mahlgrads hatte leider kaum/keine spürbaren Auswirkungen auf die Crema, aber negative auf den Geschmack - und meinen Schlaf.:-?

    Liebe Grüße
    Neaston
  18. derPetto Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Also ich habe gerade genau die selbe Einstellung (zwischen 14 und 15) jedoch den Parrottacaffee Amabile. Crema ist im Überfluss da. Hat wirklich sehr viel mit der Kaffeesorte zu tun. Zu frisch ist er denke ich nicht, kann aber sein dass es eine reine Arabica Mischung ist, die haben ab und zu wenig Crema :)
  19. HHarlekin Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Hi Neaston,

    da bleibt eigentlich nur feiner mahlen und/oder das Sieb minimal stärker füllen, und/oder stärker tampern.
    Wieviel Gramm Pulver sind im Sieb?
    Zu frisch kann der Kaffee nur sein, wenn du ihn gerade bekommen hast, Kleinröster wie Quijote oder Fausto versenden oft am Tag nach der Röstung, d. h. der Kaffee muß noch ein paar Tage reifen (insgesamt ca. 7 Tage je nach Sorte, der eine oder andere etwas länger), und ist dann wunderbar.
    Aber wenn er so frisch ist, wird der Espresso cremareicher als mit älteren Bohnen, nicht dünner.
    Reine und fast reine Arabica-Mischungen sind auch nicht so cremastark wie robustalastigere, aber auch da gibts Unterschiede.
    Auch kann es daran liegen, daß hie und da das Brühwasser mal zu heiß ist?

    Grüße
    Zuletzt bearbeitet: 27. Mai 2013
  20. S.Bresseau Mitglied

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    AW: Graef CM 70 - Gibt es zu dieser Mühle bereits Erfahrungen?

    Darf ich fragen, warum Du sie, nach nur vier Wochen Gebrauch und zwei Tage nach diesen durchgängig positiven Bericht (kein einziger negativer Aspekt), schon wieder verkaufen willst? Das lässt mich vermuten, dass das gute Stück vielleicht eventuell doch irgendwelche Nachteile haben könnte ;-)

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