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Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

Dieses Thema im Forum "Espresso- und Kaffeemaschinen" wurde erstellt von Tigr, 1. Dezember 2013.

  1. Tigr Mitglied

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    Im neuesten "Testheft" sind die Ergebnisse der letzten Tests (2011-2013) zu diversten Kaffeemaschinen zusammengesammelt worden.
    Dies wird nun als großer Test mit "fast 50 Maschinen im Test" verkauft.

    Das Wichtigste vorneweg: Den Bericht sowie die Ergebnisse, welcher Kaffeetyp man ist, sollte man nicht unbedingt gelesen haben. Zu wenig wirklicher Inhalt und was noch schlimmer ist: Das Abschneiden der Siebträgertechnik im Vergleich.

    Nach dem Lesen des Artikels konnte ich nicht umhin, mich innerlich zu fragen, ob von den Testern die Materie wirklich verstanden wurde.
    Zitate wie: "Wer Crema liebt, wählt eine preisgünstige Siebträgermaschine" oder beim Kaffetypus des Genießers: "Klare Sache: Sie brauchen einen Vollautomaten oder eine Siebträgermaschine..." <- man beachte die Reihenfolge. säen bereits erste Zweifel an der Testgüte.

    Schön ist auch das Zitat: "Den besten Espresso im Test brühten Vollautomaten und Kapselmaschinen."
    Es folgt: "Der kleine Schwarze aus der günstigen Siebträgermaschine von DeLonghi ist nicht so lange anhaltend im Geschmack. Auch seine Crema erweist sich als schwächer."
    Tja, das wundert mich nicht. Lief doch die DeLonghi EC 330 S nur exemplarisch im Test mit.
    Ähhh, hallo??
    Hier testen Profis Vollautomaten zwischen 300 - 970 Euro und dagegen wird eine 150 Euro Siebträgermaschine exemplarisch mal mitlaufen gelassen aber das Ergebnis verglichen?
    Ist das sinnvoll? ist das objektiv?

    Weitere Zweifel kommen, wenn es nur ums Geld (Kosten pro Tasse). Dann werden auch schon mal Nespressokapseln mit Discounterbohnen verglichen, damit das Ergebnis auch schön frappierend ist. Dass möglicherweise olle Bohnen auch so schmecken, und im Vergleich Kapseln (Achtung, Hypothese) mit hochwertiger Bohnenqualität gefüllt werden ist wahrscheinlich zu kompliziert.

    Ich erwarte von Stiftung Warentest objektive und gut recherchierte Tests und Ergebnisse. Aber so etwas ist m.E. reines Marketing / Entertainment und hat mit einem ernsthaften Test wenig zu tun.

    Sehr schade.

    Falls ihr den Test gelesen habt, was ist eure Meinung?

    abendliche Grüße von
    Tigr
    Zuletzt bearbeitet: 1. Dezember 2013
  2. helges Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Duennbrettbohrertest.

    Warentest testet nicht fuer das obere Ende der Fahnenstange sondern fuer die breiten Zielguppen, die trifft man leichter und die kaufen mehr.
    Waehrend im Fachhandel ein guter Siebtraeger verkauft wird, schleppen im Geiz-ist-geil-Laden 100 Leute einen Vollautomantekarton raus.
  3. Dale B. Cooper Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Stell Dir mal den Kaffee-Netz Ansturm vor, wenn die als Ergebnis gehabt hätten, dass man für 150€ einen Siebträger kaufen sollte, der dann DEN super Espresso macht.

    Sollen die lieber ihre Vollautomaten ohne uns schimmeln lassen.. :D

    Dale.
  4. Heinerich Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Mich stören die Tests nicht (mehr) im Geringsten. Die Zielgruppe der "Spezialisten" (ist nicht elitär gemeint), werden durch die Stiftung doch längst nicht mehr erreicht, sondern die breite Masse der KäuferInnen. Und die haben meist, bei der Auswahl eines Gerätes, anderes im Sinn, als (kompromislose) Qualität der Ergebnisse.
  5. Iskanda Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    ...der oft auch soviel wie ein ST kostet. ;)
  6. Tigr Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Ja genau dass ist das was mich besonders stört, dass teure Vollautomaten bis 1000 EUR mit einem Billigsiebträger verglichen werden und dann .... oh Wunder das Ergebnis pro Vollautomat ausfällt. Und damit Rückschlüsse auf die verwendete Kaffezubereitungstechnik suggeriert werden. Hier sollte man vergleichbares vergleichen.

    Und das ist m.E. ein methodischer Fehler.

    In Zeiten, in denen es fast zu jedem Konsumgut eine eigene Fachzeitschrift gibt, war die Stiftung Warentest immer ein Garant für objektive nachvollziehbare Testmethoden. Also nicht so ein Quatsch wie die Vergleiche im TV wie bei Service-Zeit-in-welchem-Drittprogramm-auch-immer. Wenn nun die methodische Kompetenz zugunsten einer starken Weihnachtsauflage zurückgedrängt wird, wird ein weiterer Bezug des test-Heftes für mich wirklich fraglich

    ... im Gegensatz zum nächsten Espressobezug :mrgreen:
  7. espressionistin Moderatorin

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Man muss ihnen aber zugute halten, dass sie durchaus darauf hinweisen, dass es ein günstiger ST war, den sie zum Vergleich herangezogen haben und dass "Siebträgergeräte für etliche hundert Euro (...) mehr Möglichkeiten" bieten.

    Über "etliche Hundert Euro" könnte man jetzt sicher wieder streiten, aber ich denke auch einfach, dass "Spezialisten" bei diesen Tests gar nicht die Zielgruppe sind.

    Sehen wir es doch positiv, sie haben darauf hingewiesen, dass Siebträger was für Puristen ist und ausserdem Übung und Handarbeit braucht. Wen das nicht stört, wird sich nach wie vor dem Siebträger widmen, wer sich davon abschrecken lässt, ist möglicherweise mit den anderen Systemen besser bedient.
  8. milchkaffeesucht Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Ich muss gestehen, das Heft an der Kasse im Supermarkt wartend gekauft zu haben. Die Themen fand ich spontan wie auf meine aktuellen Kaufinteressen zugeschnitten (Werbung und Medienberichterstattung wirken vermutlich doch mehr als mir lieb ist...): Tablets, elektrische Zahnbürste, Fernsehgeräte und das "Kaffee Spezial". Das Kaffee Spezial war wirklich unterirdisch, da passte nichts zusammen. Auch ist mir schleierhaft, wie eine Zeitschrift, die sonst häufig bei kleinsten Materialzusammensetzungs-/Ökologiebedenken ansonsten beste Geräte massiv abwertet, hier Kapselmaschinen empfehlen kann...
  9. 'Ingo Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Hmm...so ein Wassertest auf Blei würde inkl. der benötigten Behälter so um die 40EUR kosten, das müsste man im Zweifelsfall wohl mal investieren
    Wasseranalysen
  10. NiTo Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Und was mache ich als Gaggia Männ? Ich bin nicht so sehr Blei-kontaminiert, ich bin aluminiert :mrgreen:

    LG Thomas
  11. Heinerich Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Zack! Das war jetzt ne Vorlage.... :-D
  12. NiTo Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Ja Bernd, aber die war bewusst geschrieben ;-)
  13. Rotomax Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Die hätten die Vollautomaten mal nach ca. 1 Jahr Betriebdauer nur gereinigt mit dem internen Spülrogramm so wie in Echt ohne zerlegen testen sollen, das wäre realistisch. Hatte heute wieder so einen Schimmelkaffee serviert bekommen, urgh, da ist jeder Instantkaffee aufm Esbitwürfel angeheizt besser.

    Ich weiss von interner Seite einer anderen Testzeitung (nicht Stiftung Warentest, die ich eigentlich immer noch am Besten finde) das sich die Hefte am besten verkaufen, wenn das Testergebnis am meisten "Rockt". Soll heissen, schneidet die teuerste Maschine am besten ab = langweilig, schneidet die schlechteste am schlechtesten ab, auch langweilig. Kommt was dramatisches raus dazu noch passend für den angepeilten Betrag = wunderbar.
    Ich denke auch das in diesem Forum weit jenseits des Erkenntnis- und Erfahrunghorizontes der sog. "Berufstester" geschrieben und ausprobiert wird. Wie auch immer, man muss das ja nicht lesen und kaufen. Letztlich ist das doch selbsterklärend, woher sollen die denn das Know How her haben ? Wer von denen beschäftigt sich denn erstmal völlig wertfrei Jahrelang mit dem Thema Kaffee und dessen Zubereitung ?
    Alex Moulton meinte immer, test it ... test it and test it again.

    Viele Grüße Jürgen
  14. Arni Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Wenn man sich über die Stiftung Warentest beklagt, was hier leider öfter sehr unreflektiert vorkommt, sollte bedacht werden, dass dies die einzige nennenswerte Testinstitution ist, die nicht von einem Verlag oder Werbeanzeigen schaltenden Firmen abhängig ist und zu den wenigen gehört, die ihre Testkriterien allgemeinverständlich kundtun. Dass sie Geräte testen, die die Mehrheit der Bürger benutzen, gehört zu ihrem Auftrag. Kaffeegeräte, die hier im Forum überwiegend eine Rolle spielen, stehen in weniger als 5% der deutschen Haushalte. Von daher können sie in Tests keine wesentliche Rolle spielen.
  15. blu Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Hi,
    naja, es gibt wenige Themen, in denen ich mich gut auskenne. Lese ich Tests aus diesen Bereichen kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln. Wieso sollte ich dann eine solche Zeitschrift in anderen Bereichen zu Rate ziehen?
    LG blu
  16. NiTo Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Genau so geht es mir auch, und zwar sowohl bei "Stiftung Warentest", als auch bei "Ökotest", die ich, wenn überhaupt, nur noch im Wartezimmer beim Zahnarzt lese.

    LG Thomas
  17. StefanW Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Die Testkriterien liegen offen. Anhand dieser kann jeder die Ergebnisse für sich einordnen. Wenn zB eine Kaffeemaschine schlechter abschneidet, weil sie 20W mehr verbraucht als von StWt für gut befunden, aber der Geschmack ganz weit vorn liegt, ist diese für mich trotzdem 1. Wahl.
    Die selektive Beurteilung der Ergebnisse wende ich auf alle Tests an. Denn die Tester können mit den nach ihrer Meinung wichtigsten Testkriterien nicht jedem gerecht werden.
  18. Blackbird Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Ich denke, man sollte sich ganz klar vor Augen halten - was hier auch schon einige geäußert haben - dass überspitzt gesagt, die Stiftung Warentest aufgrund der Breite ihrer Tests und der Zielgruppe, die sie anspricht, sie zwar sicher in der Lage ist, eine Fahrradklingel sachlich zu bewerten, es aber schwierig wird, sobald etwas Spezielleres gefragt wird.
    Ich würde niemals eine seriöse Bewertung von z.B. HiFi-Komponenten von denen erwarten und die hier gelebte Kaffeeliebhaberei schwebt doch auf ähnlich high-fidelem Niveau.
    Gut, dass es diese Test-Instanz gibt, aber für alles, was mit Hingabe betrieben wird, haben die m.M.n. weder die Kompetenzen noch die Kapazitäten.
    Dafür gibt es die jeweils einschlägigen Magazine oder eben so wertvolle Communities wie das Kaffee-Netz

    Schöne Grüße,
    Tim
  19. strauch Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Ich weiß nicht, ich hab mal einen Vollautomaten Test gelesen wo sie mit einer Bohnensorte alle Maschinen durchprobiert haben, der eine war dann zu bitter der andere zu Sauer. Ich finde das hätten die sich auch schenken können. Man wird vermutlich mit etwas Gesuche zu jeder Maschine einen passenden Kaffee finden. Da hätten die sich lieber mal auf Verarbeitung, Wartbarkeit, Geräuschkulisse oder Bleitests ;-) etc. beschränken sollen.
    Wie ich schon in einem anderen Beitrag schrieb: Ich kann die Bewertungen und deren Gewichtung oft nicht Nachvollziehen. Beim Batterietest hat der Auslaufschutz nur zu 5% ins Endergebnis eingespielt. ALDI Batterien waren da gut, ich hasse die Dinger, weil die schon viele Geräte bei mir und im Bekanntenkreis zerstört haben, das passiert mit anderen nicht, aber das ist scheinbar unwichtig. Aber wenn in einer Schokolade ein Aroma falsch deklariert ist, ist das ganze Produkt gleich Mangelhaft, obwohl das praktisch kaum Auswirkungen hat.

    Das hat für mich auch nichts mit Highend zu tun, sondern mit ganz einfach grundlegen Dingen und das sehe ich beim Kaffee genauso. Stiftung Warentest könnte ja durchaus auch auf die frische Hinweisen oder auch fordern das soetwas auf der Verpackung steht. Wenn man sich auch schon über Aromen aufregt. Damit überfordert man doch niemanden?!
  20. Tigr Mitglied

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    AW: Kaffeemaschinentest Stiftung Warentest 12/2013

    Dass der Test nicht noch diverse Siebträgermaschinen testet, da sie die breite Masse der Kaffeemaschinenprivatkäufer nicht so interessiert, wäre ja verständlich und ok. Stiftung Warentest möchte ja möglichst viele Haushalte erreichen.

    Wirklich gut ist auch die Offenlegung der Kriterien. Die Gewichtung muss nicht immer die sein, die man selber angelegt hätte. Aber der Leser ist dann befähigt, sich sein eigenes Urteil über die Produkte zu machen und zu entscheiden, ob er das eine oder andere Kriterium für sich auch einfach ausblendet.

    Dass aber Äpfel mit Birnen verglichen werden ist nun einmal großer Käse.
    Das ist so, als ob man Gasgrills mit Holzkohlegrills vergleicht. Beim Gasgrill jedoch die üblichen gut verkauften Produkte nimmt, beim Holzkohlegrill aber den Einweggrill. Das Ergebnis wäre im Vorhinein schon klar, hätte aber nichts mit der genutzten Technik zu tun. Dies wird aber stark suggeriert.

    Wenn man schon verschiedene Techniken in den Test mit einbezieht, ist doch die Voraussetzung, dass die Modelle weitestgehend qualitativ vergleichbar sind.

    Oder irre ich mich und die teueren Vollautomaten sind tatsächlich mit der DeLonghi vergleichbar...... und zwar in Punkto Anteil verbautes Plastik in der Maschine...:mrgreen:

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