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Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

Dieses Thema im Forum "Was ich unbedingt noch sagen wollte..." wurde erstellt von Vincent Kluwe-Yorck, 4. September 2012.

  1. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    Natürlich haben wir in Europa die Umweltschutz-Richtlinie IVU, die unseren Fabriken vorschreibt, wieviel Schmutz sie in die Luft blasen dürfen. Auf dem Papier liest sich das sehr gut. Und in Deutschland haben die Bestrebungen nach sauberen Produktionsstätten auch einiges bewirkt. Nur wie sieht es außerhalb Deutschlands aus? Viele Industrielle sind mit ihren Fabriken einfach in Regionen gezogen, wo man nicht so genau hinsieht. Wo die Schornsteine schon mal Stoffe in die Luft blasen können, denen man seine Kinder nicht gerne ausgesetzt wissen will. Wo das eine oder andere Abwässerchen aus den Rohren in die Landschaft fließt, dessen Farbe und Beschaffenheit nichts Gutes ahnen lässt. Und da muss man nicht weit gehen. Bereits an den Rändern Europas herrschen katastrophale Verhältnisse - wie z.B. durch den jüngst gemeldeten Vorfall in Tarent, Süditalien bekannt geworden.

    Und wieviel schlimmer erst außerhalb Europas, wo die Menschen buchstäblich im Giftmüll leben müssen. Tagtäglich vergiftetes Wasser trinken müssen, weil es kein anderes gibt. In den Fabriken giftverseuchte Luft atmen müssen und die durchschnittliche Lebenserwartung der Arbeiter kaum über 40 liegt. Ändert unsere schöne IVU etwas daran? Nein. Die Produktion wird einfach verlagert. Ich bin der Meinung, das ist ein Thema, das Aufmerksamkeit verdient.

    Zum Projekt:
    Ich hege nicht die Hoffnung, ich könne mit schönen Fotos die Welt verändern. Natürlich nicht. Aber bewegen? Vielleicht ein klein wenig: Fotos rücken ein Thema in das Interesse der Menschen. Ausdrucksstarke Fotos faszinieren die Menschen und inspirieren sie. Wenn die Fotos etwas zu sagen haben, lassen sie die Menschen denken. Denken kann Handeln beeinflussen. Meinungen ändern. Das Weltbild korrigieren. Und damit dann in letzter Konsequenz auch die Welt bewegen. Und ich finde, das ist doch ein Ziel, für das es sich lohnt, den Finger auf den Auslöser zu drücken! ;) Und ganz nebenbei, um den Destruktivisten zu begegnen, für die das alles sinnlos ist, nichts bewirkt, viel zu unkonkret ist, und überhaupt ...: Tun ist allemale besser als Nicht-Tun!

    EDIT: Wer sich dafür interessiert, was aus dem Projekt geworden ist, kann sich die vorläufig fertigen Ergebnisse hier anschauen: http://www.flickr.com/photos/48146833@N05/sets/72157631467433366/


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    Zuletzt bearbeitet: 2. Oktober 2012
  2. badalucchino Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Hä? Hab ich was verpasst?
  3. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Nix verpasst, Badalucchino. Hab die Bilder nur mangels Interesse gelöscht. Will ja die Community nicht langweilern. ;)
    Zuletzt bearbeitet: 6. September 2012
  4. badalucchino Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    [​IMG]"Guten Tag Frau Eule! Habt Ihr Langeweile?"
    "Ja, eben jetzt, solang Ihr schwätzt!"

    (Wilhelm Busch)
  5. saecoroyal Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Hi Vince,

    da postest Du eh schon fast nichts mehr, dann machst Du einen neuen Fred auf und dann ist der leer. [​IMG]


    Gruß Willi
  6. Ranger Kevin Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Finde ich auch, ich mochte die Fotos... nur weil nicht gleich 10 Leute Juhu schreien heist das doch nicht, dass es niemanden interessiert, oder? ;-)
  7. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Meistens schon, Kevin! ;)

    Aber wenn Ihr meint, stell ich sie halt wieder ein. Und das letzte (Nr. 5 - ist inzwischen auch fertig) noch dazu. Dachte nur, dass sie wirklich niemanden interessieren. Muss ja niemand Juhu schreien. Aber vielleicht 'ne Meinung dazu haben? Oder so?
  8. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Stimmt. Dem Grün kommt eine besondere Bedeutung zu. Hatte ich mir etwas bei gedacht! ;)

    Und hab auch nix dagegen, dass es Fabriken gibt - will ja nicht wieder in die Höhle zurück. Nur sauberer könnten sie sein. Geht doch, wie wir seit den letzten Jahren hier in Deutschland wissen.
  9. face Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Bezieht sich das auf irgendwas konkretes?
  10. Iskanda Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Grüne Themen polarisieren halt nicht mehr so wie vor 30 Jahren. Und genau genommen müssten wir ja ein schlechtes Gewissen haben, denn richtige Stromsparer sind die von uns geliebten Maschinen ja nicht gerade.

    Mir fehlt im Bereich Bildbearbeitung leider jedes Talent und ich finde es gut gemacht. Meinen Respekt hast du dafür.
  11. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Leider hast Du Recht. Umweltthemen besetzen in den letzten Jahren keinen sehr prominenten Platz auf der Prioritätsliste unserer Medienlandschaft. Dabei wäre es heute nötiger denn je. Klar - in Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren einiges gebessert. Zu einem großen Teil aber nur deshalb, weil sehr viele Fabrikationen von Deutschland nach Asien verlagert wurden, hauptsächlich nach China. Und dort sind die Produktionsbedingungen schlimmer als sie bei uns je waren. Filme wie "Der Preis der Blue-Jeans" oder die Reportagen von Christoph Lütgert machen das deutlich.

    Mir fehlt es zwar am nötigen Fachwissen, aber ich könnte mir vorstellen, dass neben der CO2-Anreicherung und der resultierenden Klimaerwärmung eine noch größere Katastrophe lauert: Die Anreicherung der Atmosphäre mit den unzähligen Chemikalien, die durch Fabrikation, Landwirtschaft und Rohstoffabbau freigesetzt werden. (Nur zwei Stichworte: Quecksilber bei der Goldgewinnung, Erdölförderung in Nigeria). Katastrophen wie Bophal und Seveso sind da nur die Spitzen der Eisberge, die dann auch mal weltweit in die Medien gelangen. Ich vermute aber, dass der ganz alltägliche Wahnsinn der Giftstoffemission statistisch deutlich mehr Relevanz besitzt. Und die Folgen lassen sich bereits heute erkennen: Stichwort saurer Schnee und Giftbelastung in der Antarktis. Und denkbar ist immerhin, dass sich die chemischen Gifte, die auch noch von einer unglaublichen Langlebigkeit sind (z.B. DDT - gefunden in den Pinguinen), soweit in der Atmosphäre anreichern, dass sie weltweit zum Problem werden. Und dann gibt es keine sauberen Fluchtpunkte mehr auf unserem Planeten, wo man sich mit viel Geld freikaufen kann. Genau darauf zielt meine Posterserie ab. (Zweiter Ansatz meiner Posters: einzige Schwachstelle der Industriellen - ihre Kinder, speziell die Söhne als "Kronprinzen".)

    Tja, was machen wir nun damit? Ehrliche Antwort? Ich weiß es nicht. Mich hat es zu dieser etwas hilflosen Geste mit den Posters animiert - wohl wissend, dass meine Aktion natürlich nicht einmal ein Läusefurz in der Landschaft ist. Andererseits gibt es Mittel und Wege. Leider nur keine schnellen, bzw. leichten. Der Anfang wäre, ein allgemeines Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen. In der Folge könnte man versuchen, unsere Gesetzgeber zu bewegen: Es könnten Gesetze erlassen werden, dass nur Produkte in die EU importiert werden dürfen, die unter Bedingungen hergestellt wurden, wie sie unseren heimischen Gesetzen und Richtlinien entsprechen. Dies wäre juristisch nur ein relativ kleiner Schritt, hätte aber bereits erhebliche Auswirkungen auf die Produktionsbedingungen in den Billiglohnländern. Die größte Hürde dürfte dabei sein, den Widerstand der Hunzingers (Lobbyisten) dieser Welt zu überwinden.


    Nur zwei winzige Auszüge aus der schier endlosen Kette:
    http://www.bi-unterelbe.de/hintergrund/giftstoffemissionen.html
    http://www.ib-rauch.de/agestalt/wohn/schadsto.html
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2012
  12. Iskanda Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    So sieht es aus. Und schlimmer noch: Die Produkte sind vielfach auf Kurzlebigkeit ausgelegt und wegen des niedrigen Preises lohnen Reparaturen nicht. Oder die Qualität ist einfach liederlich und man trennt sich entnervt von dem Gegenstand.
    Also werden Umwelt und Menschen 4 Mal belastet: bei der Produktion, beim Transport, beim Entsorgen und beim Neuproduzieren.

    Von der Seite her sind die Maschinen von Bezzera, Rocket & CO durchaus vorbildlich denn ich kann mir vorstellen, das andere Hersteller durchaus Maschinen und Mühlen in China produzieren lassen. Mir fallen da spontan einige Modelle ein, bei denen ich mir das gut vorstellen kann. In der Elektronikwelt ist das ja mittlerweile Usus.

    Man kann aber wenig machen. Ausser vll. sich zu geduldig zu engagieren und nur Produkte 'made in EU' zu kaufen. Aber das geht nicht immer. Ich habe mal wochenlang Schalter und LEDs gesucht und fast nur Hersteller in China gefunden. Es war nicht wirklich leicht überhaupt was in der Nähe zu finden, und nach Möglichkeit Produkte, die dann nicht gleich das 10- oder 15-fache gekostet haben. Aber es war möglich :)
  13. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    So isses. Und schlimmer: Es geht fast gar nicht. Von daher greift das oft gehörte Argument der Contras natürlich völlig daneben: "Dann kaufe doch keine Sachen, die in Asien hergestellt werden!" Haha. Wie denn?!? Kommt doch heutzutage fast alles aus Asien. Zumal es mir als Konsument oft nahezu unmöglich ist, die Herkunft der Produkte oder einzelner Bestandteile festzustellen. Und der Ausweg wäre dann, ab in die Höhle - will sagen: kompletter Konsumverzicht. Wolle nur noch selbstgestrickt und Brot nur aus eigenen Halmen.

    Nein - die Lösung kann nur eine Ebene höher liegen, wie ich es schon gesagt habe: entsprechende Gesetze müssen her - das wäre der einzige Weg, denn die Produktionsbedingungen in China können wir nur beeinflussen, indem die EU "Konsumverzicht" übt, will sagen, nur Produkte importieren lässt, deren Herstellung in jeder Hinsicht unbedenklich ist: schadstoffrei, unbelastend für die Arbeiter, halbwegs annehmbare Arbeitsbedingungen und Entlohnung für die Arbeitnehmer. Anders wird es kaum gehen. Halte ich das für realistisch, bzw. machbar? Ha........ha.


    Sollte es überhaupt einen realistischen Ansatz geben, kann es nur über das allgemeine Bewusstsein sämtlicher Bürger gehen, woraus dann der nötige Druck auf die Politik erwachsen könnte. Womit wir wieder bei meinen Posters wären! ;)
  14. face Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Wobei sowas häufig zwei Seiten hat. Das Verbot von DDT zum Beispiel war und ist ja quasi eine absolute Tragödie...

    Im Übrigen sind auch Dieselabgase karzinogen und hoch toxisch. Das Problem ist, mit allgemeinen Kampagnen stärkt man weniger das Umweltbewusstsein, als wenn man sich einen bestimmten Feind aussucht und dagegen vorgeht, wie beispielsweise Monsanto (Food Inc. ist auch eine interesssante Dokumentation), da doch Konsum zu stark in der Gesellschaft verankert ist. Ich dachte halt ihr hättet in der Nähe eine Fabrik oder so, das hatte mich interessiert (deswegen hatte ich gefragt).
  15. Iskanda Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Das ist aber nicht nur ein Problem des marktwirtschaftlich orientierten kommunistischen Staates in Asien, sondern verwurzelt in der Bereitschaft vieler Menschen, andere Menschen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Also passiert das überall.

    Hin oder her - es wird so bleiben. Wir können es aber wenigstens beklagen und versuchen bewußt nicht mitzumachen wenn es geht.

    So, machen wir uns einen Kaffee, gepflückt in Sonstwo, geröstet in Berlin, mit Wasser (und Kalk) aus der Gegend auf einer europäischen Maschine gebrüht. :)
  16. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Wie wahr!

    Zwei weitere Punkte auf der langen Liste. Hast völlig Recht! Kann mich noch deutlich erinnern, was mir das damals für Stirnrunzeln verursacht hat, als Diesel-Fahrzeuge steuerlich begünstigt wurden. Eine der größten Schwachsinnstaten unserer Politiker. Eine andere "Glanzleistung" war das Verbot unserer guten alten Glühbirne und EU-weite Einführung der Stromsparleuchten. Was für ein Wahnsinn! Und bei Monsanto klappt mir einfach nur das Messer in der Tasche auf. Wobei. So richtig übel wird mir bei den Rechtfertigungsversuchen der bezahlten Helferlinge (Professoren, Wissenschuftler) von Monsanto, die versuchen, mit ihren Schlechtachten die Machenschaften von Monsanto weltweit durchzudrücken. Da würde man sich wünschen, dass Totschlag zu den legitimen Methoden der Selbstverteidigung gehört!

    Ja - das habe ich gerade getan, Iskanda! ;) Hab mir eben erstmal ein anständiges Tässchen gezapft. Seit langem mal wieder Ottolinas Maracaibo in der Mühle. Hmmm. Läcka!

    P.S. Hab die Serie übrigens noch in einem alternativen Stil angelegt - weiß nicht, welcher Version ich den Vorzug geben soll:


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    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2012
  17. badalucchino Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Der Begriff "Bosse" ist mir aus meiner wilden 68er Zeit (lang lang ist´s her) zwar noch geläufig, wirkt heute aber reichlich angestaubt und irgendwie vorgestrig. Zur Zielgruppe deiner Plakatentwürfe gehören sie schon irgendwie, aber wie wir alle wissen: die Politik gibt vor, wie sauber die Luft, wie ungiftig die Nahrung, wie unschädlich die Medikamente, wie klar das Trinkwasser zu sein hat usw. Ohne die politischen und/oder gesetzgeberischen Vorgaben werden die "Bosse" genau das liefern, was das kapitalistische System vulgo "der Markt" von ihnen fordert. Warum sollten sie sich selbst mit Auflagen irgendwelcher Art den Profit schmälern? Und, bitte nimm es mir nicht übel, Bilder mit Kindern und Gasmasken erzeugen höchstens Angst- und Abneigungsgefühle, und die waren noch nie ein guter Ratgeber. Werbepsychologisch gesehen sehr kontraproduktiv.
  18. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Die Überlegung zum Begriff Bosse hatte ich auch. Nur ist mir leider nichts anderes eingefallen. Dachte ja auch an die Politiker. Soll ich dann Politiker sagen? Hm. Warum eigentlich nicht? Oder weiß jemand etwas Besseres?

    Und zur Schrecktherapie: Ich denke, anders wird man an die Adressaten nicht herankommen, als wenn man ihnen über ihre eigenen Zöglinge Angst macht. Was soll sie sonst beeinflussen außer der Politik. Das sehe ich wie Du. Nur stehen leider zwischen der guten Absicht und dem guten Tun die Lobbyisten. Und ich dachte, nur die Angst um den eigenen Nachwuchs der Politiker und Fabrikanten ist stärker als der Einfluss der Lobbyisten. Nee? Benetton hat uns mit seinen Werbekampagnen vorgemacht, dass Werbung durchaus nicht immer ästhetisch und harmonisch sein muss, um erfolgreich zu sein. Und ein bisschen Angst muss schon sein, damit etwas geändert wird. Ohne Angst kann man ja ruhig alles weiter laufen lassen wie bisher. Hatte ich mir gedacht.

    Aber ich denke, ich sollte die ganze Serie auf BEIDE Einflussfaktoren ausrichten: Fabrikanten UND Politiker! Werde da nochmal in mich gehen. Wenn nur das Wort Politiker nicht so unmusikalisch wäre. Hätte da gerne eine Alternative.
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2012
  19. S.Bresseau Mitglied

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    AW: Mal was ganz was anderes: Ein büsschen Gift muss sein ...

    Hi Vince,

    Deine Serie finde ich gestalterisch ansprechend, sie wirkt aber auch auf mich etwas 60er/70er mäßig, und im Wortsinne plakativ ;-)

    Unsere Luft ist vermutlich sauberer als sie es in dem letzten 150 Jahren jemals war, ebenso die Flüsse, und unsere Nahrung wird immer giftfreier. Was zugenommen hat ist die Lärmbelästigung durch den stetig gestiegenen Verkehr. Lärm macht tatsächlich krank und könnte durch relativ einfache Maßnahmen etwas reduziert werden: Flüsterasphalt, leisere Motoren/Kapselung oder e-Antrieb, verschalte Radhäuser und bessere Aerodynamik bei LKWs. Entsprechende Forderungen findet man so gut wie keine.

    Wie wär's statt Gasmaske mit Ohrschützern, und Protest gegen Lärm? Oder gegen Quecksilbervergiftungen durch "Energiesparlampen" und Verstrahlung durch Mobilfunk?
    (Von der drohenden Zunahme des Augenkrebsrisikos durch Stromleitungen, Windrotoren und lila Panels auf roten Dächern ganz zu schweigen ;-) )

    Viele Grüße
    Stefan

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