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Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

Dieses Thema im Forum "Mühlen" wurde erstellt von DünnUndFade, 12. September 2012.

  1. DünnUndFade

    DünnUndFade Mitglied

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    Hi Leute,

    lange ist es her, daß ich hier im Forum mal gepostet habe. Als ich damals meine Bezzera PM07 gekauft hatte brauchte ich erstmal ein wenig Hilfe und hab die Zwischenzeit genutzt erstmal zu üben und Feeling zu bekommen, Kaffee-Sorten und Röstereien zu probieren usw. usw. usw.

    Langsam haben die Bezzi und ich uns aufeinander eingepegelt und mit ein wenig Abstand zum Neukauf kommen natürlich ganz andere Fragen auf wie folgende:

    Ich habe als Mühle die Graef, die hier ja auch hinreichend beschrieben wird. Nach dem Kauf mußte die erstmal mit den Unterlegscheiben getuned werden und dann konnte man damit schon was anfangen. Mein Käffchen kaufe ich immer bei Fausto oder LangenKaffee und in der Regel kam dabei immer auch das zu erwartende leckere Zeug bei raus.

    Ihr merkt ich hole immer gern etwas aus nicht wahr:) Aber ich nähere mich der Frage:

    Wenn ich nun auf eine jener supertollen Mühlen (Mazzer und co.) mit Scheibenmahlwerk usw. wechsel, ändern sich die Ergebnisse in der Tasse nochmal, sprich: wird´s dann tatsächlich noch toller? Welche Maschiene sollte ich dann in Erwägung ziehen, wenn ich quasi vorhätte die "letzte" Mühle in meinem Leben zu kaufen, nicht weil ich dann tot umfalle, sondern weils toller nicht mehr geht?
    Nachtrag wegen Unklarheiten(Sorry): Wobei der letzte Satz eher scherzhaft gemeint ist und nicht dahingehend zu verstehen sein soll, daß ich das teuerste und größte Gastronomie-HighEnd Teil suche sondern eines, welches geschmacklich weitestgehend alles rausholt...

    Gruß und Danke für die Antworten
    Sascha
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2012
  2. Markenmehrwert

    Markenmehrwert Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Die Mazzer Robur E und Royal E, dann bist du bestens versorgt, je mit riesen konischem Mahlwerk und riesigen flachen Mahlscheiben. Beide mit niedrigen Drehzahlen.

    Gruß
    M.
     
  3. espresso-addict

    espresso-addict Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Eine Gastromühle: Mahlkönig K30 Vario, Compak K-10 Fresh, Mazzer Robur E oder Macap M7D zum Beispiel.
     
  4. Markenmehrwert

    Markenmehrwert Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Es gibt natürlich auch günstigere Mühlen die wohl gut sind. Z.B. die Anfin Super Caimano on Demand. Auch große Mahlscheibe und niedrige Drehzahlen.
     
  5. DünnUndFade

    DünnUndFade Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Hat denn auch mal jemand den Umstieg von der einfachen Graef auf so ein HighEnd-Teil - Geschmacklich nachvollzogen?

    Lg
    Sascha
     
  6. infusione

    infusione Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Elektra Nino ist auch so ein endgültiger Kandidat. 68mm konisch. Sehr fein verarbeitet. Mit eingebautem Trichter und eingebauter Tamperstation. Aber 2k ist auch ein Wort.

    Eine supertolle und deutlich günstigere Mühle ist die Casadio Isatantaneo. 44m konisch. Von den bisher genannten mit EUR 600 (ohne Stecker) sicher die günstigste. Die Optik ist sicher nicht für jeden bedriedigend.

    infusione
     
  7. Terranova

    Terranova Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???


    Wobei Du bei der Nino besser keine Nachbarn haben solltest, oder ein empfindliches Gehör.
    Die Tamperstation ist mMn nutzlos, standesgemäß funktioniert (die Nino) sie nur bei ca. 200g Gewicht im Hopper.
    An Deiner Stelle würd ich mich nicht so auf die ultimative Mühle versteifen, viele der hier genannten sind für den Heimgebrauch nicht nur überdimensioniert, sondern machen ein single dosing ziemlich müßig.
    Du solltest mal aufzählen, was Dir wichtig ist / auf was Du Wert legst bei Deiner zukünftigen.
    Ein upgrade zu einer Mittelklasse Mühle, ist doch schon ein guter Schritt weiter weg von der Graef.
     
  8. mamu

    mamu Mitglied

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    Ich bin von der CM80 auf die nicht ganz so große Quamar M80E umgestiegen.
    Neben dem für mich großen Komfortgewinn bilde ich mir auch ein einen geschmacklichen Fortschritt erfahren haben.
     
  9. espresso-addict

    espresso-addict Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Schon der Umstieg von einer Rocky (kurzfristig über eine Isomac Macinino Professionale als Leihgabe) auf meine jetzige Eureka Mignon Istantaneo hat eine spürbare Qualitätssteigerung gebracht. Allein schon die Tatsache, dass ich durch die stufenlose Einstellbarkeit die Dosis nicht mehr anpassen muss, ist ein Gewinn.
     
  10. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Bei mir wird die Eureka nicht mehr verwendet, weil sie verglichen mit der Rocky mehr klumpt und saut. Geschmacklich habe ich bei selbem Mahlgrad keinen Unterschied feststellen können. Verglichen mit vielen anderen Mühlen ist die Rasterung der Rocky recht fein, sodass ich für mich darin keinen Nachteil sehe. Eine Mahlkönig K30 ES ist noch nie wegen des Mahlguts kritisiert worden, obwohl sie mit 21 deutlich weniger MAhlgradstufen als die Rocky bietet.
     
  11. espresso-addict

    espresso-addict Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    @domimü
    Ich fand die Abstufung der Mahlgrade bei der Rocky letztlich ziemlich grob. Die K30 ES ist eine reine Espressomühle, d.h. ich habe 21 Mahlgradstufen nur für die Espressozubereitung, trotzdem würde ich persönlich die K30 Vario bevorzugen. Viele Stufe verwendenst Du bei deiner Rocky für Espresso? Bei mir waren es etwa fünf.
     
  12. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Hab schon alles von 2 bis 15 gebraucht, je nachdem, welche Röstung und welches Sieb ich verwendet habe und wie hoch ich dosiert habe, die Bohnen waren stets recht frisch; innerhalb von z.B. dunklen Röstungen im Rancilio 2er Sieb waren es dann auch eher 5 oder 6 verschiedene Stufen. Grob oder nicht grob ist halt die Frage, verglichen mit der Graef oder auch einigen Gastromühlen ist Rocky fein gerastert, verglichen mit der Mahlkönig Vario Home wohl eher grob. Da man aber eh erst beim Bezug merkt, ob der Mahlgrad gepasst hat, und erst für den nächsten Bezug nachjustieren kann, verspreche ich mir von einer feineren Rasteung als bei der Rocky nichts - die PArameter wie Luftfeuchtigkeit etc. sind schon morgens ganz anders als abends.
     
  13. espresso-addict

    espresso-addict Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Mir ist es halt relativ oft passiert, dass bei der Rocky der optimale Mahlgrad zwischen zwei Stufen lag, so dass ich die Dosis entsprechend anpassen musste. Ein sicherlich extremes Beispiel, das mir in Erinnerung geblieben ist, war: bei ansonsten gleichen Bedingungen auf Stufe 5 erst 25 ml in 40 Sekunden, auf Stufe 6 dann 25 ml in 15 Sekunden, also einmal unter- und einmal überextrahiert. Das hat mich zeitweise extrem frustriert, auch wenn der Unterschied im Allgemeinen nicht so gewaltig war. Aber ich finde eine Dosismodifikation von 0,2 g kann sich schon geschmacklich auswirken.

    Mit der Eureka bin ich jetzt sehr zufrieden. Das genannte Klumpen hat sich nach einigen Pfund Kaffeebohnen spürbar reduziert und stellt IMHO kein echtes Problem dar, da sich die Klümpchen beim Verteilen und Tampern leicht auflösen.
     
  14. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Derartige Unterschiede unter sonst gleichen Bedingungen hatte ich bisher nicht annähernd. Für eine Fehleranalyse dürfte es aber zu spät sein, weil du das Setup ja nicht mehr hast. Klar, dass sich eine andere Dosis geschmacklich auswirkt, bei 0,2g vermute ich aber, dass ich es nicht schmecken würde.

    Um aber zum Thema zurückzukehren, wo nach Highendmühlen gefragt wird, während ich Rocky und Eureka beide eher bei der "untere Mittelklasse" ansiedeln würde: Gunnar0815 hat, denke ich, sich bisher am meisten mit den Highend-Mühlen beschäftigt, er ist von der Elektra Nino begeistert. Die meßbaren Parameter scheinen da alle im grünen Bereich zu sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2012
  15. espressionistin

    espressionistin Moderatorin

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    Wie auch an anderer Selle schon oft erwähnt, habe auch ich es nie so extrem wahrgenommen bei der Rocky wie du. Im Vergleich zu z.B. der Nemox Lux hat die Rocky eine geradezu feine Abstufung. Und auch diese Mühle funzt super, ist also alles relativ.

    Dosisanpassungen finde ich übrigens Alltagsgeschäft und keinesfalls negativ.
    Ich bin mittlerweile eigentlich dazu gegangen, sehr vieles über Dosisänderungen auszugleichen, bei meine stufenlosen Mazzer wie auch bei meiner feinstgestuften Cimbali Max.
    Warum? Ganz einfach: Mengenänderungen wirken sich sofort aus, während eine Mahlgradanpassung erst nach einigen Bezügen zum Tragen kommt. Beispiel in der Früh: beim ersten Bezug ist immer etwas altes Kaffemehl dabei, weswegen der Bezug durchrauschen würde. Also einfach über die Nachmahlfunktion ein Schlückchen mehr Mehl in den Siebträger und es passt wieder.

    OnTopic fällt mir eigentlich nicht mehr viel ein weil eigentlich alles schon gesagt wurde. Außer dass für mich persönlich für eine geschmackliche Weiterentwicklung eigentlich auch nur die "amtlichen" konischen, die ja im großen und ganzen schon genannt wurden, in Frage kommen..
     
  16. DünnUndFade

    DünnUndFade Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Hi Leute,

    schön daß soviele von Euch dabei sind. Ich glaub ich habe die Eingangsfrage zu sehr in Richtung HighEnd polarisiert, das wollt ich garnicht. Wenn ich die Antworten hier so durchlese glaub ich, daß für mich eigentlich die Frage nach der geschmacklichen Aufwertung meiner Zubereitungen im Vordergrund steht.

    Kurz gesagt: Ich kenne meine Kaffee´s nur direkt gemahlen aus der GRaef und dann getampt, vorher kurz Gewicht kontrolliert und ab geht es.
    Um wieviel mehr in Richtung nächst höherer Mühlenklasse muß man gehen um einen geschmacklichen Gewinn zu haben? Muß man dann wirklich in die teilweise total überdimensionierte OberProfiLiga oder reichen unter Geschmackskriterien die Mittelklasse-Varianten aus? Welche sind das dann???

    Sorry, wenn der Themenstart etwas abgedriftet war...


    LG
    Sascha
     
  17. espressionistin

    espressionistin Moderatorin

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    Meiner bescheidenen Meinung nach muss man für eine geschmackliche Weiterentwicklung in die Oberliga greifen, ja. Ich habe zumindest nach dem Upgrade auf eine Mazzer Mini E keinen geschmacklichen Vorteil entdecken können, allerdings sehrwohl im Handling.
    Einzige Ausnahme scheint die derzeit sehr beliebte Casadio Instant.. Istant... öhm..SBresseau-Stefan? Dein Einsatz :)... Istantaneous zu sein, die sich in verschiedenen Vergleichsttest immer wieder geschmacklich positiv hervorhebt. Kostet afaik um 600 EUR.
     
  18. aideron

    aideron Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Ich hab die Mazzer Mini Electronic in der Ausführung A (also mit Folientasten für 1 oder 2 Tassen sowie normalem Mahlen). Während ich maschinentechnisch erst jetzt am Ende meiner Bedürfnisse angekommen bin (Dalla Corte Mini) kam mir nie in den Sinn, die Mühle auszutauschen. Deshalb kann ich für mich mal sagen: Wenn man einmal das Geld für eine Mühle wie die Mazzer (oder diverse andere Mühlen in der Preisklasse) ausgegeben hat, hat man sehr wahrscheinlich erstmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Mühle ist extrem robust, lässt sich stufenlos verstellen und mahlt sehr sauber+präzise. Und wenn nach - keine Ahnung - 1000 KG Bohnen mal die Mahlscheiben fällig werden ist das eine vergleichsweise günstige Investition.

    Ich hab mir damals, als ich beschloss meine alte Krups-Mühle ins Altenheim zu schicken beim Händler um die Ecke auch eine günstige Mühle von Demoka angeschaut. Eine Nacht drüber geschlafen und die Mazzer gekauft. Wenn man sich entschlossen hat, soviel Geld auszugeben und das Gerät erstmal daheim hat freut man sich jedes Mal wenn man davor steht.

    Deshalb: Ja, ein Upgrade in diese Klasse lohnt :cool:
     
  19. hawi

    hawi Mitglied

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    AW: Mühle von der Einsteigerklasse in die Liga - oder alles Quatsch???

    Eigentlich kannst Du sogar zu einer Nemox Lux downgraden, wenn es Dir nur um den Geschmack geht. :mrgreen:

    OK, das war jetzt natürlich etwas krass, aber wenn man diesem Test bei Home Barista glauben darf, hat sich die Lux in dem Test gegenüber einer Mazzer Robur mehr als achtbar geschlagen. Das Fazit war, dass der Kaffee aus der Lux etwas anders schmeckt, aber durchaus nicht schlechter als aus der Robur. Und viel mehr High-End als eine Robur geht kaum. Deine Graef hat, wenn ich das richtig gesehen habe, ein sehr ähnliches Mahlwerk wie die Lux, wenn nicht gar das gleiche, geschmacklich dürften sich die beiden Mühlen also nichts tun.

    Was ich damit sagen will: Rein vom Geschmack her gibt es sicherlich Unterschiede zwischen verschiedenen Mühlen. Aber die Geschmacksunterschiede sind im Allgemeinen so gering, dass sich ein Up-/Down-/Side-Grade allein wegen des Geschmacks praktisch nicht lohnen dürfte. Wenn Du irgendwelche Features haben willst, die nur eine bestimmte Mühle bieten kann, dann kauf' sie dir - aber geschmacklich wirst Du fast sicher keine Offenbarung erleben. Und um noch etwas aus der Praxis beizusteuern: Wir haben zuhause eine Lux und eine Mahlkönig Vario II. Wenn Du mir zwei Kaffees aus den beiden Mühlen servieren würdest, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sie nicht unterscheiden könnte. Wir haben das mal mit genau dem Ergebnis ausprobiert. Andere Einflussfaktoren (Temperatur, Mahlgrad, Wasserhärte, ...) haben deutlich mehr Einfluss auf den Geschmack als die Mühle.
     
  20. espressionistin

    espressionistin Moderatorin

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    @Aideron: Vom Handling und Verarbeitung hast du recht, ist die Mazzer unschlagbar. Da es hier aber nur um Geschmack in der Tasse ging, würde ich eher zur Casadio Dingsbums greifen. Rein vom Hörensagen allerdings nur.

    @hawi: einer Meinung. Habe auch die Lux und die Mazzer, ein Vergleichstest hat genau das ergeben, was du bezueglich der MK beschreibst.
     

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