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Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von goadragon, 21. November 2012.

  1. goadragon Mitglied

    Hi Leute,

    ich habe mal eine Grundsätzliche Frage an die Techniker.

    Mein Problem: Ich hatte schon diverse Mühlen in Gebrauch, alle konnten mit hilfe des manuellen Drehens am Mahlkranz (Mazzer, Ascaso mini, Demoka etc) verstellt werden.
    Ergo der Mahlgrad verstellte sich zeitgleich mit der Drehung am Mahlkranz (+ 2-3 Mahlungen)

    Seit neuestem habe ich eine Graef cm90 in gebrauch:

    Der Mahlgrad lässt sich hier ja hier ebenfalls über das Drehen am Ring oberhalb des Mahlgrads verstellen.
    Nur leider ist es bei mir so, dass der gewünschte Mahlgrad erst nach ca 15 Mahlungen erreicht wird. Oder er verstellt sich selbstständig nach einigen Mahlungen wieder.
    Weiß nicht ob ich ein Sonntagsmodell erwischt hab, oder ob das generell so ist bei dieser Art von Mühlen.

    Wie funktioniert das verstellen des Mahlgrades bei Graef und Vario?

    Es scheint mir nicht so zu sein, dass man direkt den Abstand der Mahlscheiben verstellt. Sonst würde man ja einen kleinen Wiederstand bei der Dehung verspüren. Bei der Vario kanns sowieso nicht so sein. Bei der Gaggia MTF die ähnlich funktionieren sollte, ist der Mahlfgrad sehr schnell umstellbar.

    ??????

    Verstellen sich diese Mühlen elektronisch?

    Wär schön wenn mir da jemand weiter helfen könnte.

    Ansonsten werde ich mir wieder Mühlen zulegen mit Stellrad :)


    Saluti Mario
  2. hawi Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Den Fotos auf der Graef-Seite nach dürfte das Mahlwerk das gleiche sein, das auch in der Nemox Lux und den diversen Derivaten dieser Mühle steckt (z.B. Iberital Challenge). Auf diesem Foto sieht es so aus, als würde das Mahlwerk, wie bei der Lux auch, über einen Schneckengang verstellt. Da sollte sich also eigentlich nach der Einstellung des Mahlgrades nichts mehr tun, wenn man nicht wieder daran schraubt. Das Einzige, was mir dazu einfällt ist, dass der Totraum der Graef evtl. sehr groß sein könnte. Kann das sein?

    Bei der Vario wird der Mahlgrad über eine Wippe gesteuert, die von den beiden Hebeln auf der Frontseite verstellt wird. Ist also was ganz Anderes als bei der Graef. Ein Bild dieser Wippenkonstruktion habe ich allerdings noch nie gesehen. Mahlgradänderungen bei der Vario machen sich fast unmittelbar im Mahlergebnis bemerkbar, weil die Mühle einen extrem kleinen Totraum hat.
  3. goadragon Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Kann mir nicht vorstellen, dass bei der Graef durch drehen direkt der Mahlgrad verstellt wird, dazu geht es einfach zu leicht.

    Kann mir keiner was genaueres sagen?
  4. helges Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Soweit ich Dein Ausgangsposting verstanden habe, verstellst Du ja anscheinend den Mahlgrad gar nicht - vielleicht ist irgendein Mitnehmer abgebrochen, ausgerastet - weiss der Teufel und deshalb geht das so leicht.

    Ich muss aber zugegeben, dass ich die Muehle noch nie in den Fingern hatte.
    Zerleg doch das ganze Geraffel mal und mach Bilder, dann wissen wir Bescheid.
  5. goadragon Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Wollte erst mal nur genau wissen, was da für eine Technik dahinter steckt. Rein interessehalber. Und ob jemand damit die gleichen Erfahrungen gemacht hat.
    Muss doch hier irgendeinen geben der sich damit auskennt :)
  6. hawi Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Guckst Du hier:

    [​IMG]

    In dem schwarzen Ring ist mit ziemlicher Sicherheit ein Schneckengang zu finden. Wie soll das sonst funktionieren, wenn man zum Einstellen des Mahlgrades den geriffelten silbernen Ring oben dreht? Bei der Lux, die exakt das gleiche Mahlwerk verwendet, funktioniert das genau so. Es wird ebenfalls ein Schneckengang verwendet, um den äusseren Ring des Mahlwerks zu verstellen, der innere Kegel ist fest auf der Welle des Motors verschraubt.
  7. goadragon Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Hey super das wollt ich sehn :)

    Das heist also das sich das äußere Mahlwerk mit jedem "Klick" bei einer Drehung, stufenweiße nach oben oder unten verschiebt.

    Dann würde ich mal schweren Herzens denken, bei meiner Mühle ist irgendwas kaputt. Werd sie wohl einschicken müssen, hab glücklicherweise noch Garantie.
  8. simmerl Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Die CM90 ist ja im wesentlichen eine CM80 mit Timer-Funktion, das Mahlwerk sollte sich also nicht groß unterscheiden.
    Da ich selbst mit meiner CM80 öfter Probleme hatte hab ich dazu häufig hier im Forum gesucht. Zur CM80 gibts ja doch einiges...

    Vielleicht reicht es, das Mahlwerk auszubauen und wieder einzubauen (hab ich auch nach einiger Übung noch manchmal falsch gemacht).
    Ausserdem nur dann den Mahlgrad auf feiner verstellen, wenn gerade gemahlen wird.

    Wenn das nichts hilft kannst du ja mal schauen, ob jemand die gleichen Probleme mit der CM80 hatte.
  9. goadragon Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Hab jetzt das Mahlwer ausgebaut und gereinigt.
    Im Moment siehts ganz gut aus, mal sehn was bei einem Bohnenwechsel nächste Woche passiert.

    Was hattest du für Probleme mit der CM 80?
  10. simmerl Mitglied

    AW: Mühlentechnik, Mahlgradeinstellung Graef, Vario vs. Mazzer

    Ich habe ziemlich oft unterschiedliche Kaffeesorten und passe dementsrechend häufig den Mahlgrad an, wenn eine neue Packung angebrochen wird.
    Anfangs war das alles kein Problem, die Mühle wurde immer zwischen Mahlgrad 4 und 7 eingestellt und der Espresso lief in 20-25s durch.

    Irgendwann hatte ich plötzlich den Eindruck, dass mir kein Espresso mehr gelingen wollte, mit feinerem Mahrgrad wurde es dann besser, aber ich bin am unteren Anschlag der Mühle gelandet.

    Ein Espresso, Dinzler Milano, wollte bei mir dann selbst auf Stufe 0 und 1 nichts werden, immer schon in 10 -15 Sekunden durch. Am Fluß des Espressos aus dem Siebträger war auch sichtbar, dass der Mahlgrad zu grob ist.

    Ich hab dann bei Graef nachgefragt, deren Antwort auf dieses Verhalten war dann (O-Ton der E-Mail):

    "Es kann vorkommen, das die Mahlwerke sich nach den ersten Monaten einarbeiten und etwas setzen.
    Wenn die Mühle korrekt zusammengebaut ist, können hier nur noch "Tuning-Unterlegscheiben" helfen, die Sie unter das untere Mahlwerk legen."

    Die Unterlegscheiben, über die ich schon oft im Forum gestoplert bin, haben sie mir dann auch geschickt.
    Nachdem ich eine dickere Scheibe eingebaut hatte, hat sich der Mahlgrad für den optimalen Espresso bei mir zwischen 12 und 15 eingependelt, je nach Sorte.
    Ich glaub unter Mahlgrad 10 geht gar nix. Irgendwann werd ich das Mahlwerk nochmal aufmachen und eine andere Unterlegscheibe einlegen, nicht dass es kaputt geht, wenn ich es aus Versehen mal zu fein einstelle.

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