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OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

Dieses Thema im Forum "Was ich unbedingt noch sagen wollte..." wurde erstellt von Barista, 30. August 2012.

  1. Barista

    Barista Mitglied

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    Walldorf/Baden
    Hallo,

    in unserer neuen Bleibe möchte ich einen Kaminofen aufstellen. Eine erste Sichtung des Marktes führte bei mir zur völligen Verwirrung. Die Preisspanne für die Dinger reicht ja von ca. 200,00 bis 5.000,00 € und und für den Laien erschließen sich die Unterschiede nicht auf den ersten Blick. Dazu gibt es ja noch die klassischen Kaminöfen, in denen "Mann" ein schönes Feuer machen kann um das erlegte Mammut zu garen (das würde mir schon gut gefallen) und dann gibt es ja auch diese Pelletöfen, die wohl unter Heizgesichtspunkten besser funktionieren (ein Vollautomat unter den Kaminöfen). So ein Pelletofen klingt schon reizvoll und wenn die erste Begeisterung des Feuermachens vorbei ist, könnte das ja auch eine gute Lösung sein. Perfekt wäre ein Pelletofen, bei dem man auch mal ein normales Feuer machen kann (keine Ahnung, ob es sowas gibt).

    Kurz: Falls hier jemand Ahnung von der Materie hat, würde ich mich über ein paar Tipps freuen (gerne auch konkrete Modelle).
    Der Ofen soll in einen relativ kleinen Raum von ca. 16qm. An diesen grenzt aber (durch eine große Schiebetür 2x2m getrennt, die aber primär offen sein wird) ein weitere Raum von ca. 14 qm und neben dem Ofen ist die Durchgangstür zur Küche, die immer offen steht. Ich würde eine eher kleinen Heizleistung vorziehen, da man leichter zuheizen kann, als einen überdimensionierten Ofen zu bändigen.
    Eine konkrete Preisvorstellung habe ich nicht, je günstiger desto besser. Es wäre schön, wenn es nicht über 2k€ gehen würde.


    René
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2012
  2. betateilchen

    betateilchen Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Gibs zu - Du willst da drin kein Mammut garen, sondern die Bohnenrösttrommel reinhängen ;)

    Tipp: Rede mal mit Deinem Bezirksschornsteinfeger. Der kann Dir
    a) gute Tipps zum Thema geben
    b) empfehlenswerte Bezugsquellen in Deiner Nähe nennen, da er den örtlichen Markt kennt
    c) sagen, was Du bautechnisch/-rechtlich beachten musst.
     
  3. helges

    helges Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Es werden ja noch einige Tipps kommen, aber ich greif mal den Mammut auf.

    Wir haben einen Ofen mit Backfach, da kann man alles Moegliche drin machen, allerdings heizen wir fast die ganze Wohung mit diesem, ist also im Winter immer heiss.
    Im Brennraum grille ich regelmaessig oder mache Flammkuchen auf dem Blech, wenn der Ofen abgebrannt ist (Grundofen, man heizt zweimal am Tag volles Rohr und die Ofenmasse gibt das dann den Tag ueber wieder ab).

    Das wird allerdings mit dem kleinen Kaminofen nicht so einfach, da ist der Brennraum wohl etwas zu klein.

    Unterschaetze nicht den Aufwand des "Holzmachens". Ich faelle und mache das Holz fuer den Winter selbst, das rechnet sich aber wenn man ehrlich ist, nicht wirklich. Der Zeitaufwand ist hoch und wenn man das nicht als Sport bzw. Hobby betrachtet kommt es guenstiger das Holz zu kaufen bzw. mit Gas/Oel zu heizen.

    Kleine Kaminoefen haben das Problem, dass sie beim Abbrand zu heiss werden, die Waermestrahlung ist extrem und man schwitz. Laesst man das Feuer nur so vor sich hinkockeln, passt die Temperatur, allerdings raucht er staerker und der Wirkungsgrad ist somit schlechter. Man muss mit den Kleinen sorgfaeltiger heizen um einen guten Wirkungsgrad hinzubekommen. Die dicken Grundoefen knallt man voll, laesst diese unter Fauchen abbrennen und die Traegheit der Masse gibt die Waerme den Tag ueber wieder ab und zwar mit angenehmer Waermestrahlung, Oberflaechentemperatur keine 400 Grad wie beim kleinen, sondern ab 60 Grad aufwaerts.
     
  4. Gregorthom

    Gregorthom Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Hallo René,
    ich versuche Dir mal mit meinen Recherchen und Erfahrungn zu helfen, die ich genau vor einem Jahr zu dem Thema sammeln konnte.
    Zu allererst: Kontaktiert Euren Schorni VOR dem Ofenkauf. Von ihm hängt die Feuerstättengenehmigung ab, d.h. er muss vor der ersten Befeuerung bzw. Inbetriebnahme des Ofens die Feuerstätte abnehmen und genemhmigen. Findet er Mängel, kann er den Betrieb der Feuerstätte untersagen und dann habt ihr teures Lehrgeld gezahlt.
    Die Erstberatung und Beschau der Gegebenheiten ist kostenlos.
    Zu den Räumlichkeiten:
    Ein 16qm großer Raum ist recht klein. Der 2x2m Durchbruch macht in den ersten 1-2 Heizstunden wenig aus, denn die Warme Luft steigt nach oben und fängt sich dann erst über dem Durchbruch, der vermutlich nicht bis zur Decke geht. Erst wenn die Warme Luft in die unteren Raumbereiche vordringt, gelangt sie in den daneben gelegenen Raum. Das sind meine persönlichen Erfahrungen mit dem Durchgang Wohnzimmer Küche, der ungefähr Euren Abmessungen entspricht. Unser Wohnzimmer ist knappe 35qm groß.
    Die Durchgangstür zur Küche:
    Wenn diese immer offen steht, und sich darin eine Dunstabzugshaube mit Abluft nach außen befindet, benötigt ihr einen Fensterkontaktschalter, ansonsten gibt es keine Betriebserlaubnis für den Ofen. Der Hintergrund: Wenn der Ofen nichzt über Außenluft mit Frischluft versorgt wird, zieht er diese aus dem Raum. Die Dunstabzugshaube macht genau das Gleiche, zieht aber wesentlich stärker als der Schornsteinzug. Somit werden Brenngase direkt in den Wohnraum gezogen, es besteht die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung, was in nicht wenigen Fällen schon zum Tod geführt hat. Deshalb wird darauf vom Schorni geachtet, erlaubt sind auch nur bestimmte Geräte mit DIBT-Zulassung. Gibt es in Funkausfühhrung und mit Kabel. Wir benutzen die Funklösung, damit das Kabelverlegen nicht nötig ist, funktioniert dann mit Batterie, bisher seit 1 Jahr ohne Probleme und ohne leere Batterie.
    Thema Heizleistung:
    Unser Raum ist 35qm groß, Wärmegedämmtes Haus (KfW70), der Schorni riet uns bei der Erstbaratung zu einem Ofen mit 4KW, nicht mehr. Die üblichen 7-8KW wären zu viel und ein Festbrennstoffkamin lässt sich kaum regeln, auch wenn das von den Herstellern immer propagiert wird. Fast ausschließlich lässt sich die Wärmeabgabe durch das Holzauflegen regulieren, also nur 1 Scheit oder Mehrere.
    Trotz, dass ich 4KW zu wenig empfand, haben wir uns an die Vorgabe gehalten und ich bin froh darüber. In kurzer Zeit schafft es der Ofen den Raum auf 28-30°C zu erhitzen. Gut das ich auf den Schorni ghört habe.
    Them Kaminzug:
    Dieser muss ausreichend für den Wunschofen sein, also wirksame Höhe und Durchmesser sind wichtig. Da wir einen Bungalow haben, und die Wirsame Höhe erst ab Einlauf des Rauchrohres vom Ofen beginnt, ist bei uns der Zug rel. gering, der Durchmesser des Kamins ist rund 120mm. Damit fielen die meisten Öfen weg, da diese rund 150mm Rauchrohr haben, eine Reduzierung ist NICHT zulässig, also von 150 auf 120 reduzieren. Es gibt zwar solche Reduzierstücke im Handel, der Schorni genehmigt das aber nicht, da diese den Kaminzug negativ beeinflussen. Außerdem hat es einen Grund, dass die meisten 7-8KW-Öfen 150mm Rauchrohre haben, da eben die Gasmenge entsprechend groß ist.
    Kaminöfen mit 120er Querschnitt beim Rauchrohr sind aber extem selten.
    Was das Brennmaterial angeht:
    Pellet ist natürlich einfach, aber die Öfen verursachen Nebengeräusche, da Luft über Ventilatoren zugeführt und geregelt wird und die Pellets mit einer Motorschnecke gefördert werden. Auch das übliche Knistern fällt weg und das Feuer ist sehr "zackig", eher wie bei einem Brenner und nicht beruhigend wie beim Lagerfeuer.
    Außerdem steigen die Pelletpreise beständig und letztendlich ist es auf Dauer teurer als ofenfertiges Scheitholz.
    Ich lasse immer 3-4qm³ Schüttmeter Holz kommen, stapel das an einem luftigen Ort im Garten, das Holz ist Kammergetrocknet, also Feuchte unter 15%, somit direkt einsatzfähig. Kosten: 60-70€/Schüttmeter (=0,7 Festmeter). Verbrauch im letzten Winter, 3 Schüttmeter. Genutzt haben wir den Ofen von Oktober bis April morgens 2-3h, dann abends 6-7h und am Wochenende durchgehend.
    Die Reinigung ist nicht aufwändig, Aschekasten ausleeren, Brennraum etwas ausfegen und dann gehts weiter. 5min/Tag. Feuermachen geht ebenso schnell.

    Selber schlage ich kein Holz, die Lagerfläche für die 1-2 jährige Trocknung fehlt mir und die Zeit fürs Holzmachen habe ich nicht. Die Mehrkosten für das einsatzfertige Holz sind mir das wert, die max. 200-250€/Heizsaison auch, denn die Gasheizung ist dann nur noch für Warmwasser und morgens 2h Badezimmer aktiv, sehr selten im Schlafzimmer. Hat uns jetzt 350€ Rückzahlung fürs Gas beschert, macht also knappe 100-150€ Ersparnis, je nachdem wie teuer ich das Holz kaufe. Hört sich zwar nicht viel an, aber 100€ sind auch Geld. Und der Komfort bei der "schöneren" Wärme ist gefühlt viel höher als bei der Fussbodenheizung.

    Zu den Öfen:
    Aufgrund der Vorraussetzungen (120er Kaminzug, Niedrigenergiehaus, rel. kleines Zimmer) haben wir uns für die österreichische Firma Haas + Sohn entschieden, Modell Javus, dieser kann mit Raumluft oder Außenluftzufuhr betrieben werden, ideal für kleine Räume und Niedrigenergiehäuser: Kaminofen JAVUS-RLU 203.14-C Keramik ahorn, Grundfarbe anthrazit, zertifiziert RAUMLUFT-UNABHÄNGIG-Kaminöfen - Haas + Sohn
    Wir haben das Modell mit den hellen Kacheln. Preis beim Händler vor Ort, mit ein wenig Verhandeln 2200 inkl. Lieferung und Montage, zzgl. des Rauchrohres (glaube waren 60€).
    Support und Service von Haas und Sohn perfekt, leider kam ich beim ersten Befeuern und dem damit verbundenen Einbrennen des Lacks mit dem Handschuh an den noch etwas weichen Lack. Haas und Sohn angeschrieben und trotz Selbstverschulden schickte man mir kostenlos aus Österreich eine Sprühdose mit dem passenden Lack.
    Aufgrund dessen, dass es nur ein 4KW-Ofen ist, ist der Brennraum rel. klein im Gegensatz zu den anderen Öfen, max. 2 25cm lange Scheite gehen rein. Wirkungsgrad ist mit 80% angegeben, für einen Festbrennstoff ofen recht gut, ein Scheit brennt min. 1h lang. Für mein Empfinden gut, der 8KW-Ofen mit großem Brennraum vom Schwiegervater brennt die Scheite (33cm) doppelt so schnell ab.
    Von Baumarktöfen rate ich ab, das Blech ist sehr dünn, die Türdichtungen oft sehr schlecht, Griffe werden sehr heiß. Lieber etwas mehr ausgeben, ist auch für die eigene Sicherheit. Und man möchte auch möglichst lange etwas von dem Ofen haben.
    Das soll es erst mal gewesen sein, habe bestimmt noch viele Punkte vergessen, aber ich denke so hast Du einen groben Überblick. Zu guter Letzt noch ein Bild von unserem Ofen im Wohnzimmer, entstand kurz nach dem Anfeuern:

    [​IMG]

    Beim Ofenaufstellen achte bitte auch auf feuerfeste Unterlage, gemessen von der Scheibe nach vorne min. 70cm und zu den Seiten min. 50cm. Ab und an fällt doch mal ein wenig Glut raus, wenn man die Tür unvorsichtig öffnet um Holz nachzulegen.

    Gruß
    Gregor

    P.S.: Was die Bedenken zu kleinen Öfen von Helges angeht, kann ich das für unseren Ofen nicht bestätigen. Klar, die Wärmeabgabe ist intensiver, aber dann regel ich ein wenig die Zuluft, so dass die Flammen nicht all zu groß sind. Der Ofen fängt aber dennoch nicht das Rauchen an, auch nicht, wenn ich nach dem Scheitabbrand rel. lange warte, bis ich Holz auflege und dieses erst wieder richtig anbrennen muss. Ich denke, auch bei kleinen Öfen gibt es Unterschiede bei der Verbrennung und wie sauber diese ist.

    Was mir noch einfällt: Es gibt auch Öfen, die Kohle vertragen, um z.B. die Glut über Nacht zu halten. Bitte verzichte darauf, das rußt sehr stark und qualmt/stinkt die Nachbarschaft zu. Saubere Holzverbrennung sorgt zwar für Geruch, aber die Rauchentwicklung ist sehr gering.
     
  5. Barista

    Barista Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Ein Kaminofen mit eingebautem Rötser wäre eine Ansage. Wer sowas kennt, kann mal den Link posten! :)

    Mitt dem Schornsteinfeger habe ich schon gesprochen, Technisch geht das bei uns, kein Problem. An Firmen hat er Rika, Ganz und Igel empfohlen. Das sind alles etwas "bessere" Hersteller mit entsprechenden Preisen. Wenn man Stiftung Warentest glauben darf (was ich nicht immer tue) geht bei diesen Kaminöfgen aber der Preis mit der Qualität einher, d.h. Testsieger waren auch meist die teuren und die günstigen schnitten schlecht ab. Billige Testsieger gibts wohl nicht, man kann allenfalls einen teuren Ofen kaufen, der nichts taugt.
    Von der Nutzung her würde der Ofen wohl primär nach Feierabend genutzt (tagsüber hocke ich halt im Büro). Das Ding soll nicht nur Heizzwecken dienen, sondern auch eine gemütliche Stimmung verbreiten. Die Idee des übherdimensionierten Ofens, den man einmal richtig hochheizt, wäre bei mir daher wohl nicht so passend.
     
  6. Barista

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    @Gregor: danke für die ausführlichen Tipps!
    Dein Ofen schaut schon mal gut aus. Sind Holzscheite eigentlich irgendwie genormt? Bei dem relativ kleinen Brennraum wäre es halt blöd, wenn man die nochmal verkleinern müsste.
    Die Sache mit der Backofenfunktion würde mir zwar gefallen, das ist aber wohl eher größeren Geräten vorbehalten und ich denke, ich werde mich hinsichtlich der Heizleistung auch eher zurückhalten.

    Eine Bekannter von mir steht auf dieses Teil: ENERGETEC - Bullerjan© - die Heizkultur

    Die Optik ist gewöhnungsbedürftig und ich glaube, da geht es auch mehr um die schnelle Heizleistung.
    Mir wäre halt wichtig, dass der Ofen nicht stinkt, gut brennt und man nicht jeden Tag die Scheibe sauber machen muss um zu sehen, ob noch Feuer drin ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2012
  7. RolfG.

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    wir haben diesen kamin im wohnzimmer zu stehen:
    [​IMG]
    und wir sind zufrieden, außer das die scheiben schon einmal die woche gesäubert werden sollten.
    der ist für holzlängen bis 30-35 cm gedacht, klar könnte man auch längere reinlegen, aber dann sieht es nicht mehr schön aus.
    der kamin ist leicht zu säubern und hat einen guten abzug, so das jedes feuer ansich gelingt und er wärmt absolut gut, also nicht nur gutaussehend, auch gut wärmend.
     
  8. betateilchen

    betateilchen Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Waldorf heisst immer noch Gregor mit Vornamen ;)

    Der Bullerjan ist grundsätzlich geil - aber Du brauchst einen seeeeeeehr grossen Raum, sonst hältst Du die Hitze nicht aus - bei 16qm definitiv keine Option.
     
  9. KölnerJung

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Wie wäre es denn mit einem Antiken Blickfang?

    [​IMG]

    Ist von 1896 in Bestzustand! Verrichtet bei den Schwiegereltern seinen Dienst.
     
  10. Barista

    Barista Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Der Bullerjahn ist raus. Da habe ich auch 8Kw als minimale Leistung gefunden. Mir selbst gefällt das Ding auch nicht ganz so gut. Man sieht das Feuer nur durch eine sehr kleine Scheibe. Der Kultfaktor scheint hoch zu sein, da steh ich aber mittlerweile drüber.
    Ich denke, ich suche mir mal ein Fachgeschäft und lasse mir dort etwas empfehlen oder auch vorführen. Durch die kleinen Räume muss ich bei der Heizleistung doch weit runterschrauben. Ich schwitze ungern.

    @Marko: Ich mag da die modernen doch lieber, zumal ich Zweifel habe, ob sowas abgastechnisch überhaupt noch betrieben werden darf.
     
  11. mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Was ist denn das für eine Frage? Du bist doch nahe genug am "Daal" aufgewachsen:lol:

    Holz wird normalerweise in 1m Stücken gelagert. Dann wirds kleingeschnitten in 2 Teile (50cm) aber meistens in 3 Teile (33cm).

    Die Öfen sind auf 33er Scheite ausgerichtet.

    Persönlicher Tipp:

    www.pro-kamin.eu

    Wird von 2 Schornsteinfegermeistern in Neustadt betrieben. Einen der Beiden kenne ich persönlich. Ist ein sehr integerer Mensch. Wenn DU mal in Neustadt bist, mach doch einen Termin mit Ihm.

    Gruß

    Gerd
     
  12. RolfG.

    RolfG. Mitglied

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  13. Gregorthom

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Das ist nicht 100%ig richtig. Für die üblicherweise meist am Markt erhältlichen Öfen, die auch ein 150er Rauchrohr und 7-8KW oder Höhere Leistung haben stimmt das, die kleineren Öfen werden mit Scheitlängen von 20 oder 25cm betrieben.

    Es ist aber kein Problem an passendes Holz zu kommen, bei den meisten Lieferanten kann man die Wunschlänge angeben, das ist heutzutage kein Problem mehr. Oft sogar ohne Aufpreis, da der Zuschnitt automatisch abläuft. Auch die Mindestbestellmängen variieren, mein Lieferrant liefert ab 3 Schüttmeter, abholen kann man aber selber auch weniger in der passenden Scheitlänge.

    Das Einzige, was ich selber schlage ist das Anfeuerholz, ich nehme halt ein paar normal große Scheite und haue diese mit der Axt klein. Das dauert max. ein Nachmittag, dann habe ich für die ganze Saison genug Anfeuerholz. Das ist bei den Lieferranten recht kostspielig zu bestellen/kaufen.

    @KölnerJung:
    Solche alten Öfen dürfen nur noch an bestehenden Feuerstätten betrieben werden, für diese gilt Bestandschutz. Für neu einzurichtende Feuerstätten müssen die seit 1 oder 2 Jahren geltenden Abgasnormen erfüllt werden, wenn ich mich recht erinnere werden diese stufenweise auch verschärft, ab 2014 gilt glaube ich die nächst strengere Norm.
    Irgendwann müssen wohl auch alte Feuerstätten umgesrüstet werden, dann läuft der Bestandsschutz ab.

    Man kann die alten Öfen aber von Spezialfirmen umrüsten lassen, allerdings ist das sehr kompliziert und entsprechend teuer.

    Was ich noch vergessen habe: Holzbriketts lassen sich in unserem Ofen auch sehr gut dazu verwenden, die Glut bis zu 8h zu halten, so dass man morgens direkt wieder Scheitholz auflegen kann. Gerade im Winter an Wochenenden sehr praktisch. Asche habe ich nur sehr wenig, nach 7-8h Feuer ist der Boden des eigtl. rel. kleinen Aschekastens nur bedeckt. Das spricht für sehr saubere und effiziente Verbrennung. Der Feuerraum unseres Ofens kommt dem eines Grundofens recht nah, kein Rüttelrost, nur Gusseisener kleiner Rost, damit die Asche durchfällt. Das genünstigt Effizienz der Verbrennung, Grundöfen sind da überausragend, zu mindest die, die ich gesehen habe. Durch großflächige Rüttelroste geht sehr viel Wärme verloren, die der Verbrennung entzogen wird.

    Gruß
    Gregor
     
  14. Barista

    Barista Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Jetzt mal eine dumme Frage: Dürfte man in so einem Ofen auch Kohlebriketts verbrennen oder braucht man da eine andere Technik? Ich erinnere mich noch an die Kohleöfen meiner Großeltern und da schüttete man die Briketts eher von oben hinein.

    Zumindest habe ich mich schon mal gegen die Pellet-Variante entschieden. Das ist mir zuviel Technik und auf Gebläsegeräusche habe ich keine Lust.

    Gibt es bei den Öfen eigentlich einen Mindestabstand zur nächsten Wand oder ist das je nach Modell verschieden?
    Einen Ofen mit wenig Leistung zu finden ist gar nicht so einfach. Die meisten beginnen doch ab 6 KW.

    René
     
  15. herr k

    herr k Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Es gibt Mindestabstände. Ob die für alle Öfen gleich sind kann ich aber nicht sagen. Bei unserem sind für die Rückseite 30 cm und seitlich 50 cm vorgeschrieben.

    Es gibt Öfen, die auch für Briketts geeignet sind. Das gilt aber nicht für jeden. Wir haben dafür zwei verschieden Einstellungen für die Luftzufuhr.

    Stefan
     
  16. Gregorthom

    Gregorthom Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Nicht jeder Ofen ist für Briketts geeignet. Es wird ein Rüttelrost benötigt, Gusseisern, und eine entsprechende Feuerraumauskleidung, sowie Brennluftzufuhr. Es gibt, wie von herr_k geschrieben, Kombiöfen, die Holz und Kohlebriketts abbrennen können, ich bin aber der Meinung, das Holz der sauberere Brennstoff ist. Hark´s Öfen können alle beide Brennstoffe verarbeiten, ich bin aber schnell weg von den Öfen, nicht nur, weil diese keinen 4KW-Möller im Angebot hatten. Die Gesamte Beratung und Betreuung war derart auf Verkaufen ausgelegt, wenn man aber spezielle Dinge fragte oder auf den Service zu sprechen kam, war das Gespräch schnell beendet. Auch die Qualität in der Verarbeitung hat mich nicht überzeugt, die neuen keramischen Auskleidungen brechen sehr oft, die Keramikfilter, um die Abgaswerte zu erreichen setzen sich sehr schnell zu. Ich fragte mich dann auch, weshalb man bei Hark auf Schaumkeramik setzt, während andere Hersteller saubere Abgaswerte erhalten, ohne diese speziellen Teile.

    Das ist abhängig vom Hersteller. Es gibt doppelwandige Rückwände, die dürfen näher an die Wand ran, es gibt gedämmte doppelwandige Rückwände, die würfen sogar direkt an die Wand, bei den Baumarktöfen gibt es teilweise auch nur einlagige Stahlwände, da muss man aufpassen, der Abstand beträgt dann 50-70cm. Sieht man aber leicht in den Datenblättern zu den Öfen, dort sind rundherum die Mindesabstände gekennzeichnet.

    Ja, so leicht ist das nicht, es gibt aber einige Modelle im Bereich 4 + 5 KW, wenn man nicht auf 120er Rauchrohr angewiesen ist:
    Haas und Sohn "Javus"
    Haas und Sohn "Java"
    Haas und Sohn "Pico"
    Haas und Sohn "Fuego"
    Haas und Sohn "Ficus" Piccolo + Grande
    La Nordica "Super Junior"
    Skantherm einige Modelle
    Koppe Karon 5
    Das sind so einge, die mir jetzt noch einfallen, die ich auf unserer Suche intensiver ins Visier genommen hatte, Preis bis ca. 2500€. Da wir auf ein 120er Rauchrohr angewiesen waren, blieb nur der jetzige Haas und Sohn übrig, oder der Koppe Karon 5. Letzterer hätte im Internet bestellt werden müssen, da hier im Saarland kein Händler dieses Modell führte. Der Koppe hat ein etwas größeres Sichtfenster auf das Feuer, wobei der Unterschied nur wenige cm betrug. Da mir aber der Vor-Ort-Kauf in dem Fall sehr wichtig war, da die Aufstellung dann günstiger/umsonst ist, wurde es nach Beschau der Haas und Sohn.

    Gruß
    Gregor
     
  17. S.Bresseau

    S.Bresseau Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf


    Wow :shock:

    Einfach grauenhaft, dieses KN. Jetzt geht mir sicher die nächsten Tage so ein blöder Kaminofen nicht mehr aus dem Kopf ;-)
     
  18. Tschörgen

    Tschörgen Mitglied

    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Hi.

    Ein Rat nebenbei:

    Ich würde auf jeden Fall mal gucken, dass der Ofen eine Scheibenspülung hat.
    Diese hält die Scheibe länger sauber, funktioniert aber, glaube ich, nur an Öfen mit einer Frontscheibe.

    Weiss jemand von euch ob das mit dem Fensterkontakt beim Dunstabzug in jedem Fall vorgeschrieben ist,
    oder nur bei Passivhäusern und neueren Baujahrs?
    Ich frage deswegen, weil ich ja in einem 10 Mann Hundert Quatratmeter Tipi wohne, und da zieht es immer mal wo rein.

    Als ich damals meinen Ofen vom Schornsteinfegermeister abnehmen habe lassen, war alles ok.
    10 Jahre später sollte ich plötzlich nachrüsten. Dann habe ich den Wisch hingelegt und Einspruch erhoben, dann war es doch niht so schlimm.
    Dabei habe ich ihn explizit danach gefragt ob ich einen Aussenanschluss brauche, möglich wäre es ja gewesen.

    Wie man sieht, Schornsteinfeger sind auch nur Menschen! Also besser alles schriftlich geben lassen!

    Mein Marken Tipp: Austroflamm

    Gruss Tschörgen
     
  19. Slayer Espresso

    Slayer Espresso Mitglied

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    Koblenz
    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Hier wurden schon sehr viele gute Ideen und Tipps gegeben, vielleicht noch eine Ergänzung; zusätzlich zum Holz heize ich hauptsächlich mit Steinkohle (mittlere Größe) davon bekomme ich immer einige Tonnen aus Polen.

    Wenn das Holzfeuer runter gebrannt ist kommt auf das Glutbett die Steinkohle drauf, Glut und Temperatur ist einfach höllisch :cool:

    Der Ofen ist für beides zugelassen und seine 7 kW Leistung beheizen bei mir das ganze Haus. Ich habe null Wärmedämmung ( kommt mir auch nicht an die Wand !! )

    Das Haus ist 120 Jahre alt und hat 60 cm dicke Bruchsteinwände, darunter befindet sich ein unbeheizter Gewölbekeller.

    Regelmäßige intensive Lüftungen und auch im Winter schon mal gekippte Fenster ergeben ein absolutes Wohlfühlklima. (Freue mich schon wieder auf den Winter :mrgreen: )

    Zentralheizung wird fast nur für WW benutzt.

    Gruß
    Ralf
     
  20. hawi

    hawi Mitglied

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    AW: OT: Beratung für Kaminofen-Kauf

    Das was weiter oben schon zur Dimensionierung von Öfen geschrieben wurde, kann ich nur unterstreichen: wenn man sich einen Ofen ausgesucht hat, dann im Katalog des betreffenden Herstellers den nächst kleineren nehmen, der passt. :) Wir hatten uns ursprünglich einen Ofen mit nominell 6kW ausgesucht, haben dann aber nochmal überlegt und sind schon etwas ins Grübeln gekommen, ob das Teil nicht überdimensioniert ist. Den letzten Kick gegeben hat uns dann die Tatsache, dass bei dem Händler das nächstkleinere Modell als Vorführgerät zu einem sehr guten Preis angeboten wurde. Da haben wir beschlossen, dass 5kW nominell reichen, was sich in der Praxis selbst im extrem kalten Winter 2009/2010 bewahrheitet hat. Wir heizen mit dem Ofen primär ca. 40 qm Wohn-/Essbereich, aber durch die Diele und das Treppenhaus geht auch eine ganz ordentliche Menge Warmluft in den ersten Stock, sodass wir eine deutliche Reduktion unserer Ölrechnung erreicht haben.

    Was von den Vorschreibern ebenfalls schon erwähnt wurde & was ich auch absolut bestätigen kann, ist der Hinweis, sich einen gescheiten, solide gebauten Ofen zu kaufen, der dann zwar etwas mehr kostet, dafür aber sauber brennt und haltbar ist. Unser Ofen ist jetzt sechs Jahre alt und lief vorher schon ein Jahr als Vorführgerät beim Händler. Wir haben noch keinerlei Schäden an dem Ofen gehabt oder wegen Verschleiß irgendwelche Ersatzteile benötigt. Die Verbrennung ist sehr sauber (Scheibe ist sauber und die Schamotteplatten sind weiß) und vom Schorni gibt's jedes Jahr ein Loberchen, wie schön sauber unser Schornstein ist (ist zwar natürlich Asche drin, die gekehrt werden muss, aber keinerlei Versottung oder Glanzruß). Ein solider Ofen eignet sich dann auch dazu, ständig in Betrieb zu sein, wohingegen die üblichen Baumarkt- oder Großanbieter-Öfen (die mit dem krassen Verkaufsdruck; einer wurde ja schon genannt, der andere macht auch sehr viel Werbung in kostenlosen Anzeigenblättchen o.ä.) dafür nicht solide genug sind und sich verziehen. Dann ziehen sie Nebenluft und die Tür geht nicht mehr richtig auf und zu, und man kann den Ofen eigentlich nur noch wegschmeißen.

    Der Hersteller, für den wir uns entschieden haben ist Danskan, weil deren Öfen eine automatische Tertiärluftregelung haben und damit unserer angeborenen Faulheit entgegenkommen. ;-) Durch diese Automatik, die es auch bei einigen anderen Herstellern gibt, muss man die Luftzufuhr nicht mehr händisch umschalten, wenn der Ofen aufgeheizt ist. Der Ofen, für den wir uns entschieden haben, ist der Solo, wobei es in dieser Leistungsklasse noch diverse andere gibt. Die sonstigen, üblichen Features wie Scheibenspülung, externe Frischluftzufuhr usw. haben die Öfen natürlich auch.

    Das Holz machen wir selber, hauptsächlich, weil es sehr viel Spaß macht und man relativ sicher sein kann, dass man gescheites Holz bekommt. Wir haben in der Anfangszeit fertig getrocknetes Holz gekauft, aber das ist in letzter Zeit hier im Rhein-Main-Gebiet sehr teuer geworden. Abgesehen davon haben wir bei einem Lieferanten auch mal ein paar alte druckimprägnierte Pfosten, morsches Holz und noch mehr Zeug, was offensichtlich beim Kehren des Hofs übriggeblieben ist, als Brennholz geliefert bekommen. :shock: Wenn man die Zeit mitrechnet, die man für's Holzmachen investiert, rechnet es sich monetär natürlich trotzdem nicht, aber wie gesagt, es macht Spaß und man kommt auch im Winter mal vor die Tür. :-D
     

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