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Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Wartung" wurde erstellt von Sansibar99, 27. Oktober 2012.

  1. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    Der Upgraditis verfallen habe ich mir bei einem geschätzten Forumskollegen diese wundervolle alte Bella geholt:

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    [​IMG]

    [​IMG]

    Da meine Lambro-Restauration leider noch nicht abgeschlossen ist, habe ich - entgegen aller guten Vorsätze - doch einmal einen Blick unters schön geschwungene Blechkleid gewagt und ein paar interessante und leider auch weniger schöne Dinge gefunden.
    Aber seht selbst:
    [​IMG]
    Hier die Schokoladenseite :) :
    [​IMG]

    Kennt jemand dieses Pressostaten-Modell? Ist wohl von "Condor", ein MDR 7 / 1. Und interessanterweise VOR der Blende unten am Wasserstandsglas angeschlossen...
    [​IMG] [​IMG]
    Ich konnte im Netz erstmal keine Infos dazu finden, lohnt es sich, das Ding zu überprüfen / herzurichten? Ich kann es vorerst nicht testen, da der Urania die Heizung (und eine Buchse im Kesseldeckel...) fehlt.

    Denn hier ist die dunkle Seite (zartbitter):
    [​IMG]
    Hab selbst noch an keiner Schraube gedreht, aber ich denke, hier Bedarf es noch etwas Vorbereitung ...

    To be continued...
     
  2. alterschwede

    alterschwede Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Na, so was passiert ja ab und zu...

    Merkwürdiger Presso und der ist "auf der falschen Seite" angeschlossen?
     
  3. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Hi

    bei der "Verkabelung" schaudert mich ein wenig...
    Aber sonst sieht das alles recht gut aus.
    Pressostat scheint ein wirklich exotisches Modell zu sein.**
    Irgendwo in den Tiefen dieses Forum hatte ich gelesen, daß es seinerzeit nicht unüblich war, die beiden Anschlüsse der Wasserstandsanzeige mit Ventilen zu versehen: so konnte man im Falle eines Glasbruchs den Wasserweg verschließen.
    Evtl. schließt das untere Ventil auch den Weg zum Pressostaten (glaub' ich eher nicht) - und es wurde ein kurzer und wartungsfreundlicher Weg gefunden. Italienische Ingenieurskunst eben...

    "Fritzz"

    Edith:
    **eben nach dem CONDOR MD 7 gegoogelt: momentan einer in der Bucht - für Hauswasserwerk...:shock:
    scheint wohl nicht original verbaut worden zu sein.
     
  4. gunnar0815

    gunnar0815 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    @Sansibar99 Ist doch vollkommen egal von wo der Kesseldruck abgenommen wird er ist doch überall gleich.
    Das ist keine Upgraditis du besinnst dich jetzt ja wieder auf das wesentliche.
    Würde dich jetzt als geheilt bezeichnen. Schöne Maschine

    Gunnar
     
  5. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Tja, egal ist das mit dem Ort der Druckabnahme schon, aber die kombinierte Kabel- und Leitungsführung ist "spannend" ;-)
    (Das schwarze Kabel ist die Netzkabelzuleitung...)
    [​IMG]

    Geheilt?
    Ich hoffe schon ... ;-)
     
  6. antony

    antony Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Wen ich sehe was du bisher schon aus deiner Lambro gemacht hast, dann sollte doch der Urania-Kessel für dich kein zu großes Problem werde. Der sieht doch nicht halb so schlimm aus.
     
  7. gunnar0815

    gunnar0815 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Oh das liegt da ja richtig s... Das würde ich nicht an heißen stellen lang legen. Man die Italiener und ihre Verkablung ist schon Lebensgefährlich.

    Gunnar
     
  8. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Es ging wieder ein wenig vorwärts:
    [​IMG]
    [​IMG]

    Aber leider haben 4 Tage wiederholtes Baden in WD40, Frostlöser, und viel Hitze aus der Lötlampe nur folgenden Effekt gehabt:
    [​IMG]

    Alle abgerissen ! :cry:

    Jetzt muss ich mir wieder jemand zum Ausbohren suchen... hatte soviel Hoffnung in die Hitze gesetzt.

    Grüße,
    Holger
     
  9. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Heute wirds nicht jugendfrei!

    Zuerst wurde ein bisschen gestrippt:
    [​IMG]

    Dann war sie irgendwann ganz ausgezogen und machte es sich auf dem Bett bequem
    [​IMG]

    Der alte Hausherr war schon ein wenig eingerostet
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    Aber dann kam ER
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    Und SIE?
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    Sie war heiss auf ihn hier
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    Dann ging allen ein Lichtlein auf
    [​IMG]

    Sie wollten sich noch viel Zeit lassen und sich erstmal ganz viel Wellness gönnen (Baden, Schrubben, Salben etc.)

    Fortsetzung folgt...
     
  10. DucAnsen

    DucAnsen Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    alle schrauben am kessel abgerissen, meinen beileid.
    die schrauben mit ner messingbüste sauber machen, mit viel hitze dran, abkühlen lassen, noch mal mit viel hitze, abkühlen lassen u. dann probieren rausdrehen zwischendurch mit kleinen hammerschlägen bearbeiten.

    viel erfolg
    gruß duc
     
  11. antony

    antony Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Wird die Urania jetzt doch noch vor der Lambro fertig?;-)
     
  12. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Servus Duc,
    genau nach dem Rezept hab ich das eigentlich gemacht, und mir auch über 2 Wochen Zeit gelassen fürs Vorbereiten (nach den Erfahrungen bei der Lambro...).
    Aber immerhin muss ich mich jetzt nur mit 9 abgerissenen Schrauben rumärgern statt mit 12 bei der Lambro :))
    2 Dinge noch:
    Die Urania kam schon mit entfernter Heizung zu mir, dabei ist wohl eine Buchse im Kesseldeckel verloren gegangen. Kennt jemand eine Quelle für diese Gewindebuchsen? Welches Material ist zu empfehlen? Die Buchse wird dann eingelötet, aber ist das bei montierter Heizung zu empfehlen/möglich? Nicht, dass da was schief steht...
    Und hat jemand seinen Rahmen auch mal verzinkt, oder lassen nur noch alle Pulverbeschichten?

    @Antony: Ich hoffe immer noch auf einen Zieleinlauf der Lambro an Eins :)

    Grüße,

    Holger
     
  13. hoernchen2009

    hoernchen2009 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Hi,
    Ohne mich jetzt speziell auf alte Fameas zu beziehen: Verzinken des Rahmens hat den Nachteil, dass man Löcher vom Rostfraß sehr stark sieht. Optisch ist Pulverbeschichtung daher überlegen, da je nach Dicke der Schicht auch der Rosfraß kaschiert wird.
    Als Mittelding habe ich bei meinem Stamm-Pulverbeschichter den Rahmen meiner Gaggia mit sog. "schwerem Korrosionsschutz" versehen lassen, dabei wird (wenn ich das richtig verstanden habe) dem (Plastik-)Pulver zusätzlich Zinkpulver beigesetzt. Im Ergebnis ist der Rostschutz angeblich besser. Auf jeden Fall ist die Schicht sehr viel härter uns belastbarer als normale Pulverbeschichtung, so mein subjektiver Eindruck. Preis war auch nur marginal höher.
    LG
    Nicky
     
  14. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Heute sind jetzt mal der Rahmen zum Strahlen & Pulvern sowie der Kessel zum Schrauben-Ausbohren gegangen. Endlich...
    Nun stellt sich die Frage, mit welcher Buchse ich den Kesseldeckel reparieren kann, da ich sie mit einer ausgebrochenen Buchse an der Heizungsaufnahme gekauft hatte:
    [​IMG]
    Hab vergessen, ein Bild von Innen zu machen, jetzt liegt der Deckel schon in der Werkstatt...
    Bei der Lambro sah das ganze so aus:
    [​IMG]

    Fragen:
    Welches Material muss die Buchse haben? Messing? Ist auch Edelstahl möglich? Kann man das kaufen oder muss ich es drehen lassen? Dann Hart-Einlöten mit Silberlot, oder?
    Ginge da zur Not auch eine "normale" M8-V2A-Hutmutter?

    Danke schonmal für die Antworten!

    Grüße,
    Holger
     
  15. Fischers Panda

    Fischers Panda Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Wie wäre es mit einer VA M8-Einnietmutter (natürlich die geschlossene Form) die kann man zuerst einnieten und dann verlöten.
    Ich hab so eine Würth Nietmutternknarre. Wenn du sowas leihweise brauchst...die kleinen Nietmutternzangen schaffen kein M8.

    10 Stk. Edelstahl Blindnietmutter M8x23 kleiner Senkkopf geschlossen 0,5-3,0mm | eBay


    LG
    Alex
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2012
  16. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Heureka!
    Was nützen einem Google und der ganze Schmarrn, wenn einem die Begrifflichkeiten fehlen...
    Danke Alex :)

    Viele Grüße,
    Holger
     
  17. achmed

    achmed Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Der geringste Aufwand wäre eine M8x40? Messing- oder Edelstahlschraube, von innen eine Unterlegscheibe und Teflon- oder Kupferring unter den Kopf gelegt, Teflonband aufs Gewinde und von außen eine flache Mutter plus Dichtung zur Fixierung. Ich glaube, dass die Sicke im Deckel für die Heizkörperdichtung plus sie selbst hoch genug aufbauen, dass für diese Lösung ausreichend Platz wäre. Das Blech um die Bohrung sollte natürlich sauber sein und gerade.
    Fürs Löten würde ich lieber eine etwas dickwandigere Messinhutmutter nehmen. Lässt sich leichter löten als Edelstahl. Wenn es geht, nimm eine hohe Ausführung.
    Gruß
    Achmed
     
  18. Belgarath

    Belgarath Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Ich bin ja jetzt kein Italiener, aber das geht mir denn doch zu weit. Wie ersichtlich ist, war die Maschine ursprünglich für Gasheizung ausgelegt und wurde nachträglich und absolut nicht fachgerecht vermutlich von einem Ahnungslosen oder jemandem, dem's schlicht wurscht war, auf E-Betrieb umgerüstet. Das erklärt den doch zumindest "eigenwilligen" und nicht zeitgemäßen Pressostaten (damals, also zur Zeit der Maschine, waren Quecksilberdruckschalter für Espressomaschinen Stand der Zeit), die mehr als nur ungeschickte Positionierung selbigen (für die E-Heizung), die miese Kabelführung sowie die völlig (für diese Temperaturen) ungeeigneten Kabel. Der Pressostat hat für eine Espressomaschine auch einen fehldimensionierten Regelbereich (soweit man das am Foto ablesen kann, ist der kleinste (!!) einstellbare Druck 1,5 bar), wie die Schalt-Hysterese aussieht, will ich da gar nicht wissen ...

    Zieht jedenfalls einiges an Arbeit nach sich und setzt Leidensfähigkeit voraus. Viel Erfolg! Wenn's gelingt, was ich hoffe, wird's ein Sahnestück, der Erhaltungszustand der "Haut" scheint nämlich auf den Fotos sehr vielversprechend zu sein!

    lg,
    Klaus
     
  19. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Hallo Klaus,
    Danke für die guten Beobachtungen. Deine Theorie wird auch durch den alten Heizstab gestützt, der nicht die übliche Jahreszahl-und Watt-Einpressung aufweist und also eher nachgerüstet scheint.
    Was die Leidensfähigkeit anbelangt: die ist vorhanden ;-)
    Ich hab jetzt mal alle Ventile zerlegt und muss sie gelegentlich reinigen und nach passenden Dichtungen suchen. Als nächstes will ich aber erst noch die Hebelgruppen zerlegen und reinigen. Dann stellt sich auch wieder die Federfrage: Der Aluguss-Mittelteil misst 56mm, die Lambro hat 72mm und die 165mm-Feder bekommen. Bräuchte die Urania dann die 145mm-Feder (wo gibts die?) oder die größer 150mm-Feder von Cimbali wie bei Stefans President zu Anfang? Von den Custom-Federn sind wohl keine mehr übrig?

    @Achmed: Danke für die Tips, ich würde es entweder mit einer Messinghutmutter probieren wollen oder mit der V2A-Blindnietmutter. Ich bringe mal beide Teile mit in die Werkstatt und frage, was sie dort besser einbauen können.

    Grüße,
    Holger
     
  20. alterschwede

    alterschwede Mitglied

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    AW: Restauration: Faema Urania 2gr (1959)

    Das mit Federn ist ja so eine Sache, ich glaube, erst ein Richtwert der Länge finden (hast du ja) und dann geht probieren übers studieren :)

    Rein rechnerisch der Länge nach, wären die 150mm Federn richtig, aber ob restliche Eigenschaften (Materialeigenschaften, Federdurchmesser, Federdrahtdurchmesser, Anzahl Steigungen) passen? Probier es aus!
     

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