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Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Wartung" wurde erstellt von Sanug, 31. Oktober 2008.

  1. Sanug Mitglied

  2. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Ich habe die Mühle in der Via Venezia Combi Siebträgermaschine verwendet.

    Danke für die Tipps. Welches Saeco-Forum meinst du? Kannst du bitte einen Link zu dem Beitrag über die Wartung der Mühle posten?
  3. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hallo Sanug,
    das Bearbeiten, Reparieren und Einstellen der Automaten-Mühle (Konus) ist im SAECO-Support-Forum genau beschrieben. Da mußt Du aber die Suchfunktion benutzen, weil ich nichts direkt verlinken kann (zu blöd). Da ist sogar beschrieben, wie man mit einer Dremel die Mahlsteine nachschleifen kann.
  4. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hier ist der Link für die Anleitung zum Nachschleifen der Mahlsteine:
    Nachschleifen der Mahlsteine - Saeco Support Forum
    Ich werde meine Erfahrungen berichten, sobald ich mich da ranmache. Ich habe momentan leider nicht so viel Zeit.
  5. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Ich muss noch ein paar Fragen stellen und damit den Thread noch mal hochholen:

    Wie gut ist die in dieser Maschine verbaute Mühle eigentlich? Und wo bekomme ich neue Mahlscheiben her?

    Die Reparaturanleitungen im Saeco-Service-Forum für die Mühlen aus den Vollautomaten sehen mir nicht danach aus, als dass in meiner Siebträgermaschine eine dieser VA-Mühlen verbaut ist. Sollte ich mich irren, bitte ich um die Typbezeichnung des Vollautomaten mit baugleicher Mühle.

    Gibt es eine Serviceanleitung für meine Mühle? Wie lautet ihre Typbezeichnung?

    Grüße aus Köln und vielen Dank,

    Sanug
  6. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hallo Sanug,
    ich denke , Du hast die Mühle drin, die in den alten SAECO SA, SA TWIn und MAGiC Cappuccino verbaut wurde. Die hat zur Einstellung eine Messingschnecke mit 1mm Steigung und in Verbindung mit der Rasterung 36 auf eine Umdrehung eine Einstellmöglichkeit von 0,022mm/Raste. Die Mahlscheiben da drin sind oben und unten mit drei Schrauben befestigt und haben einen Durchmesser von 43mm außen.
    Die gab's wie gesagt neu hier im Forum von einem Hamburger angeboten um 22 Euro.
    Dein Henrykaff
  7. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Vielen Dank für die Information! Für den Betrag werde ich nicht anfangen, die Dinger mit möglicherweise zweifelhaftem Ergebnis nachzuschleifen. Dann werde ich das Angebot suchen und die Mühle mal beizeiten zerlegen.

    Grüße aus Köln,

    Sanug
  8. Sanug Mitglied

    Kaffeemühle von innen (Bilder)

    So, ich hab es getan und die Mühle mal zerlegt. Das war nach 8 Jahren auch dringend nötig, denn überall war eine dicke Teerschicht vom Kaffeefett drin. Hier ein paar Bilder.

    Blick in den Bohnenbehälter, nachdem der innere Becher entfernt wurde:

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    Beim Aussaugen der Mühle dieses Plastikteil bitte verschonen. Ist zwar nicht lebenswichtig, aber besser aufheben.

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    Nach dem Entfernen der drei äußeren, silberfarbenen Kreuzschrauben löst sich auch der äußere Becher. Jetzt ist auch der Anschlag beseitigt und das Mahlwerk kann ganz aufgeschraubt werden durch Linksdrehen des gesamten Kranzes. Die inneren Schrauben jetzt noch nicht lösen, denn so hat man mehr Kraft zum Drehen.

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    Endlich, der lang ersehnte Blick auf die Mahlscheiben, denn die obere lässt sich nun abnehmen. Achtung, zwischen den Kreuzschlitzschrauben befinden sich federnd gelagerte Stifte, diese nicht einsaugen! Sie dienen lediglich dem Rasten der Mahlstufen. Wer es lieber stufenlos mag, kann die Stifte ganz entfernen so wie hier im Bild. Igitt, alles ganz schön dreckig hier...

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    Nach Lösen des Kegels - entgegen des Uhrzeigersinns, das ist hier ein normales Rechtsgewinde - lässt sich auch die untere Mahlscheibe herausnehmen. Das Lösen der hier im Bild entfernten drei Schrauben auf der Mahlscheibe ist dafür nicht erforderlich!

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    Untere Mahlscheibe, noch verklebt mit dem Sockel.

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    So sieht der Blick in die Mühle ohne Mahlscheiben aus.

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    Jetzt, wo alles draußen ist, kann und sollte man sich Zeit nehmen, alles gründlich zu säubern. Ohne Kaffeefettlöser keine ganz einfache Sache.
  9. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hier mal ein paar Details zum Verschleißzustand der Mahlscheiben, natürlich nach einer gründlichen Reinigung:

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    Ich hätte es schlimmer erwartet...
  10. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hallo Sanug,
    deine Bilder sind super. aber diese Scheiben würde ich mal wechseln.
    Aber aufheben und Schleifversuche damit machen, könnte bei denen noch gut funktionieren.
    Du wirst sehen, daß Du nach dem Reinigen wieder ein gleichmäßiges Ergebnis hast, wobei ich davon ausgehe, daß Du den Auswurfkanal und den Portionierer auch gesäubert hast.
    Die Meßklappe nicht verbiegen und schauen ob die leichtgängig ist.
    Mit neuen Mahlsteinen wird's halt feiner und vor allem klebt es nicht so, weil mehr geschnitten und weniger gequetscht wird.
    Henrykaff
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2008
  11. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Danke!

    Vielleicht mache ich das mit den Schleifversuchen zuerst, mehr als schief gehen kann es ja nicht. Wobei ich mich schon frage, ob es den Aufwand lohnt. Herr Hansen von Kaffeeraum.com in Hamburg hat die Mahlscheiben nämlich vorrätig, und 21 Euro ist nicht gerade teuer dafür. Vielleicht bestelle ich demnächst einfach mal neue.

    Klar, natürlich habe ich überall gereinigt. War ganz schön viel Kaffeemehl drin!

    Nach dem Reinigen der Mühle geht es an den Zusammenbau:

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    Die untere Mahlscheibe ist drin, der Kegel wurde gut festgezogen. Sie muss sich am Kegel jetzt leichtgängig drehen lassen.

    Jetzt kommt die obere Mahlscheibe dran. Am leichtesten lässt sie sich zusammen mit dem Plastikkranz eindrehen. Nicht zu weit drehen, das Mahlwerk darf nicht klemmen!

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    Auf dem folgenden Bild sieht man die eingedrehte obere Mahlscheibe, sowie die mit Vaseline gefetteten Federstifte für die Rastung der Mahlgradverstellung. Wie gesagt, man kann die Stifte auch weglassen, wenn man es lieber stufenlos mag.

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    Mit dem Aufsetzen und Festschrauben des Kranzes wird die Mühle gleichzeitig neu justiert und der Anschlag für den feinsten Wert festgelegt! Hier muss aufgepasst werden, dass die Mühle nicht klemmt. Der untere Mahlstein muss sich auch in der feinsten Stellung noch ohne Kratzgeräusch drehen lassen. Zum Ausprobieren kann man den Bohnenbehälter mal aufsetzen und den Mahlgrad verstellen.

    Der Anschlag ist links im Bild zu sehen: die Plastiknase stößt beim Rechtsdrehen an die Schraube!

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    Bohnenbehälter wieder fixiert, fertig!

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  12. galgo Benutzerkonto gesperrt (E-Mail ungültig)

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    really nice pics :)

    meine japanischen damastmesser werf ich auch nicht weg, wenn die schärfe nachlässt, ob das nachschleifen der mahlscheiben - was ich mir auch sehr zeitintensiv vorstelle- von nachhaltigem erfolg "gekrönt" wird wage ich zu bezweifeln

    wenns standardscheiben zum espressokilopreis sind fällt die entscheidung leicht.

    gruß, galgo
  13. Sanug Mitglied

    Ausbau und Zerlegung des Thermoblocks

    So, die gereinigte Mühle produziert jetzt etwas homogeneres Mahlgut als vorher. Die Mahlscheiben werde ich also zu einem späteren Zeitpunkt nachschleifen oder wechseln, das eilt nicht wirklich.

    Der undichte Thermoblock macht mir da eher Sorgen, sodass ich mich entschlossen habe, das Ding auszubauen und zu zerlegen.

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    Nachdem ich die Kabelfarben notiert habe (dank des Fotos eigentlich überflüssig, ich habe es mir aber angewöhnt) geht es ans Abstecken. Den Teflonschlauch von der Pumpe und den Dampfhahn habe ich ebenfalls demontiert:

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    Jetzt noch die vier Hutmuttern, die die Brühgruppe von unten halten, entfernen, und der Thermoblock lässt sich samt Brühgruppe aus dem Gerät nehmen:

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    Jetzt komme ich endlich richtig an die Brühgruppe dran, um sie gründlich vom Kaffeefett zu befreien:

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    Das Öffnen des Thermoblocks erweist sich als erwartungsgemäß schwierig wegen der korrodierten Schrauben. Insbesondere die letzte Schraube war extrem hartnäckig, auch Einweichen mit Caramba hat nicht wirklich funktioniert. Schließlich hat sie durch Abbrechen nachgegeben, ist mir auch recht. Ersatzschrauben aus Edelstahl sowie neue Muttern, Hutmuttern und Unterlegscheiben habe ich nämlich wohlweislich bereits im Baumarkt gekauft (bei Bauhaus, Einzelverkauf nach Gewicht, alles zusammen für € 1,02 :-D).

    Nach Öffnen des Thermoblocks blicke ich in das Grauen schlechthin, damit hatte ich nicht gerechnet :shock:. Das Kölner Leitungswasser ist sehr kalkhaltig und sollte ohne Aufbereitung besser nicht für Kaffeemaschinen verwendet werden :oops:!

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    Schleierhaft ist mir, wo die Undichtigkeit des Thermoblocks herrührt, denn die Dichtung sieht erstaunlicherweise immer noch gut aus.

    Aus dem Unterteil des Thermoblocks ragt ein Kupferröhrchen hervor, das dafür sorgt, dass das abfließende Wasser immer nur von oben in die Brühgruppe fließt. Der Entkalker hat zwar die meisten Verkrustungen gelöst, aber weil das Wasser eben nur von oben abläuft, hat sich unten reichlich Kalkschlamm gebildet. Diese Konstruktion lässt sich ohne Zerlegen nicht vernünftig entkalken, oder sehe ich das falsch?

    Jetzt passiert mir ein kleiner Gau: ich will das Federventil der Brühgruppe ausbauen, das sitzt aber ordentlich fest. Beim Versuch, es zu lösen, rutsche ich ab und zerbreche dabei das Kupferrohr! :evil:

    Hier nochmal ein "Gruppenfoto":

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    Jetzt werde ich erst mal alles gründlich reinigen. Ob der Thermoblock auch mit einem abgebrochenen Kupferrohr korrekt arbeitet? Wofür ist das Röhrchen eigentlich gut? Wenn ich es ersetzen muss, habe ich ein Problem, denn es sitzt bombenfest im Boden des Thermoblocks. Und es ist fraglich, ob es als Ersatzteil noch lieferbar ist. Die Teilenummer habe ich immerhin, da ich mittlerweile glücklicher Besitzer der technischen Unterlagen dieser Maschine bin. Muss ich morgen früh mal bei meinem Saeco-Stützpunkt anfragen...
  14. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hier ein Bild von meinem Malheur mit dem abgebrochenen Innenrohr im Thermoblock:

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    So, ich habe alles provisorisch wieder zusammen gebaut. Grundsätzlich scheint trotz dem nun fehlenden Röhrchen alles normal zu funktionieren.

    Zwei Dinge beunruhigen mich:

    1. Beim Hochfahren auf Dampftemperatur war plötzlich ein wenig Wasser außen am Thermoblock. Ich konnte nicht erkennen, wo es herkam. Ich habe die Dichtung des Schlauchs von der Pumpe unter Verdacht. Das Problem trat nur beim ersten Hochfahren auf Dampftemperatur auf, ich konnte es noch nicht reproduzieren.
    2. Bei Dampftemperatur tröpfelt ein wenig Wasser aus dem Siebträger. Entweder ist das Federventil nicht ganz in Ordnung, oder das liegt an dem fehlenden Innenrohr im Thermoblock.

    Ich werde mal schauen, dass ich einige Dichtungen besorge. Dann wird das Ganze abermals zerlegt und der Thermoblock auch von der äußeren Korrosion befreit. Die sitzt ganz schön hartnäckig drauf, das wird eine etwas aufwändigere Aktion. Auch das Blech, auf dem der Thermoblock mit der Brühgruppe montiert ist, könnte mal entrostet und neu lackiert werden.

    Ich brauche eine Zweitmaschine, sonst bin ich zu lange kaffeelos :roll:
  15. Bubikopf Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Das Steigrohr ( Fallrohr ) ist schon recht wichtig da sonst das nachfliessende kalte Wasser sofort zum Puck geleitet wird und die Brühtemperatur beeinflusst, das Rohr sorgt für eine bessere Durchmischung. Am besten das Reststück mit einem Schraubenausdreher ( 4mm? ) herausziehen oder drehen ( je nachdem ob es ein Gewinde hat ) und das Rohr in Originallänge ersetzen.
    Gruss Roger
  16. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Danke, das kann ich mir gut vorstellen. Ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass es in einem so kleinen Thermoblock Unterschiede in der Verteilung der Wassertemperatur geben kann. Immerhin funktioniert es erst mal provisorisch, sodass ich nicht kaffeelos bin, während ich auf die Ersatzteile warte.

    Heute morgen habe ich meinen Cappuccino bei offener Maschine zubereitet und bin tatsächlich der Undichtigkeit auf die Spur gekommen: Sobald der Thermoblock Druck hat, tropft es aus dem Flansch vom Pumpenschlauch heraus. Ich werde das Ding gleich mal auf machen und den dahinter liegenden Silikon-Dichtring inspizieren. Er steht schon auf der Liste für meine Ersatzteilanfrage.

    Ich bin gespannt, ob die Teile lieferbar sind und zu welchem Preis :roll:
  17. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hallo Sanug,
    Undicht sind hier immer drei Stellen ziemlich gleichzeitig: Das große Auslassstück, wo es aus dem Boiler geht. Ist von innen angeschraubt und mit einer Verdrehsicherung versehen, also nicht oben drehen. Da liegt ein Siliconring drin.
    Dann auch die beiden Tauchsiederbefestigungen, die ebenfalls Siliconringe drunterhaben. Warum meinst Du, warum die Haltefeder der Thermoschalter so verrostet ist?
    Bei mir genau die gleichen Fehler. Wenn beim Entkalken irgendwo eine undichte Stelle ist, dann frisst die Säure nach dem Entkalken da, wo sie nicht abgespült wird, lustig weiter. Mein Schluß daraus: nie mehr entkalken, immer zerlegen und ansonsten destilliertes Wasser verwenden. Nebenbei schmeckt damit der Kaffee besser und stärker(auch Tee). Das mach ich schon seit 15 Jahren und lebe gut damit, obwohl Dir die Apotheker immer sagen, daß dir deine Schleimhäute platzen. Meiner sagt's schon nicht mehr, weil er sieht, daß ich immer noch lebe.:lol:
    Meine Profimaschine Nuova Simonelli MAC digit z.B. hatte undichte Stellen an der Boilerbefestigung, wo es zu den Brühköpfen rausgeht: Das 2mm Eisenblech ist da an beiden Auslässen im Umkreis von 15cm vollkommen weggerostet. Die aufgeblähten Eisenreste liegen auf dem Bodenblech. Der große Boiler hängt irgendwie noch an den Kupferrohren.:oops:
    Das Bodenventil aus dem Edelstahlboiler bringst du mit einem genau auf die Dicke des Schlitzes geschliffenen Schraubenzieher heraus, der auch die volle Breite hat.

    Ich hab die Klinge in den Schraubstock gespannt und mit 30kg gerade von oben gedrückt und das Unterteil gedreht. Dabei ging's dann leicht auf.
    Nach dem Reinigen des Boden-Ventilgummis tropft da unten auch nichts mehr dauernd aus dem Sieb. Es sind nur geringe Kalkreste, die bei der letzten Entkalkung (Vorbesitzer) übriggeblieben sind; trotzdem tröpfelte es.

    Dein Henrykaff
  18. Sanug Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Danke, Henrykaff, für deine mal wieder sehr ausführlichen Informationen. Oh Gott, das wird ja ein Fass ohne Boden mit der Maschine! Ich habe am frühen Abend eine Ersatzteilanfrage an meinen Saeco-Stützpunkt wegen Preisen und Verfügbarkeiten gestellt, das waren schon mal eben so 20 Positionen! Und da fehlen natürlich noch die von dir genannten Teile. Je nachdem, was der Spaß kosten soll und ob überhaupt alles noch verfügbar ist, frage ich mich, ob sich die Reparatur noch lohnt. Andererseits ist die Maschine zum Wegschmeißen oder Ausschlachten viel zu schade.

    Mir macht es auch Spaß, an dem Teil herumzuschrauben und das Innenleben nach und nach kennenzulernen. Dafür ist dieses Gerät auch recht gut geeignet, denn man kommt überall ran. Ach ja, das Bodenventil ging bei mir nicht sooo schwer raus, denn ich reinige es öfters mal. Mir macht eher das abgebrochene Steigröhrchen Sorgen. Möglicherweise muss ich ein neues Thermoblock-Unterteil kaufen, wenn ich den abgebrochenen Rest da nicht heraus bekomme.

    Die Thermostaten und die Heizspirale auszubauen wird, denke ich, nicht so schwierig, und eine gründlichere Reinigung mit Ersatz aller Dichtungen sehr sinnvoll sein. Den Aufwand scheue ich nicht, eher die finanzielle Investition in Ersatzteile. Mal abwarten, welche Preise der Saeco-Stützpunkt aufrufen wird, vielleicht gibt es auch gar nicht mehr alles.

    Nachdem ich die Konstruktion mit dem Steigröhrchen und den Kalkschlamm am Boden des Thermoblocks gesehen habe, denke ich genau wie du, dass ein Entkalken dieser Maschine Murks ist. Besser die Entstehung von Kalk von Vornherein vermeiden! Destilliertes Wasser ist sicher für die Maschine am besten, und dass man davon nicht stirbt, wie man uns in der Schule erzählt hat, habe ich auch schon gehört. Derzeit nehme ich Flaschenwasser. Manchmal befülle ich die Flaschen auch bei meiner Arbeitsstätte, denn das dortige Leitungswasser ist sehr weich, mineralarm und schmeckt hervorragend.

    Manchmal denke ich schon über ein Upgrade nach, mich könnte durchaus ein Gastrobomber wie eine Faema due reizen. Aber meine finanziellen Möglichkeiten sind halt sehr eingeschränkt, und vernünftig wäre das bestimmt auch nicht, insbesondere was die Aufheizzeit und den Energieverbrauch angeht. Drehstrom, Festwasser- und Abwasseranschluss wären hingegen kein Problem.
  19. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Hallo Sanug,
    Thema Preise: neu ist immer teuer. Du bist aber Schrauber und Photokönig, da kannst Du auch gebrauchtes gebrauchen. Ich habe heute gerade bei Dicofema (googeln!) einen kompletten Edelstahlboiler mit neuen Dichtungen für 20 Euro gekauft. Aber bohr doch das alte Röhrl einfach auf 6mm Tiefe raus und steck ein neues oder den Rest vom alten mit dem Hammer wieder rein.
    Henrykaff
  20. henrykaff Mitglied

    AW: Saeco Via Venezia Combi, Wartung nach 8 Jahren

    Nochmal an Sanug:
    Wasser: Mineralwasser ist nicht gut, weil es Mineralien enthält und zwar oft sogar mehr, als Leitungswasser; Zettel auf der Flasche lesen.
    Auch "weiches" Leitungswasser ist nicht kalkfrei, weil nach deutschem Gesetz die Wasserqualität immer - event. durch Durchleiten durch Kalk - leicht kalkhaltig sein muß.
    Gastromaschinen: Ich bin da ein gebranntes Kind. Logischerweise sind die Maschinen, wenn sie verkauft werden, durch starken Gebrauch eigentlich am Ende ihrer geplanten Lebensdauer und das Auswechseln vieler teurer Teile , wenn es sie überhaupt noch gibt, übersteigt oft den Zeitwert einer funktionierenden Maschine.

    Es ist wie beim Auto: ein restaurierter Oldtimer ist oft teurer, als das Auto neu gekostet hat.

    Der Bastler muß anders denken: der Weg ist das Ziel (Buddha oder so einer).
    Henrykaff

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