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"Schadstoffe" in Espressomaschinen?

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von italiano, 21. August 2008.

  1. italiano

    italiano Mitglied

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    Würzburg
    Hallo,

    ich halte generell relativ wenig von Tests der Stiftung Warentest usw. (schon alleine aus dem Grund, dass sie es scheinbar nie nötig haben, ihre teils sehr strümpfig daher kommenden Tests ausreichend zu kommentieren oder auf Leseranfragen zu antworten); aber sie haben ja schon einige male Vollautomaten gestestet. Aus einigen sind ja (geringere) Mengen Blei mit in den Kaffee/Espresso gelangt.


    Wie sieht's denn eigentlich bei "richtig guten" Siebträgermaschinen aus?
    Werden da bleihaltige Teile verbaut? Auch Nickel ist ja nicht gerade das gesündeste.
    Viele Boiler sind m.W. nach von außen vernickelt? Aber prinzipiell dürfte da nichts mit dem Wasser in Berührung kommen?

    Oder nur Wunschdenken von mir?

    Einerseits sind die Maschinen ja sehr teuer (was auf gute Materialien hoffen lässt), andererseits sieht's ja der Italiener an sich in einigen Punkten nicht so eng :) (z.B. auch bei Verarbeitungsqualität mancher Maschinen...)


    Viele Grüße

    italiano
     
  2. Espresso_Fr

    Espresso_Fr Mitglied

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    Freiburg
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Ich weiß nicht, was für Maschinen getestet worden sind, man muss aber eins sehen, im Bereich der Weißwaren herrscht ein großer Preiskampf.

    Ich rede da nicht von italienischen Maschinen, sondern eher im Segment unter 100 € bzw. bei Vollautomaten unter 200 €. da kann ich mir schon vorstellen, dass bei der Produktion verunreinigte Teile in die Maschine eingebaut werden.

    Ich glaube aber nicht, dass irgendwo bleihaltige Materialien für die Konstruktion eingesetzt werden. Die Bauteile bestehen gerne aus Kunststoff und Alu weil billig und leicht zu verarbeiten sowie Bleche. Bei den besseren Maschinen auch mal Messing, Kupfer und Edelstahl.

    Schaut man sich aber die Produktionsbedingungen in Fernost an, so kann bei der Billigproduktion von Gussteilen durchaus die Kaffeematrizen mit Bleigußteilen in Kontakt kommen. Die Belastung sollte aber nach einigen Leerdurchläufen gegen Null gehen.

    Ein weiteres Problem sind generell Gußteile, dort kann man gerne auch mal Metalle günstig entsorgen, in dem man sie in die Schmelze schmeißt (hab selber mal am Hochofen als Studi in den Ferien gearbeitet) und so nicht entsorgen muss. Bei Messing halte ich das aber für unwahrscheinlich.

    Ich würde mir da eher sorgen um Lösungsmittel machen. Bei solchen Tests würde mich auch mal das verwendete Wasser interessieren. Das sollte als Rückstellprobe verfügbar sein, um eine Fremdkontamination auszuschließen. Auch ein Labor kann mal eine Probe verunreinigen. Bei Blei denke ich sowieso immer an Trinkwasserrohre.

    Grüssle
    Kai
     
  3. Espresso_Fr

    Espresso_Fr Mitglied

    Beiträge:
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    Ort:
    Freiburg
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Schau mal hier:

    [​IMG]

    So sehen bei den meisten Maschinen im Segment unter 500 € die Kessel aus.

    Grüssle
    Kai
     
  4. Loki

    Loki Mitglied

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    Erlangen
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Kupferkessel? :D
     
  5. steffenk

    steffenk Mitglied

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    Hamburg
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Moin,

    Messing enthält auch einen geringen Anteil Blei. Es gibt zwar Messingsorten, die ohne Blei hergestellt werden, diese sind aber eher selten. Der Artikel zu Messing in der Wikipedia gibt da Aufschluss.

    Ich habe mich mal mit jemandem aus dem Sanitärbereich über das Thema unterhalten. Er sagte, dass Messingteile daher in der Gastronomie wegen des Bleigehaltes nicht mehr verwendet werden sollen/dürfen. Edelstahl ist das Material der Wahl. Ist aber leider sehr teuer.

    Gruß
    Steffen
     
  6. italiano

    italiano Mitglied

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    Würzburg
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Aber die meisten Espressomaschinen haben Kupferkessel soweit ich weiß?

    Ist da "naturgemäß" auch Blei enthalten?

    Viele Grüße
     
  7. galgo

    galgo Benutzerkonto gesperrt (E-Mail ungültig)

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    Ort:
    home of the brodwurscht
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    im kupfer nicht, weil das ist ja ein metall und keine legierung -

    das lötzinn sollte natürlich lebensmittelecht sein.

    gruß, galgo
     
  8. italiano

    italiano Mitglied

    Beiträge:
    720
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    Würzburg
    AW: "Schadstoffe" in Espressomaschinen?

    Ach, man lernt nie aus :) Vielen Dank für die Antworten
     

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