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Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

Dieses Thema im Forum "Was ich unbedingt noch sagen wollte..." wurde erstellt von Ranger Kevin, 10. Juli 2012.

  1. Ranger Kevin

    Ranger Kevin Mitglied

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    Leute, ich muss jetzt doch mal was loswerden, das geht mir schon seit einiger Zeit auf den Keks... das schrittweise heimliche verkleinern der Packungsgrößen verschiedener Lebensmittelhersteller nimmt doch in letzter Zeit wirklich dreiste ausmaße an.

    Neulich bin ich zum Beispiel im Supermarkt an einer Tüte M&M's hängen geblieben, die hatte gerade mal noch 150 gramm - ich kann mich erinnern, dass vor ein paar Jahren mal noch 300-400 g in der Tüte waren.

    Der eigentliche auslöser aber war das Magnum-Eis, dass ich mir gerade aus dem Keller geholt habe: Gerade mal noch 110 ml haben diese Teile!
    (Ich rede hier wohlgemerkt von einem "richtigen" Magnum, kein Magnum Mini o.ä. )
    Hatten diese dinge nicht mal so um die 200 ml oder sogar mehr?
    Damals hatten sie jedenfalls den Namen "Magnum" noch verdient!

    Was habt ihr so für Erfahrungen mit schleichend schwindenden Packungsgrößen?
     
  2. barca11

    barca11 Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Kebensmitteln

    Habe gestern im Radio einen Bericht gehört, wonach die Arbeiterkammer in Österreich eine Untersuchung gemacht hat und in den Verpackungen zwischen 33,3 bis 70,6 Prozent Luft vorgefunden....
     
  3. S.Bresseau

    S.Bresseau Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Kebensmitteln

    So weit ich weiß liegt das daran, dass die Packungsgrößen seit ein paar Jahren nicht mehr normiert sein müssen. Deshalb können Hersteller jetzt heimlich still und leise den Inhalt reduzieren, die Verpackung selbst bleibt dabei fast unverändert.

    Auf dem Preisschild muss zwar immer der Grundpreis pro Einheit (Masse oder Volumen) angegeben werden, der ist aber oft so klein und schlecht lesbar, dass ich bei schlechtem Licht Probleme habe die Werte zu entziffern.

    Wehren kann man sich eigentlich nur, indem man die ganz schlimmen Mogelpackungen meidet und die Packungen mit dem größten P/L-Verhältnis kauft. Das sind übrigens nicht immer die Großpackungen! Konkrete Beispiele habe ich jetzt gerade leider nicht parat.

    Viele Grüße
    Stefan
     
  4. xenos

    xenos Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Kebensmitteln

    Mogelpackungen gabs doch immer schon. Paradebeispiel MonCheri....

    (soll bitte nicht als Entschuldigung solcher oder Zustimmung zu solchen Praktiken verstanden werden)
     
  5. Ranger Kevin

    Ranger Kevin Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Kebensmitteln

    Ja, das habe ich auch schon erlebt, bei Plantagenschokolade. Da war es früher so, dass die 40g-Riegel im Vergleich billiger waren als die 170g-Tafeln. Mittlerweile haben sie aber die Tafelgrößen geändert, so dass beides jetzt gleich viel Kostet. Ich kann mich aber auch noch an ähnliche andere Fälle erinnern.

    Das mit den nicht-mehr-genormten Verpackungen ist nochmal eine Sauerei für sich, darüber regt sich meine Mutter jedes Mal auf, wenn sie etwas backen möchte. Denn sie hat viele alte Rezepte, wo zum Beispiel "1 Packung Frischkäse" drinsteht, die heute überhaupt nicht mehr aufgehen, weil die Packung Frischkäse eben nicht mehr 200g hat, wie früher immer, sondern 125, oder 120, oder 123,5 g. Das heist für einen Kuchen, für den man vorher genau eine Packung brauchte, muss man jetzt Zwei kaufen und hat dann immer eine Restmenge übrig.

    EDIT: Genau, KINDER-Produkte haben das auch oft, letztens noch gesehen, die eigentlich größeren Kinderriegel kosten mehr, als die 100g-Packung Kinderschokolade (die kleinen). Fällt aber auch nur beim sehr genauen hinschauen auf.
     
  6. domimü

    domimü Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Kebensmitteln

    Macht da nicht Stiftung Warentest seit ein paar Jahren ne Aktion?
    In jeden Heft werden da m.W. zwei, drei "neue Verpackungsgrößen" vorgestellt.
    Speziell zu Magnum hab ich folgendes gefunden
    Langnese Magnum Mandel: 315,0 Kalorien (kcal) und Inhaltsstoffe - das-ist-drin
    Die 360 ml waren 2008 3 Stück, auf der Herstellerseite findet man die Ernährungsinformation auf ml, g, und Portion berechnet - da sind es auch noch 120ml je Stück.
    Ich hab da eigentlich kein Problem, solange der Grundpreis angegeben wird. Eine andere Ladenkette hat oft andere Verpackungsgrößen, oft genug auch "nur für kurze Zeit" werbewirksam mehr Inhalt, daneben gibt es immer wieder Jubiläumsgrößen oder andere Zugaben.
     
  7. Holger Schmitz

    Holger Schmitz Moderator

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Ich war mal so frei und habe die Überschrift korrigiert
    Grüße
    Holger
     
  8. betateilchen

    betateilchen Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Mich nerven die Ritter Sport Tafeln mit 80 oder 85 Gramm.

    beruhigend, dass zumindest ein normaler Hefewürfel immer noch seine traditionellen 42 Gramm hat. Zweiundvierzig? Da war doch was? Hat mal jemand ein Handtuch parat?
     
  9. ElPresso

    ElPresso Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Klar, die gleichen. Jeder versucht's halt mit allen legalen Mitteln, und solange es keiner merkt auch mit allen anderen Mitteln, irgendwie durchzukommen. Liegt für mich in der Natur des Menschen, wenn er mit sowas brutalem wie dem Groß-Einzelhandel konfrontiert wird...
     
  10. Sebastiano

    Sebastiano Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Es ist schlichtweg ein Skandal, was da draußen läuft.
    Ich habe bei einer Seife, die ich verwende eine Preissteigerung von 50% !, allein durch die Veränderung des Packungsinhaltes von 150g auf 100g bei identischer Verpackungsgröße zu verzeichnen.

    Bei der Verbraucherzentrale Hamburg gibt es eine 55-seitige aber gewiss nicht vollständige Liste diverser Produkte von Unternehmen, die ihre Kunden mit diesen Tricks übervorteilen.

    Das Schrumpfprinzip
    Verbraucherzentrale Hamburg | - Das Schrumpfprinzip

    In einem ähnlichen Kontext auch mal hier umschauen, da wird es sogar sehr leicht gemacht, eine Mail an die Hersteller zu senden:
    http://www.foodwatch.de/
    http://foodwatch.de/kampagnen__themen/etikettenschwindel/mogel_liste/index_ger.html


    Ich habe ja nichtmal ein Problem mit begründeten Preiserhöhungen, wenn ich sie eindeutig erkennen kann, darauf kann ich reagieren. Aber wenn mir so quasi heimlich eine mitunter sehr erhebliche Preissteigerung mit Tricks untergeschoben werden soll - werde ich böse.
    Es hilft letztlich nur eins: dem Hersteller einen bösen Brief oder eine Mail senden. Je mehr Menschen das tun, um so eher kann etwas geschehen…


    Wütende Grüße
    Sebastiano
     
  11. Arni

    Arni Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Das hat auch sein Gutes im Kampf gegen die Überfettung der Bevölkerung (23% der Männer und Frauen haben einen BMI von 30 und mehr). Wenn jemand gewohnt ist, jeden Abend 2 Tüten Chips vorm Fernseher zu vertilgen und diese jetzt 50 gr weniger Inhalt haben, spart man sich ungewollt einige Kalorien ein.
     
  12. toco

    toco Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Das "Packungsschrumpfen" dient der verdeckten Preiserhöhung. Weniger Inhalt, gleicher Preis. Irgendwann wird dann die Packung wieder größer, der Preis mit dem Hinweis "ist jetzt ja mehr drin" erhöht und das Spiel geht von vorne los. Gehälter steigen, Energiepreise, Rohstoffe, also kein Wunder, dass die Hersteller versuchen höhere Preise durchzusetzen. Abzocke möchte ichs daher nicht immer nennen, aber es wird dem Kunden teils schon schwer gemacht, die Preisentwicklung nachzuvollziehen... Transparenz sieht anders aus.
    Über Eispackungen habe ich mich auch schon geärgert, weniger wegen Packungsgrößen, sondern der Angabe in (Milli-) Litern wie bei Flüssigkeiten. Da gibts 2500ml Packungen die keine 1300 Gramm wiegen... Jetzt noch cremiger! Da wird dem Kunden teuer Luft verkauft...gilt vielleicht auch fürs Magnum, einfach mal nachwiegen ;-) ...oder selber Eis machen, siehe Eisfred...

    Ein anderes Tiefkühlbeispiel fällt mir auch noch ein. Das Iglo-Schlemmerfilet Bordelaise wurde vor einiger Zeit auf der Packung mit "jetzt noch mehr knusprige Auflage" beworben. Ehrlicher wäre gewesen: "Jetzt mit noch weniger Fisch!" (50% Panade und 50% Fisch, statt vorher 30 zu 70) Es müssen sich einige beschwert haben, nach einiger Zeit gabs die alte Version als "Bordelaise Classic" wieder zu kaufen... also: nicht alles hinnehmen!
     
  13. Dupk

    Dupk Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Eis! Ja, da kann ich mich noch an vor 10 oder 15 Jahren erinnern.
    Da kam ich aus der Schule und habe mich mit Freunden in der hannoverschen Innenstadt zum Eis essen getroffen.
    Wir haben uns da 1.000ml-Packungen geteilt.
    Eines Tages waren nur noch 900ml drin.
    Zum gleichen Preis natürlich.
    Da war dann Schluß mit den Treffen.
    Ich glaube das war bei Langnese?!
     
  14. Ranger Kevin

    Ranger Kevin Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    @Holger: Danke fürs Korrigieren, es war schon spät...

    Naja, den Ärger über die heimlisch kleiner werdenden Packungsgrößen teile ich ja, aber dafür muss man doch nicht gleich seine Freundschaften aufgeben, oder? ;-)

    Ich verstehe nicht, warum die Hersteller so panische Angst davor haben, dass Kunden wegen begründeter Preiserhöhungen auf einmal nichts mehr kaufen würden... Inflation gibt es nunmal, da müssen wir alle mit leben.

    Den herstellern hier "guten Willen" zu unterstellen, um die übergewichtige Bevölkerung zu heilen halte, mit verlaub gesagt, für völligen Blödsinn.
    Wenn sie das wirklich wollten würden Sie einfach mal die Hälfte an Zucker und die ganzen tollen Geschmacksverstärker und Aromen weglassen, die einen immer dazu veranlassen, noch mehr zu essen, und ohne die die Leute merken würden, dass das, was sie essen, überhaupt nicht schmeckt.

    Es ist ja im prinzip ähnlich wie mit der ESL-Milch damals... prinzipiell habe ich nichts dagegen, wenn die Hersteller das Verfahren anwenden, aber sie sollen mich doch bitte verdammt nochmal darüber aufklären, damit ich als "mündiger Bürger" selbst entscheiden kann, was ich kaufe und was nicht.
     
  15. plempel

    plempel Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Mein Preissteigerungsindikator ist die ganz ordinäre Brezenstange: Da kann man verpackungstechnisch nicht sooo viel machen. Da gibt's das reelle Stangerl, das zwar immer teurer wird aber zumindest ungefähr gleich groß und schwer bleibt, und auf der anderen Seite das Schrumpfstangerl, das zwar preisstabil ist, aber immer kleiner wird. Da kann ich als Brezenstangerlkunde etscheiden, was mir lieber ist.

    So gesehen kann ich die Lebensmittelhersteller schon verstehen, wenn sie versuchen die Preissteigerungen mit Verpackungstricks zu kaschieren. Die Bäcker würden das auch zu gerne machen, glaube ich. :) (Aber da ja bei uns das "Kleingebäck" eh nicht nach Gewicht verkauft wird, was ich übrigens nicht verstehe, bleibt da schon genügend Spielraum.)

    Gruß
    Plempel
     
  16. Ranger Kevin

    Ranger Kevin Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Hm, die Brötchenpreise kann ich bei meinem Bäcker leider gar nicht dafür nutzen, da der alles selber von Hand herstellt bestehen da schonmal erhebliche Schwankungen in der Brötchengröße.

    Nur Brezen hat er leider nicht, die sind hier oben nur selten zu bekommen (für mich ein unhaltbarer Zustand, da die Familie meiner Mutter aus Süddeutschland kommt und ich als Kind immer großer Bretzelfan war :cry: )
    Da helfen dann meist nur noch die zum Aufbacken aus der Tiefkühltruhe, aber leider kein vergleich...
     
  17. nacktKULTUR

    nacktKULTUR Mitglied

    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Das glaube ich Dir aufs Wort. Wie wäre es mit Selbermachen?

    nK
     
  18. Anaralf

    Anaralf Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Mir ist das vor vielen Jahren schon aufgefallen.
    Ich ess zwar nicht viel Marmelade, aber wenn dann eine Gute.
    In den Gläsern ist in der Regel immer 450 Gramm, aber die Fa. Schwartau, hat schon in den 90ern auf 340 Gramm reduziert.
    Das fiel im Regal gar nicht auf, wenn dort hunderte Gläser standen, die sich in der bekannten Form nicht geändert hatten.
    Das es möglich ist, 600 Gramm Gläser zum gleichen Preis zu verkaufen, habe ich bei Rewe gesehen. Dort wurde Schwartau in der Sondergröße angeboten.
    Was ich besonders toll finde, sind die Werbebeilagen der Discounter.
    Sie sind immer ganz Stolz, dass sie 100 Artikel im Preis dauerhaft reduziert haben, um sie nach einem Vierteljahr klammheimlich wieder zu erhöhen.
     
  19. betateilchen

    betateilchen Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    offtopic: Und bei "Ihr Platz" hat man nun vor ein paar Tagen dafür, dass man ohnehin pleite ist, auch noch die Preise im Sortiment teilweise bis zu 10% erhöht. Das wird die Firma aber auch nicht mehr retten.
     
  20. espresso-addict

    espresso-addict Mitglied

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    AW: Schrumpfende Packungsgrößen bei Lebensmitteln

    Nicht nur dass der Packungsinhalt bei gleichem Preis schrumpft, sondern viele größere, sogenannte "Vorteilspackungen" sind teurer als dieselbe Menge in kleineren Einzelpackungen. Da werden die Kunden verarscht. Man sollte auch hier immer auf den Grundpreis achten. Der wird häufig verschleiert, indem z.B. bei der kleineren Packung der Preis pro 100 g und bei der größeren daneben pro kg angegeben wird. Okay, ist nicht wirklich schwierig zu rechnen, aber bei den Pisa-Ergebnissen Deutscher Schüler...
     

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