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Steuerberater

Dieses Thema im Forum "Was ich unbedingt noch sagen wollte..." wurde erstellt von orangette, 10. Juni 2012.

  1. orangette Mitglied

    Hallo zusammen!
    Eure Hilfe ist gefragt. Ich überlege mich selbstständig zu machen,habe aber keine richtige Ahnung von Steuern und Buchführung. Deshalb möchte ich gerne einen Steuerberater beauftragen das für mich zu erledigen. Jetzt meine Frage: Was kann das monatlich kosten? und oder gibt es im Netz irgendwo eine Art Honorarliste? Für tipps wie immer sehr dankbar - orangette :)
  2. Gregorthom Mitglied

    AW: Steuerberater

    Da ich selber damit seit 3 Jahre Erfahrungen gesammelt habe:
    Wie machst Du dich selbstständig? Kleingewerbe für den Anfang, oder direkt "groß" mit Vorsteuer und Pipapo?
    Bei Kleingewerbe, wie in meinem Fall ist es einfach, da muss der Steuerberater nur 1x im Jahr eine Erklärung mit einfacher GÜR abgeben zzgl. zu erwartende Gewinne im nächste Jahr. Mich hat es bisher inkl. der Lohnsteuererklärung meines Hauptjobs knapp 400€/Jahr inkl. Umsatzsteuerbetrag gekostet. Davon entfallen knapp 160€/Jahr für die selbstständige Tätigkeit.
    Abhängig sind die kosten vom Gegenstandswert, also wieviel Umsatz zu Grunde gelegt wurde, davon anteilig werden die Kosten für den Steuerberater berechnet. Grundlage dieser Beitragssätze ist §16 StBGebV, dort ist festgelegt, was der Steuerbarter in Rechnung stellen darf/kann.

    Für Vorsteuernmeldung bei "normalen" Gewerben kannst Du, je nach monatlichem Umsatz mit ca. 50-100€ rechnen, grob überschlagen. Kann natürlich auch mehr werden, je nach zugrundeliegendem Gegenstandswert.

    Für den Anfang würde ich Dir eine Kleingewerbeeinstufung empfehlen, damit hat man gerade in der Gründungszeit weniger Aufwand und Kosten, da man die Vorsteuer auch leisten muss. Wenn das Geschäft gerade am Anfang mal nicht gut läuft kann es eng werden. Grundsätzlich sollte man den Betrag aber auch trotz Kleingewerbe immer mit einrechnen.

    Gruß
    Gregor
  3. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    Der Plan wäre einen Inhabergeführten Bioladen zu eröffnen,daran fehlt es in Duisburgmitte. Das ist als fulltimejob gedacht. DANKE SCHÖN :) für die Antwort und die Grundlageninfo. orangette,die sich sehr freut :)
  4. plempel Mitglied

    AW: Steuerberater

    Man kann die laufende Buchhaltung auch selber machen, inkl. Ust.-Vorauszahlungen, da braucht's eigentlich keinen Steuerberater, das ist zwar Arbeit, spart aber Geld. Wenn die Buchführung einigermassen ordentlich und realistisch ist, hat der Steuerberater beim Abschluss weniger Arbeit, spart auch wieder Geld.
    Das gesparte Geld lieber in die Kreativität Deines Steuerberaters investieren.

    Gruß
    Plempel
  5. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hallo Plempel!
    "Das gesparte Geld in die Kreativität meines Steuerberaters investieren" ?! Das verstehe ich jetzt nicht so ganz...
    Was beiden Antworten gemein ist,ist die Tatsache nur den Jahresabschluss beim Steuerberater in Auftrag zu geben. Das halte ich im Auge und Hinterkopf. Bin halt grade dabei einen Businessplan für diesen Plan zu erstellen und die maximalen Kosten auszurechnen. Vor der Buchführung und dem Steuerkram hab´ich halt am meisten Respekt und möchte da nichts falsch machen. orangette
  6. KaffiSchopp Mitglied

    AW: Steuerberater

    @Orangette Da Du wahrscheinlich einige Lieferanten haben wirst, die Dir regelmässig Rechnungen schreiben, auf der anderen Seite ggf. täglich abzuführende Bareinnahmen, kommen schon einige Belege im Monat zusammen. Aus der Erfahrung mit meinem StB, der allerdings auch noch PayPal zu verbuchen hat (eine Qual), denke ich, bist Du mit EUR 150 bis EUR 200 im Monat dabei. Das erste Jahr kann man die Buchhaltung noch alleine machen, aber bei der ersten Einkommensteuererklärung war ich wahnsinnig froh, dass mein Steuerberater meine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit und die Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit von Frau Kaffi Schopp so verbucht und sortiert hat, dass das FA nicht gemeckert hat. Ich war damit völlig überfordert.

    Den "Einsatz" eines StB find ich allerdings auch aus Controlling-Gründen nützlich, denn er baut Dir eine monatliche BWA auf, aus der Du Deine Kennziffern ziehen kannst. Und wenn Du einen guten StB hast, bespricht er die Zahlen auch mit Dir! ;-)
  7. betateilchen Mitglied

    AW: Steuerberater

    inhabergeführter Bioladen in DU-Mitte :shock:
    wer hat Dir eigentlich den erfolgversprechenden Businessplan für diese Geschäftsidee erstellt?
  8. KaffiSchopp Mitglied

    AW: Steuerberater

    Das ist natürlich eine ganz andere Frage! ;-)
  9. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    DANKE !!!!! Kaffishop....dann brauchte ich es nicht sagen.
    Aber auch Danke an Betateilchen. Wie kommst Du darauf das es nicht klappen könnte,wo du nicht in Duisburg wohnst? orangette :)
  10. betateilchen Mitglied

    AW: Steuerberater

    naja, da sowas ja normalerweise von einem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer o.ä. erstellt wird, kam mir einfach die Idee, dass doch dadurch schon ein Kontakt zu einem entsprechenden Dienstleister bestehen müsste?

    Man mus nicht in Duisburg wohnen, um sich sowas zu fragen. Davon abgesehen kenne ich die Duisburger Innenstadt inzwischen recht gut, da ich jeden Tag zweimal durch Duisburg fahre und manchmal auf dem Heimweg (aus MH) einfach mal aus dem Zug aussteige und dort bummeln gehe.
  11. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    Nein, Betateilchen...es ist ganz einfach so das ich Informationen für (m)einen Businessplan sammle.Bevor ich damit losziehe und einen "echten" Businessplan zum Beispiel der Bank vorlege und einen Steuerberater müßte ich mir noch suchen. orangette :)
  12. betateilchen Mitglied

    AW: Steuerberater

    m.E. die falsche Reihenfolge. Such Dir erst einen Fachmann, der Dich bei Deiner Idee von Anfang an berät. Und dann geht den Businessplan gemeinsam an. Ausserdem weiss ich nicht, wieso Du mir unterstellst, ich hätte einen Nichterfolg Deiner Idee beschrieben.
  13. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hallo betateilchen!
    Falls ich die falsche Tonlage erwischt haben sollte : tut mir leid ! Ich möchte niemanden mit Absicht auf den Schlips treten und erst recht nicht wenn er sich über meine Fragen Gedanken gemacht hat und sich Zeit nimmt diese zu posten. Ich fand das eher wie ein offtopic im offtopic.
    Deine Idee mir Hilfe beim "Fachmann" von vornherein zu holen finde ich eine klare Aussage und gute Idee. Es macht einen knicks orangette :)
  14. plempel Mitglied

    AW: Steuerberater

    Na ja, wohlmeinende Zustimmung geht anders. :)

    (aber da haben wir beide wohl betateilchens Charmeoffensive falsch verstanden... :mrgreen:)
  15. S.Bresseau Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hallo Orangette,

    ich würde DIr auch empfehlen, Dich professionell beraten zu lassen und auf jeden Fall ein Existenzgründerseminar zu besuchen. Freunde von mir haben das vor ihrer Existenzgründung gemacht, es war iirc eine Initiative des Arbeitsamtes mit dem Titel "alt hilft jung": Ältere erfolgreiche Geschäftsführer und Selbständige, die schon im Ruhestand waren, haben über mehrere Wochen gezielt und kondensiert Ihr Wissen weitergegeben und die erste Zeit der Selbständiogkeit begleitet. So ewtas ist meiner Meinung nach ideal.

    Lass Dich nicht von Deiner Idee abbringen. Wenn der Bedarf und die entsprechende Klientel vorhanden sind, kann ein Bioladen durchaus funktionieren. Genau das würden Dir sicher auch diese Leute sagen können.

    Liebe Grüße
    Stefan
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2012
  16. Augschburger Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hi Orangette,

    Falls mir noch ein unqualifizierter Kommentar zum Sortiment gestattet ist:
    Ich persönlich vermisse die Möglichkeit, gezielt Produkte einzukaufen, die ohne die ganzen neumodischen Zutaten hergestellt wurden.
    Z.B. Wurst/Schinken ohne Ascorbinsäure.
    Alles mögliche enthält heute Guakernmehl oder Johannisbrotkernmehl, damit es länger haltbar ist.
    Süßstoffe (Aspartam, Saccharin, etc.)
    Oder ein Brot, das garantiert ohne Backmischung hergestellt wurde. Selbst gemahltes Getreide wäre noch besser.

    Es gab mal im Supermarkt Kartoffelknödeln (;-)) zum Anrühren. So Zeug wie von Pfanni. Zutaten: Kartoffelmehl, Kartoffelstärke, Rosmarinextrakt. Ende, sonst nix. Schau Dir mal im Vergleich dazu die Zutaten bei Pfanni oder wie sie alle heißen an.

    Gerade Ascorbinsäure schmecke ich raus und ist auch oft in Bio-Wurst enthalten. Da würde ich die Messlatte noch ein Stück höher legen (wenn das betriebswirtschaftlich Sinn macht, nachdem vmtl. die Mehrheit soweiso nur auf das Bio-Etikett achtet. ;-)).

    Du solltest auch ein zweites Standbein haben, parallel zum Bio-Siegel. Sonst panschen Dir die europäischen Nachbarn oder regionalen Lieferanten irgendeinen Mist in Dein Bio-Gemüse und aufgrund des in den Medien gepushten Skandals verlierst Du 100% Deiner Kundschaft. Das musst Du irgendwie abfedern können.

    M.E.n. musst Du - wie es heute viele Boardröster bereits handhaben - den unmittelbaren Draht zu den Produzenten haben, und hier Transparanz für Deine Kunden schaffen. Dass ein Steak von einem Rind aus Deutschland stammt, das hier geboren und geschlachtet wurde, ist wenig aussagekräftig und dient nur der Politik. Wenn ich aber weiß, von wo das Olivenöl, die Tomaten oder Auberginen kommen, und ich im Urlaub mich auch davon überzeugen kann, gibt mir das Sicherheit.

    Und Du wirst eine 7-Tage Arbeitswoche haben. Täglich frühmorgens aufstehen und am Großmarkt einkaufen gehen, um 19 Uhr den Laden zusperren, und am Sonntag machst Du die Abrechnungen.

    Trotzdem - oder gerade deshalb wünsche ich schon heute viel Erfolg,
    Hans-Jörg
  17. orangette Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hallo meine lieben!
    Vielen herzlichen Dank für Eure Ermutigungen und Ideen. (es steigen kleine Dankesherzchen auf...)
    Die Idee mit dem Geschäft habe ich von einer Freundin die genauso einen Bioladen betreibt und ich des öfteren schon hinter die Kulissen schauen konnte. GENAU !!! das Lebensmittel braucht eine Geschichte die man dazu erzählen kann. (auch Produktinfo) - recht hast Du Hans-Jörg! :) Jedenfalls bei den Verbrauchern,die neben dem reinen futterfassen auch noch Nährstoffe und Genuss wollen.:) Genau das ist meine Motivation bei diesem Projekt.
    Mein momentaner Stand ist einfach der,das ich erstmal zur IHK gehen werde,um einen geeigneten Partner zu finden für den seriösen Plan. orangette
  18. mcblubb Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hallo orangette,

    auch meinen Senf dazu:

    1.) Die meisten Steuerberater machen eine kostenlose "Erstberatung". Die würde ich in jedem Fall in Anspruch nehmen und mich gut darauf vorbereiten.
    2.) Der Businessplan ist das A und O jeder Geschäftsplanung. Sie muss nüchtern und ohne jegliche Emotion durchgeführt werden. Es schadet nichts, einiges an Geld zu investieren. Wenn Du das Geld dafür nicht hast, reicht es auch nicht für einen soliden Geschäftsstart. Außerdem ist es m.E: besser ein paar hundert € in eine solide Beratung zu investieren als hinterher zig-Tausende Schulden an der Backe zu haben. (Lange Pachtverträge sind dafür beste Voraussetzungen)
    3.) Bereite Deinen Geschäftsstart lieber länger vor, als eine vermeitlich gute Gelegenheit am Schopfe zu packen. Viele Faktoren können Deine Geschäftsidee zum Erfolg oder Mißerfolg führen. Meist entschiedet der Anfang bereits darüber.
    4.) Lasse Dir den Weg offen Deine Richtung zu korrigieren. Z.b. als Noturkostladen starten, wandel zum Bio-Imbiss mit Kochschule etc.
    5.) Du brauchst Startkapital, Durchhaltekapital und eine überdurchschnittliche Arbeitsbereitschaft
    6.) Nebeninteressen und Hobbies werden in den ersten Jahren massiv leiden

    Und wie schon einige Vorschreiber sagten: Informier Dich. Besuch Gründerseminare, sprich mit Leuten, die es getan haben und länger als ein Jahr durchgehalten haben. Sprich mit Franchiseketten. Sei offen für alles, sammele die Informationen und zieh Deine eigenen Schlüsse und triff Deine eigenen Entscheidungen. Das wirst Du nach Gründung immer tun müssen.


    Viel Erfolg

    Gerd
  19. awild Mitglied

    AW: Steuerberater

    Hi orangette!

    Hier in Berlin gibt es START:Chance - Förderprogramm für Gründungswillige, ein - ich glaube EU- und Senat-gefördertes Zentrum, das Gründungswillige berät und unterstützt. Ich habe an so einer Maßnahme teilgenommen und kann derartiges nur weiterempfehlen. Am Anfang stand ein 5-tägiges Seminar mit anderen potentiellen Gründern, in dessen Verlauf deine eigene Geschäftsidee gründlich unter die Lupe genommen wird, ebenso deine sogenannte "Unternehmer-Persönlichkeit".

    Am Ende bekommt man im Fall des Falles eine Empfehlung (oder auch nicht), die die einzelnen Stärken und Schwächen von Geschäftsidee und Persönlichkeit auflistet. Bei einer positiven Empfehlung kann man anschließend die Dienste eines professionellen Coach in Anspruch nehmen, der oder die einem auf dem Weg zur Gründung unterstützt. Z.B. bei der Erstellung eines Businessplans und Kreditantrages oder auch bei ganz anderen Dingen. Ich konnte mir eine ehemalige Geschäftsführerin von Café Einstein als Coach auswählen. Von den Kosten für dieses Coaching muss man nur einen verschwindend kleinen Bruchteil bezahlen... Ich glaube, ich habe für etwa 30 Stunden Coaching etwa 100,- Euro bezahlt. Anschließend kann man auch ein Nachgründungs-Coaching etc. in Anspruch nehmen.

    Langer Rede, kurzer Sinn: Ich vermute, irgendetwas ähnliches wird es auch in Duisburg geben und würde dir so ein Programm dringend empfehlen. Man sollte sich allerdings vorher nach Referenzen oder Empfehlungen des Anbieters erkundigen, ich glaube auf dem Markt sind eine Menge schwarzer Schafe unterwegs!

    LG Andreas
  20. KaffiSchopp Mitglied

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