Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Truffaut Gast

    Standard

    Liebe Kaffeeliebhaberinnen und Kaffeeliebhaber,
    nach dem ich mich über vier Jahre mit dem "Wein des Orients" beschäftigt habe, erscheint nun das Resümee als dtv-Premium: ein Kriminalroman, in dem Kaffee die Hauptrolle spielt. Erzählt wird die Geschichte eines leidenschaftlichen Kaffeerösters, der in einen Anschlag auf das Lieblingsgetränk der Europäer verwickelt wird. Erst über die historischen Hintergründe gelingt es, das Verbrechen aufzuklären...

    Im Zentrum steht die historische Rolle des "Türkentranks", denn der beliebte geistige Schmierstoff hat ein dunkles Geheimnis: [bost_uid0]Kaffee ist ein Aufklärer, eine Droge der Revolution![/bost_uid0] Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, Französische Revolution oder Aufbegehren gegen Metternich - immer boomte kurz zuvor Kaffee und Kaffeehaus. Ein Zufall?

    Zur Buchpräsentation mit äthiopischer Kaffeezeremonie möchte ich alle Interessierten herzlich einladen: Spätestens seit Cees Notebooms Roman "Rituale" ist die tiefere Bedeutung einer Teezeremonie bekannt - doch was löst eine Kaffeezeremonie aus? In unserem Herzen, in unserem Kopf, zwischen den Beteiligten? Eine äthiopische Zeremonienmeisterin inszeniert nach einem jahrhundertealten Ritual zur Lesung.

    [bost_uid0] Deutschlandpremiere in Berlin:[/bost_uid0] Am 3. November liest der der Filmschauspieler und ARD/RBB TATORT-Hauptkommissar Darsteller Boris Aljinovic im Literarischen Salon Britta Gansebohm des BKA-Theater. [bost_uid0]Mit Kaffeezeremonie und Kaffeeverkostung![/bost_uid0] Mehringdamm 32-34, Berlin-Kreuzberg. Kartenreservierung unter Tel.:030-202 20 07 (U-Bhf. Mehringdamm)
    Weitere Lesungen & Kaffeezeremonien in Frankfurt, Zürich und anderen Städten.

    Termine und Roman-Infos:www.DerDuftdesKaffees.de

    Mit duftenden Grüßen - Truffaut



    Edited By Truffaut on 1128868633

  2. #2
    Truffaut Gast

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    Rezension in der österr. Tageszeitung DER STANDARD vom 23. September 2005; Autor: Christian Buckard

    "Der Duft des Kaffees" von Gerhard J. Rekel

    Das Lieblingsgetränk der Österreicher wird vergiftet. Ins Visier der Polizei gerät Hans Brioni, ein leidenschaftlicher Kaffeeröster und Gegner schlechten Kaffees. Gehetzt von den Ermittlern, macht sich Brioni auf die Suche nach den Hintermännern des Anschlags. Dabei kommt dem Einzelgänger eine junge Journalistin in die Quere, deren Spontaneität und Hartnäckigkeit Brionis Weltbild gründlich erschüttern. Die atemlose Suche nach den Verschwörern führt das ungleiche Paar nach Wien, wo sie erfahren, wie der Kaffee den Lauf der Weltgeschichte während der vergangenen 250 Jahre nachhaltig beeinflusst hat . . .

    "Der Duft des Kaffees" zieht sich durch das gesamte Buch, das mit einer in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seltenen Leichtigkeit geschrieben ist. Ganz nebenbei vermittelt der rasant erzählte Roman viel Erhellendes über die Geschichte des vertrauten und doch fremden schwarzen Getränks. Vor einer möglichen Nebenwirkung sei gewarnt: Nach der Lektüre mag es passieren, dass man Kaffeesorte und Stammcafé panisch wechselt. Dem kürzlich vom Hamburger Thalia-Theater ausgezeichneten Gerhard J. Rekel, der auch für Film und Fernsehen schreibt, könnte es mit seinem intelligenten Roman gelingen, ein neues literarisches Genre zu etablieren - den "Food-Thriller". (buch)

    "Der Duft des Kaffees - Die Geschichte einer Verschwörung". dtv premium € 14,40

  3. #3
    Maddi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Stefan und ich haben den Roman vorab bekommen (vielen Dank nochmal an Truffaut für die Zurverfügungstellung) und ich habe ihn schonmal gelesen.

    Mir hat er sehr gut gefallen. Die Art, wie sich die Schlinge um den schuldig oder nicht schuldigen Brioni immer weiter zusammenzieht, ist spannend zu lesen. Auch die Art und Weise, wie der verfolgte Brioni mit der jungen Journalistin immer mehr und mehr Informationen zusammenträgt, gehört dazu. Die Informationen über Kaffee an sich, die zwischendurch eingebracht werden, machen neugierig und wecken den Wunsch, nach dem Abschluß der Lektüre mehr zu erfahren - geschweige denn, daß man eine kaum zu bändigende Lust auf eine schöne Tasse mit dem schwarzen, heißen Elixier bekommt.

    Alles in allem ein Buch, daß ich gerne weiterempfehle.

    Gruß
    Maddi

    Eine große, ausführliche Rezession wollte ich hier nicht schreiben, außerdem bin ich dazu doch ein wenig außer Übung...



    Edited By Maddi on 1130090315
    klein, manchmal verrückt aber stets gut gelaunt!

  4. #4
    Walter_ ist offline Moderator
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    Ich habe mir zunächst nur die Leseprobe (von der Website) zu Gemüte geführt, vielleicht ist mein Kommentar daher auch nicht ganz fair, aber nachdem ich nicht weiß, ob ich mir das Buch kaufen werde, schreibe ich gleich jetzt ein paar Gedanken:

    Angenehm und wohltuend empfand ich das schöne, gepflegte Deutsch und die zumeist sehr treffende Wortwahl.

    Obwohl mir keine direkten Parallelen auffielen, erinnerte mich der Teil den ich gelesen habe ein klein wenig an Dan Brown's [iost_uid0]Da Vinci Code[/iost_uid0] oder [iost_uid0]Angels & Demons.[/iost_uid0] (ich glaube die deutschen Titel sind Sakrileg und Illuminati).

    Zusätzlich hatte ich hier den Eindruck, daß der Autor - ohne ihm nahetreten zu wollen - in einem anderen Genre als dem Kriminalroman möglicherweise zu höheren Leistungen fähig wäre (ähnlich wie bei Andrea Camillieri, dessen "Montalbano-Romane" zwar kommerziell höchst erfolgreich sind, aber literarisch zum Teil weit hinter anderen seiner Werke nachstehen).

    Den Vergleich mit Süskind's [iost_uid0]Das Parfum[/iost_uid0], den einer der Amazon Rezensenten zieht, kann ich eigentlich nicht nachvollziehen.

    Als "Kulturgeschichte des Kaffees" (ebenfalls eine Rezensentenmeinung) werde ich wahrscheinlich weiterhin Allen's [iost_uid0]The Devil's Cup[/iost_uid0] vorziehen.

    Einzelne Passagen haben mich ein wenig verwirrt bzw. irregeführt, so z.B. der Satzbeginn [iost_uid0]"Dionysische Genüsse führten zur späten Stunde im Verbandsbüro zu einem Rausch der Sinne..."[/iost_uid0]. Meine - zugegebenermaßen manchmal etwas zügellose - Phantasie entschwebte augenblicklich in die Vorstellung meditativer Rituale des - sicherlich von Indien beeinflußten - mystischen "Dionysisch-orphischen" Kults (Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends) oder die von Frazer so spannend portraitierte Opferung (oder Selbstopferung) des heiligen Königs. Auf den - für mich etwas enttäuschenden - Gedanken, daß hier einfach zwei leicht vom Wein angeheiterte Leute (in Anlehnung an Bacchus, übrigens eine späte und nicht ganz passende Aufpropfung/Vermischung mit Sabazios sowie auf ältere und treffendere Dionysos Mythen) einander möglicherweise im biblischen Sinne "erkannten", kam ich erst später

    Naja, vielleicht siegt ja doch die Neugier zu erfahren wie's ausgeht und ich kauf' mir das Buch....

    P.S.: ...obwohl mich ziemlich rasch der Gedanke beschlich, daß eigentlich Brioni der "Täter" sein müßte...



    Edited By Walter1958 on 1131534871
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  5. #5
    jutta ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo Walter,

    erstmal glaube ich, dass die Leseprobe, dem Ganzen nicht ganz gerecht wird. Ist sicher auch nicht Sinn einer Leseprobe, also lass Dich nicht vom Kauf des Buches anhalten.

    Zu den Vergleichen, möchte ich eigentlich nichts sagen, da das sowieso immer hinkt. Den Anspruch "Kulturgeschichte des Kaffees" würde ich nicht erheben, allerdings könnte das Buch schon Interesse an dem Thema wecken, da es einige interessante Facetten anreißt. Wenn es um Kulturgeschichte des Kaffees geht, ist Allens "Devils Cup" sicher das neueste Werk, nicht vergessen würde ich aber die Klassiker Ulla Heise "Kaffee und Kaffeehaus" und natürlich Heinrich Eduard Jacob "Sage und Siegeszug des Kaffee".

    Zur Lesung kann ich nur anmerken, dass es uns großes Vergnügen bereitete, aber hier kann ich gerne auf die Kritik verweisen. Besonders gelungen war auch die Kaffeezeremonie, Bilder gibt es hier, leider ist mir der Text nicht zugänglich.

    Grüße Jutta



    Edited By jutta on 1131700906
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