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  1. #1
    s v e n ist offline Neuer Benutzer
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    Standard selfmade röster

    Hallo!

    noch ist der röster nicht fertig (nächste woche irgendwann, hoffentlich!)
    und weils nicht vorwärts geht (warte noch auf paar bestellte teile) hab ich
    das auf dem papier nun im rechner verewigt. also - dachte ich - kann ich
    die sache ja mal öffentlich machen, vielleicht hab ich ja was vergessen...



    zum aufheizen wird die herdplatte erstmal auf volle leistung geschaltet,
    wenns denn warm genug ist (250°c z.b.) wird auf halbe leistung zurück
    geschaltet bis die temperatur stabil bleibt (180°c z.b.). eine
    thermostatreglung gibts nicht weil sonst die temperatur in dem kleinen
    ding zu sehr schwankt. die grundtemp. regelt sich über den luftstrom der
    vom lüfter kommt.

    dann wird gleichmäßig die extra heizwendel hochgedimmt bis z.b 250°C,
    so das die temp.kurve gleichmäßig ansteigt bis zum ende der röstung.

    der luftstrom bleibt übrigens immer konstant wenn geröstet wird. er wird
    nach der aufheizphase so eingestellt das die gewünschte grundtemp. im
    röster herrscht.

    naja - soweit mein plan. ich hoffe das ich so ein gutes ergebnis erhalte
    wenn die temp gleichmäßig ansteigt und der luftstrom konstant bleibt.

    wenn die dimmerei per hand nicht so gut geht wirds per prog. vom comp.
    aus gesteuert jedenfalls die heizwendeldimmerei.

    aufgezeichnet wird die temp.kurve sowieso aufm compi.
    __________________________________________________ _

    was mir etwas sorgen macht ist das die häutchen bis zum ende des
    röstens bei den bohnen bleiben macht sich das geschmacklich bemerkbar?

    also - was haltet ihr davon? ...wird halt mein erster röster und mein erster
    röstversuch und überhaupt, sind die überlegungen soweit ok?

    soll nun nicht die konkurenz das fürchten lehren aber wenns ordentlich
    funktioniert wär schon toll !

    ____________________

    gruß aus b
    und bis denn...
    sven
    ____________________

    ps: auch wenns einfach ginge - es soll kein trommelröster werden.
    erstmal so und später kann man ja immer noch...

  2. #2
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi

    nette Idee muss ich sagen.

    Was mir dazu einfällt:
    1.) Der Quirl oben dreht sich vermutlich recht langsam, es besteht die Gefahr dass er die Bohnen nur vor sich her schiebt anstatt sie umzuwälzen. Solltest du bedenken.

    2.) Wo strömt die heiße Luft hinaus? Die luft sollte gut abziehen können sonst bekommst du einen Stau.

    3.) Bedenke dass die Häutchen nach unten durchfallen können und sich auf der Heizung entzünden können, da musst du unbedingt etwas machen. Selbst wenn die Löcher in der Pfanne klein sind (was vermutlich auch ein Problem wäre) können sich zerbröselte Häutchen da durch schummeln.

    4.) Im gleichen Zug musst du beachten dass die Häutchen die Löcher verstopfen könnten, der Quirl oben wird zwar einen Teil wegwischen (ev. unten eine Bürste drann) aber durch die Dicke des Bodens können sich die Häutchen auch weiter unten sammeln usw.

    5.) Kühlung/Häutchen, beides musst du bedenken, nach dem Rösten müssen die Bohnen einigermaßen schnell runtergekühlt werden weil sie sonst 1. weiterrösten und 2. gebacken werden können was den Geschmack natürlich negativ beeinflusst. Ebenfalls müssen die Häutchen entfernt werden sonst hast du das alles in der Mühle.
    Im Forum haben einige User eine externe Kühlung für den Gene Cafe CBR101 gebaut, einfach ein Kübel, darauf ein Sieb (groß genug um Häutchen durch zu lassen aber so klein dass die Bohnen drinne bleiben) und unten den Staubsauger angeschlossen. Das ist sehr effektiv und kostengünstig. Diese Methode könntest du zumindest adaptieren.

    Wenn du die Möglichkeit hast über den Computer zu steuern würde ich das gleich von Anfang an machen, die Temperatur beim Rösten sollte in der Tat eine gleichmäßige Kurve beschreiben.

    Ich heize meinen Gene auf 240°C vor, wenn ich dann die Bohnen eingefüllt habe beginnt der Röstvorgagn bei ca 120-130°C je nach dem wie lang ich mir Zeit lasse. Von hier an steigt die Temperatru langsam bis zum eingestellten Wert z.B. 245°C . Meistens trifft sich das Erreichen der Zieltemp. mit dem 1. Crack hier wird die Temp dann je nach dem wieder etwas runter geregelt da beim 1. Crack sehr viel Wärmeenergie frei wird. Nachdem du eine sehr träge Heizung hast kannst du diese vielleicht ab da sogar abschalten.

    Die Kurve sollte also bis zum 1. Crack einen gleichmäßigen Anstieg haben, dann etwas flacher werden bis zum 2. Crack und iirgendwo in der Gegend dann wirst du das Ende erreichen.

    lg
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
    Röster: Gene Café CBR101 230V

    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  3. #3
    Herb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Die Haeutchen machen gar nix am Geschmack sind halt nur laestig und sieht nicht so gut aus.
    Wenn dein Luefter nicht zu mickrig ausfaellt koennten sie aber auf die Heizplatte fallen und ein nettes Feuerchen veranstalten. Pustet Dein Luefter zu stark, rieselt es rund um dein Pfanne raus

    Erledige die Haeutchen mit Deinem noch nicht beschreibenen Abkuehlungsprozess.

    Geometrisch verschenkst Du fuer meinen Geschmack viel Raum in dem Topf, der die Chargenmenge drastisch reduziert.

    Ne Gusspfanne zieht erst mal selber maechtig Energie zum Aufheizen und laesst sich nicht so schnell regeln, besser waere ne Alu-Pfanne, noch besser Kupfer

    Noch viel Spass beim Basteln, bin gespannt was dabei rauskommt
    Yoda: Die andere Seite ist dunkel.... sehr dunkel
    Obiwan: Mecker nicht, ruehr endlich die Bohnen um

  4. #4
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Stimmt, je dünner das "Blech" desto besser, wäre auch wg. der Bohrungen besser dann können die Häutchen das nicht verstopfen.
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  5. #5
    Walter_ ist offline Moderator
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    Ich bin gespannt ob das funktioniert, ein paar Punkte fallen mir schon beim flüchtigen Hinschauen auf...

    Eine Heizplatte ist normalerweise auf Kontakt ausgelegt, d.h. die Wärmeübertragung basiert hauptsächlich auf Wärmeleitung. In deinem Fall wird die Platte "mißbraucht" und die Wärmeübertragung basiert allenfalls auf Strahlung und Konvektion, wobei sich bei letzterer hier die Frage der Effizienz stellt (rein gefühlsmäßig würde ich sagen die Heizplatte ist überflüssig weil sie nur sehr ineffizient arbeitet).

    Die Erhitzung der Bohnen scheint ebenfalls zum größeren Teil auf Kontaktwärme zu basieren und hier stellt sich die Frage ob das Rührwerk effizient genug arbeitet um ein Anbrennen der Bohnen zu verhindern (das genau wäre der Vorteil einer rotierenden Trommel gewesen). Wenn sich der Antrieb irgendwie verklemmen kann, ist die ganze Charge Bohnen einseitig angebrannt.

    Der Temperaturfühler, hier in der Bohnenmasse gezeichnet, scheint dem Rührwerk im Weg zu sein, ist er es nicht weil der Rührmechanismus zu flach ist, werden die Bohnen nicht ausreichend umgewälzt.

    Nicht böse sein, aber auf den ersten - flüchtigen - Blick scheint dein Röster eher die Nachteile eines Tromelrösters mit den Nachteilen eines Heißluftrösters zu verbinden als die Vorteile.

    Ich hoffe es funktioniert trotzdem...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  6. #6
    hfaust ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Sven,

    RESPEKT! Ein paar Anregungen hab ich noch:

    1. Die Pfanne sollte aus einem nicht beschichteten Material bestehen. Es gibt Aussagen, dass z.B. Teflon die Temperaturen, die zum Rösten notwendig sind nicht verträgt.

    2. Die Lagerung der Achse dürfte mit normalen Kugellagern nicht funktionieren. Zumindest oben an der Pfanne wird so heiß, dass das Fett sich aus den Lagern verflüchtigt (Ich habe bei einem ähnlichen Projekt dann Keramiklager verwendet).

    3. Mit der Heizplatte würde ich gefühlsmäßig Walter zustimmen. Ich würde eine Heißluftpistole als Energiequelle mal ins Auge fassen.

    4. Oben muss noch irgendwie die Luft auch abströmen können. Da kannst Du dann auch ein kleines Sieb dranbauen, das die Häutchen sammelt.

    Ansonsten bin ich mal sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse.

    Viel Erfolg!
    Hari
    DallaCorte Mini / Grimac ten / Mini Grimac / Brasilia Lady / Pavoni Espresso Plus, Casadio Instantaneo / Nuova Simonelli Grinta / Rancilio Rocky D / Ascaso imini / Solis 167

  7. #7
    fab
    fab ist offline Erfahrener Benutzer
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    Sonne Heizplatte Brennt auch ganz schnell mal durch wenn die so vor sich hin heizt und nicht durch kontakt wärme abgibt....
    Bazzar Venus mit Brühdruckmod.

    Ascaso I-Mini

    Fan von Picada Café

  8. #8
    s v e n ist offline Neuer Benutzer
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    danke für die vielen tips und so und mal paar gedanken hintendran...

    die geplanten löcher in der pfanne mag ich eigentlich garnicht aber ich
    habe bedenken wegen der tempreglung in der pfanne (trägheit bzw.
    zeitverzug bei der wärmeleitung) daher der gedanke bischen nachzuhelfen
    beim temp.regeln mit direkter heißluft in den "röstraum". aber ich hab
    noch ne andere idee wie ich die heißluft in die pfanne kriege nur ist die
    aufwendiger - aber auch eleganter - und löst wenn ichs denn auf die spitze
    treibe auch das häutchen problem. wobei, die rösterei pasiert sowieso
    draußen.

    was die umwälzerei der bohnen angeht habe ich weniger sorgen. der quirl
    dreht mit max. 2 umdrehungen pro sekunde da muß ich mir eher sorgen
    machen das die bohnen nicht am glasdeckel zerschlagen werden wenn die
    schaufeln sie hochwirbeln

    das mit dem messfühler im deckel ist eher diletantisch auf der skizze
    dargestellt, der liegt nämlich _drehbar_um_die_eigene_achse_ arretiert
    mit der sensorspitze auf einer schaufel (die aus dünnem messingblech in
    form gedängelt werden) und liefert per vintage-silikonschlauch-
    kreuzgelenk seinen elektrischen wert nach aussen durch den
    deckelknauf.

    die pfanne hab ich natürlich schon, die sieht auch ziemlich genau so aus
    wie auf der skizze und sie ist beschichtet zwar nicht mehr so gut
    wie neu aber das alu (aluguss) schimmert noch nicht durch.

    teflon ist stabil bis 260° - kritisch wirds erst bei ca. 400°c.

    den "ofen" konstruktiv auf die richtige temperatur zubringen ist sicher mit
    vielen versuchsanordnungen verbunden aber die zeit will ich mir nehmen
    die kaffeebohnen können ruhig noch paar tage warten bevor ihnen
    eingeheizt wird.

    die doppelte heizung ist mir ziemlich wichtig, auch der "ofen" um die
    pfanne herum. mag jetzt bischen fragwürdig sein aber ich erhoffe mir
    durch die großzugige wärmequelle etwas mehr temp.stabilität. vorallem
    durch den speichereffekt in der heizplatte und der gipsdämmung.
    eigentlich würde ich auf die extra heißluft sogar verzichten aber ich denke
    mal das wird nichts weil dafür der "ofen" einfach zu klein ist und die
    temp.schwankungen durch die umgebungsluft (wind) sowie die
    kaffeebohnen selber zu groß werden. aber versuchen werde ich es
    trotzdem mal...
    ____________________________________
    ______________
    ps: jetzt so beim schreiben habe ich schon wieder eine andere
    konstruktion im sinn ...naja - ich bastel und grübel halt gern... da ist die
    gute idee von "gestern" irgendwann nicht mehr gut genug!
    ____________________________________
    @ fab
    hmm... is mir noch nicht passiert, ich hab bis vor paar jahren meine küche regelmäßig mit dem herd beheizt. natürlich nicht rotglühend aber eine stufe kleiner.

  9. #9
    koffeinschock ist offline Erfahrener Benutzer
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    ich würde ernsthaft in erwägung ziehen "kühlkörper" an der heizplatte zu montieren: sie entlasten die heizplatte und verteilen die wärme besser
    Optimismus ist nur ein Mangel an Information.
    Conti 'Monaco PM', Anfim Super Caimano On Demand Titanium

    neues zuhause gesucht (als kombi!): vfa-expres Office Plus; ECM Casa Manuale;

  10. #10
    s v e n ist offline Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von koffeinschock
    ich würde ernsthaft in erwägung ziehen "kühlkörper" an der heizplatte zu montieren: sie entlasten die heizplatte und verteilen die wärme besser
    jepp - und danke - gute idee!

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